Augustinus über die wahre Gerechtigkeit in De civitate Dei (Vom Gottesstaat): „Wahre Gerechtigkeit gibt es nur in dem Gemeinwesen, dessen Gründer und Herrscher Christus ist, wenn man es denn schon ein Gemeinwesen nennen will, da es ja unfraglich Volkssache ist. Wenn aber auch diese Bezeichnung, die man anderswo in anderem Sinne gebraucht, unserm Sprachgebrauch vielleicht ferner liegt, so steht doch soviel fest: In dem Staate herrscht sicherlich wahre Gerechtigkeit, von dem die Heilige Schrift spricht: «Herrliche Dinge werden in dir gepredigt, du Stadt Gottes.»“

Augustinus über die wahre Gerechtigkeit „Wahre Gerechtigkeit gibt es nur in dem Gemeinwesen, dessen Gründer und Herrscher Christus ist, wenn…

Albrecht Goes, Genesis: „Es ist möglich, das große Erzählungswerk der Genesis zu lesen als die kühne Schrift der Rechtfertigung, als Botschaft des Stolzes in Israel; aber die eigentliche Herrlichkeit dieser Texte erschließt sich doch nur dem, der das Wort ›Segen‹ gehört und angenommen hat als Gottes Wort: ›Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein‹, und der so denn nicht die nationalen Triumphe zuerst feiert, sondern das unerschöpfliche und unauslöschliche Geschenk des Ewigen, gültig für die Zeiten: von Abraham bis zu Salomo in sei­nem Glanz, und weiter zu Jeremia, zur babylonischen Gefangen­schaft; neu aufleuchtend in Judas Makkabäus, und überdauernd auch die dürren Tage der Synagoge von Hannas und Kaiphas und die Jahrhunderte dann: segnend Jehuda Halevi, den Dichter Israels, und den erneuerten Ursprung in der Geschichte der Chassidim, ein Wander- und Leidvolk begleitend ins Getto von Warschau und in die Todeslager von Auschwitz und Majdanek, und weiter bis ›Erez Israel‹, Vertraute und Fremde gleichermaßen erinnernd an ihre wirklichste Wirklichkeit: dass sie – um dieses Segens wil­len – bleiben, was sie sind: Abrahams Kinder.“

Genesis (1956) Von Albrecht Goes Wer lange und immer von neuem unter großen, alten Bäumen sei­nes Weges zu gehen hat,…

Walter Kreck, Gottes Erwählung und unsere Entscheidung (1957): „Weil Gottes Entscheidung für mich gefallen ist, weil das Evangelium mich zum freien Menschen macht, darum ist nun der Aufruf zum Glauben und Gehorsam nicht ein sinnloses Rufen in die Nacht hinaus, sondern er gibt, was er fordert, er schafft, was er verlangt. Weil ich hier nicht nur über Gott und Mensch theoretisch belehrt werde, sondern weil im Evangelium der lebendige Herr selbst mich anredet, mich begnadigt und beschlagnahmt, darum kann ich im Hören auf dies Wort nicht mehr steckenbleiben in der Reflexion über meine Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten, sondern im Glauben nur der sein, zu dem mich das Wort Gottes macht.“

Gottes Erwählung und unsere Entscheidung Von Walter Kreck „DAS GESPRÄCH“Herausgegeben von Kurt Hennig in Verbindung mit Heinrich Giesen, Manfred Müller…

Hans Joachim Iwand, Die Liebe, die des Gesetzes Erfüllung ist, schafft und erhält das rechte Verhältnis zum Bruder (1950): „Nicht wahr, wenn uns gesagt würde: Das bist du, dann gerade wollen wir es nicht glauben. Wir können alle glauben, dass das Bild, das wir von uns selber haben, wieder besser werden könn­te, etwas retuschiert werden könnte, dass einige Flecken wegkom­men können, aber wir können nicht glauben, dass, wenn Jesus Chri­stus vor uns hingestellt wird, gesagt wird, das bist du, so bist du.“

Die Liebe, die des Gesetzes Erfüllung ist, schafft und erhält das rechte Verhältnis zum Bruder Von Hans Joachim Iwand Luther…

Aus dem Entwurf eines „Gesetzes über die Sterbehilfe bei unheilbaren Kranken“ (Schlussfassung vom Oktober 1940): „Wer an einer unheilbaren, sich oder andere stark belästigenden oder sicher zum Tode führenden Krankheit leidet, kann auf sein ausdrückliches Verlangen mit Genehmigung eines besonders ermächtigten Arztes Sterbehilfe durch einen Arzt erhalten. Das Leben eines Kranken, der infolge unheilbarer Geisteskrankheit sonst lebenslänglicher Verwahrung bedürfen würde, kann durch ärztliche Maßnahmen, unmerklich für ihn, beendet werden.“

Aus dem Entwurf eines „Gesetzes über die Sterbehilfe bei unheilbaren Kranken“ (Schlussfassung vom Oktober 1940) PräambelDie Erhaltung des Lebens von…

Gottfried Bachl, Jede Verheißung: „Jede Verheißung, dass morgen auf der Welt eine menschenfreundliche Ordnung gelten wird, die Leben und Glück garantiert, kommt zu spät. In jedem künftigen Haushalt unserer Kultur werden die Listen der Opfer hängen. Wenn es nicht dazu kommt, dass sich die Menschheit zu den Blaumeisen zurückzüchtet, wird sich immer wieder der Geist zu Wort melden.“

Jede Verheißung Von Gottfried Bachl Jede Verheißung, dass morgen auf der Welt eine menschenfreundliche Ordnung gelten wird, die Leben und…

Von der Illusion eines erfüllten Lebens. Eine Bußpredigt: „Mit der Rede von der Erfüllung soll dem Leben in seiner Zeitlichkeit ein positiv verbleibender Sinn verliehen werden, wobei jedoch der bevorstehende Tod außer Acht gelassen wird. Im Tod ist ein Mensch sich selbst nicht länger sein Lebensgefäß. Ein Toter kann all die Erlebnisse nicht länger fassen und damit für sich behalten.“

Von der Illusion eines erfüllten Lebens. Eine Bußpredigt Von Erfüllung wird allenthalben geredet, seien es persönliche Lebensträume oder Wünsche, die…