Christine Lavant, Christus, bist du wirklich auch in mir?: „Hast du wirklich auch die Qual erfahren / einst am Ölberg, dann – dann steh mir bei! / Schau, ich weiß, vielleicht den nächsten Schrei / hört der Nachbar schon und es geschieht, / daß ein Wärter auf der Brust mir kniet / und mich lachend in den Wagen schafft. / Ach, mein Jesu, gib mir etwas Kraft, / etwas Gnade für die ärgste Zeit, / daß mein Leib sich nicht noch selbst befreit, / um dem nächsten Zustand zu entfliehn. / Hilf mir, hilf mir, lass mich nicht so knien, / nicht umsonst mein Augenlicht verderben, / tu ein Wunder, lass mich heut noch sterben!“

Christus, bist du wirklich auch in mir? Christus, bist du wirklich auch in mir?Wirst du alles können überdauern,wenn ich einmal…

Besuch im ABAM-Missionsmuseum in Impur: „Der Einfluss der baptistischen Mission auf die Ao und die übrigen 15 Naga-Stämmen kann nicht hoch eingeschätzt werden. Innerhalb von drei Generationen ist durch eine weitgehend indigene Evangelisierung die baptistische Kirche ein integraler und für sie unverzichtbarer Bestandteil der eigenen Kultur geworden. Folgerichtig steht dort die Kirche im wörtlichen Sinne mitten im Dorf.“

Besuch im ABAM-Missionsmuseum in Impur Heute morgen war ich mit meinem Schwager Dr. Takosunep Ao in Impur, dem Headquarter der…

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Matthäus 5,20-26 (1955): „Jesus sieht uns – die Kirchenmänner und Theologen – in unserer Frömmigkeit und Lehrgerechtigkeit, befleckt mit dem Blute dieser an ihrem Gewissen Verletz­ten. Wer so diesen Text liest, der kann wirklich nur noch erschrecken, denn ‚da ist keiner, der das Rechte täte, auch nicht einer‘ (Röm. 3,12). Wir leben miteinander, aber wir leben nicht wahrhaft miteinander. Der Mensch ist des Menschen größter Feind geworden. Darum reicht aus diesem innersten Bezirk der neuen Gottesge­rechtigkeit der Bogen hinein in die aktuelle Problematik. Wer Jesu Worte wirklich vernimmt, kann am ‚kalten‘ Kriege nicht mehr teilnehmen, sondern er muss teil­nehmen mit heißem Herzen und allem Tun, das dem Schutz des Lebens, der Frei­heit der Bildung und der offenen Türe zum Evangelium von Gottes freier Gnade dienlich ist.“

Predigtmeditation zu Matthäus 5,20-26 (1955)[1] Von Hans Joachim Iwand Hier haben wir wahrscheinlich das eigentliche Thema der ursprünglichen Bergpredigt.Johannes Weiß…

Kornelis Heiko Miskotte, Zur biblischen Hermeneutik (1958): „Die ganze Prunkparade der Weltanschauungen und das Gebäude der Ideologien sind durch die Tat Gottes relativiert; der Appell der Liebe geht über alle, auch die christliche, Zuschauer­weisheit hinweg unmittelbar zum Herzen, auch zu dem der Widerstrebenden. Was man wohl einmal in Verblendung von der modernen Welt gesagt hat, daß sie Gott gegenüber nichts liefere als den «Tatbeweis der Indifferenz», kann kein Ernst sein und zu keinem Resultat führen.“

Zur biblischen Hermeneutik Von Kornelis Heiko Miskotte Vorbemerkung Die vier Vorträge über «Biblische Hermeneutik» wurden im Oktober und No­vember 1957…

Helmut Gollwitzer, Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag (1969): „Hier geschieht wirklich Konfrontation, Begegnung, auch Zusammenstoß, dem der Zusammenstoß im Herzen und Kopf des Redners vorhergegangen war. Aber die Fronten bleiben nicht starr, sie ringen miteinander; das Ringen ist echt, atemlos wird der Hörer dessen Zeuge, bleibt aber nicht nur Zuschauer, sondern hört den Redner als seinen Vertreter, ist selbst zusammen mit dem Redner der Schauplatz dieses Ringens. Und dann geschieht immer wieder, wie in der Morgenfrühe am Jabbok nach Jakobs Kampf, der Sieg der Freude, das Aufatmen, das große Hineinstaunen in die Ewigkeit, in die Wirklichkeit des Gottes, von dem die biblischen Worte sprechen, als eine Wirklichkeit des Lichtes, trotz ihrer Rätselhaftigkeit, über ihre Rätselhaftigkeit hinaus. Es wird nichts erspart, nichts geschenkt, nichts verharmlost; intellektuelle Anstrengung wird gefordert, emotionale Erregung nicht gescheut.“

Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag[1] Von Helmut Gollwitzer Kleine Völker können eine große Sendung für die anderen haben. An…

Walter Kreck über Karl Barth: „Tatsache ist, dass er mit seiner Art, Theologie zu treiben, die Frage nach ihrer strengen Sachgebundenheit und zugleich nach ihrer darin begründeten Freiheit im Gebrauch der Denkformen neu und unüberhörbar gestellt hat. Er wusste um das Bruchstückhafte und Vorläufige aller Theologie und hat wohl viele Schüler, aber nicht eigentlich eine methodisch streng festgelegte Schule hinterlassen. Er wollte diese Schüler nicht auf seine Ergebnisse fixieren, wohl aber ihnen bestimmte Denkanstöße und Griffe vermitteln, die allerdings schwerlich losgelöst von den Sachentscheidungen verstanden und nachvollzogen werden können.“

Karl Barth Von Walter Kreck I Karl Barth wurde am 10. Mai 1886 in Basel geboren und wuchs in Bern…

Hans Joachim Iwand, Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen. Antwort auf W. Hauers „Deutsche Gottschau“ (1935): „Es würde nicht schwer sein, die Übergänge aufzuweisen, die von der christlichen Theologie unseres und des vorigen Jahrhunderts zu Hauer weisen, und mancher ‚christliche Theologe‘ würde wohl erschrecken, wenn er auf diese seine illegitimen Kinder angesprochen würde. Die Erklärung für diese innere Verwandtschaft, die wohl auch Hauer nicht allzu gern zugeben würde, liegt darin, daß die Quellen der „deutschen Gottschau“ in die Geisteswelt des deutschen Idealismus zurückweisen, in dieselbe Welt, aus der die uns überkommene Theologie gelebt hat. Und das ist das Entscheidende und grundsätzlich Positive, daß durch Hauer in der breiten Öffentlichkeit diese immer wieder versuchte Synthese klipp und klar negiert wird, daß dieser Versuch, den christlichen Glauben aus dem Geist des deutschen Idealismus heraus neu zu beleben, damit am Ende seiner Kunst ist. Denn diese Synthese ist der Verrat am christlichen Glauben, nicht weil es ‚deutscher‘ Idealismus ist, sondern weil es deutscher ‚Idealismus‘ ist und der Glaube an Jesus Christus nichts mit der Idee der Gottheit zu tun hat, sondern mit dem Wort des lebendigen Gottes, nicht mit einem Bild, das sich der Mensch von Gott macht, sondern mit dem, der das Ebenbild Gottes ist.“

Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen. Antwort auf W. Hauers „Deutsche Gottschau“ (1935) [1] Von Hans Joachim Iwand I.…