Als Eitelhans Langenmantel am 24. April 1528 von einer Streifschar des Schwäbischen Bundes gefangengenommen und mit zwei anderen Wiedertäufern nach…
Hans-Georg Gadamer über das Verstehen: „Eine noch ungelöste Aufgabe wäre eine Geschichte des Verstehens, die nicht eine Geschichte der Hermeneutik wäre. Sie hätte etwa zu fragen: Wann wird einer Aussage gegenüber die fremde Meinung als solche zum Gegenstand der Bemühung (statt der Frage ihrer Richtigkeit)? Wann wird die naive Angleichung aller Überlieferung an das eigene Weltverständnis soweit brüchig, dass das geschichtlich Andere zur Aufgabe des Verstehens wird? Am Ende dieser Geschichte müsste wohl die Frage stehen, wie weit die Bereitschaft des Verstehens getrieben werden darf, ohne die normativen Maßstäbe der Moral zu zersetzen, und wieweit das christliche Existenzverständnis, das christliche Liebesgebot und seine Grundlage, das eigene Sündenbewusstsein, die Gefahr bannen, die im Alles-Verstehen liegt.“
Verstehen Von Hans-Georg Gadamer Das alte Wort »Verstehen« erfährt seine Prägung zum Begriff – nach einer Vorphase, in der die…
Martin Luthers Tischrede über Hunde und andere Tiere, die es auch im Himmelreich geben wird: „Da D. M. Luther gefragt wird, ob auch in jenem Leben und Himmelreich würden Hunde und andere Tiere sein, antwortet er und sprach: Ja, freilich, denn die Erde wird nicht so leer, wüste und einödig sein, sintemal Sankt Petrus heißt den jüngsten Tag einen Tag der Restitution aller Ding, da Himmel und Erde wird verwandelt werden.“
Tischrede über Hunde und andere Tiere, die es auch im Himmelreich geben wird Von Martin Luther Da D. M. Luther…
Tagesgebet zum Sonntag vor der Passionszeit (Estomihi), 15. Februar 2026
Herr, unser Gott,Schritt für Schrittist dein Sohn auf das Kreuz zugegangen.So hat sich deine Liebe dem Tod ausgesetzt.Führe uns auf…
Besinnung zu Hesekiel 3,3: „Liebe geht durch den Magen, aber Gottes Gerichtsworte an das Haus Israel mit aller Klage, Ach und Weh einfach schlucken? Und doch muss der Prophet sie nicht Wort für Wort herauswürgen. Im eigenen Gehorsam wandeln sich bittere Worte: Süß wie Honig munden sie ihm.“
Aus dem Andachtsbuch „Feste Burg“ (2026) meine Besinnung zum heutigen Predigttext Hesekiel 2,1-3,3: Und der HERR sprach zu mir: Du…
Karl Barths Antwortbrief an Béla Vasady vom November 1938: „An diese andere Grenze habe ich in diesem Sommer und Herbst unablässig denken müssen: die Grenze zwischen einem Bereich, in welchem es allerdings auch keine auch nur von ferne vollkommene Ordnung der menschlichen Dinge gibt, aber immerhin mehr oder weniger aufrichtige Versuche dazu, immerhin noch Recht und Freiheit, immerhin noch einen Raum auch für die Kirche – und einem anderen Bereich, in welchem ein antichristlicher Mythus seinen totalitären Anspruch auf den ganzen Menschen und auf jedes Lebensgebiet erhebt und damit das Unrecht und die Unfreiheit zum Prinzip, die Kirche innerlich unmöglich macht. An dieser Grenze wird das politische Problem von selbst zum theologischen. An dieser Grenze war in diesem Jahr nicht nur die Tschechoslowakei und auch nicht nur die europäische Humanität, sondern auch die christliche Kirche angegriffen.“
Antwortbrief Karl Barths an Bela Vasady (1938) Basel, St. Albanring 186, 9. November 1938 Herrn Professor Vasady BélaDebrecenUngarn Lieber Herr…
Karl Barth, Du weißt, wer wir sind (Gebet): „Nun aber stehen wir alle vor dir: in aller Ungleichheit darin gleich: dass wir alle vor dir und auch untereinander im Unrecht sind – dass wir alle einmal sterben müssen – dass wir alle ohne deine Gnade verloren wären – aber auch darin, dass deine Gnade uns allen verheißen und zugewendet ist in deinem lieben Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.“
Du weißt, wer wir sind Herr, unser Gott!Du weißt, wer wir sind:Menschen mit gutem und Menschen mit schlechtem Gewissen –zufriedene…
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beim Nationalen Gebetsfrühstück am 5. Februar 2026 als Zeugnis eines christlichen Nationalismus: „In dieser Evangeliumslesung hören wir Christus sagen: ‚Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach.‘ Christus wurde eindeutig nicht einfach gesandt, um ein Diplomat zu sein. Er war ein Störenfried. Seine Mission war es, Wahrheit von Lügen zu trennen – die Dinge der Welt von den Dingen Gottes, Licht von Finsternis, Gut von Böse. Und wie Christus, auf irdische Weise, sind unsere tapferen Krieger nicht berufen, der Welt nachzugeben. Sie müssen ihr entgegentreten. Wir wissen, dass wir einen physischen Kampf führen, aber letztendlich – verwurzelt, wie der Präsident sagte – kämpfen wir auf einem geistlichen Schlachtfeld. Wir sind nicht nur Krieger, bewaffnet mit dem Arsenal der Freiheit; wir sind letztendlich bewaffnet mit dem Arsenal des Glaubens – und das von Anfang an.“
Zum Nachlesen: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beim Nationalen Gebetsfrühstück am 5. Februar 2026 in Washington [Musik und Gesang]„Er hält meine Hand.Er…
Béla Vasady im Brief an Karl Barth zur ‚Sudetenkrise‘ 1938: „Nach all dem, was geschehen ist, ist es unvermeidlich, dass man in Deutschland und wohl auch anderswo Ihre Zeilen mit dem Gefühl liest: siehe, Karl Barth, der Theologe, hat die Tschechen zum Kriege gehetzt in einer Sache, deren unblutige Erledigung den Politikern gelungen ist. Hitler und seine Regierung haben erklärt, dass sie keine Tschechen zu Deutschland zwingen wollen. Hitler hat nur die deutschbewohnten Gebiete beansprucht. Von einem Freiheitskampf der Tschechen gegen die Deutschen zu sprechen, entbehrt also jeder wahren Grundlage.“
Karl Barths Brief an Josef Hromádka vom September 1938 während der sogenannten Sudetenkrise enthielt die Worte „Jeder tschechische Soldat, der…