Predigtmeditation zu Matthäus 5,20-26 (1955)[1] Von Hans Joachim Iwand Hier haben wir wahrscheinlich das eigentliche Thema der ursprünglichen Bergpredigt.Johannes Weiß … Mehr
Kategorie: Predigten
Helmut Gollwitzer, Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag (1969): „Hier geschieht wirklich Konfrontation, Begegnung, auch Zusammenstoß, dem der Zusammenstoß im Herzen und Kopf des Redners vorhergegangen war. Aber die Fronten bleiben nicht starr, sie ringen miteinander; das Ringen ist echt, atemlos wird der Hörer dessen Zeuge, bleibt aber nicht nur Zuschauer, sondern hört den Redner als seinen Vertreter, ist selbst zusammen mit dem Redner der Schauplatz dieses Ringens. Und dann geschieht immer wieder, wie in der Morgenfrühe am Jabbok nach Jakobs Kampf, der Sieg der Freude, das Aufatmen, das große Hineinstaunen in die Ewigkeit, in die Wirklichkeit des Gottes, von dem die biblischen Worte sprechen, als eine Wirklichkeit des Lichtes, trotz ihrer Rätselhaftigkeit, über ihre Rätselhaftigkeit hinaus. Es wird nichts erspart, nichts geschenkt, nichts verharmlost; intellektuelle Anstrengung wird gefordert, emotionale Erregung nicht gescheut.“
Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag[1] Von Helmut Gollwitzer Kleine Völker können eine große Sendung für die anderen haben. An … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Das Bild Gottes (Het beeld Gods, 1942): „Wo Gott Gott ist, da sind die Menschen Menschen. Ach, was bedarf es eines Kampfes der Seele, um zu jener Einfalt zu gelangen! Wir sind zu kompliziert, wir suchen es zu weit und zu hoch, wir sind gleich fertig und werden nie fertig. Dies ist der Kampf des Lebens, aber wenn wir aufrichtig sind, dann muss er im Heiligtum durchgekämpft werden. Hier müssen wir kämpfen, unter der Spannung und der Entscheidung der Predigt. Es wird euch gesagt: Ich will euch zu Menschen haben, und ihr werdet verwandelt, wenn ihr den Spiegel der Herrlichkeit Christi anschaut. Das Kommen unter den Klang des Wortes ist ein Kommen in das Kraftfeld des Geistes. Es ist gut, wenn wir rufen: Veni Creator Spiritus, aber es würde wenig bedeuten, wenn wir nicht begriffen, dass wir von jenem schöpferischen Geist ergriffen werden. Es braust nun oben und über uns: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis. Es widerfährt uns hier durch den Geist.“
Das Bild Gottes (Het beeld Gods, 1942) Von Kornelis Heiko Miskotte „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die … Mehr
Hendrikus Berkhof, Nachruf auf Kornelis Heiko Miskotte (1976): „Die Originalität, die Miskotte auch gegenüber Barth nicht verleugnen konnte, lebte er besonders in seiner Predigt aus. Wer seine Predigten mit denen Barths vergleicht, erkennt eine völlig andere Welt. Miskotte verkündete das Evangelium vor dem Hintergrund des modernen Lebensgefühls – mit einer Tiefe und Subtilität, die Barth fremd war (von ihm jedoch hoch geschätzt wurde). Ich glaube, dass Miskotte als Prediger und als Autor mehrerer Predigtbände mehr Einfluss ausgeübt hat als durch all seine anderen Werke. Wahrscheinlich wird er in der niederländischen Kirchengeschichte vor allem als der größte Prediger dieser Epoche in Erinnerung bleiben.“
IN MEMORIAM PROF. DR. KORNELIS HEIKO MISKOTTE23. September 1894 – 31. August 1976 Es scheint, dass der stetig wachsende Strom … Mehr
Hans Werner Hoffmann, Alttestamentliche Predigttexte zu weiteren Festen und Gedenktagen philologisch erschlossen: „(1) Hört, ihr Inseln/Gestade, auf mich, und merkt auf, ihr Nationen in der Ferne! JHWH hat mich von Mutterleib an berufen, hat vom Leib/Schoß« meiner Mutter« an meinen Namen genannt/kundgetan. (2) [Und] er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, im Schatten seiner Hand hat er mich versteckt, und er hat mich zu einem scharfen Pfeil gemacht, in seinem Köcher hat er mich verborgen. (3) [Und] er hat zu mir gesagt: Mein Knecht bist du, Israel, an dir / durch dich werde/will ich mich verherrlichen. (4) Ich aber dachte: Umsonst habe ich mich bemüht, für nichts und vergeblich habe ich meine Kraft aufgebraucht/vertan. Doch das Urteil über mich ist/liegt bei JHWH und mein Lohn bei meinem Gott.“
