JD Vance’s Christus-widrige Rede über eine ‚christliche‘ Vision der US-Politik beim AmFest 2025: „Wir hungern nach Zugehörigkeit. Wir hungern nach einem Gefühl für unseren Platz in der Welt. Mehr denn je, soweit ich mich erinnern kann, sprechen die Leute über die amerikanische Identität und versuchen herauszufinden, was uns eint. Aber ich möchte hier etwas sagen. Das Einzige, was wirklich als Anker der Vereinigten Staaten von Amerika gedient hat, ist, dass wir eine christliche Nation waren und durch die Gnade Gottes eine christliche Nation immer bleiben sein. Ich sage nicht, dass ihr Christ sein müsst, um Amerikaner zu sein. Ich sage etwas Einfacheres und Wahreres. Das Christentum ist Amerikas Credo, die gemeinsame moralische Sprache von der Revolution bis zum Bürgerkrieg und darüber hinaus. […] Ich verspreche euch geschlossene Grenzen und sichere Gemeinden. Ich verspreche euch gute Arbeitsplätze und ein würdevolles Leben. Nur Gott kann euch die Erlösung im Himmel versprechen, aber gemeinsam können wir das Versprechen der größten Nation in der Geschichte der Erde erfüllen. Frohe Weihnachten, meine Freunde, lasst uns weiterkämpfen.“

Rede über ein ‚christliche‘ Vision der US-Politik Von US-Vizepräsident JD Vance Wow. Wie läuft’s, Phoenix? Es ist so schön, heute…

Eigene Aphorismen (Fortsetzung folgt): „providentia Dei paradoxa auf Deutsch: Was Gott vorhersieht, sieht er für das eigene Leben vor. / Macht bemächtigt sich allzu gern ihrer Machthaber. / Als Toter hast Du mir nichts mehr zu sagen. / Wenn es in der Politik mit dem Teufel zugeht, sollte man höllisch aufpassen. / „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“ – wie soll das auch wurftechnisch möglich sein? / Zustehendes kann nicht als Gabe empfangen werden. / Wer nicht genug haben kann, weiß nicht, wann genug ist. / Wer für einen Verlust keinen Abschied findet, bleibt als Verlierer zurück. / Der gute Wille des Menschen ist ein hoffnungsloser Fall. / Narben lassen Heilung sichtbar bleiben. / Ich bin ein ernster Mensch und nehme mich dennoch nicht immer ganz ernst – Gott sei Dank!“

Eigene Aphorismen providentia Dei paradoxa auf Deutsch: Was Gott vorhersieht, sieht er für das eigene Leben vor. Macht bemächtigt sich…

Johannes Evangelista Goßner, Votum über das stille Gebet bei der Eröffnung der Sitzungen des Komitees der Preußischen Haupt-Bibelgesellschaft in Berlin (1834): „Eine Bibelgesellschaft, die nicht mit Gebet, mit lautem feierlichen Bekenntnis ihrer Abhängigkeit von Gott und Gottes Segen anfängt, die sich dessen schämt, die keinen Sinn, kein Herz, keine Freudigkeit dafür hat, ist mir nicht eine ecclesia sancta et devota, sondern eine synagoga profanorum et plebejorum, sine numine et sine lumine (ohne Licht und Leben) – ist mir eine Gesellschaft von Fackelträgern oder Laternenanzündern, die selbst blind sind oder sich die Augen geflissentlich verbinden, dass sie das Licht nicht sehen, das sie anderen vorhalten oder anzünden – ist mir eine Gesellschaft von Ölhändlern, die den Salat ohne Öl essen, Weinhändlern, die Wasser trinken, Fuhrleuten, die den Wagen nicht schmieren usw.“

Votum über das stille Gebet bei der Eröffnung der Sitzungen des Komitees der Preußischen Haupt-Bibelgesellschaft in Berlin (1834) Von Johannes…

Karl Barths Brief an Martin Niemöller (1946): „Es ist klar wie die liebe Sonne, dass Du ihnen – und nun eben wirklich nicht nur Hans Meiser, sondern auch Hans Asmussen und wohl auch noch manchem anderen ekklesiastischen Hans bis zutiefst in die BK hinein – unheim­lich und unbequem bist und dass es irgend ei­ne Ecke in ihrer Seele gibt, in welcher sie wohl wünschten, es stünde zu Dachau oder anderwärts ein wunderschönes Gedächtnis­kirchlein, zu welchem sie alle Jahre einmal wallfahren und wo sie dann – Heiliger Mar­tin, bitt für uns arme Sünder! – etliche Horen zu Deinen Ehren singen könnten, statt dass Du in Deinem so bedauerlich ramponierten Auto noch immer im Lande herum fährst und taktlose Dinge sagst, die sie dann mit­ausbaden müssen. Vielleicht, lieber Martin, wären Du und ich auch so geworden, wenn uns der liebe Gott nicht in Gnaden davor be­wahrt hätte, anders als »stellvertretend«, wie Du so schön heißest, auf dem kirchenregimentlichen Schachbrett zum Zug zu kom­men. Wir wollen darüber nicht in Gram versinken, weil es wirklich mehr zum Humor als zur Tragik der Kirchengeschichte gehört, daß es so laufen muss.“

