Über den Krieg (De bello) Von Thomas von Aquin Anschließend ist über den Krieg zu handeln. Im Zusammenhang damit werden … Mehr
Kategorie: Religionsunterricht
Ernst Ortlepp, Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845): „Der Frühling, sonst ein sichtbarer Gott, / Wird vor dem Weltenherbst zum Spott, / Und alle Wonnen, die wir sehn, / Sind Rosen, die auf Gräbern stehn. / Der Geist ist wüst, das Herz ist kalt, / Das Lied vom Glauben ist verhallt, / Aus allen Tiefen der Seel’ herauf / Quillt nicht ein Tröpfchen Andacht auf; / Der alten Zeiten Religion / Verachtet der neuen Tage Sohn, / Und grinsend ruf die ganze Erde: / ‚Dein Name nicht geheiligt werde!‘“
Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845) Von Ernst Ortlepp „Allen, die gezweifelt und gerungen,Sei das grause Lied gesungen!“ Vater! – Vater? … Mehr
Dietrich Ritschl über Person und Personalität: „Wird die ‚punktuelle‘ Definition des Menschen als Person sozusagen in seine Komponenten und Schichten aufgelöst, so entsteht das konkrete Bild der menschlichen Persönlichkeit. Die Personalität eines Menschen wird erst beschreibbar, wenn das Zusammenspiel von Vernunft und Affekten, Trieben und Bedürfnissen, Wollen und Bindungen, Erinnerungen, Ängsten und Hoffnungen usw. wirklich wahrgenommen wird. Aber auch hier wird man wieder zwischen einem statuierten Ideal und einer echten Beschreibung unterscheiden müssen.“
Person/Personalität Von Dietrich Ritschl Entwicklung des Begriffs Person kann am ehesten in Zuordnung zu den verwandten Begriffen der Persönlichkeit, der … Mehr
Über die Gottebenbildlichkeit und das Menschsein nach Psalm 8: „Was göttlich mit uns geschehen ist, zeichnet das eigene Menschsein aus – als Gedächtnis, als Annahme und als Ermächtigung: ‚Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst. Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.‘ So verdankt sich Menschsein weder eigener Definition noch eigener Vernunftfähigkeit aus, sondern ist göttlich zugesprochen.“
Über die Gottebenbildlichkeit und das Menschsein nach Psalm 8 Vom antiken Philosophen und Sophisten Protagoras ist der Homo-Mensura-Satz überliefert: Er … Mehr
Augustinus über die wahre Gerechtigkeit in De civitate Dei (Vom Gottesstaat): „Wahre Gerechtigkeit gibt es nur in dem Gemeinwesen, dessen Gründer und Herrscher Christus ist, wenn man es denn schon ein Gemeinwesen nennen will, da es ja unfraglich Volkssache ist. Wenn aber auch diese Bezeichnung, die man anderswo in anderem Sinne gebraucht, unserm Sprachgebrauch vielleicht ferner liegt, so steht doch soviel fest: In dem Staate herrscht sicherlich wahre Gerechtigkeit, von dem die Heilige Schrift spricht: «Herrliche Dinge werden in dir gepredigt, du Stadt Gottes.»“
Augustinus über die wahre Gerechtigkeit „Wahre Gerechtigkeit gibt es nur in dem Gemeinwesen, dessen Gründer und Herrscher Christus ist, wenn … Mehr
Benjamin Franklins Brief an Joseph Priestley (1780): „Der rasche Fortschritt, den die wahre Wissenschaft nun macht, lässt mich manchmal bedauern, dass ich so früh geboren wurde. Es ist unmöglich sich vorzustellen, auf welche Höhe sich in 1000 Jahren die Macht des Menschen über die Materie steigern mag. Vielleicht lernen wir, großen Massen ihre Schwere zu nehmen und ihnen absolute Leichtigkeit zu verleihen, um den Transport zu erleichtern. Die Landwirtschaft könnte ihre Arbeit verringern und ihren Ertrag verdoppeln. Alle Krankheiten mögen durch sichere Mittel verhindert oder geheilt werden, selbst jene des Alters nicht ausgenommen, und unser Leben nach Belieben verlängert werden, sogar über das vorsintflutliche Maß hinaus.“
Benjamin Franklins Brief an Joseph Priestley Passy, 8. Feb. 1780 Sehr geehrter Herr, Ihr freundlicher Brief vom 27. September ist … Mehr
Roman Brandstaetter, Bibel, mein Vaterland: „Du rufst mich aus der Tiefe / mit dem Psalm der Krematorien, / mit dem Weinen über den Ruinen des kämpfenden Warschau, / mit der Klage über die Leichen des verbrannten Ghettos, / mit der Erinnerung an Auschwitz, / Treblinka, / Majdanek, / mit dem jeremianischen Stöhnen / meiner doppelt gemarterten / Geschichte. // Alles ist in dir, / was immer ich erlebt habe. / Alles ist in dir, / was immer ich geliebt habe.“
Bibel, mein Vaterland (Biblio, ojczyzno moja) Bibel, mein Vaterland,Bibel, mein polnisches Land,galiläischund franziskanisch,o ihr Bücher meiner Kindheit,geschrieben in zweizüngiger Rede,polnischem … Mehr
Roman Brandstaetter, Hymnus an die Bibel: „Da formte der Herr deine Kehle, / meißelte deinen Gaumen / nach dem Bild des Himmelsgewölbes, / deinen Lippen und deiner Zunge / gab er die Gabe, Laute zu bilden, / und indem er dir seine Stimme einhauchte, / machte er sie zu deiner Stimme, / Stimme, / Stimme, / sichtbare Stimme, / hervortretend hinter den Bergen Moabs, / aufgehend hinter den Sanden der Wüste, / im ersten Vers der Genesis: / Bereschit bara Elohim, / heiliger Anfang der Buchstaben, / Keim von Sätzen, Kapiteln und Büchern, / die im Rhythmus des göttlichen Atems / sich zugleich / in alle Richtungen bewegen / wie der Wagen des herrlichen Thrones, / den im Land der Chaldäer, / am Fluss Kebar, / in Verzückung der erschrockene / Ezechiel schaute.“
Hymnus an die Bibel (Hymn do Biblii) Sei gegrüßtund gepriesenund gesegnet,Bibel,erschaffen vor der Schöpfung,als noch nichts geschaffen war,vor der Zeit,als … Mehr
Die Thesen von Pomeyrol (1941): „Gegründet auf die Bibel erkennt die Kirche Israel als das Volk an, das Gott dazu erwählt hat, der Welt einen Erlöser zu geben und mitten unter den Völkern ein immerwährender Zeuge des Geheimnisses seiner Treue zu sein. Obwohl sie zugibt, dass der Staat vor einem Problem steht, für das er eine Lösung finden muss, erhebt sie einen feierlichen Protest gegen jede Regelung, die die Juden aus der menschlichen Gemeinschaft ausschließt. Die Kirche verzichtet auf alle zweideutigen Aussagen und erklärt, dass man die zwangsläufige Unterwerfung unter den Sieger nicht zu einem Akt freier Zustimmung erklären kann. Sie ist wohl bereit, alle äußeren Konsequenzen der Niederlage auf sich zu nehmen, sieht es aber als eine geistliche Pflicht an, gegen jeden totalitären und pseudoreligiösen Einfluss Widerstand zu leisten.“
Die Thesen von Pomeyrol (1941) Am 16. und 17. September 1941 versammelte sich in Pomeyrol – einem der Église réformée … Mehr