Der große Dispens. Predigt zu Philipper 4,5-6 (1957) Von Karl Barth Phil. 4,5-6: „Der Herr ist nahe. Sorget euch um … Mehr
Kategorie: Predigten
Terence E. Fretheim zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund): „Eine beziehungsförmige Erkenntnis des HERRN und eine einseitige, bedingungslose göttliche Vergebung sind das Herz und die Seele dieses Neuen Bundes; sie ermöglichen ein fortwährendes Leben in Beziehung mit Gott und bieten dessen fortwährende Grundlage. Israels Vergangenheit wird wahrhaft vergangen sein, wird nie mehr über dem Volk hängen; nie mehr werden sie sich fragen müssen, ob Gott sich wieder an ihre Sünden erinnern werde. In der Formulierung ‚vom Kleinsten bis zum Größten‘ ist eine Demokratisierung des Volkes im Blick. Niemand wird einen besonderen Zugang zur Erkenntnis Gottes oder zur Vergebung der Sünden haben.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund) Von Terence E. Fretheim Dies ist ein klassischer Text. Er wird in mehreren … Mehr
Walter Brueggemann zu Jeremia 31,31-34: „All das Neue ist möglich, weil JHWH vergeben hat. Tatsächlich hängt der Neuanfang im und nach dem Exil von der Bereitschaft JHWHs ab, aus einem System von Belohnungen und Strafen auszubrechen, denn die Missachtung Israels und Judas hätte durch Strafe nie gesühnt werden können. Gott hat den Teufelskreis von Sünde und Strafe durchbrochen; dieser durchbrochene Kreis erlaubt es Israel, an einem anderen Ort mit neuer Möglichkeit neu zu beginnen. Dies ist eine ungewöhnliche Aussage, völlig jüdisch, völlig gnadenerfüllt; von ihr hängt das ganze wiederhergestellte Judentum aus dem Exil ab. Der jüdische Glaube ist tief in der Vergebung verwurzelt.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 Von Walter Brueggemann Dieses Verheißungswort ist die bekannteste und am meisten vertraute aller Verheißungen Jeremias. Es … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Menschlichkeit. Besinnung zu 3. Mose 19,34 (Humaniteit, 1935): „Hast du wirklich gehört: ‚Ich bin der HERR, dein Gott‘, dann hast du auch das wahre Gebot der Humanität gehört. Und dann siehst du ringsum die Augen der Fremden sehnsüchtig auf dich gerichtet. Du selbst bist und bleibst ein ‚Fremdling auf Erden‘, darum erkennst du überall deine Brüder im selben Los. Über die Nation, über die Kirche, über unseren lieben Kreis, über unseren persönlichen Lebensstil erhebt sich hoch: das Gebot des erbarmenden Gottes, den Fremden zu lieben.“
Menschlichkeit. Besinnung zu 3. Mose 19,34 (Humaniteit, 1935) Von Kornelis Heiko Miskotte „Der Fremde, der bei euch wohnt, soll euch … Mehr
Walter Eisinger, Predigt über 1.Petrus 2,21b-25: „Ihr kennt das: So ein Schäfer hat ein Auge auf jedes Tier. Und die Tiere scheinen das zu wissen. Sie haben kein großes Interesse an Alleingängen gefährlicher Art. Und wenn sie sich schon einmal verlaufen haben, sieht man, wie wohl sie sich fühlen, wenn die vertraute Umgebung wieder da ist. Wer irrt, soll umkehren, umkehren zum Hirten. Er ist voller Erbarmen. Wir spüren das, wenn ein Kind getauft wird. Er lockt es zu sich, und es ist ganz da, ohne Vorbehalte.“
Predigt über 1.Petrus 2,21b-25 (Miserikordias Domini) Von Walter Eisinger Liebe Gemeinde! Was Christus getan hat, das hat er nicht für … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Johannes 20,24- 29 – Thomas, der erste Protestant (1950): „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Selig sind, welche den Spott des imaginären Gottes hinnehmen, weil sie den Weg des dunklen, des unsichtbaren Glaubens gefunden haben. Den Weg, den keine Psychologie mehr entdeckt und darum auch zum Glück nicht verraten kann! Den Weg, da der natürliche Mensch sterben muss, damit der geistliche Mensch lebe, den Weg, der nicht mehr als Weg, als Methode, als Erfahrungs- oder Erlebnistheologie faßbar wird. Alles, was Thomas je gefragt oder gesagt hat, ist damit beantwortet. Selig also, wer sich abbauen läßt in seinem Sehen-Wollen, und sich aufbauen läßt in seinem Glauben! Die Erscheinungen des Auferstandenen mußten den Zweifel des Thomas erzeugen!“
Predigt über Johannes 20,24- 29 – Thomas, der erste Protestant Von Hans Joachim Iwand Thomas aber, der Zwölf einer, der … Mehr
Anklageverfügung beim Zentralgericht des Heeres gegen Pfarrer Karl Steinbauer vom 4. September 1944: „Dadurch wird beim Zuhörer der Zweifel geweckt, ob das stolze, gläubige Vertrauen des Deutschen in ‚unseren Hitler‘ berechtigt ist, da auch die Christen unter den Engländern und Russen mit demselben Stolz auf ihre Führer blicken. Zugleich frohlocken alle gemeinsam: ‚Uns ist ein Kind geboren‘, sodass beim Zuhörer Bedenken entstehen, ob der Kampf dieser drei Völker gegeneinander – zumindest der Christen unter ihnen – einen Sinn hat. Dadurch wird die Widerstandskraft des Einzelnen im jetzigen schweren Kampf des deutschen Volkes um seine völkische und politische Existenz geschwächt.“
Abschrift der Anklageverfügung beim Zentralgericht des Heeres gegen Pfarrer Karl Steinbauer vom 4. September 1944 Dass Pfarrer Karl Steinbauer vom … Mehr
Hans Joachim Iwand, Gedanken zum Ostermontag: „Der Unterschied zwischen dieser Todeswelt und der kommenden Welt der Auferstehung zum unvergänglichen Leben kann nicht aufgelöst, darf nicht als nebensächlich behandelt werden. Die Spannung zwischen Glauben und Schauen, Hoffen und Sehen, Hören und Empfangen muß bleiben, solange wir hier leben, wir müssen vieles an uns vorüberziehen lassen, was sich als das Neue und Verheißene, als etwas von Gott Kommendes und Erlösendes ausgibt.“
Gedanken zum Ostermontag Von Hans Joachim Iwand Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird … Mehr
Karl Barth, Jesus Christus ist auferstanden (Ostern 1947): „Wenn in einer Versammlung eines unserer Interessenverbände auf einmal jemand aufstehen, das Wort verlangen und in aller Ruhe, aber jedermann sofort verständlich nur das sagen würde: «Jesus Christus ist auferstanden»! Wenn in einer Pfarrer-Konferenz – vielleicht in der Woche nach Ostern, wenn sie alle begreiflicherweise etwas müde und etwas zum Unglauben geneigt sind – jemand durchs offene Fenster von außen dieses Wort hereinriefe! Oder wenn es jetzt eben vor mir selbst so aufstünde, wie es lautet und gemeint ist, so dass ich es zur Kenntnis nehmen und mich von jetzt an daran zu halten hätte, dass es so ist, wie dieses Wort sagt! Wenn …“
Jesus Christus ist auferstanden (Ostern 1947) Von Karl Barth Man schämt sich tief, wenn man sich vor Augen hält, wie … Mehr