Predigt über Lukas 18,9-14a (1956) Von Johannes Hamel Liebe Brüder und Schwestern! Jesus erzählt eine Geschichte: Zwei Menschen gehen zum … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Wer du bist: „Du bist derjenige, für den der dreieinige Gott einen Lebensweg vorgesehen hat, der dich mit Engeln, Heiligen und sonderbaren Menschen vor seinen himmlischen Thron bringt. Senfkornklein ist dein Glaube – wer kann ihn denn sehen? Aber wenn er Jesus Christus gehört, versetzt er Bäume und Berge.“
Wer du bist Du bist nicht das, was du für dich bist;du bist nicht der, der du gerne sein möchtest;du … Mehr
Gerhard von Rad, Erwägungen zum Prediger Salomo (1941): „So ist Kohelet dem unenträtselbaren Geheimnis der Dinge und Geschehnisse deckungslos ausgeliefert. Es fehlt ihm das Wort Gottes, eine direkte Anrede von Gott her; den Weg zu Hiob 42,1—5 ist er nicht geführt worden. Eine merkwürdige Inkonsequenz liegt allerdings darin, dass Kohelet von seiner radikalen Skepsis aus doch nicht den letzten Schritt zum Nihilismus, zum völligen Bankrott des Glaubens getan hat. Darin haben ihn, wie wir sahen, einige Reste des alten Gemeindeglaubens bewahrt; er wird trotz all seines Kampfes gegen die weisheitliche Tradition doch gerade von ihr noch über dem Abgrund gehalten.“
Erwägungen zum Prediger Salomo. Im Anschluß an den Kommentar von Kurt Galling Von Gerhard von Rad Handbuch zum Alten Testament … Mehr
Albrecht Grözinger, Identität – das Eigene und das Nicht-Eigene. Eine Spurensuche in der christlichen Tradition: „Macht es Sinn, an dem Begriff der Identität festzuhalten? Diese Frage bleibt zunächst ungeklärt. Wichtig hier war zu zeigen, dass es im Christentum ein Verständnis von Identität gibt, das nicht über Exklusion funktioniert. Aber natürlich wurde im Verlauf der Christentumsgeschichte auch, und vielleicht sogar mehrheitlich, so etwas wie Exklusionsidentität praktiziert. Der Begriff der verletzlichen Identität könnte ausdrücken, dass Identität erst dann in Momenten oder in einer Bewegung entstehen kann, wenn ich mich auf Anderes beziehe und auf Anderes bezogen zu mir zurückkehre. Eine Bewegung, die nicht stehen bleibt, sondern im Grunde ständig weitergeht.“
Identität – das Eigene und das Nicht-Eigene. Eine Spurensuche in der christlichen Tradition Prof. Dr. Albrecht Grözinger, Professor für Praktische … Mehr
Johannes Evangelista Goßner über die göttliche Liebe: „Wie haben die Menschen die Liebe aufgenommen? Ach, sie gönnten ihr keine Herberge; die Liebe musste im Stall geboren werden; alle Türen und Tore waren der Liebe verschlossen, da sie hereinkam in diese Welt. Ja, sie musste fliehen über die Grenzen und exulieren, da sie kaum geboren war. Man strebte ihr nach dem Leben, wollte sie wieder aus der Welt schaffen, da sie kaum den ersten Schritt in die Welt hereingetan hatte. Darum hielt sie sich dreißig Jahre lang verborgen und lebte unbekannt in Armut und Verachtung. Als die Liebe endlich doch öffentlich auftrat, ihren Mund und ihre Hände öffnete und in lauter Wohltun und Segen umherwandelte, was taten die Menschen? Die einen stießen sie mit Gewalt von sich, andere waffneten sich gegen sie und warfen mit Steinen nach ihr, und wieder andere baten sich’s zur Gnade aus, dass sie von ihnen weichen und ihre Grenze verlassen möchte. Am Ende schlugen sie die Liebe gar ans Kreuz und töteten sie. Aber die Liebe kann nicht aufhören; Schmach, Kreuz, Beleidigung aller Art und selbst der Tod konnten die Liebe nicht töten, sondern sie nur erhöhen und vermehren. Darum konnte sie auch nicht im Grabe bleiben; die Liebe ward wieder lebendig und fing nun erst an, ihr Reich auf Erden zu gründen; indem sie heimgehend und wiederkehrend in den Schoß des Vaters, woher sie gekommen war, den Geist der Liebe ausgoß und herabsendete auf alle, die sich von ihr lieben lassen wollten.“
