Das Problem der Predigt (Le problème de la prédication, 1938) Von Karl Barth I. DEFINITION 1. Die PREDIGT ist das … Mehr
Kategorie: Karl Barth
Karl Barth über die christliche Gemeinde unter staatlichem und gesellschaftlichem Druck (1955): „Man kann sie dem übrigen Leben gegenüber isolieren, ihre natürlichen Verbindungen zu weiteren Kreisen, besonders etwa zur heranwachsenden Jugend, unterbinden, sie auf ihren «Kult» reduzieren und so in den Winkel drängen wollen, um sie dort umso leichter lächerlich, verächtlich, auch wohl verhasst zu machen. Es mag dann auch der Staat, im Hintergrund und wohl auch im Vordergrund gerade der Staat (vielleicht in Gestalt einer allmächtigen Staatspartei!) sein, der da mittut, der da möglicherweise sogar führt und vermöge seiner öffentlichen und geheimen Organe, aber auch seiner indirekt ausgeübten Macht über Personen und Verhältnisse sehr energisch zu führen weiß.“
Die christliche Gemeinde unter staatlichem und gesellschaftlichem Druck (1955) Von Karl Barth Lebendige Gemeinde wird, selbst wenn ihr äußeres Wachsen … Mehr
Eberhard Busch über Karl Barths Fürbitten: „Hier in der Fürbitte wurde alles vor Gott präsent: die Jugend und die Alten, die Fröhlichen und die Weinenden, die Schwermütigen und die Leichtsinnigen, die Frommen und die Gottlosen, die Gefangenen und »die, die sich für frei halten«.Kurz, jede Fürbitte glich der Arche Noahs, in der vieles und Verschiedenes Raum hatte und in der sich Gegensätzlichstes nebeneinander vertrug.“
Er hat’s nötig Als Prediger war Karl Barth auch die sorgfältige Vorbereitung des Schlußgebets im Gottesdienst jedesmal ein wichtiges Anliegen. … Mehr
Hans Urs von Balthasar über die Theologie Karl Barths: „Weil Barth den Blick von der Glaubenszuständlichkeit ganz und gar weg- und dem Glaubensinhalt zuwendet, darum redet er gut; darum ist bei ihm keine pastorale Erbaulichkeit zu befürchten. Die Sache erbaut sich selber. Aber die Sache ist in sich so hinreißend und den ganzen Mann anfordernd, dass wahre Sachlichkeit hier übereinfallen muss mit einer alles durchdringenden und darum gar nicht eigens auszusprechenden Ergriffenheit. Diese Einheit von Leidenschaft und Sachlichkeit ist der Grund der Schönheit der Barthschen Theologie.“
Über die Theologie Karl Barths Von Hans Urs von Balthasar Barths Theologie ist schön. Nicht bloß in dem äußerlichen Sinn, … Mehr
Karl Barths Brief an Martin Niemöller (1946): „Es ist klar wie die liebe Sonne, dass Du ihnen – und nun eben wirklich nicht nur Hans Meiser, sondern auch Hans Asmussen und wohl auch noch manchem anderen ekklesiastischen Hans bis zutiefst in die BK hinein – unheimlich und unbequem bist und dass es irgend eine Ecke in ihrer Seele gibt, in welcher sie wohl wünschten, es stünde zu Dachau oder anderwärts ein wunderschönes Gedächtniskirchlein, zu welchem sie alle Jahre einmal wallfahren und wo sie dann – Heiliger Martin, bitt für uns arme Sünder! – etliche Horen zu Deinen Ehren singen könnten, statt dass Du in Deinem so bedauerlich ramponierten Auto noch immer im Lande herum fährst und taktlose Dinge sagst, die sie dann mitausbaden müssen. Vielleicht, lieber Martin, wären Du und ich auch so geworden, wenn uns der liebe Gott nicht in Gnaden davor bewahrt hätte, anders als »stellvertretend«, wie Du so schön heißest, auf dem kirchenregimentlichen Schachbrett zum Zug zu kommen. Wir wollen darüber nicht in Gram versinken, weil es wirklich mehr zum Humor als zur Tragik der Kirchengeschichte gehört, daß es so laufen muss.“
Karl Barth an Martin Niemöller (1946) Bonn, Schloß-Straße 14/1, Brit.Zone 29. Juni 1946 Lieber Martin Niemöller! Ich danke Dir, daß … Mehr
