Das sind die Geschichten aus der Nachkriegszeit. Ausgerechnet Lothar Loeffler (1901-1983) hatte in der dritten Auflage der RGG (Religion in…
Ottmar Fuchs über Trösten und Trost: „Der tröstende Mensch oder Gott begibt sich in eine Begegnungsgeschichte, die ihn selbst verändert und zu entsprechenden konkreten Veränderungen der Situation herausfordert. Aber auch der Getröstete gerät in eine Dynamik hinein, die ihn weder um die Trauer bringt noch ihn darin versinken läßt, die ihm vielmehr hilft, aus der Erfahrung von Not und Verlust heraus gerade auf der Basis des in der Tröstung geschenkten Vertrauens das Leben neu zu wagen und zu gestalten. Dies gilt insbesondere von Gottes Trost den Menschen gegenüber, womit dieses Wort viel mit dem Begriff seiner Gerechtigkeit und schenkenden Barmherzigkeit, näherhin seiner verantwortlichen Gemeinschaftsfähigkeit und seiner zuvorkommenden wie nacheilenden Liebe zu tun hat.“
Trösten/Trost Von Ottmar Fuchs Der Begriff des Trostes hat sowohl im Zusammenhang der neuzeitlichen Religionskritik („Vertrösten“ auf ein Jenseits hin)…
„Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“ Warum Selbsttötung für Christen keine Lebensmöglichkeit ist: „Im Unterschied zum Sterben ist das Töten eine aktive, zurechenbare Tat. Als selbstwirksame Handlung greift die Tötung – auch der Suizid – dem passiven Sterben vor. In Ermangelung eigener Sterbekunst (ars moriendi) soll die selbstbestimmte Tötung einem das eigene Sterben ersparen. Als Getöteter muss man eben nicht mehr sterben.“
„Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“ Warum Selbsttötung für Christen keine Lebensmöglichkeit ist (2022) Jedes Mal, wenn ich diese…
Salbung im Zeichen des Kreuzes Christi. Was ein chrisames Aschenkreuz der Aschenauflegung voraus hat: „Durch die Vermischung mit Olivenöl wird die Aschenbezeichnung zur Salbung im Zeichen des Kreuzes Christi und setzt damit einen deutlichen Christus-Akzent.“
Salbung im Zeichen des Kreuzes Was ein chrisames Aschenkreuz der Aschenauflegung voraus hat Beim Ritus der Aschenauflegung an Aschermittwoch wird…
Begriffsklärungen in Sachen selbstbestimmtes Sterben und Tötung: „Euthanasie (altgriechisch ‚guter Tod‘ von eu, ‚gut‘, und thánatos, ‚Tod‘) steht für die absichtliche Herbeiführung des Todes eines Menschen, vorgeblich um Leiden zu beenden oder zu ersparen. Da die NS-Diktatur dieses Wort als euphemistische Verschleierung von Krankenermordungen verwendet hat, ist dieser Begriff in Deutschland durch das missverständliche bzw. suggestive Wort ‚Sterbehilfe‘ ersetzt worden.“
Begriffsklärungen in Sachen selbstbestimmtes Sterben und Tötung Wenn es um die Frage eines selbstbestimmten Sterbens geht, braucht es begriffliche Klärungen.…
Karl Barth, Das Lob der Werke (Kirchliche Dogmatik): „Wir hätten diesen Abschnitt wohl auch mit dem bekannteren, so viel umstrittenen Begriff «Die guten Werke» überschreiben können. Wir ziehen «Das Lob der Werke» darum vor, weil damit sofort etwas Bestimmtes, das Entscheidende darüber gesagt wird, was die Güte der guten Werke der Christen ausmacht: sie besteht darin, dass Gott sie loben kann und will und tatsächlich lobt – und darin, dass sie ihrerseits Gott loben können und dürfen, ihn tatsächlich loben.“
Das Lob der Werke (Kirchliche Dogmatik IV/2) Von Karl Barth Werke – das sind (zunächst) die Taten und Früchte menschlichen…
Hartmut Rosa zum Fotografieren bei Taufen und Trauungen: „In dem Moment, in dem auch nur den Gedanken habe, ich könnte das alles doch mal in einem Foto festhalten, merkt man fast buchstäblich, wie man raustritt aus der Situation und sie konstellativ festhält.“
Hartmut Rosa hat in Sache Fotografieren bei Taufen und Trauungen Bedenkenswertes gesagt: „Denken Sie an das Fotografieren bei Taufen, Hochzeiten…
Basilius von Cäsarea, Unser Leben – eine Reise vom mütterlichen Schoß bis zum Grabeshügel: „Scheint nicht auch euch das gegenwärtige Leben gewissermaßen ein fortlaufender Weg zu sein, eine Reise, die in den Lebensaltern ihre Stationen hat? Den Anfang nimmt die Reise des Lebens mit den Geburtswehen der Mutter; am Ende des Lebenslaufes liegen die Grabeshügel. Dahin führt das Leben alle, die einen schneller, die anderen langsamer: die einen, nachdem sie alle Zeiträume durchwandert, die anderen, nachdem sie nicht einmal über die ersten Lebensstationen hinausgekommen sind. Alle sonstigen Wege, die von einer Stadt zur andern führen, kann man meiden, und man braucht sie nicht zu gehen, wenn man nicht will. Dieser Weg aber erfasst uns mit Gewalt, auch wenn wir den Lauf verschieben wollten, und zieht die auf ihm Wandernden zu dem vom Herrn gesetzten Ziel.“
Unser Leben – eine Reise vom mütterlichen Schoß bis zum Grabeshügel Von Basilius von Cäsarea Wie jene, die eine verabredete…
Wilhelm Flor, Kirchenrecht (1937): „Das Recht der Kirche ist von anderer Art als das des Staates. Das staatliche Recht ist dazu bestimmt, das gesamte Staatsleben zu regeln, das Kirchenrecht ist, weil die Ordnung der Kirche bereits grundlegend durch das Bekenntnis bestimmt und daran gebunden ist, nicht so umfassend. Die Ausgabe des Kirchenrechts ist, die Wortverkündigung und die Verwaltung der Sakramente in Gemäßheit der Heiligen Schrift und der Bekenntnisschriften zu ermöglichen und sicherzustellen. Auch die die äußeren Dinge betreffenden Rechtsnormen haben letzten Endes dieses Ziel. Dass äußere und innere Angelegenheiten der Kirche überhaupt nicht völlig voneinander getrennt werden können, ist in dem 1933 entbrannten Kirchenstreit besonders deutlich geworden.“
Kirchenrecht (1937) Von Wilhelm Flor Wilhelm Flor (1883-1938) war der maßgebliche Jurist der Bekennenden Kirche im Kirchenkampf. Kirchenrecht ist die…