Auslegung von Lukas 9,57-62 (Nachfolge, 1937) Von Dietrich Bonhoeffer „Und sie gingen in einen anderen Markt. Es begab sich aber,…
Heinrich-Wilhelm Wörmann, Gerhard Jacobi und der Kirchenkampf in Charlottenburg: „Pfarrer Jacobi erhielt am 22. Januar 1934 einen Drohbrief von einem Kirchenältesten der Deutschen Christen seiner Gemeinde, in dem ihm vorgeworfen wurde, gegen den Arierparagraphen und den Nationalsozialismus verdeckt gesprochen zu haben: «Ich bemerke, sollte wieder nichts unternommen werden, so werden wir als evangelische Nationalsozialisten ein Exempel statuieren.» Zwei Tage später, am 24. Januar 1934 nachmittags gegen 17 Uhr, wurde Pfarrer Jacobi in seiner Wohnung im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Achenbachstraße 18, von 6 jungen Männern, vermutlich SA, überfallen und mit Schlagriemen blutig geschlagen. Nach diesem Vorfall soll Pfarrer Jacobi am darauffolgenden Sonntag mit verbundenem Kopf zur Predigt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erschienen sein. Pastorin Annemarie Grosch berichtet, dass Heinrich Kesen und ihr zukünftiger Mann, Vikar Götz Grosch, danach an der Kanzel Wache standen, wenn Jacobi predigte.“
Gerhard Jacobi und der Kirchenkampf in Charlottenburg Von Heinrich-Wilhelm Wörmann Der Kirchenkampf der Bekennenden Kirche in Charlottenburg war in besonderem…
Heinrich Vogel, Die Kirche in der Bresche. Predigt zu 1.Mose 18,20-33 (1949): „Wer erkennt, dass diese unsere Welt von Gott bedroht ist? Wer erkennt, dass sie allein durch Gottes Gnade zu retten ist! Wer wagt das, was Abraham wagte, was Mose und Daniel an ihrem Ort und zu ihrer Zeit wagten, was die priesterliche Kirche, die auf den einen ewigen Hohenpriester blickt, wagen darf und muß: mit dem barmherzigen Gott für die von dem zornigen Gott bedrohte Welt zu ringen?! Sie kann sich nicht in den frommen Winkel, in die sakrale Abgeschlossenheit zurückziehen, sie kann nicht verleugnen, dass Gott nicht nur für ihre Sünden, sondern für die der ganzen Welt in den Riss getreten ist.“
Die Kirche in der Bresche. Einführung in das Wort „Gebt Gott recht“ Von Heinrich Vogel Und der Herr sprach: Es…
Adolf Schlatter, Erfolg und Misserfolg im theologischen Studium (1931): „Wenn wir der heute stürmisch vertretenen Forderung nachgäben, auf die Wahrheitsfrage verzichteten und unseren Beruf darin sähen, der Seele bei ihrem seltsamen Drang, religiöse Dichtungen zu produzieren, als Berater beizustehen, damit sich ihr Dichten nicht zu weit von der beobachtbaren Wirklichkeit entferne und für unser Zusammenleben unschädlich, vielleicht sogar fruchtbar bleibe, so könnte uns nicht vorgeworfen werden, dass wir unnütze Arbeit tun. Der Mythus bekommt ein verschiedenes Gesicht, wenn die Phantasie ihn ungehemmt produzieren darf oder wenn eine nach Wahrheit verlangende Theologie ihn meistert.“
Erfolg und Misserfolg im theologischen Studium (1931) Von Adolf Schlatter Kommilitonen! Ich darf wohl mit der Andeutung beginnen, dass diese…
Karl Barth, Bei dir ist die Fülle (Gebet): „Wir preisen dich, dass wir als dein Volk dich erkennen, dich in Demut loben dürfen, bis einst alle Kreatur vor dir offenbar werden und das neue Lied in Freuden vor dir singen wird.“
Bei dir ist die Fülle Herr, unser Gott!Weil wir jetzt auf dein Geheißund im Namen deines lieben Sohnesdich anrufen und…