Karl Barth, Auslegung zu Römer 12,17–21 (Kurze Erklärung des Römerbriefes, 1941): „In dieser seiner echten Bedürftigkeit vor Gott wird der Christ dann auch ein lebendiges, ein schlechterdings aufrichtiges Friedensangebot an alle Menschen – der Träger des an sie gerichteten göttlichen Friedensangebotes – sein. Wenn sie es aber nicht annehmen? Und sie werden es ja gewiss trotz allem nicht alle annehmen! Nicht alle? Wie viele, wie wenige werden es annehmen? Soll er nun doch als Partei gegen Partei wider sie vorgehen? Gleiches mit Gleichem vergelten? Mindestens damit, dass er sie nun dennoch fallen lässt, dass er endlich und zuletzt, ein Bild des göttlichen Zornes, doch von ihnen weg und seiner Wege geht?“
Auslegung zu Römer 12,17–21 (Kurze Erklärung des Römerbriefes, 1941) Von Karl Barth Aber nun lebt ja der Christ nicht nur … Mehr
Karl Barth, Der Einzelne in dieser Zeit (1957): „Wer ist er denn, dieser Einzelne, wenn er sich als solcher einmal recht statt schlecht verstehen wollte? Wirklich der arme Einsame, der Angst haben muss, zu kurz zu kommen, wenn er sein Leben nicht für sich haben und führen kann, der darum auf das Recht seines Eigensinns und Eigenwillens pochen, der darum zur Privatperson und damit zum Räuber und damit zum Totengräber seiner Freiheit werden muss? Es ist klar, wie die liebe Sonne: Er ist in der ihm gegebenen Besonderheit, Einzigartigkeit und Einmaligkeit, in der er dieser und dieser Mensch ist und die niemand ihm nehmen kann, einer unter anderen, die in der ihnen gegebenen Besonderheit, Einzigartigkeit und Einmaligkeit wie er selbst einzelne sind. Er ist es also gerade nicht ohne sie. Und er ist es nicht weniger, aber auch nicht mehr als sie. Sie gehören ihm nicht, er kann über sie nicht verfügen, wie er auch nicht ihnen gehört, wie sie auch über ihn nicht verfügen können. Er ist schlicht ihr Nächster, ihr Nachbar und sie sind die seinigen. Er ist mit ihnen und sie sind mit ihm. Er und sie sind gerade als einzelne Menschen Mitmenschen.“
Der Einzelne in dieser Zeit (1957) Von Karl Barth Vermute ich recht, wenn ich annehme, daß Sie bei dem Thema … Mehr
Karl Barth, Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (1957): „Christen sind Menschen, die ihren Herrn gefunden haben: daraufhin, dass er sie gefunden hat. Nach anderen Herren, Autoritäten, Heilanden und Schutzgeistern brauchen sie kein Bedürfnis zu haben. Das heißt nicht, dass sie respektlose, meisterlose Leute wären. Das heißt aber, daß sie aus aller Knechtschaft, Magie und Diktatur fröhlich und definitiv entlassen sind: aus der ihrer Zeitung, aus der des Urteils der Leute, aus der der gerade herrschenden Stimmung und öffentlichen Meinung, aus der bestimmter starker Persönlichkeiten, Ideologien, Prinzipien, Systeme — nicht zuletzt aus der der Vorstellung einer absolut maßgebenden Bedeutung ihrer eigenen Überzeugung, Stellungnahme und Rechthaberei. Sie haben in aller Ohnmacht die Macht, Gott über alle Dinge zu fürchten und zu lieben. Das ist ihre Freiheit.“
Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit Von Karl Barth Kühn, lustig, locker und offen, höchst bestimmt und … Mehr
Karl Barth über den Protestantismus der Gegenwart (1932): „Die heutige Jugend ist in religiöser Hinsicht so entschlossen und fröhlich heidnisch, aber auch so reif zur Erkenntnis Gottes in Christus, wie dies vermutlich von der Jugend, aber schließlich in anderer Form, auch vom Alter aller Zeiten zu sagen gewesen ist und zu sagen sein wird. – Man darf sie bitten, sich sowohl in ihrer ‚Heutigkeit‘ wie in ihrer ‚Jugendlichkeit‘ nicht allzu wichtig zu nehmen.“
Protestantismus der Gegenwart Von Michael M. Hoffmann (Fragen) und Karl Barth (Antworten) I. Fragen 1. Womit erklären Sie die ungeheure … Mehr