Das letzte Blatt (1788) Von Johann Georg Hamann Si quelque sages de ce monde sont parvenus par tems etuder de … Mehr
Kategorie: Philosophie
Hugh Lawrence Bond über Jonathan Edwards (1703-1758): „Die stärkste und dauerhafteste Wirkung jedoch erreichte Edwards durch seine anderweitigen Tätigkeiten. Seine machtvolle Predigt, sein Aufruf zur Erweckung und seine eindrucksvolle Betonung der persönlichen religiösen Erfahrung verschafften der Bewegung des Great Awakening Eingang in Neuengland und trugen dazu bei, dass Erweckung und religiöser Individualismus zu bleibenden Zügen amerikanischer Christlichkeit wurden.“
Jonathan Edwards (1703-1758) Von Hugh Lawrence Bond 1. Leben J. Edwards, Theologe, Philosoph, Erweckungsprediger und Religionspsychologe, wurde am 5. Oktober … Mehr
Warum in Zukunft KI-generierten Texten eine menschliche Autorschaft zugesprochen wird: „Wer die Fotokunst des 20. Jahrhunderts zu bewundern weiß, wird von einem Fehlurteil Baudelaires bezüglich einer Kunstlosigkeit der Fotografie sprechen. Mit KI-generierten Texten wird es wohl in Zukunft nicht viel anders sein. Derjenige, der mit eigenen Prompts eine gehaltvolle Textgenerierung initiiert, generierte Texte bearbeitet bzw. regenerieren lässt, so dass die finalen Texte als genuin geschaffen rezipiert werden, wird schlussendlich auch die Authentizität bzw. Autorenschaft in gesellschaftlich anerkannter Weise für sich beanspruchen können.“
Warum in Zukunft KI-generierten Texten eine menschliche Autorschaft zugesprochen wird Wir sind gegenwärtig in einer Übergangszeit bezüglich der Abfassung von … Mehr
Charles Baudelaire über die moderne Öffentlichkeit und die Fotografie (Le public moderne et la photographie, 1859): „Da die fotografische Industrie die Zuflucht aller verfehlten Maler war, die zu wenig begabt oder zu faul waren, um ihre Studien zu vollenden, trug diese allgemeine Verrücktheit nicht nur den Charakter der Blindheit und Dummheit, sondern hatte auch die Farbe einer Rache. Dass eine so dumme Verschwörung, bei der man, wie bei allen anderen, die Bösen und die Getäuschten findet, auf eine absolute Weise gelingen könne, glaube ich nicht, oder wenigstens will ich es nicht glauben; aber ich bin überzeugt, dass die missbräuchlichen Fortschritte der Fotografie sehr dazu beigetragen haben, wie übrigens alle rein materiellen Fortschritte, zur Verarmung des französischen Kunstgenies, das schon so selten ist.“
Die moderne Öffentlichkeit und die Fotografie (Le public moderne et la photographie, 1859) Von Charles Baudelaire Mein lieber Morel, wenn … Mehr
Heiner Weniger, Vom (Un)Glück, zu denken. Ein positiver Begriff der Negativen Dialektik mit Requiem für Josef Pfisterer: „Und so schließe ich mit dem, was – in aller Schwachheit – als Ausdruck meiner Solidarität zuhanden ist, mit einem Requiem für meinen Kollegen und Bruder im Geist nach Bob Dylan’s It’s all over now, Baby blue. Den hat Adorno knapp verfehlt, ihn wahrscheinlich auch gar nicht gekannt. Es bestehen erhebliche Zweifel, ob er seine Art und Musik akzeptiert hätte. Trotzdem. Als einer, der sowohl Theodor Adorno wie auch Bob Dylan kennt und schätzt, mache ich mich zum Informanten beider: Requiem für Josef Pfisterer.“
Vom (Un)Glück, zu denken. Ein positiver Begriff der Negativen Dialektik Von Heiner Weniger In der Silvesternacht des Jahres 1966, wo … Mehr
David Chytraeus, Über die rechte Anleitung zum Lesen der Geschichten (De lectione historiarum recte instituenda, 1565): „So wie Gott dieses ganze überaus schöne Welttheater, den Himmel, die Lichter, die Sterne, die Elemente, die Pflanzen, die Lebewesen und unsere eigenen Seelen und Leiber erschaffen hat, und will, dass wir sie anschauen und die in sie eingeprägten Spuren der göttlichen Güte und Weisheit betrachten, so hat er auch die fortlaufende Reihe der Dinge, die in diesem Welttheater von Gott und den Menschen, seinen Bewohnern, der Beachtung und Erinnerung wert sind, vom Anfang an bis zu unserem Zeitalter getan und geschehen sind, in der Weltgeschichte bewahrt. In dieser können wir wie auf einem gemalten Bild oder wie auf eine hohe Warte gestellt mit unseren Augen deutlich sehen und betrachten, was auch immer im Erdkreis von der ersten Schöpfung an bis jetzt Denkwürdiges geschehen ist.“
Über die rechte Anleitung zum Lesen der Geschichten (De lectione historiarum recte instituenda, 1565) Von David Chytraeus So wie Gott … Mehr
Friedrich Christoph Oetinger, Über das Leben. Zur Theologie der Elektrizität (1776): „Es gibt also ein doppeltes Leben im Menschen: das empfindende und das verständige. Jenes ist elektrisch; dieses ist weit über die Elektrizität erhaben. Die Grenzen kann man jedoch nicht bestimmen. Das verständige Leben ist in den Wiedergeborenen mit dem Geist Jesu vereinbar. So viel kann man aus elektrischen Proben und aus den Worten Gottes über die Seele schließen.“
Über das Leben (Zoe) Von Friedrich Christoph Oetinger Jakobus sagt, das Leben sei ein Atmis – ein zarter Hauch, ein … Mehr
Hans-Georg Gadamer über Friedrich-Christoph Oetingers Schrift Inquisitio in sensum communem et rationem: „Nun versichert der Theologe, dass bei diesem Beginnen die Bibel wesentlich sei: Die gesunden Worte der Heiligen Schrift helfen uns, unseren Worten Zügel anzulegen. Doch ist es ein unabgeschlossener Kampf, denn bis heute schwächen uns fremde, von den Philosophen oder von den plebeji erfundene Ausdrücke — und daher fehlen uns oft die Worte, um das anzuzeigen, was wir fühlen. Oetinger beruft sich hier auf das Vorbild von Sokrates und vor allem von Melanchthon — sie beide verstehen ihre Dialektik als das beharrliche Verfolgen der göttlichen Spuren — und empfiehlt Bengel, der helfen kann, zu der alten gravitas zurückzufinden — in allem ist es der sensus communis, der, göttlichen Ursprungs, die Menschen das gewahren läßt, was ihnen am meisten verwandt ist. So behält der sensus auch bei allem Denken und bei aller Beurteilung von Gedanken die entscheidende Führung — er ist ein durch die Heilige Schrift erleuchteter Sinn.“
Einleitung in Friedrich-Christoph Oetingers Schrift Inquisitio in sensum communem et rationem (1964) Von Hans-Georg Gadamer Innerhalb der Geschichte des Pietismus … Mehr
Ernst Ortlepp, Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845): „Der Frühling, sonst ein sichtbarer Gott, / Wird vor dem Weltenherbst zum Spott, / Und alle Wonnen, die wir sehn, / Sind Rosen, die auf Gräbern stehn. / Der Geist ist wüst, das Herz ist kalt, / Das Lied vom Glauben ist verhallt, / Aus allen Tiefen der Seel’ herauf / Quillt nicht ein Tröpfchen Andacht auf; / Der alten Zeiten Religion / Verachtet der neuen Tage Sohn, / Und grinsend ruf die ganze Erde: / ‚Dein Name nicht geheiligt werde!‘“
Vaterunser des neunzehnten Jahrhunderts (1845) Von Ernst Ortlepp „Allen, die gezweifelt und gerungen,Sei das grause Lied gesungen!“ Vater! – Vater? … Mehr