Predigt zu Apostelgeschichte 10,42–43 (1935) Von Pfarrer Gerhard Jacobi, Berlin, Präses der Bekenntnissynode Berlin-Brandenburg „Jesus Christus hat uns geboten, zu…
Rolf Rendtorff über Helmut Gollwitzer. „Gekrümmt vor dem Herrn – aufrecht im Klassenkampf“: „In Berlin wird nun der ‚politische Theologe‘ Helmut Gollwitzer in das vielfältige Geschehen der sechziger und siebziger Jahre hineingezogen – genauer: er stellt sich ihm, er nimmt die ihm darin begegnenden Herausforderungen an; Berlin und die FU prägen ihn und seine Theologie (gewiß nicht ausschließlich, dazu ist er viel zu sehr Theologe), und er prägt sie an seinem Teile mit. Daß dieser Teil oft nicht gering war, zeigt sich beispielhaft darin, daß er es war, der im Juni 1967 die Gedenkrede vor der Überführung des Sarges von Benno Ohnesorg nach Westdeutschland hielt. ‚Keiner hatte wie er eine solche breite Anerkennung, und an diesem Christen und Radikaldemokraten kam niemand vorbei‘, schrieb Rudi Dutschke später dazu.“
Helmut Gollwitzer. „Gekrümmt vor dem Herrn – aufrecht im Klassenkampf“ Von Rolf Rendtorff Links zu stehen schien Ehrensache „Ich bin…
Tagesgebet zum 22. Sonntag nach Trinitatis, 1. November 2026
Herr Gott, unser Vater,Du gibst keinen Menschen auf.Wo wir mit unserer Geduld am Ende sind,fängst Du neu an.Bestärke uns durch…
Tagesgebet zum Gedenktag der Reformation (Reformationsfest), 31. Oktober 2026
HERR, Du unser Gott,von Anfang an bis in alle Ewigkeitgilt Dein Wort unserem Leben.Halte uns dein Evangelium vor,dass wir uns…
Wilhelm Freiherr von Pechmann, Evangelisches Christentum in lutherischer Ausprägung (1926): „’Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat.‘ Wozu? Dass ich ein Werkzeug Seines heiligen Willens sei, unbedingt tauglich, unbedingt willig in freiem, freudigem Gehorsam. Unablenkbar wie die Magnetnadel ihren Pol, so sollte unser Wille den Willen Gottes suchen, nichts anderes. Aber wie weit sind wir davon entfernt! Unser Wille vergisst und seiner selbst nicht mächtig. Wohl ist ein Suchen nach Gott in ihm; aber es ist kraftlos. Von einer unentrinnbaren Gewalt an das eigene Ich gebunden, macht er dies Ich an Gottes Stelle zum beherrschenden Mittel- und Zielpunkt seines Begehrens und trägt damit die zersetzenden Keime des Bösen auf tausend Wegen in unser Dichten und Trachten, in unser Fühlen und Denken, in unser Reden und Tun.“
Wilhelm Freiherr von Pechmann (1859-1948) war von 1919 bis 1922 der erste gewählte Präsident der bayerischen Landessynode und stand zudem…
Karl Steinbauers Weihnachtslied aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen (Dezember 1939): „Freudenbotschaft unsern Ohren! / Laufet! Christus ist geboren! / Dorten liegt im engen Stall, / dem gehört der Welten All. // Reicher Gott, liegst in der Krippen, / Stammeln staunend meine Lippen, / Und mein stolzes Herz sieht klar: / Wir sind Bettler, das ist wahr! // Bin gekommen zu beschenken, / Steh’ nun da mit leeren Händen, / Was ich hab’, das gabst Du mir. / Arm, beschämt knie ich vor Dir!“
Weihnachtslied „Freudenbotschaft unsern Ohren“ Von Karl Steinbauer 1. Freudenbotschaft unsern Ohren!Laufet! Christus ist geboren!Dorten liegt im engen Stall,dem gehört der…
Georg F. Vicedom, Das Geheimnis des Leidens der Kirche (1963): „Gott geht dabei geradezu einen paradoxen Weg. Er macht am Leiden der Gemeinde für die Menschen sichtbar, dass er der Herr ist, dem alle Menschen gehören. Während alle Herrscher der Welt ihre Macht in der harten Gestalt der Gewalt ausüben, während alle Menschen auf ihre Autorität pochen, die ihnen gegeben ist, kommt Gott gerade dadurch zum Ziel, dass er nicht Macht und Gewalt ausübt, sondern sich laufend bekämpfen und von Seiten der Menschen in die ‚Niederlage‘ führen lässt. Er wirkt in der Ohnmacht, im Widerspiel der Macht.“
Das Geheimnis des Leidens der Kirche (1963) Von Georg F. Vicedom INHALT I. Die Kirche des Leidens 6 II. Im…
Jan Zahradníček, Opferpriester des Friedens (Der Häftling Gottes): „Wie ein noch lebender Mieter des Grabes / stemmt jeder nach seiner Art / hoch seinen Felsblock. / Jeder nach seiner Art ein Staunen der Engel, ein menschliches Weinen, / in jedem von uns würde man finden / die Zeit des Gerichtes und die Zeit der Kometen, / als sie uns abholen kamen, / wie Metzgergesellen das Vieh auf stinkenden Pritschen / zur Schlachtbank zu fahren.“
OPFERPRIESTER DES FRIEDENS Vielleicht ist das Weltall draußen vergittert.Und wir hier drinnen,wir sind auf freiem Fuß. Befreit vom Jochder Bedürfnisse…
Antrag der Brandenburger Vikarinnen auf Revision der Synodalbeschlüsse 4 und 5 an den altpreußischen Bruderrat vom 9. Juni 1943: „Jedes geistliche Amt, auch das der Schlüsselgewalt und Gemeindeleitung, ist nicht Herrschaft, sondern Dienst. Darum beruht die Autorität dieses Dienstes nicht auf natürlichen Gegebenheiten der ausübenden Personen, sondern auf der Autorität des im Wort wirkenden Christus. Der aus dem falschen Verständnis der hypotagé gewonnene Öffentlichkeitsbegriff zerreisst die Gemeinde und ergibt eine Abwertung der Verkündigung der Frau.“
Antrag der Brandenburger Vikarinnen auf Revision der Synodalbeschlüsse 4 und 5 an den altpreußischen Bruderrat vom 9. Juni 1943 Wider…