Wenn der Glaube ausgesiebt wird …: „Hierzu ist es gut, sich selbst und auch anderen eigene Glaubenszweifel einzugestehen. Je mehr der Glaube für unser Leben fassen und tragen soll, desto eher wird er auch angezweifelt. Zweifel zeigen, dass es mir mit dem Glauben ernst ist und ich nicht einfach der Vernunft das letzte Wort geben möchte. Werden Zweifel nicht zur Sprache gebracht, legen sie sich als lautlose Hülle auf die Seele und drohen, den Glauben zu ersticken.“

Wenn der Glaube ausgesiebt wird … Im Garten wird immer mal wieder ausgesiebt. Schüttet man den Erdaushub durch ein feinmaschiges … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Der Antichrist (De Antichrist, 1934): „Der Antichrist ist ein ‚Anti‘, eine Gegenfigur, aber er ist auch ein Christus, ein Messias, ein Heiland, ein Erlöser. Er ist der Gegenkandidat für denselben Sitz, er gibt ähnliche Versprechen und legt ähnliche Glaubensbekenntnisse vor. Er gründet auch ein Reich, in dem er allein weiß und handelt und ist, sodass es keine höhere Instanz gibt, so wie es auch bei Jesus Christus keine höhere Instanz gibt. Wie Jesus sagte: ‚Ich und der Vater sind eins‘, so sagt der Antichrist: ‚Ich und die Natur sind eins‘, ‚ich und die Notwendigkeit‘.“

Der Antichrist (De Antichrist, 1934) Von Kornelis Heiko Miskotte „Kindlein, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, … Mehr

JD Vance’s Christus-widrige Rede über eine ‚christliche‘ Vision der US-Politik beim AmFest 2025: „Wir hungern nach Zugehörigkeit. Wir hungern nach einem Gefühl für unseren Platz in der Welt. Mehr denn je, soweit ich mich erinnern kann, sprechen die Leute über die amerikanische Identität und versuchen herauszufinden, was uns eint. Aber ich möchte hier etwas sagen. Das Einzige, was wirklich als Anker der Vereinigten Staaten von Amerika gedient hat, ist, dass wir eine christliche Nation waren und durch die Gnade Gottes eine christliche Nation immer bleiben sein. Ich sage nicht, dass ihr Christ sein müsst, um Amerikaner zu sein. Ich sage etwas Einfacheres und Wahreres. Das Christentum ist Amerikas Credo, die gemeinsame moralische Sprache von der Revolution bis zum Bürgerkrieg und darüber hinaus. […] Ich verspreche euch geschlossene Grenzen und sichere Gemeinden. Ich verspreche euch gute Arbeitsplätze und ein würdevolles Leben. Nur Gott kann euch die Erlösung im Himmel versprechen, aber gemeinsam können wir das Versprechen der größten Nation in der Geschichte der Erde erfüllen. Frohe Weihnachten, meine Freunde, lasst uns weiterkämpfen.“

Rede über ein ‚christliche‘ Vision der US-Politik Von US-Vizepräsident JD Vance Wow. Wie läuft’s, Phoenix? Es ist so schön, heute … Mehr

The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas: „Und als die Vereinigten Staaten aus den Wassern emporstiegen, öffnete sich der Himmel über ihnen. Der Geist Gottes kam herab wie ein Adler und ließ sich auf ihnen nieder. Und eine Stimme sprach vom Himmel: »Dies ist mein geliebtes Land, mein auserwähltes Volk unter den Völkern. Ihm habe ich meine besondere Gunst geschenkt. Es soll den Nationen vorangehen und ihnen den rechten Weg weisen. Seine Geschichte ist meine Geschichte, seine Berufung ist meine Verherrlichung.«“

The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas[1] Da kam die Vereinigten Staaten an den Jordan, zu JD … Mehr

Stanley Hauerwas, Nachruf auf Robert Louis Wilken: „Robert war natürlich etwas schroff und konnte mit Dummheit überhaupt nichts anfangen. Wir lagen oft miteinander im Streit, aber es war die Art von Meinungsverschiedenheiten, die Lernen erst ermöglichte. Nirgendwo wird dies besser veranschaulicht als in Roberts Auseinandersetzungen mit Richard John Neuhaus und dessen Entscheidung, römisch-katholisch zu werden. Er hatte versucht, Neuhaus von seiner Entscheidung zur Konversion abzubringen. Robert sagte Richard, er müsse nicht konvertieren, denn im Haus unseres Vaters gebe es viele Wohnungen. Richard erwiderte, dass das zwar stimmen möge, aber dass einige der Wohnungen besser möbliert seien als andere. Das ist die Art von Beobachtung, die Robert gefiel und die er gern mit uns teilte. Wir werden ihn vermissen. Er ist jetzt im Haus unseres Vaters, und ich hoffe, es gibt gute Möbel dort.“

Nachruf auf Robert Louis Wilken (* 20. November 1936 – † 6. Juni 2026) Von Stanley Hauerwas Robert war gerade … Mehr

Nationalistischer Aufruf des Evangelischen Oberkirchenrates vom November 1918: „Am Totensonntag werden Ungezählte in bittrem Weh, dass ihre Toten nun umsonst gefallen sein könnten, sich in den Kirchen sammeln. Wir wollen ihnen den vollen Trost des ewigen Lebens bringen und ihnen den Glauben stärken, dass die heiligen Opfer mitwirken zur Auferstehung unseres Volkes. Wir gehen der sonst so lichten und nun so dunklen Advents- und Weih­nachtszeit entgegen. Viele in unserm Volk werden in der großen Gefahr sein, alle Hoffnungen fürs Vaterland zu begraben. Hoffnungslosigkeit ist der Tod. Wir wollen den Trost ergreifen, dass der Herr, der durch Tod zum Leben gegangen ist, immer im Kommen ist. Sein Weg ist auch in dunklen Wassern dieser Zeit. Jede Epoche der Weltgeschichte soll auch eine Epoche in der Geschichte seines Reiches sein. Er lebt und herrscht, er wird siegen. Er lässt seine Sache nicht im Stich! Das Reich muss uns doch bleiben!“

Aufruf des Evangelischen Oberkirchenrates: „Wir haben den Weltkrieg verloren“ In Sachen „christlicher Nationalismus“ finden sich auch in der deutschen protestantischen … Mehr

Drei Schriften von Eitelhans Langenmantel über das Abendmahl des Herrn: „Zum fünften, wollen sie dir das nicht nachgeben, so lege ihnen das vor, dass Christus auch den Kelch genommen hat und gesprochen: Dieser Kelch ist ein neues Testament in meinem Blut. So wollen wir auch keine Auslegung darüber machen lassen. So frag man sie, worin denn das Blut sei, so der Kelch im Blut ist. Zum sechsten frag man sie, ob einer Christum empfangen könne, er glaube an ihn. So sprechen sie nein. So glaubt das Brot nicht, so kann es auch den Leib Christi nicht empfangen. Denn der Glaube kommt aus dem Gehör, so kann das Brot nicht hören, kann es nicht hören, so kann es auch nicht glauben. Deshalb kann es denn den Leib Christi nicht empfangen.“

Drei Schriften von Eitelhans Langenmantel über das Abendmahl des Herrn [gekürzt]. Eitelhans Langenmantel, aus dem bekannten Augsburger Patriziergeschlecht der Langenmantel, … Mehr

Fußball und die Energie des Glaubens: „Für viele Spieler sind religiöse Gesten auf den Fußballplätzen dieser Welt Ausdruck einer tiefen inneren Überzeugung. Das Gebet vor dem Spiel garantiert keinen Sieg, und der Glaube schützt nicht vor Niederlagen. Aber er kann helfen, mit den Belastungen und Herausforderungen eines unsicheren Fußballer-Lebens umzugehen. In diesem Sinne vermag der öffentlich gezeigte Christusglaube mancher Fußballspieler auch uns Zuschauer inspirieren: Eigene Lebensglück erwächst nicht nur aus körperlicher Leistungsfähigkeit oder sportlichem Erfolg, sondern auch aus dem Christusvertrauen, selbst getragen zu sein – in den Höhen des Sieges ebenso wie in den Tiefen der Niederlage.“

Fußball und die Energie des Glaubens Die Fußball-Weltmeisterschaft hat schon jetzt ein Thema hervorgebracht, das weit über Taktik, Spielergebnisse und … Mehr

Karl Barth über den Protestantismus der Gegenwart (1932): „Die heutige Jugend ist in religiöser Hinsicht so entschlossen und fröhlich heidnisch, aber auch so reif zur Erkenntnis Gottes in Christus, wie dies vermutlich von der Jugend, aber schließlich in anderer Form, auch vom Alter aller Zeiten zu sagen gewesen ist und zu sagen sein wird. – Man darf sie bitten, sich sowohl in ihrer ‚Heutigkeit‘ wie in ihrer ‚Jugendlichkeit‘ nicht allzu wichtig zu nehmen.“

Protestantismus der Gegenwart Von Michael M. Hoffmann (Fragen) und Karl Barth (Antworten) I. Fragen 1. Womit erklären Sie die ungeheure … Mehr