Hans Joachim Iwand, Erlösung zum Diesseits (1950): „Der Mensch ist draußen, er ist jenseits alles dessen geraten, was ursprünglich für ihn als das Paradies bereitet war mit dem Baum des Lebens in der Mitte. Er kennt die Welt nur noch als Todeswelt, er kennt sie in der Mächtigkeit der Auflehnung und Empörung gegen Gott, das ist seine Welt, das ist das Energiezentrum, welches diese seine Welt bewegt und in Bewegung hält – nicht Gott, sondern er, der Mensch: homo non potest velle, Deum Deum esse. Haben wir recht gehört: Homo – nicht bestia. Der Mensch, nicht das Tier, ist die Problematik, an die wir rühren, wenn wir von der Erlösung zum Diesseits sprechen.“

Erlösung zum Diesseits (1950) Von Hans Joachim Iwand Sie haben mich gebeten, zu Ihnen über ein Thema zu sprechen, das…

Christine Lavant, Ölbergstunde: „Und als das Blut von deiner Stirne rann, / geschah Verwandlung ihnen, die es tranken. / Dann sah dein Gott, erschüttert, sah dein Schwanken / und wie dein Menschentum sich jäh besann: / Lass diesen Kelch an mir vorübergehen! / Er sah die Schmerzen wie Verwaiste stehen / und rief den Engel, seinen allergrößten! / Er kam – gefolgt von allen Unerlösten!“

Ölbergstunde Da gingst du fremd und warst der Abgewandtevon den Geliebten, die am Rande schliefen,und von den Vögeln, die erschrocken…

Eberhard Jüngel, Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 (1999): „Freiheit aber – das ist nach einer treffenden philosophischen Definition das Vermögen, etwas anzufangen. Die christliche Freiheit ist im eminenten Sinne das uns von Gott geschenkte Vermögen, mit uns und mit der Welt und mit Gott etwas anzufangen: etwas Neues, etwas Besseres als das hoffnungslos Veraltete. Christen sind Anfänger im ursprünglichsten Sinne des Wortes, nämlich Anfänger zum Besseren.“

Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 Von Prof. Dr. Eberhard Jüngel D.D., Tübingen Liebe Kirchentagsgemeinde! Lassen Sie uns diesen Tag beginnen mit…

Dietrich Ritschl über Person und Personalität: „Wird die ‚punktuelle‘ Definition des Menschen als Person sozusagen in seine Komponenten und Schichten aufgelöst, so entsteht das konkrete Bild der menschlichen Persönlichkeit. Die Personalität eines Menschen wird erst beschreibbar, wenn das Zusam­menspiel von Vernunft und Affekten, Trieben und Bedürfnissen, Wollen und Bindungen, Erinnerungen, Äng­sten und Hoffnungen usw. wirklich wahrgenommen wird. Aber auch hier wird man wieder zwischen einem sta­tuierten Ideal und einer echten Be­schreibung unterscheiden müssen.“

Person/Personalität Von Dietrich Ritschl Entwicklung des Begriffs Person kann am ehesten in Zuordnung zu den verwandten Begriffen der Per­sönlichkeit, der…

Predigt von Papst Leo XIV. an Palmsonntag auf dem Petersplatz in Rom: „Brüder, Schwestern, das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens. Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand dazu benutzen kann, um Krieg zu rechtfertigen, der das Gebet derer, die Krieg führen, nicht erhört und es mit den Worten zurückweist: »Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut« (Jesaja 1,15).“

Auch wenn am Ende der Predigt eine Anrufung Mariens steht, gilt die Friedenspredigt Papst Leos XIV. gerade Protestanten, wenn diese…

Dietrich Bonhoeffer, „Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni 1944: „Das war die Antwort Gottes auf die Welt, die Christus ans Kreuz schlug: Segen. Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat sie eine Zukunft. Segnen, das heißt die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt.“

„Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni…