Johannes Rehm, Mit Anstand wirtschaften (Katholikentag 2026, Würzburg): „‚Mit Anstand wirtschaften‘ setzt für mich als Christenmenschen voraus, dass ich Gott den Schöpfer als den Herrn meines Lebens verehre und seine Hausordnung respektiere in Dankbarkeit für die Gaben, die er mir für mein Wirtschaften zur Verfügung stellt. Die Mitmenschen, mit denen ich zusammenarbeite und für die ich wirtschafte, respektiere ich als Geschöpfe Gottes. Das drückt sich ganz konkret in einem versöhnlichen Umgang auch mit anstrengenden Zeitgenossen aus, insbesondere dann, wenn es schwierig wird.“

Mit Anstand wirtschaften Von Johannes Rehm Wirtschaften gehört zum menschlichen Leben dazu. Solange wir leben, solange wirtschaften wir. Die sogenannte…

Karl Barth über den Protestantismus der Gegenwart (1932): „Die heutige Jugend ist in religiöser Hinsicht so entschlossen und fröhlich heidnisch, aber auch so reif zur Erkenntnis Gottes in Christus, wie dies vermutlich von der Jugend, aber schließlich in anderer Form, auch vom Alter aller Zeiten zu sagen gewesen ist und zu sagen sein wird. – Man darf sie bitten, sich sowohl in ihrer ‚Heutigkeit‘ wie in ihrer ‚Jugendlichkeit‘ nicht allzu wichtig zu nehmen.“

Protestantismus der Gegenwart Von Michael M. Hoffmann (Fragen) und Karl Barth (Antworten) I. Fragen 1. Womit erklären Sie die ungeheure…

Adrian Schenker, „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Zum Oster-Psalm 118: „So erweist sich Psalm 118 als ein ungewöhnlich bedeutungsvolles Lied der Heiligen Schrift, zuerst in seinem biblischen Kontext als Dank- und Bekenntnislied im Psalter, dann als jüdischer Pessach-Psalm, der die Rettung des Volkes aus der ägyptischen Unterdrückung dankend bekennt, und schließlich als prophetisches Wort über den getöteten und auferstandenen Christus Jesus in den Feiern der christlichen Kirche.“

„Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Zum Oster-Psalm 118 Von Adrian Schenker O.P. 1. Jüdische und christliche…

Huub Oosterhuis, Das Zelt der Zusammenkunft (De tent van samenkomst, 1969): „Ein Universum wird umgestülpt und erschüttert: die Sternbilder, die Leuchtspuren, nach denen sich die umherirrende Menschheit wie nach einem siche­ren Kompass richtet, verlieren ihren Halt. Es ist eine Unheilsvision. Aber inmitten dieser zerrütteten Ord­nung erscheint als neuer Orientierungspunkt der Menschensohn, wie ein Morgenstern, bei dessen Aufleuchten alle vertrauten Sterne und Sicherheiten verblassen. Unser Schicksal, unsere Zukunft steht nicht länger in den Sternen geschrieben, sondern im Menschensohn, in seinem ‚verklärten Leib‘. Wir lesen, was wir zu erwarten haben und wer uns er­wartet. Im Licht der Vision der Hoffnung, die uns als Evangelium überliefert wurde, gibt es im ganzen Kosmos keine andere Wahrheit, nach der wir uns richten können, als die Menschlichkeit und die menschliche Gestalt Jesu von Nazareth. Wir haben keinen anderen zu erwarten.“

Das Zelt der Zusammenkunft (De tent van samenkomst) Von Huub Oosterhuis Alles, oder nahezu alles, was Menschen an Freud und…

Karl Barth, Der große Dispens. Predigt zu Philipper 4,5-6 (1957): „Also doch nur Beten? Ja, nur beten! Hast du es etwa schon versucht, nicht aus Gewohnheit, sondern weil der Herr nahe ist und weil du es als sein Bruder, als seine Schwester, als Gottes Kind wagen darfst und wagen sollst, bittend und flehend im Gebet Alles vor Gott zu bringen. Wer das versucht und getan hat, der weiss, dass solches Beten, nur Beten, auch stille rüstige, stetige Arbeit einschliesst. Der hat keine Sorge, dass Beten zu wenig sein könnte, der tut vielmehr gerade, indem er betet, auch in seinem Leben, Denken, Reden und Tun die seinem Beten entsprechenden Schritte: kleine, anspruchslose, unscheinbare, aber bestimmte Schritte u. zw. in aller Bedrängnis muntere, ja lustige Schritte, mit denen er wohl auch, ganz ohne es zu wollen, ohne es voraus zu sehen und zu wollen, ein wenig Licht für Andere in dieser dunklen Welt sein und verbreiten darf.“

Der große Dispens. Predigt zu Philipper 4,5-6 (1957) Von Karl Barth Phil. 4,5-6: „Der Herr ist nahe. Sorget euch um…