Predigt über Matthäus 11,25-30 (1546) Von Martin Luther Luthers letzte Predigt, gehalten am 15. Februar 1546 – drei Tage vor … Mehr
Kategorie: Predigten
Martin Luther, Predigt über Matthäus 11,25–30 (1527): „Christus lehrt von der Sanftmut, dass sie nicht Böses für Böses gibt. Denn Christi Joch hat die Art an sich, dass die Feinde uns das Unsre nehmen; dadurch werden wir zornig, und wird uns übel zu Mute, wir wollen uns rächen, fluchen, schelten und sind ungeduldig darüber. Christus aber spricht: hierher, lerne von mir, nicht zornig noch rachgierig zu sein, wenn es dir übel geht, dir das Deine genommen wird oder du irgendwie beleidigt wirst; sei nicht zornig noch ungeduldig, sei sanftmütig und gutes Muts, tue wie ich; denn ich lass mich schelten und verachten und bleibe gleichwohl fröhlich; tue du desgleichen, weil du mich im Glauben hast; so wirst du Freude und Friede genug und vollauf haben; es schadet nichts, wenn’s auch dem alten Adam nicht nach seinem Willen geht; denn ich muss seine Vernunft dämpfen und seine Klugheit zur Torheit machen; wen ich liebe, den pflege ich wie mein liebes Kind zu stäupen; ich nehme ihm die Kreaturen weg, damit er recht lerne, dass in den Kreaturen kein Bestand ist und man sich drum auch nicht auf sie verlassen soll.“
Predigt über Matthäus 11,25–30 (1527) Von Martin Luther Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und … Mehr
Julius Schniewind, Der Heilandsruf. Kommentar zu Matthäus 11,25–30 (1936): „Jesu Heilandsruf sagte in den drei Sprüchen, die ihn bilden, das gleiche. Jesus ist der Messias, dessen Geheimnis vom Herrscher Himmels und der Erde nur den Geringen offenbart wird. Er ist der eine Sohn, der allein den Vater kennt und offenbart, und den alle Menschen hinausstoßen. Er ist der Messias, der Gottes Gesetz ins Herz schreibt und den ewigen Frieden Gottes bringt; das geschieht aber so, daß er sich selbst zu den Armen, auf Gott Wartenden stellt. Die höchste Würde Jesu und sein Kreuzeswille sind in allen Sprüchen eins.“
Der Heilandsruf. Kommentar zu Matthäus 11,25–30 Von Julius Schniewind 25 Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise … Mehr
William H. Willimon über Apostelgeschichte 4,32–37: „Die Kirche kümmert sich um die Ihren und schafft so in ihrem gemeinsamen Leben eine Art Vignette, ein Paradigma der Welt, wie Gott sie für alle vorgesehen hat. Die Macht, die am Ostermorgen die Fesseln des Todes brach, an Pfingsten die Sprachbarrieren sprengte und einen Lahmen stärkte, löst nun den eisernen Griff des Privateigentums.“
Kommentar zu Apostelgeschichte 4,32–37 – Die Herausforderung des Besitzes Von William H. Willimon Es überrascht uns nicht, wenn Lukas berichtet, … Mehr
Gottfried Bachl über die dahergeredete Predigt (1967): „Es klafft ein Spalt zwischen der religiösen Sprache, der Vorstellungswelt, in der die Prediger sich ergehen, und dem, was subkutan und unbewusst vielleicht aber sehr wirklich die Hörer bewegt. Die geringe Bildungs- und Anstoßkraft der christlichen Verkündigung rührt daher, dass sie fragefeindlich ist oder, wenn es hochkommt, sich die Frage des anzusprechenden Menschen lieber selbst fingiert, statt sie mühselig zu erlauschen.“
Über die dahergeredete Predigt Von Gottfried Bachl Mit dem, was man Predigt nennt, sind weitum nicht gerade angenehme Empfindungen verbunden. … Mehr
Hermann Diem, Predigt zu Römer 11,33-36 (1946): „Wir sind damals nach jenem Gottesdienst auf den berühmten alten Prager Judenfriedhof gegangen. Auf engem Raum zusammengedrängt liegen dort die Toten aus Jahrhunderten neben- und übereinander. Grabstein steht an Grabstein. Keine Blume wächst dazwischen, um den düsteren Ernst des Todes zu mildem, und im Schatten der Holunderbäume, die aus den Gräbern gewachsen sind, kann nicht einmal ein Grashalm gedeihen.“
