Georg Fritzes Brief zur Verweigerung eines kirchliche Treueeids auf Adolf Hitler vom Juli 1938: „Viele Geschehnisse und öffentliche Erklä­rungen drängen zu der Befürchtung, dass der Eid eine Bindung dahin bedeute, dass um des Staates willen der Pfarrer die Substanz seiner Verkündigung mindestens mitbestimmt sein lassen solle von der nationalsozialistischen Weltanschauung“

Nachdem Georg Fritze (1874-1939), Pfarrer an der Kölner Kartäuserkirche ab 1928, in seinem Schreiben an den Konsistorialpräsidenten in Düsseldorf seine…

Martin Bormann im Rundschreiben an die Gauleiter der NSDAP vom 8. Juli 1938: „Für die Partei spielt der Unterschied zwischen den Geistlichen, die den Eid auf den Führer nach fünf Jahren nationalsozialistischer Erhebung geleistet haben, und solchen Pfarrern, die ihn nicht leisten, keine Rolle.“

Nachdem im Sommer 1938 in den evangelischen Landeskirchen die kirchengesetzlich verordneten Vereidigungen der Pfarrer auf Adolf Hitler allgemein vorgenommen worden…

Zur Vorgeschichte des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler: „Ich, NN, schwöre einen Eid zu·Gott dem Allwissenden und Heiligen, daß ich als ein berufener Diener im Amt der Verkündigung dem Führer des Deutschen Volkes und Staates Adolf Hitler treu und gehorsam sein und für das deutsche Volk mit jedem Opfer und jedem Dienst, der einem deutschen evangelischen Manne gebührt, mich einsetzen werde“

Bezüglich eines kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler, wie er 1938 von den evangelischen Landeskirchen von ihren Pfarrern gesetzlich eingefordert wurde…

Bischof Meisers Antwortschreiben an Karl Steinbauer in Sachen Treueeid auf Hitler von 1938: „Nun wird es in Bezug auf die Entscheidung wichtiger Fragen immer sach­liche Unterschiede geben und keine Kirchenlei­tung, wenigstens keine evangelische, wird für sich Infallibilität in Anspruch nehmen. Aber sie darf für sich bean­spruchen, dass ihr nicht ohne weiteres Mangel an Glaubenszuversicht oder Abweichen vom Bekenntnis vorgeworfen wer­den kann, wenn sie in ihren sachlichen Entscheidungen von dem Urteil Einzelner oder eines Teiles der Pfarrer abweicht.“

Der Landesbischofder Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern r.d.Rhs * München, Arcisstraße 13, Fernruf 52002 Nr. LB 810.                                                                           München, den 28. Juli…

Dekan Sittig an die Pfarrer im Kirchenbezirk Leipheim/Neu-Ulm zur Ableistung des Treueeids auf Adolf Hitler (1938): „Dass es mir meinerseits vollstän­dig ferne liegt, in dieser Frage einen Amtsbruder veranlas­sen zu wollen, etwas zu tun, was wider sein an Gottes Wort gebundenes Gewissen wäre, brauche ich nicht erst noch zu versichern. Wir wollen auch, wie wir im Eid versprochen – das ist ja auch vom Herrn Landesbischof ausdrücklich be­tont – mit aufrichtigem Herzen geloben.“

Nr. 444                                                                                  Neu-Ulm, den 28. Juni 1938.Evang.-Luth. Dekanat Leipheimin Neu-Ulm An dieHerren Amtsbrüder des Kirchen­bezirkes Leipheim. Betreff: Treueid der…

Bischof Meiser Schreiben an die Pfarrer zur Ableistung des Treueeids auf Adolf Hitler (1938): „Der Eid wird geleistet auf Grund der in § 174 DBG. den öffentlichen Religionsgesellschaf­ten erteilten Ermäch­tigung. Eine ausdrückliche Beauftragung, wie sie etwa in Hamburg der dortige Reichsstatthalter dem Landesbischof er­teilt hat, liegt in Bayern nicht vor“

Der Landesbischofder Evang.-Luth. Kirche in Bayern r.d.Rheins An die                                                                                    München, den 20. Juni 1938aktiven Herren Geistlichender Landeskirche. Meine lieben…