Gott oder der Tod. Predigt über 1 Korinther 15,12-22 Von Hans Joachim Iwand Zum erstenmal seit jener Nacht, in der … Mehr
Kategorie: Predigten
Huub Oosterhuis über Schuld und Vergebung: „Es gibt irgendwo in dieser ‚ganzen Welt‘ Menschen, die einfach damit beginnen, stellvertretend für einen anderen einzustehen: es sind nur einige wenige, eine Familie, ein Milieu. Es sind Menschen da, die einen Anfang machen, während ihre ganze Umgebung noch gelähmt ist, sie durchbrechen eine tödliche Stille, sie stehen bewusst auf, während andere machtlos sitzen bleiben, es sind Menschen, an die man appellieren kann, die eine Antwort geben, die begreifen, die Kraft ausstrahlen, die trotz ihrer schmutzigen Hände Gutes tun. Es gibt Menschen, die hinausgehen: in die Kälte, in die Schuld, in den Winter, die meinen, sie hätten nicht das Recht, sich zu distanzieren und die Schuld von sich abzuschieben. Manchmal begegnet man solchen Menschen in irgendeinem Land, in einer Kirche oder in einem anderen Weltteil.“
Schuld und Vergebung Von Huub Oosterhuis Erwachsene Menschen wissen um das Böse. Gegenseitig verstehen und erfahren sie zur Genüge die … Mehr
Christoph Blumhardt, Der Tag der Liebe Gottes. Predigt zu Römer 13,12: „Die Liebe Gottes zerschmelzt alles Schlechte, alles Gemeine, alles Verzweifelte; die Liebe Gottes zwingt auch den Tod. Aber es muss eine Gottesliebe sein; eine Liebe, die auch die Feinde liebt; eine Liebe, die unentwegt durch alles hindurchschreitet wie ein Held und sich nicht beleidigen, nicht verachten, nicht wegwerfen lässt; eine Liebe, die mit dem Helm der Hoffnung auf dem Haupt durch die Welt schreitet. Wir haben es bis jetzt nicht genug gewagt, zu sagen: Jesus ist geboren, und darum sind alle Kreaturen geliebt. Man hat es nicht gewagt, weil viele aussehen, als ob sie bloß ihren Begierden nachfolgten, als ob sie mit Lust Sünder wären. Aber niemand ist mit Lust Sünder; jedermann ist mit Seufzen Sünder, ein jeder seufzt, der im Tode liegt. Und in dieses Seufzen der Sünder und des Todes hinein schreitet kühn die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in unser Herz, die Liebe Gottes, die ganz Mensch geworden ist in Jesus Christus. Jesus will als die grenzenlose Liebe Gottes verstanden werden. In dieser Liebe will er die Flamme sein, an der wir uns rein brennen.“
Der Tag der Liebe Gottes. Predigt zu Römer 13,12 Von Christoph Blumhardt Der Apostel sagt irgendwo: „Die Nacht ist vergangen, … Mehr
Martin Luther, Predigt über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung, 1530): „Wenn das Schifflein auch im Abgrund versänke, so ist der im Schiff, der aus dem Wasser ein Gewölb machen kann. Wär ihr Glaube stark gewesen, so hätten sie so gesprochen. Aber ihr Glaube ist schwach; denn sie sprechen: hilf uns! Es ist ein kleines Blicklein in ihrem Herzen, das lebt und kennt den Heiland. Aber gegen dieses Blicklein stehen Wind, Wellen, Tod und Unwetter. Es ist ein einziges Fünklein gegen das ganze Meer. Wind und Meer hätten die Glut gewißlich bald gelöscht, wenn der Herr nicht aufgestanden wäre und hätte den armen schwachen Glauben gestärkt.“
Martin Luther hat über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung) mehrfach gepredigt. In seiner Predigt vom 30. Januar 1530 geht er in … Mehr
Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu Jeremia 31,31-34: „Gott selbst will den vollkommenen Gehorsam, der den Menschen endlich in Einklang mit seinem Schöpfer bringen wird, wirken. Er will selbst — wie wir auch sagen können — den neuen Menschen schaffen. Es wird das nicht dadurch geschehen, daß der Mensch mit wunderhaften Kräften und Fähigkeiten ausgestattet wird, jedenfalls nicht durch eine Befreiung von den Nöten und Grenzen, die ihn jetzt einengen. In erhabener Einseitigkeit wird die Erneuerung des menschlichen Herzens für vollkommen zureichend zur Heilung des gestörten Gottesverhältnisses gehalten — eben dadurch, daß dem Menschen Gottes Gebot ins Herz geschrieben wird, so daß er ganz von sich aus nichts anderes als Gottes Willen will, leb ist freilich mehr als unser ‚Herz‘; es ist nach alttestamentlicher Vorstellung nicht nur der Sitz des Gefühls, sondern auch des Verstandes und Willenslebens.“
Im Hinblick auf den alttestamentlichen Predigttext für den sechsten Sonntag nach Ostern (Exaudi) hier eine Predigtmeditation von Gerhard von Rad: … Mehr
Martin Niemoller’s Easter Sermon 1945 delivered in Dachau Concentration Camp: „The spring outside and everything that is still beautiful and alive in this world of death becomes for us, who know the Risen One, an allegory indicating that our Lord is alive and that because of him we have a glad and living hope.“
Sermon on John 20:11-18 The following sermon was preached on Easter Monday, April 2nd, 1945 by Martin Niemoller, while he … Mehr
Karl Barth, Wo ist Jesus Christus (1961): „In der Umgebung von zehn, ja von fünf, ja eines einzigen in aller Unvollkommenheit aufrichtigen Christen pflegt die Frage: Wo ist Jesus Christus? von selbst zu verstummen oder doch leise zu werden.“
Von Karl Barth stammt folgender Text aus dem Jahr 1961, der zu Weihnachten geschrieben worden ist und dabei die Osterbotschaft … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über Jesaja 40,26-31 (1941): „Über ihm flattern wie graue Vögel der Nacht die häßlichen Fragen: Wozu, warum, warum gerade ich, warum hat mir das Leben nicht gehalten, was ich glaubte? — und Stück für Stück zieht die harte, böse Wirklichkeit in sein Herz mit all den häßlichen Namen, die sie sich dann gibt, ob das nun Geld ist, oder Essen und Trinken, oder Genuß, oder Selbstliebe; es ist so, als ob dann unter dem Hohngelächter der Hölle das ganze Heer aus der Tiefe Einzug hält in ein Herz, das einmal Gottes Tempel, Gottes Wohnung, das einmal erleuchtet war von dem großen kindlichen Vertrauen.“
Predigt über Jesaja 40,26-31 Von Hans Joachim Iwand Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge … Mehr
Martin Niemöller, Osterpredigt zu Johannes 20,11-18 aus dem KZ Dachau (1945): „Wir dürfen uns nicht durch die Macht solcher Naturstimmungen dazu verleiten lassen, dass wir die biblische Kunde von der Auferstehung des Herrn nur als ein Gleichnis ansehen für jenen Sieg des Lebens über den Tod, wie wir ihn alljährlich im Frühling sehen oder vielmehr zu sehen vermeinen. Es handelt sich dabei ja doch nur um einen Gedankenkurzschluss; wir wissen durchaus, dass das Leben, das jetzt da draußen aufblüht, doch auch dem Tode verfallen ist; wir schieben nur den Gedanken daran immer wieder von uns fort und wehren uns auf diese Weise gegen einen Pessimismus, der an sich berechtigt wäre, aber nun einmal zu nichts nütze ist. Nein, um recht Ostern zu feiern, müssen wir schon auf die Botschaft hören, die Gott uns in seinem Wort sagen lässt, und die weiß nichts von einem allgemeinen Naturgesetz, dass das Leben stärker sei als der Tod, dass das Gute kräftiger sei als das Böse, oder was dergleichen idealistische Dogmen mehr sein mögen, an die ja ohnehin niemand mehr recht glaubt.“
Drei Wochen bevor 163 Sonderhäftlige aus dem KZ Dachau von der Gestapo abstransportiert wurden, hält Martin Niemöller am Ostermontag, 2. … Mehr