Über die göttliche Liebe Von Johannes Evangelista Goßner Wie Gott die Liebe ist, so ist auch der Sohn Gottes die … Mehr
Ernest Hello, Ich hatte Hunger, ich hatte Durst …: „Immer wieder hört man in der alten Welt eine Stimme, die von Norden oder von Süden kommt, vom Osten oder vom Westen, und die die Gastfreundschaft empfiehlt. Das ist nicht nur ein sittlicher Rat, es handelt sich hier um etwas ganz Besonderes; die Gastfreundschaft wird nicht nur einfachhin wie eine Tugend empfohlen, sondern wie ein Geheimnis. Man könnte sagen, dass Gott die Welt durch diese so schrecklichen Worte richten wird, die durch ihre Einfachheit noch tausendfach schrecklicher sind.“
Ich hatte Hunger, ich hatte Durst … Von Ernest Hello Die Gestalt des Fremden war in der Menschheit immer von … Mehr
Johann Baptist Metz, Kirche nach Auschwitz (1991): „Fehlt uns dieser jüdische Geist des Erinnerns nicht mitten in Europa? Ist bei uns nicht längst an die Stelle dieses anamnetischen Geistes eine evolutionistisch getönte Historie getreten, die die Vergangenheit des Vergangenen unterstellt und das Vergangene zum ausschließlichen Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung erhebt? Doch jede Vergegenständlichung ist immer auch eine Art des Vergessens – eines Vergessens, in dem nicht nur der Glaube, sondern schließlich auch der Mensch verschwindet.“
Kirche nach Auschwitz Von Johann Baptist Metz „Opfern bietet man keinen Dialog an“, habe ich einmal im Blick auf den … Mehr
Wie die katholische Erweckungsbewegung in Schwaben Friedrich Engels in Sachen Kommunismus beeinflusst hat: „Da Ignaz Lindl als katholischer Priester mit seiner Haushälterin Elisabeth Völk aus Eismannsberg die Ehe einging, wird er 1823 aus dem Zarenreich verweisen und landet schließlich 1824 in (Wuppertal-)Barmen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Lindl als Hauslehrer den jungen Friedrich Engels in dessen Kindheit unterrichtete und ihm dabei eine religiös motivierte Gütergemeinschaft nahegebracht hatte. Lindls Grabmal befindet sich auf dem Unterbarmer Friedhof in der Nähe der Grabanlage der Familie Engels.
Wie die katholische Erweckungsbewegung in Schwaben Friedrich Engels in Sachen Kommunismus beeinflusst hat Das sind solche Geschichte, die man auf … Mehr
Horst Ehmke, Der erste Bürger unseres Staates. Nachruf auf Gustav Heinemann (1976): „Die Freiheit des Bürgers, erst recht die Freiheit eines Christenmenschen von Angst war eines seiner Zentralthemen. Angst macht unfrei, macht blind, ist ausbeutbar, macht Mitläufer für Pseudo-‚Realpolitik‘. Diese Freiheit eines Christenmenschen hat Gustav Heinemann in der deutschen Politik personifiziert, gerade in ihrer Bedeutung für einen wachen, von keinen Tabus, Ideologien und Ängsten vernebelten Bürgersinn. Er war ein fröhlicher Christ, auch wenn er ein sehr spröder Mann sein konnte. Die schönen Künste waren ihm, bei allem Interesse, innerlich fremd, und an der Literatur interessierten ihn die Autoren offensichtlich mehr als deren Bücher. Im Grund war Heinemann davon überzeugt, dass man, wenn man nur das Buch der Bücher oft und gründlich genug studiere, sich die Lektüre der Sekundärliteratur weitgehend sparen könne.“
Der erste Bürger unseres Staates. Nachruf auf Gustav Heinemann Von Horst Ehmke Er war ein Bürger und kein Freund des … Mehr