Der neue US-Senator Adam Hamilton über das Erlösungswerk Christi: „So gesehen ist das Kreuz ein göttliches Drama, eine fleischgewordene Predigt, Gottes Wort an die Menschheit – ein Wort, das die Kraft hat, uns zur Umkehr zu führen, zum Bewusstsein der Kostbarkeit von Gottes Gnade, zur Annahme, dass unsere Sünden wahrhaftig vergeben sind, und zur Erkenntnis der Tiefe von Gottes Liebe. Christus gibt sich hin, um für unsere Sünde zu sühnen, nicht als eine Art juridische Transaktion, sondern als Akt selbstloser Liebe, indem er sich für uns darbringt, damit wir durch seine selbstlose Liebe gerettet werden.“

Das ist die Nachricht der Midterm Elections – ein Methodistenpastor, Adam Hamilton, hat das Rennen in Kansas gemacht und zieht…

Jürgen Moltmann, Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wo sind die Toten?: „Ich glaube, dass Gott das Werk, das er mit einem Menschenleben angefangen hat, auch vollenden wird. Wenn Gott Gott ist, kann ihn auch der gewaltsame Tod nicht daran hindern. Darum glaube ich, dass die Geschichte Gottes mit unserem Leben nach unserem Tod weitergehen wird, bis jene Vollendung erreicht ist, in der eine Seele Ruhe findet.“

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wo sind die Toten? Von Jürgen Moltmann I. Ist mit dem Tod alles…

Klaus Scholder, Die Kirchen im Dritten Reich (1971): „Man wird bei der Frage von Anpassung und Widerstand der Kirchen folgendes bedenken müssen: Beide Kirchen haben — das zeigen vor allem die Reaktionen der Partei — allein durch das Faktum ihrer Existenz und die Fortdauer ihrer Verkündigung im Dritten Reich eine kritische Funktion ausgeübt, deren Gewicht ihnen selber weithin unbekannt geblieben ist. Die Tatsache, dass ihre Gleichschaltung mißlang, stellte den Nationalsozialismus an einem Punkt in Frage, an dem er sonst von keiner Gruppe und keiner Institution mehr angegriffen schien: am Totalitätsanspruch seiner weltanschaulichen Herrschaft. Hier bedeutete jede einfache Sonntagspredigt — und gerade sie — einen Widerspruch, den nicht nur die Partei, sondern auch das Volk durchaus und in wachsendem Maße empfand.“

Die Kirchen im Dritten Reich (1971) Von Klaus Scholder I. Die Vorgeschichte Die unmittelbare Auseinandersetzung der beiden christlichen Kirchen in…

Karl Barth, Self-presentation (1962): „I may have become hard of hearing, but the new song to be sung to the Lord in accordance with these conditions has not yet reached my ears. And so, in all modesty, I must not yet consider myself outdated and superseded. But be that as may: Dominus providebit. It only remains me to wish systematic theology (whatever my contribution may be) that in the near and distant future it may remain or become again the modest but free, critical but cheerful science that it has become dear to me through all peripeties and temptations and that it has been worth the effort.“

Self-presentation (1962) By Karl Barth In the fall of 1964, it will be 60 years since I turned to the…

Ulrich Simon über eine Theologie nach Auschwitz (A Theology of Auschwitz, 1967): „Die radikale Natur der modernen Erfahrung verzweifelt beinahe an einer verbalen Definition der Gottheit. In Auschwitz stößt die gänzliche Andersheit Gottes, verborgen und unermesslich, nicht länger mit der Offenbarung des Einen zusammen, der nahe, liebend und in den Bedrängnissen des Menschen bedrängt ist. Die Wissenschaft vom Kreuz gibt der unendlichen qualitativen Unterscheidung zwischen Gott und Mensch eine neue Schärfe, indem sie den Schöpfer des Universums als das Lamm des Opfers akklamiert.“

Über eine Theologie nach Auschwitz (A Theology of Auschwitz, 1967) Von Ulrich Simon Ulrich Simon (1913–1997) war deutsch- bzw. jüdischstämmiger…

Alex Stock, Rettung der Namen. Postcommunio (Poetische Dogmatik, 1995): „Der Name scheint das zu sein, in dem ein Mensch sich über seine begrenzte physische Existenz hinaushebt, eine durch den Verfall von Hab und Gut, Leib und Leben nicht tangierbare Existenzsicherung. Aber der Name ist kein Ontologicum, das so oder so ohnehin bleibt, ob jene anderen Dinge auch vergehen; er ist etwas, um das man Sorge tragen muss, das also selbst bedroht ist. Was dem Namen droht, ist, dass er ausgelöscht wird und verschwindet. Die eigentliche Vernichtung, die die Erzähler und Beter im Alten Testament für sich befürchten und den Feinden an den Hals wünschen, ist die definitive Tilgung des Namens.“

Rettung der Namen. Postcommunio Von Alex Stock „Trag Sorge für den Namen“, mahnt der Weisheitslehrer Jesus Sirach zu Beginn des…

Martin Luthers vierte Disputation über die Rechtfertigung (Disputatio de iustificatione) von 1536: „Man muss daher mit Paulus schlicht sagen: „Wir sind nichts“ – wie wir ja auch aus dem Nichts gemacht sind. Wer aber auf den äußeren Schein seiner Werke sieht oder nicht Nichts sein will, der wird niemals das Ausmaß dieses göttlichen Werkes verstehen. Viel weniger noch als jemand die Herrlichkeit der Sonne erkennen kann, der im Licht der Sonne den Glanz eines morschen Holzstücks rühmt.“

Martin Luthers vierte Disputation über die Rechtfertigung (Disputatio de iustificatione) von 1536 Der zu rechtfertigende Mensch ist ein sündiger Mensch,…