Claus Westermanns Predigtmeditation über Hiob 14,1-6: „Dann kann man die Verse 1-6 in die Predigt auf­nehmen als das, was sie sind: Worte eines Angefochtenen, der von der in sein Dasein hineinragenden Macht des Todes schwer getroffen und schwer ange­schlagen ist. Man kann dann an diesen Worten Menschen unserer Zeit und unserer Welt deutlich machen, dass ein neutrales, vom Zuschauersitz aus gesprochenes Wort über die Vergänglichkeit des Menschen sehr erbaulich sein kann, aber angesichts der wirklichen Macht des Todes, wie sie hier in Hiobs Leben hinein­wirkt, wertlos ist. Man kann zeigen, wie das hier vom Tod Gesagte wirklich ernst ist, und deshalb auch gefährlich und durchaus anfecht­bar und rebellisch.“

Am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr ist nunmehr Hiob 14,1-6.13.15-17 die alttestamentliche Lesung. Claus Westermann hatte seinerzeit dazu eine Predigtmeditation geschrieben, … Mehr

Martin Niemöller, Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969: „Wenn dort auf dem Hügel vor den Toren der Stadt Jeru­salem der Mann aus Nazareth, als sie ihn dort an den Galgen nagelten, seine Henker und Mör­der so angebrüllt hätte: »Ihr Verbrecher, wartet nur! Es ist noch ein Gott im Himmel, der wird es euch schon zeigen!« Wir wissen, was dann passiert wäre: Es wäre gar nichts passiert. Ein anständiger Mensch mehr wäre unrechtmäßiger Weise am Galgen hingerichtet worden wie Tausende vor ihm und Tausende nach ihm. Sonst wäre nichts geschehen. Es gäbe keinen Sohn Gottes, keinen, in dem Gott selber uns begegnet in seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit; es gäbe keine Erlösung und keine Versöhnung und keine Vergebung und keine Gemeinde dieses Mannes von Nazareth und keine christliche Kirche. Seine Vergebung ist sein Gericht, und sein Gericht heißt Vergebung: »Vater, vergib ihnen!« Weil sein Gericht über seine Widersa­cher Vergebung heißt und weil er sich dazu bekennt, darum und nur darum sind wir hier, gibt es eine christliche Gemeinde, gibt es eine Christenheit, gibt es eine Frohe Botschaft, und da hören wir die wirkliche Bußpredigt, die christliche Bußpredigt.“

Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969 Von Martin Niemöller Verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und … Mehr

Das ausreichende Brot – Eine Geschichte von Joseph Wittig zu Erntedank: »Den allerschönsten Traum aber träumen einige Weizen­ähren. Sie träumen von einem gol­denen Altar und einem weißgedeckten Altartisch, und viele Kerzen leuchten auf sie nieder. Da kommt ein wunderbares Wort über sie, das Jesus einmal gesagt hat und das nun durch die ganze Welt geht und sich immer wieder einmal über ein Weizenbrot breitet. Und das heißt: ›Nehmet hin und esset alle davon, denn dies ist mein Leib!‹ Und wahrhaftig, jetzt sind sie nicht mehr Weizenbrot, jetzt sind sie Jesus selber!«

Das ausreichende Brot Von Joseph Wittig Es liegt eine Krone im tiefen Rhein, aber im Strom der Zeit und im … Mehr

„Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt“ – Was die Skulptur ‚Obdachloser Jesus‘ Christen zu zeigen weiß: „Das ist die Herausforderung an uns Christen: Um Christi willen anderen Menschen in deren Notlage nach eigenem Vermögen zu helfen. Man macht es sich zu einfach, wenn angesichts der Notlage fremder Menschen nach staatlicher Hilfe oder Abhilfe gerufen wird. Nächstenliebe lässt sich nicht wegdelegieren.“

Was die Skulptur „Obdachloser Jesus“ Christen zu zeigen weiß Genau hinschauen heißt es bei dieser Bronzeskulptur des kanadischen Bildhauers Timothy … Mehr