Hans Joachim Iwand, Über das Verhältnis von Theologie und Kirche (1954): „Der Mensch kann gar nicht Gott Gott sein lassen, er muss ihn immer wieder verwandeln in den Gott seiner Wünsche und Vorstellungen, in den Menschengott, den die Radikalen längst schon hinter dem idealistischen Gottesbegriffe vermutet hatten, ‚ein Bild, das mir gleich sei‘. Unerhörtes Erschrecken ging auf einmal durch die Reihen der Theologie, als hinter der Religion die Möglichkeit, ja mehr, die Gewissheit auftauchte, dass hier der Mensch sich Gott schafft nach seinem, des Menschen, Bilde. Die umgekehrte Schöpfung! Nicht mehr Theologie wäre dann das — was wir treiben —, sondern eine höchst raffinierte, unter dem Vorhang der Theo-logie vorgenommene Anthropologie. Gott nur ein Umweg, um den Menschen zum höchsten Selbstbewusstsein, zu einem die Endlichkeit transzendierenden Selbstbewusstsein zu bringen. Als ob wir mit diesem Begriff den Punkt berührt hätten, an dem der Übermensch erzeugt wird! ‚Dii infelices‘ — so sagt Luther, Wesen, die weder im Himmel noch auf Erden daheim sind.“
Über das Verhältnis von Theologie und Kirche (1954) Von Hans Joachim Iwand I. Gedächtnistage sollten in unserer Epoche nicht nur…
Walter Kreck über Hans Joachim Iwand (1968): „Alle Enttäuschungen und Angriffe, die er gerade gegen Ende seines Lebens reichlich erfuhr und unter denen er oft schmerzlich litt, konnten ihn darin nicht beirren, dass die Theologie eine herrliche Aufgabe sei und der Theologe heute eine große und verheißungsvolle Mission zu erfüllen habe. Wie er seinen Dienst verstand, das sei zusammenfassend mit seinen eigenen Worten ausgedrückt: »Wahrscheinlich stehen wir erst am Anfang einer sehr weit um sich greifenden Wandlung innerhalb der sogenannten christlichen Welt. Wohin wir blicken, da lösen sich die vorhandenen Bildungen auf und verwandeln sich in neue Formationen. Die Grenzen der Kirchen und ihrer herkömmlichen Bekenntnisse werden flüssig, Konversionen verraten das Ungenüge der Menschen mit ihrer herkömmlichen kirchlichen Erziehung. Gott zerbricht das Gehäuse, in dem wir leben, um uns wieder unter seinem freien Himmel zu haben, wo er allein unser Gott und wir allein sein Volk sind.«“
Hans Joachim Iwand (1899–1960) Von Walter Kreck »Diejenigen, die ihre Aufgabe in ein Programm zu fassen vermögen, die umgehen gerade…
Alfons Deissler, Wie wir als Christen die Psalmen beten: „Selbstverständlich gehört zum Sinne des Psalmenbetens ihre ‚Übersetzung‘ in unsere Zeit, unsern Horizont und unsere Situation. ‚Übersetzen‘ aber ist sachgemäß nicht möglich, ohne dass man vorher übersetzt an das Ufer des zu Übersetzenden und damit hinüber- und hinuntergeht in die Glaubens- und Lebenswelt Israels. Die Ur-Sprünge einer Sache dürfen nicht übersprungen werden, wenn man ihres Wesens habhaft werden will. Die Psalmen sind sich zu gut dafür, dass man sie als bloße Worthülsen gebrauchen dürfte, in die man seine subjektiven Empfindungen und Befindlichkeiten hineingibt.“
Wie wir als Christen die Psalmen beten Von Alfons Deissler Die Menschen von heute wurden von den Meinungspropagandisten fleißig dazu…
Tagesgebet zum 3. Sonntag in der Passionszeit (Okuli), 8. März 2026
HERR Gott,Quelle allen Lichts,Du durchschaust,was uns dunkel ist.Du hältst uns in Deiner Geduld,wo uns die eigene Kraft fehlt.Du liebst immer…