Kommentar zu Apostelgeschichte 4,32–37 – Die Herausforderung des Besitzes Von William H. Willimon Es überrascht uns nicht, wenn Lukas berichtet,…
Gottfried Bachl über die dahergeredete Predigt (1967): „Es klafft ein Spalt zwischen der religiösen Sprache, der Vorstellungswelt, in der die Prediger sich ergehen, und dem, was subkutan und unbewusst vielleicht aber sehr wirklich die Hörer bewegt. Die geringe Bildungs- und Anstoßkraft der christlichen Verkündigung rührt daher, dass sie fragefeindlich ist oder, wenn es hochkommt, sich die Frage des anzusprechenden Menschen lieber selbst fingiert, statt sie mühselig zu erlauschen.“
Über die dahergeredete Predigt Von Gottfried Bachl Mit dem, was man Predigt nennt, sind weitum nicht gerade angenehme Empfindungen verbunden.…
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte: „Ist im Deutschen von ‚falten‘ bzw. von ‚Faltigkeit‘ die Rede, wird ein flächiges, homogenes Kontinuum visuell gebrochen, wie uns das bei einer aufgelegten Tischdecke vor Augen geführt wird. Die anschauliche Rede von einer ‚Dreifaltigkeit‘ legt die Vorstellung nahe, dass der eine Gott sich uns in den drei ‚Faltweisen‘ von ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ zeigt. ‚Faltungen‘ sind modal, haben keine eigene Subsistenz und können sich nicht in Beziehung zueinander setzen.“
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte Jedes Mal zucke ich zusammen, wenn ich…
Hans G. Ulrich, Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung: „Die Frage wird immer auch präsent sein: warum überhaupt Leiden. Und jeder einzelne wird dies um so mehr tun: Warum ich? Wo bist Du Gott jetzt? Hiob lässt sich auf eine allgemeine Antwort auf das ‚Warum?‘ nicht ein. Hiob will, dass Gott ihm direkt begegnet, dass er ihm hilft, ihm Rede und Antwort steht. Und Hiob besteht darauf, von Gott selbst – und nicht von irgendwelchen Sinndeutern – zu erfahren, dass seine Geschichte mit ihm gemeint ist, Hiob insistiert darauf, dass Gott sich meldet und ein Zeichen gibt, dass er nicht vergessen ist. Es geht mit der Hoffnung immer neu um die Frage: was ist für Dich jetzt das, worauf es ankommt? Und zuallererst kommt es darauf an, dass da einer ist, dem ich vertrauen kann – ein Vis-a-Vis, ein Mensch, auf den ich setzen kann. Das ist einer, der mich meint, einer der sich mir zuwendet.“
Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung Von Hans…
Martin Luther über die zu beherzigende Sanftmut in seiner Auslegung zum 5. Gebot im Großen Katechismus: „Wir sollen also jene in ihrer Feindschaft toben und zürnen lassen; mögen sie tun, was sie können! So lerne ein Mensch, den Zorn zu stillen und ein geduldiges, sanftmütiges Herz in der Brust zu tragen – besonders denen gegenüber, die ihm Ursache zum Zornigwerden geben, d. h. gegenüber den Feinden.“
Über die zu beherzigende Sanftmut (Auslegung zum 5. Gebot im Großen Katechismus, 1529) Von Martin Luther So läuft nun dieses…
Tagesgebet zum 1. Sonntag nach Trinitatis, 7. Juni 2026
Gott,Du unser Vater,dein Wort widersteht der Sündeund durchdringt den Tod.Wir bitten um deinen Geist:Er lasse uns deine Stimme unterscheidenvon all…
Peter Dabrock, Nachruf auf Hans Günter Ulrich: „Hans Günter Ulrich wollte immer wissen, wie andere denken. Auch und gerade die Jüngeren. Er wollte nicht nur selbst sagen, was Sache ist. Er wollte verstehen, was in anderen vorgeht, welche Fragen sie bewegen, wo ihre Denkwege verlaufen, wo es hakt, wo etwas drängt. Und weil er das wirklich wollte, konnte er zuhören wie nur wenige. Nicht taktisch. Nicht gönnerhaft. Nicht als pädagogische Geste. Sondern mit echter Aufmerksamkeit, nicht resonant, sondern responsiv.“
Nachruf auf Hans Günter Ulrich Von Peter Dabrock Liebe Karin,liebe Frau Ulrich,liebe Frau Ulrich-Riedhammer,liebe Familie Ulrich, liebe Trauergemeinde, es war…
Hermann Diem, Predigt zu Römer 11,33-36 (1946): „Wir sind damals nach jenem Gottesdienst auf den berühmten alten Prager Judenfriedhof gegangen. Auf engem Raum zusammengedrängt liegen dort die Toten aus Jahrhunderten neben- und übereinander. Grabstein steht an Grabstein. Keine Blume wächst dazwischen, um den düsteren Ernst des Todes zu mildem, und im Schatten der Holunderbäume, die aus den Gräbern gewachsen sind, kann nicht einmal ein Grashalm gedeihen.“
Predigt zu Römer 11,(32)33-36 (Trinitatis) Von Hermann Diem Liebe Gemeinde! Gestehen wir es uns ruhig ein, daß wir alle ziemlich…
Cicely Saunders, Die letzte Grenze (1966): „Wer Sterbende begleitet hat, hat immer wieder gesehen, wie sie in jene Akzeptanz und Sammlung hineinwachsen, die so sehr zu einem guten Sterben gehören. Wir schulden ihnen nicht nur Mitleid und Nachsicht – niemand könnte Louie allein so betrachten. Vielmehr schulden wir ihnen Respekt, Humor und die Erwartung von Mut. Dies wird sehr deutlich in dem nachfolgenden Tonbandgespräch. Louie starb nur zehn Tage später.“
Die letzte Grenze Von Cicely Saunders Zusammenfassung: Der hier wiedergegebene Aufsatz aus dem Jahr 1966, veröffentlicht in der ökumenisch ausgerichteten…