Conrad Daniel Kleinknechts Werbeschrift für die Indienmission der Dänisch-Halleschen Mission (1738): „Werter Freund, / Der dies wird lesen: Lass dich deine Lieb bewegen, / für die Not der armen Christen auch ein Scherflein beizulegen; / nicht zwar bei uns in Europa — dorten in Ostindien / sind die Brüder, die dies brauchen; da schick deinen Heller hin.“

Conrad Daniel Kleinknechts Werbeschrift für die Indienmission der Dänisch-Halleschen Mission (1738) Ein Wort demütiger Bitte für die unter der schwarzbraunen…

Johann Baptist Metz, Experientia spei (1966): „Christliche Hoffnung weiß in besonderem Maße um ihre tödliche Gefährdung; sie weiß, in höchster Kürze und Dichte gesagt, um den Tod, vor dem alle leuchtenden Verheißungen zu verdunkeln drohen. Vorgreifendes Einüben in das Sterben hat man deshalb die asketische Hoffnung der Christen genannt, Einübung in eine Hoff­nung, die auch jede jäh entschwundene Zuversicht über­steht, Einübung in eine Hoffnung wider alles Hoffen.“

Experientia spei1 Von Johann Baptist Metz 1. Der Primat der Zukunft im modernen Bewußtsein Was ist der Gotteserfahrung und dem…

Daniel Cyranka und Andreas Wenzel über Conrad Daniel Kleinknecht und dessen Werbung für die Indienmission: „Im Jahr 1739 wandte sich Kleinknecht mit der Bitte an Gotthilf August Francke, endlich auch ein Bild von Aaron zu veröffentlichen, das für viele Menschen ‚erwecklich sein konnte‘: ‚Mir wurde schon mehrfach mündlich und auch schriftlich von lieben Freunden zugetragen, dass sie, nachdem sie so viel Erbauliches über den ersten Nationalprediger, Herrn Aaron, gelesen hatten, den Wunsch äußerten, sein Porträt zu sehen. Ich würde mich gerne darum bemühen, dass er in seinem priesterlichen Gewand in Kupfer gestochen wird: Das würde für manchen erwecklich sein. Ich würde gerne Euer Hochwürden Bedenken hierzu hören. Einen Künstler in Augsburg wüsste ich bereits, der ihn kostenlos in Kupfer stechen würde.'“

Conrad Daniel Kleinknecht und dessen Werbung für die Indienmission Von Daniel Cyranka und Andreas Wenzel Weit größere Bekanntheit als die…

Oto Mádrs Predigt ‚Das christliche Nein und das christliche Ja der politischen Gefangenen‘ im Prager St.-Veits-Dom (1992): „Wir wollen nicht übersehen, dass wir alle durch Eigenliebe zur Herzenshärte versucht sind. Deshalb hat die christliche Botschaft vom barmherzigen Gott für das menschliche Zu­sammenleben eine unermessliche Bedeutung. Wir sollen die­sem barmherzigen Gott ähnlich werden. Wir stehen kurz vor dem Karfreitag, an dem wir wiederum mit angehaltenem Atem das Gebet des Gekreuzigten für die Feinde vernehmen werden. Lassen wir es für immer in unsere Herzen eingehen. Die Pose der absoluten Fehlerlosigkeit steht uns nicht an, wenn wir uns nicht selbst belügen wollen.“

Das christliche Nein und das christliche Ja der politischen Gefangenen. Predigt im Prager St.-Veits-Dom am 7. März 19921 Von Oto…

Die schnell dahinsterbenden hochschwangeren Weiber betreffend und was zur Rettung ihrer Leibesfrucht vor einer Operation vorzunehmen ist. Verordnung des Magistrates der Reichsstadt Ulm vom November 1740: „Der Geistliche hat zuvor dem Ehemann und den Anwesenden die einfältige Meinung zu nehmen, als ob solche Frauen hierdurch gemartert oder übel behandelt würden, und ausdrücklich vorzustellen, wie höchst schuldhaft man sei, dem armen noch lebenden Kinde nicht durch mögliche Mittel zu Hilfe zu kommen und demselben zur heiligen Taufe zu verhelfen. Und wie im widrigen Fall, wenn man durch Unterlassung eines vorhandenen Mittels hier etwas versäume, das Gewissen mit schwerem Skrupel belastet wird.“

Die schnell dahinsterbenden hochschwangeren Weiber betreffend und was zur Rettung ihrer Leibesfrucht vor einer Operation vorzunehmen ist. Verordnung des Magistrates…

Siegfried Einstein, In meine Heimat nur im Tod … (1975): „In meine Heimat möchte ich nicht zurück, / Nicht an den Ort, aus dem sie mich vertrieben. / Ich fühl, solang ich leb, das harte Stück / Des Steines, den sie johlend mir verschrieben // „Zur Strafe für den Juden“, wie sie keuchten; / Vortrefflich zielten sie auf meine Stirn / Und als ich wankte, sah ich nur ein Leuchten: / Im Gleitflug kam mein Traum von Tod und Hirn.“

IN MEINE HEIMAT NUR IM TOD … In meine Heimat möchte ich nicht zurück,Nicht an den Ort, aus dem sie…

Gerhard Sauter, Gott als Freund: „Als Freund begründet Gott ein Verhältnis sui generis, eigenen Ursprungs und unvergleichlicher Treue. Darum können die Konstitutionsbedingungen von »Freundschaft« auf dieses personale Verhältnis eigener Art nicht übertragen werden, wenn es nicht umgedeutet oder gar wegerklärt werden soll. Vielleicht ist auch deshalb in der Bibel und in der christlichen Theologie kaum von Gott als Freund die Rede. Mehr wurde in der christlichen Mystik Gott als Freund angesprochen, etwa von Hildegard von Bingen und Teresa von Avila, weil sie eine intensive oder sogar intime Nähe verspürten.“

Gott als Freund Von Gerhard Sauter »Der Herr redete mit Mosevon Angesicht zu Angesicht,wie jemand mit seinem Freunde redet«(2. Mose…

Ratsbescheid der Stadt Ulm über die Beerdigung von totgeborenen Kindern (1699): „… hat der genannte Wohledle und Löbliche Magistrat nach reiflicher Beratung mit seinem würdigen Geistlichen Ministerium hier die gnädige Genehmigung und Anordnung erteilt, dass diese jetzt erwähnte, wenn auch uralte Gewohnheit, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, von nun an abgestellt und abgeschafft wird. Stattdessen sollen, wenn künftig nach Gottes unerforschlichem Ratschluss und Willen weitere Kinder tot zur Welt kommen oder ohne Empfang der Heiligen Taufe versterben, diese ebenso wie die anderen getauften Kinder und mit denselben Zeremonien, auch an denselben Orten und Stellen, nämlich nach einer vorangehenden und von den Herren Geistlichen zu haltenden Predigt, sowie andächtigem Gebet und Gesang, wo letzteres üblich und gewünscht ist, nicht weniger zu und neben ihre Angehörigen oder andere fromme Christen begraben werden.“

Ratsbescheid der Stadt Ulm über die Beerdigung von totgeborenen Kindern (1699) Nachdem einem Wohledlen und Hochweisen Magistrat gebührend vorgetragen wurde,…