Mein Hebräischlehrer Prof. Dr. Hans Werner Hoffmann hat nun mit dem Band „Alttestamentliche Predigttexte zu weiteren Festen und Gedenktagen philologisch … Mehr
Gerhard Gloege, Predigt zu Lukas 18,9-14 (Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner, 1940): „Liebe Gemeinde, lasst uns über diesem Nachdenken der biblischen Wahrheit nicht selbst zu Pharisäern werden! Lasst uns die Gefahr sehen, der wir erlägen, wenn wir sprächen oder auch nur dächten: ‚Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie diese Pharisäer.‘ ‚Wie gut, dass wir doch noch das Panier der Wahrheit, die Botschaft von Sünde und Gnade aufrecht halten!‘ ‚Wie erfreulich, dass wir nicht denen gleichen, die dem Glauben der Väter, die der Kirche Jesu Christi den Rücken gekehrt haben und sich zum Angriff gegen ihre Lehre sammeln!‘ Lasst uns selbst nur nicht überheblich werden und mit der Miene des Zöllners dem Pharisäismus erliegen!“
Predigt zu Lukas 18,9-14 (1940) Von Gerhard Gloege Liebe Gemeinde! Wer ist eigentlich die Hauptperson in unserem Gleichnis? Der Pharisäer … Mehr
Helmut Tacke, »Verheißung« in den Predigtmeditationen Hans Joachim Iwands: „Die Verheißung bleibende Verheißung braucht das Wort, um sich der angefochtenen Gemeinde mitzuteilen. In einer anderen Gestalt als der des Wortes will die Verheißung dem Menschen nicht begegnen. Das verheißende Wort ist verglichen mit der breiten Skala religionspsychologisch erschlossener Erfahrungen ein relativ sprödes Instrument der Kommunikation. Aus dem Beziehungsfeld Wort-Glaube entspringen Unruhe, Vorfreude, Erwartung und Mut, aber keine Zustände religiöser Erhebungen oder Versenkungen, in denen der Mensch sich selbst zur Erbauung wird.“
»Verheißung« in den Predigtmeditationen Hans Joachim Iwands Von Helmut Tacke Einzusetzen ist am besten bei einem Abschnitt, der durch seine … Mehr
Johannes Hamel, Predigt über Lukas 18,9-14a (1956): „Es wird nicht erzählt, was die frommen Hörer dieser Geschichte im Augenblick gedacht und wie sie im Augenblick gehandelt haben. Um so wichtiger ist die Frage, wie wir Jesu Erzählung aufnehmen und was wir auf sie hin tun? Es wäre schrecklich für uns, wenn wir weiterhin die bösen und gottlosen Menschen als hoffnungslose Fälle ansähen, als von Gott Gerichtete und Verurteilte, so wie jener Fromme unserer Geschichte es tat und wohl tun musste, weil er Jesus nicht begegnet war, der die Gottlosen zur Umkehr ruft. An einer Christenheit, die die dunklen Gestalten um sich herum – und es gibt wahrhaftig sehr, sehr dunkle Gestalten! – für hoffnungslose Fälle ansieht, geht der Gott schweigend vorüber, der das Schreien der zerbrochenen Herzen erhört. Gott kennt seine Leute im Haufen der Zöllner von damals und im Haufen der Atheisten, Gleichgültigen und Unmenschlichen von heute. Jesus Christus tut unter ihnen sein Werk, so überraschend, so unausdenkbar und überwältigend, dass wir uns nur davor fürchten müssen, Ihm bei seinem Retterwerk im Wege zu stehen!“
Predigt über Lukas 18,9-14a (1956) Von Johannes Hamel Liebe Brüder und Schwestern! Jesus erzählt eine Geschichte: Zwei Menschen gehen zum … Mehr
Hermann Diem, Predigtmeditation zu Lukas 18,9–14 (1953): „Aber beachten wir: der Pharisäer im Gleichnis hat Gott auch gedankt, und zwar auch für seine Fortschritte in der Heiligung. Es ist sogar erstaunlich, wofür er alles danken konnte. Er hat durchaus den richtigen Maßstab für seine Selbstprüfung: die Zehn Gebote. Und wir haben keinerlei Recht zu der Annahme, dass es etwa nur Heuchelei gewesen wäre, die ihn für seine Erfüllung der Gebote danken ließ. Wir wollen uns lieber fragen lassen, ob es mit unserer Gesetzeserfüllung so gut bestellt ist wie mit der seinen. Und wofür dankt er? Dass er nicht ist wie die anderen Leute, die nach den Geboten Gottes nichts fragen, wie z. B. dieser Zöllner hier? Das scheint doch ein sehr frommes Gebet zu sein. Wer von uns hat denn Gott schon dafür gedankt, wenn er vor dem Weg des Zöllners bewahrt blieb? Was ist dem Pharisäer denn eigentlich vorzuwerfen?“
Predigtmeditation zu Lukas 18,9–14 Von Hermann Diem Dass Jesus die Geschichte ein „Gleichnis“ nennt, ermahnt uns, sie in der Gezieltheit … Mehr