Karl Barth an Martin Niemöller (1946) Bonn, Schloß-Straße 14/1, Brit.Zone 29. Juni 1946 Lieber Martin Niemöller! Ich danke Dir, daß…

Martin Luther, Auslegung zu Römer 12,16–21 (1525): „Feurige Kohlen aufs Haupt sammeln meint nach meinem Verstand, dass der Feind mit Wohltaten überschüttet wird, dass er zuletzt entzündet und erhitzt über sich selbst zornig und uns desto holder wird. Denn Kohlen bedeuten die Wohltaten. Darum bedeuten auch die Kohlen im Räuchergefäß die Wohltaten Gottes, die man im Gebet melden soll, dass das Gebet stark rauche und hinaufdringe.“

Auslegung zu Römer 12,16–21 (1525) Von Martin Luther Haltet euch nicht selbst für klug! Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Fleißigt…

The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas: „Und als die Vereinigten Staaten aus den Wassern emporstiegen, öffnete sich der Himmel über ihnen. Der Geist Gottes kam herab wie ein Adler und ließ sich auf ihnen nieder. Und eine Stimme sprach vom Himmel: »Dies ist mein geliebtes Land, mein auserwähltes Volk unter den Völkern. Ihm habe ich meine besondere Gunst geschenkt. Es soll den Nationen vorangehen und ihnen den rechten Weg weisen. Seine Geschichte ist meine Geschichte, seine Berufung ist meine Verherrlichung.«“

The Gospel According to JD Vance – Die Taufe Amerikas[1] Da kam die Vereinigten Staaten an den Jordan, zu JD…

Stanley Hauerwas, Nachruf auf Robert Louis Wilken: „Robert war natürlich etwas schroff und konnte mit Dummheit überhaupt nichts anfangen. Wir lagen oft miteinander im Streit, aber es war die Art von Meinungsverschiedenheiten, die Lernen erst ermöglichte. Nirgendwo wird dies besser veranschaulicht als in Roberts Auseinandersetzungen mit Richard John Neuhaus und dessen Entscheidung, römisch-katholisch zu werden. Er hatte versucht, Neuhaus von seiner Entscheidung zur Konversion abzubringen. Robert sagte Richard, er müsse nicht konvertieren, denn im Haus unseres Vaters gebe es viele Wohnungen. Richard erwiderte, dass das zwar stimmen möge, aber dass einige der Wohnungen besser möbliert seien als andere. Das ist die Art von Beobachtung, die Robert gefiel und die er gern mit uns teilte. Wir werden ihn vermissen. Er ist jetzt im Haus unseres Vaters, und ich hoffe, es gibt gute Möbel dort.“

Nachruf auf Robert Louis Wilken (* 20. November 1936 – † 6. Juni 2026) Von Stanley Hauerwas Robert war gerade…

Rolf Wischnath, „Tröstet, tröstet mein Volk.“ Pazifistisches über den Seelenfrieden in siebzehn Punkten: „Jedes Mal geschieht das Trösten nicht durch Worte allein, sondern durch eine Zuwendung. Das gilt auch und besonders in der Anrede (Jesaja 40,1). Der Auftrag lautet zwar, das Volk anzureden, sein Herz anzusprechen, wie das ‚redet zu Jerusalem freundlich‘ wörtlich wiederzugeben ist. Aber der Grund des Trostes soll ein Eingreifen Gottes sein, durch das er hilft und wiederherstellt. Gott wird Israel die Rückkehr in das eigene Land ermöglichen. Die Anrede hat dabei ihre besondere Bedeutung, weil sie gegen die im Volk verbreitete Hoffnungslosigkeit steht. Um eine gewisse Gotteserfahrung ist zu bitten.“

„Tröstet, tröstet mein Volk.“ Pazifistisches über den Seelenfrieden in siebzehn Punkten Von Rolf Wischnath Vorab Ich soll etwas zum „Pazifismus“…