Karl Barth über die zwanziger Jahre in Zwischenzeit (Magnum, 1961): „In der deutschen evangelischen Kirche von damals konnte mir nie so richtig wohl wer­den. Sie entwickelte, dem Staat gegenüber zum erstenmal auf eigene Füße gestellt, ein merkwürdig pompöses Selbstbewußtsein, dem der Gehalt und Tiefgang ihrer Verkündigung nun doch nicht zu entsprechen schien. Schon gab es da und dort „Bischöfe“, solche, die die Bischöfe liebhatten, und solche, die selbst gern Bischöfe werden wollten.“

Zwischenzeit Von Karl Barth Was ich, dem an mich ergangenen Wunsch gemäß, hier bieten kann, ist keine geschichtsphilosophische Deutung jener … Mehr

Erik Peterson, Apostel und Zeuge Christi. Auslegung des Philipperbriefes (1940): „Das Martyrium be­deutet nicht nur ein Gültigwerden des Evangeliums, sondern auch eine Förderung der Evangeliumsverkündigung, die sich darin beweist, daß anderen der Mut kommt, „das Wort Gottes zu sagen“. Es gehört das zu der Gnade des Martyriums, daß es „das Wort Gottes“ in der Kirche entbindet, das aus Feigheit oder weltlicher Klugheit oder anderen Sünden heraus so oft nicht „gesagt“ wird.“

Da lebte Erik Peterson nach seiner Konversion zur römisch-katholischen Kirche mit seiner Familie in Rom in prekären Verhältnissen, als er … Mehr

Hanns Bächtold, Deutscher Soldatenbrauch und Soldatenglaube (1917): „Der Soldat sieht sich fortwährend von mannigfaltigen Gefahren bedroht und wird sich seiner menschlichen Ohnmacht bewußt. Da neigt er gern zu dem Glauben, daß es übernatürliche Mächte gebe, die Schutz vor Not und Gefahr, Verwundung und Tod ge­währen und holt sich aus diesem Glauben neue Hoff­nung und neuen Halt. Es ist schwer, dabei die Grenze zwischen wahrem Glauben und Aberglauben zu ziehen; beide gehen in einander über. Wohl die meisten Soldaten tragen irgend etwas auf sich; das zeigen alle bisher gemach­ten Erhebungen. Der eine hat stets die Photographie lieber Angehöriger oder irgend ein anderes Erinne­rungszeichen an sie, der andere eine geweihte Me­daille, einen Bibelspruch oder die ganze Bibel usw.“

Wie kommen Soldaten mit dem Kriegsgeschehen religiös zurecht? Der schweizer Volkskundler Hanns Bächtold-Stäubli (Mitherausgeber des Handwörterbuches des deutschen Aberglaubens) hatte … Mehr

Walter Kreck, Die „Aktivität“ der Kirche. Ein Rundfunkvortrag von 1962: „Alles kirchliche Bauen und Gestalten hat diesen einen Zweck, dass der Strom des Wortes Gottes fließt, dass diese Botschaft erklingt, dass sie Gehör und Gehorsam findet, und zwar freiwilligen Glauben und Gehorsam. Wo das Evangelium im Schwange ist, da ist die Kirche.“

Die „Aktivität“ der Kirche. Rundfunkvortrag 1962 Von Walter Kreck Vergleichen wir die Situation der Kirche im Dritten Reich mit der … Mehr

Mein Beitrag über den Vöhringer Pfarrer Johann Michael Feneberg (1751-1812) in dem Buch „Pioniere und Propheten. 366 Frauen und Männer aus der Kirchengeschichte“: „Auch evangelische Christen können von einem katholischen Pfarrer lernen, aufzusehen zu Jesus, «dem Anfänger und Vollender des Glaubens» (Hebräer 12,2).“

In dem im Februar 2022 neu aufgelegten Buch Pioniere und Propheten. 366 Frauen und Männer aus der Kirchengeschichte, herausgegeben von … Mehr

Paul Tillich, Das Rätsel der Ungleichheit. Über Markus 4,25: „Wir können das Rätsel der Ungleichheit nicht lösen, so­lange wir in unserer Abgetrenntheit von den anderen darnach suchen. Aber in der göttlichen Teilhabe an dem Leben eines jeden von uns und an dem Leben aller Wesen ist es auf ewig gelöst. Die Gewißheit, daß das Göttliche in allem gegenwärtig ist, gibt uns den Mut, das Rätsel der Ungleichheit zu ertragen, obwohl unser endlicher Verstand es nicht zu lösen vermag.“

Das Rätsel der Ungleichheit Von Paul Tillich Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem … Mehr

Erklärung (Appell) orthodoxer Theologen zur Lehre von der „Russischen Welt“ (Ruskij Mir): „Wir lehnen die Irrlehre von der „Russischen Welt“ und die schändlichen Handlungen der russischen Regierung, die mit Duldung der russisch-orthodoxen Kirche einen Krieg gegen die Ukraine entfesselt hat, der sich aus dieser abscheulichen und unhaltbaren Lehre ergibt, als zutiefst unorthodox, unchristlich und gegen die Menschheit gerichtet ab.“

Im Stil der Barmer Theologischen Erklärung ist der Appell orthodoxer Theologen zur Irrlehre von der „Russischen Welt“ (Ruskij Mir) vom … Mehr