Predigt zu Römer 11,(32)33-36 (Trinitatis) Von Hermann Diem Liebe Gemeinde! Gestehen wir es uns ruhig ein, daß wir alle ziemlich … Mehr
Friedrich Christoph Oetinger, Predigt auf das Fest der Heiligen Dreieinigkeit zu Johannes 14,23: „Kein Wunder ist demnach, dass die Prinzessin Antonia sich so sehr ergötzt hat an dieser Lehre der Hebräer, dass sie sie auf einer großen Tafel in die Kirche in Bad Teinach gestiftet und ihr Herz nach dem Tod dahin begraben ließ. Diese Tafel enthält kurzgefasst die Vereinigung des Alten und Neuen Testaments in Christus, in welchem alle zehn Abglänze Gottes in ein Zentrum eines Gartens zusammenlaufen und von da aus sich in die Glieder seines Leibes mit großer Verschiedenheit der Gaben verteilen, sodass nach 1. Korinther 12, Vers 8-11 dem einen gegeben ist »die Rede der Weisheit« durch den Geist, dem andern »die Rede der Erkenntnis« nach demselben Geist, einem andern der Glaube, die Standhaftigkeit des Geistes, und wieder andern andere Kräfte in dem Geist. Die selige Prinzessin will kurz so viel sagen: Christus sei das Zentrum der Lehre von der Dreieinigkeit. Jesus ist Christus, das begreife die ganze Dreieinigkeit – nämlich den Salbenden, den Gesalbten und die Salbe selbst.“
Predigt auf das Fest der Heiligen Dreieinigkeit zu Johannes 14,23 Von Friedrich Christoph Oetinger Text: Johannes 14, Vers 23: Wir … Mehr
Eberhard Jüngel, Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968): „Die Aufklärung der Welt durch den Heiligen Geist lautet dahin, dass wir für unser Heil nichts zu tun haben. Religiöser Eifer schadet nur. Es gibt kein anderes Heil, als Gott kommen zu lassen. Das klingt fast zu einfach, um wahr zu sein. Aber die Wahrheit ist mitunter halt einfach. Mit dem Einfachen anzufangen ist noch immer schwierig genug. Zur Aufklärung der Welt gehört aber auch dies, dass wir, weil für unser Heil nichts zu tun ist, für das Wohl der Welt nicht genug tun können. Nicht alles auf einmal. Das Wohl der Welt wird en détail besorgt. Oder gar nicht. Der Heiland der Welt geht aufs Ganze. Die christliche Bitte, Gott kommen zu lassen, ermuntert die Welt, Schritt für Schritt zu sich selbst zu kommen. Nur keine Sprünge!“
Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968) Von Eberhard Jüngel Gottes zweite Heimat – der Mensch. Dem zeitlichen Menschen, seiner irdischen … Mehr
N. T. Wright über das Pfingstgeschehen nach Apostelgeschichte 2,1-21: „Es gibt gut belegte Fälle, sowohl in der Neuzeit als auch im Altertum, von Menschen, die plötzlich ‚in Zungen redeten‘, auf Eingebung des Geistes, in bestimmten Situationen, in denen sie keine Ahnung hatten, dass jemand aus einer bestimmten Sprache und Kultur anwesend war, und in der Tat, ohne selbst ein einziges Wort dieser Sprache im gewöhnlichen Sinne zu können – und dann entdeckten, dass jemand Anwesendes sie verstehen konnte. Ich habe Leute getroffen, denen das passiert ist, und ich habe keinen Grund zu glauben, dass sie sich selbst oder mich getäuscht haben. Ich habe dafür keine andere Erklärung, als dass Gott tun kann, was immer Gott tun will, und dass es nicht an uns ist, den Wegen Grenzen zu setzen, auf denen Gott sich erreichen kann und tatsächlich erreicht, sei es, wenn das Evangelium bei jemandem oder einer Gruppe eine Wirkung erzielen muss, die sonst besonders schwer zu erreichen ist, oder wenn jemand in besonderer Not oder Bedrängnis anwesend ist. Oder was auch immer.“
Über Apostelgeschichte 2,1-21 Von N. T. Wright APOSTELGESCHICHTE 2,1-4 – Hier kommt die Kraft 1 Als der Tag des Pfingstfestes … Mehr