Religion Von Russell T. McCutcheon Wie alle Gegenstände der Kultur haben auch Wörter eine Geschichte; Bedeutung und Gebrauch ändern sich…
Karl Barth, Das Problem der Predigt (Le problème de la prédication, 1938): „Die Predigt ist der Versuch – der Kirche zugeordnet –, durch einen dazu berufenen Menschen dem offenbarten Wort Gottes zu dienen, indem er den Menschen von heute verkündet, was sie von Gott selbst zu hören haben, und ihnen eigenverantwortlich einen biblischen Text auslegt.“
Das Problem der Predigt (Le problème de la prédication, 1938) Von Karl Barth I. DEFINITION 1. Die PREDIGT ist das…
Karl Barth über die christliche Gemeinde unter staatlichem und gesellschaftlichem Druck (1955): „Man kann sie dem übrigen Leben gegenüber isolieren, ihre natürlichen Verbindungen zu weiteren Kreisen, besonders etwa zur heranwachsenden Jugend, unterbinden, sie auf ihren «Kult» reduzieren und so in den Winkel drängen wollen, um sie dort umso leichter lächerlich, verächtlich, auch wohl verhasst zu machen. Es mag dann auch der Staat, im Hintergrund und wohl auch im Vordergrund gerade der Staat (vielleicht in Gestalt einer allmächtigen Staatspartei!) sein, der da mittut, der da möglicherweise sogar führt und vermöge seiner öffentlichen und geheimen Organe, aber auch seiner indirekt ausgeübten Macht über Personen und Verhältnisse sehr energisch zu führen weiß.“
Die christliche Gemeinde unter staatlichem und gesellschaftlichem Druck (1955) Von Karl Barth Lebendige Gemeinde wird, selbst wenn ihr äußeres Wachsen…
Tagesgebet zum 8. Sonntag nach Trinitatis, 26. Juli 2026
Herr Jesus Christus,mitten in unserer Welt, in aller Dunkelheit,hat deine Friedensherrschaft schon begonnen.Du hast uns berufen,Salz der Erde und Licht…
Ernest Hello, Ich hatte Hunger, ich hatte Durst …: „Immer wieder hört man in der alten Welt eine Stimme, die von Norden oder von Süden kommt, vom Osten oder vom Westen, und die die Gastfreundschaft empfiehlt. Das ist nicht nur ein sittlicher Rat, es handelt sich hier um etwas ganz Besonderes; die Gastfreundschaft wird nicht nur einfachhin wie eine Tugend empfohlen, sondern wie ein Geheimnis. Man könnte sagen, dass Gott die Welt durch diese so schrecklichen Worte richten wird, die durch ihre Einfachheit noch tausendfach schrecklicher sind.“
Ich hatte Hunger, ich hatte Durst … Von Ernest Hello Die Gestalt des Fremden war in der Menschheit immer von…
Eberhard Busch über Karl Barths Fürbitten: „Hier in der Fürbitte wurde alles vor Gott präsent: die Jugend und die Alten, die Fröhlichen und die Weinenden, die Schwermütigen und die Leichtsinnigen, die Frommen und die Gottlosen, die Gefangenen und »die, die sich für frei halten«.Kurz, jede Fürbitte glich der Arche Noahs, in der vieles und Verschiedenes Raum hatte und in der sich Gegensätzlichstes nebeneinander vertrug.“
Er hat’s nötig Als Prediger war Karl Barth auch die sorgfältige Vorbereitung des Schlußgebets im Gottesdienst jedesmal ein wichtiges Anliegen.…
Johann Baptist Metz, Kirche nach Auschwitz (1991): „Fehlt uns dieser jüdische Geist des Erinnerns nicht mitten in Europa? Ist bei uns nicht längst an die Stelle dieses anamnetischen Geistes eine evolutionistisch getönte Historie getreten, die die Vergangenheit des Vergangenen unterstellt und das Vergangene zum ausschließlichen Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung erhebt? Doch jede Vergegenständlichung ist immer auch eine Art des Vergessens – eines Vergessens, in dem nicht nur der Glaube, sondern schließlich auch der Mensch verschwindet.“
Kirche nach Auschwitz Von Johann Baptist Metz „Opfern bietet man keinen Dialog an“, habe ich einmal im Blick auf den…
Johann Georg Hamann, Das letzte Blatt (1788): „Der umgestürzte Heuchler, der antike Sophist, der ‚Philologe der Halbwörter‘, ein Philosoph nur dem Buchstaben π und ψ nach, Kreuzträger und Galgenvogel, Metakritiker voller guter Hoffnungen, ein Stein zwischen zwei Pfosten, der bisweilen die Rolle des Schleifsteins übernimmt, selbst jedoch außerstande zu schneiden.“
Das letzte Blatt (1788) Von Johann Georg Hamann Si quelque sages de ce monde sont parvenus par tems etuder de…
Ulrich Goßner über seine Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg betreff seiner Christus-Predigten in Pfaffenhofen an der Roth (1831): „Herr Dekan W. in St. brachte vor: Der Name Jesus werde so oft genannt in den Predigten, dass er zum Ekel werde. Ich antwortete: ‚Wenn das öftere Nennen dieses Namens Ekel erregt, so hat niemand mehr Ekel erregt, als der Apostel Paulus, in dessen Briefen dem Leser dieser Name überall entgegenkommt; z. B. im 1. Kor. 1 in den ersten zehn Versen zehnmal. Das ist gewiss ekelhaft! Eine solche Rede steht einem Heiden und Juden wohl an — aber einem Christen — einem Geistlichen — Dekan —!!! Ich frage auf diese Beschuldigung hin — ob ein solcher Mann unser Richter sein könne? Das ist ja entsetzlich!‘“
Ulrich Goßner über sein Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg (1831) Ulrich Goßner (1806-1834), gebürtig aus Seifertshofen bei Ebershausen und…