Esther Von Wilhelm Vischer Daß das Buch Esther in der christlichen Bibel steht, ist für viele unserer Zeitgenossen ein Ärgernis,…
Martin Niemöller, Brief an den Rektor der Universität Erlangen Theodor Süß bezüglich den studentischen Störungen bei seinem Vortrag in der Neustädter Kirche im Januar 1946: „Die Folgerungen, die in den Zeitungsartikeln aus den Vorgängen gezogen werden, kann ich nicht ziehen, wonach die Dissentierenden gewissermaßen als verkappte Nazisten oder unverbesserliche Militaristen hingestellt werden, während sie in Wahrheit wahrscheinlich zum größten Teil eben Studenten sind, die in der Konfrontierung mit der Schuldfrage ihre letzte idealistische Widerstandsfront angegriffen sehen und deshalb leidenschaftlich Protest erheben, wenn sie meinen, aus ihren letzten moralischen Positionen, die eine Selbstrechtfertigung ermöglichen sollen, auch noch herausgeworfen werden sollen.“
Martin Niemöller an den Rektor der Universität Erlangen Büdingen/Hessen, Schloss, 7.2.1946 Se. Magnifizenzdem Herrn Rektor der Universität [Prof. Dr. jur.…
Bernhard Waldenfels über die Phänomenologie: „Insgesamt läßt sich die Phänomenologie mit Merleau-Ponty charakterisieren als Suche nach dem Sinn von Welt und Geschichte in statu nascendi. Den offenen Horizonten der Erfahrung entspricht eine Welt, die nie fertig, und ein Ausdruck, der nie abgeschlossen ist. Doch tun sich bedeutsame Unterschiede auf je nachdem, wie Art und Ort der Phänomenalität bestimmt werden.“
Phänomenologie Von Bernhard Waldenfels 1. Allgemeine Umrisse a) Entstehung und Eigenart. Der Terminus Phänomenologie taucht seit dem 18. Jh. wiederholt…
Eberhard Jüngel, Brotgebet an den dreieinigen Gott: „Lass die weltlich und geistlich Lebenssatten wieder hungrig werden. Und die allzu Begierigen erfülle mit dem rechten Augenmaß: dass wir sehen, wo wir zu geben haben, statt zu nehmen; aber auch, wo wir ungeniert nehmen und bitten, ja betteln dürfen; Unser tägliches Brot gib uns heute.“
Brotgebet an den dreieinigen Gott Lieber himmlischer Vater!Du gibst uns täglich unser Brot.Dafür danken wir Dir, indem wir nicht aufhören,…
Gerhard M. Saß, Verheißung. Hermeneutische Überlegungen: „Von Gott geschenktes und verheißenes Leben drängt auf unsere Antwort hin. Die erste und wichtigste Antwort des Menschen ist der Glaube (pístis) als hoffendes Vertrauen auf Gott als den treuen (pistós) Geber der Verheißung. Sich auf Gottes Treue zu seinen Verheißungen zu verlassen bedeutet heute (im Angesicht der Shoa) auch ernstzunehmen, dass unser Gott, der Vater Jesu Christi; zugleich der Gott Israels ist, der treu zu seinem Bund mit seinem Volk steht. So gelte die Verheißungen seinem Volk bis heute, und wir sind allein »in Christus« Mit-Erben und Mit-Teilhaber der Verheißungen geworden.“
Verheißung. Hermeneutische Überlegungen Von Gerhard M. Saß Verheißung ist nicht nur in biblisch-, sondern auch in systematisch- und praktisch-theologischen Zshg.…
Tagesgebet zum 2. Sonntag vor der Passionszeit (Sexagesimae), 8. Februar 2026
Ewiger Gott,dein Wort wirkt in unsere Welt hineinund lässt Gutes wachsen.Öffne uns die Türe des Glaubens,damit es auch in unserem…
Martin Luther über die Heilige Schrift (Grund und Ursach aller Artikel D. M. Luther, 1521): „Die Heilige Schrift muss notwendigerweise klarer, leichter verständlich und gewisser sein als alle anderen Schriften, da ja alle Lehrer ihre Aussagen durch sie als durch eine klarere und beständigere Schrift bestätigen wollen und ihre eigenen Schriften durch sie begründet und erklärt sehen möchten. Niemand kann eine dunkle Aussage durch eine noch dunklere beweisen. Darum zwingt uns die Not, mit allen Lehrschriften zur Bibel zu laufen und dort Urteil über sie einzuholen; denn sie allein ist der rechte Lehnsherr und Meister über alle Schriften und Lehren auf Erden. Wenn das aber nicht gelten soll, wozu brauchen wir dann die Schrift? Dann verwerfen wir sie erst recht und begnügen uns mit Menschenbüchern und Menschenlehrern.“
Über die Heilige Schrift (Grund und Ursach aller Artikel D. M. Luther, 1521) Von Martin Luther Ich predige keine neuen…
Bernhard Waldenfels über Andere, Andersheit und Anderssein: „Die Andersheit des Andere durchbricht erst dann den Kreislauf der Vermittlungen und Spiegelungen, wenn sie als Fremdheit, also als Unzugänglichkeit, Ferne, Abwesenheit sowie von einem Geschehen des Aufschubs und der Ungleichzeitigkeit her gedacht wird. Dies geschieht auf anfängliche Weise schon in Husserls Theorie der Fremderfahrung, auf radikalere Weise dann in der französischen Phänomenologie, bei Sartre, der vom uneinholbaren Blick des Anderen ausgeht, bei Merleau-Ponty, der den Anderen in zwischenleiblichen Verflechtungen wiederfindet, und vollends bei Levinas, der in seiner Ethik der »Spur des Andere« nachgeht und darauf beharrt, dass der Andere uns in Anspruch nimmt, bevor wir uns miteinander über etwas verständigen.“
Andere/Andersheit/Anderssein Von Bernhard Waldenfels 1. Sprachliche Varianten Im alltäglichen Sprachgebrauch hat ›ander‹ (ähnlich wie griech. heteros/thateros, lat. alius, franz. autre,…
Kurze Sprüche des Katechismus, wie ihn Doktor Martinus Luther in seinem Hause gelehrt hat: „Ohne Kreuz kommen wir nicht zur Herrlichkeit. Das Evangelium kann nicht ohne Rumor gepredigt werden. Der heilige Geist macht einen Menschen nicht so bald vollkommen, sondern er muss wachsen. Am Evangelium verliert man nichts, darum sollen wir alles daransetzen. Dem Evangelium glauben löst von Sünden. Werke gehören dem Nächsten, der Glaube Gott. Die andere richten, verdammen sich selbst. Ein gutes Werk ist das, was anderen wohltut.“
Kurze Sprüche des Katechismus, wie ihn Doktor Martinus Luther in seinem Hause gelehrt hat Die Zehn Gebote 1. Wie der…