Über die rechte Anleitung zum Lesen der Geschichten (De lectione historiarum recte instituenda, 1565) Von David Chytraeus So wie Gott…
Mit Verlusten in der Kirche zurechtkommen. Zehn Thesen zur christlichen Ethik des Abschiednehmens entfaltet (Kirchliche Abschiedsprozesse bewusst gestalten): „Um Verluste verabschieden zu können, dürfen sie nicht als alles bestimmende Unwirklichkeit gelten. Sie sind daher in einem perspektivischen Rahmen zu sehen – es ist eben nicht alles verloren. Fehlt eine solche Rahmung, entfalten Verluste eine unwiderstehliche Sogwirkung, als würde alles Liebgewonnene entschwinden. Soll es keinen fatalistischen Abschied geben, darf ein religionssoziologischer Deutungsrahmen, bei dem die Diffusion religiöser Selbstbezüglichkeit im Zentrum steht, nicht das letzte Wort haben. Dazu ist das Hinübergehen in eine andere Gattung (metábasis eis állo génos) angesagt, die als kohärente Erzählung nicht zu Fehlschlüssen führt.“
Mit Verlusten in der Kirche zurechtkommen. Zehn Thesen zur christlichen Ethik des Abschiednehmens entfaltet 1. In der Gesellschaft sind der…
Terence E. Fretheim zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund): „Eine beziehungsförmige Erkenntnis des HERRN und eine einseitige, bedingungslose göttliche Vergebung sind das Herz und die Seele dieses Neuen Bundes; sie ermöglichen ein fortwährendes Leben in Beziehung mit Gott und bieten dessen fortwährende Grundlage. Israels Vergangenheit wird wahrhaft vergangen sein, wird nie mehr über dem Volk hängen; nie mehr werden sie sich fragen müssen, ob Gott sich wieder an ihre Sünden erinnern werde. In der Formulierung ‚vom Kleinsten bis zum Größten‘ ist eine Demokratisierung des Volkes im Blick. Niemand wird einen besonderen Zugang zur Erkenntnis Gottes oder zur Vergebung der Sünden haben.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund) Von Terence E. Fretheim Dies ist ein klassischer Text. Er wird in mehreren…
Hans Joachim Iwand, Kirche und Gesellschaft (1952): „Beide, Kirche und Gesellschaft, sind von Gott her aufeinander bezogen, sie stehen offen füreinander und müssen füreinander offenstehen, ‚bis dass Er kommt‘. Das ist die evangelische Regel für das Verhältnis der beiden Größen zueinander. Weder fällt die Kirche je zusammen mit Gottes Reich – das hieße, dass sie selbst aufhörte, offenzustehen für eine Reformation von draußen her. Noch fällt Gottes Reich je zusammen mit der Gesellschaft oder irgendeiner nur denkbaren Reform derselben. Sonst würde Gottes Reich greifbar werden mit ‚äußeren Gebärden‘, und an die Stelle des einen Jesus von Nazareth würden neue Christusgestalten und falsche Propheten treten, die die Massen verführen und in den Abgrund reißen.
Kirche und Gesellschaft Von Hans Joachim Iwand I. Das Thema: „Kirche und Gesellschaft“ ist seit hundert Jahren in der Theologie…
Walter Brueggemann zu Jeremia 31,31-34: „All das Neue ist möglich, weil JHWH vergeben hat. Tatsächlich hängt der Neuanfang im und nach dem Exil von der Bereitschaft JHWHs ab, aus einem System von Belohnungen und Strafen auszubrechen, denn die Missachtung Israels und Judas hätte durch Strafe nie gesühnt werden können. Gott hat den Teufelskreis von Sünde und Strafe durchbrochen; dieser durchbrochene Kreis erlaubt es Israel, an einem anderen Ort mit neuer Möglichkeit neu zu beginnen. Dies ist eine ungewöhnliche Aussage, völlig jüdisch, völlig gnadenerfüllt; von ihr hängt das ganze wiederhergestellte Judentum aus dem Exil ab. Der jüdische Glaube ist tief in der Vergebung verwurzelt.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 Von Walter Brueggemann Dieses Verheißungswort ist die bekannteste und am meisten vertraute aller Verheißungen Jeremias. Es…
Tagesgebet zum 6. Sonntag nach Ostern (Exaudi) 17. Mai 2026
Herr Jesus Christus,über alle Mächte und Gewalten,bist du erhöht.Himmelweit behältst Du das letzte Wortüber unsere Zukunft.Entreiß uns alle Befürchtungen,die Seelen…
Heiner Bielefeldt über Religions- und Weltanschauungsfreiheit (2016): „Bezogen auf die Religions- oder Weltanschauungsfreiheit bedeutet dies, dass der Staat einen offenen Raum schaffen muss, in dem sich religiöse oder weltanschauliche Vielfalt frei, sicher und ohne Diskriminierung entfalten kann. Gerade für Länder, in denen bestimmte Religionen und staatliche Institutionen eng miteinander verflochten sind – insbesondere Länder mit einer offiziellen oder Staatsreligion – stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Es scheint schwer vorstellbar, dass ein Konzept von Staatsreligion in der Praxis nicht nachteilige Auswirkungen auf religiöse Minderheiten hat.“
Religions- und Weltanschauungsfreiheit (2016) Von Heiner Bielefeldt, Erlangen Der menschenrechtliche Ansatz zum Umgang mit religiöser Vielfalt Die Gewährleistung des Rechts…
Furseus’ Feuervision nach Beda Venerabilis: „Als sie dem großen Feuer näher kamen, spaltete der Engel die Flamme, wie zuvor. Doch als der Mann Gottes durch das nun offene Tor der Flammen ging, schleuderten unreine Geister einen der Menschen, die in den Feuern gequält wurden, auf ihn, berührten seine Schulter und Wange und verbrannten ihn. Furseus erkannte den Mann – er erinnerte sich, dass er dessen Gewand beim Tod desselben angenommen hatte. Der heilige Engel griff sogleich ein, packte den Verdammten und warf ihn ins Feuer zurück. Da sagte der böse Feind: ‚Weist nicht zurück, wen ihr vorher aufgenommen habt. Denn wie ihr dessen Güter angenommen habt, so müsst ihr auch an seinen Strafen teilhaben.‘ Der Engel aber widersprach: ‚Nicht aus Habgier hat er sie angenommen, sondern um seine Seele zu retten.‘ Da verlosch das Feuer. Der Engel wandte sich zu Furseus und sagte: ‚Was du selbst entzündet hast, hat in dir gebrannt. Hättest du nicht das Geld dieses in seinen Sünden gestorbenen Mannes angenommen, so hättest du auch nicht an seiner Strafe teilgehabt.‘ Dann sprach er vieles über das rechte Verhalten gegenüber jenen, die in letzter Reue sterben, in heilsamer Rede.“
Furseus’ Feuervision nach Beda Venerabilis Die Feuervision des Furseus († um 650) ist ein Schlüsseltext der europäischen Jenseitsvorstellungen. Sie beeinflusste…
Tagesgebet zu Christi Himmelfahrt, 14. Mai 2026
Vater im Himmel,Deinen Sohn hast Du bei Dir aufgenommen,mit Leib und Seele.So findet sich unsere Heimat bei Dir.Richte unsere Sehnsucht…