Jesus Christus ist auferstanden (Ostern 1947) Von Karl Barth Man schämt sich tief, wenn man sich vor Augen hält, wie…
Elisabeth Langgässer, Ostersonntag: „Purpur, dem Purpur / des Lammes enttaucht, / Duft, aus den Düften / der Salbung gehaucht, // Schall, mit dem Schalle / der Auffahrt vermischt. / Riesig geöffnet / verschlingen das Nicht“
Ostersonntag Von Elisabeth Langgässer Die Erde bebte und ward stille, als zum Gerichte Gott sich hob. [Offertorium] Mächtig erschüttertvon ehernem…
Ein neuer Aphorismus: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“ – wie soll das auch wurftechnisch möglich sein?
Ein neuer Aphorismus „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“ – wie soll das auch wurftechnisch möglich sein?
Eberhard Jüngel, Das dunkle Wort vom „Tode Gottes“ (1968): „Das verstandene Wort »Gott ist tot« gehört also beiden: dem glaubenden Christen und dem Atheisten. Und beide täten gut daran, sich dessen zu erinnern, dass sie, wenn auch in sehr verschiedener Absicht, dasselbe sagen. Aber wenn zwei dasselbe sagen, so ist es noch nicht dasselbe oder – wie es in diesem Fall wohl heißen muß – so ist es nicht mehr dasselbe. Denn der ungläubige Atheist redet vom Tode Gottes am Kreuz Jesu Christi vorbei, während der glaubende Christ davon redet, weil Jesus Christus gestorben ist. Immerhin ist der neuzeitliche Atheismus, der am Kreuz Jesu Christi vorbei davon redet, dass Gott tot ist, ohne den dem christlichen Glauben ursprünglich nachgesagten Atheismus geschichtlich überhaupt nicht zu verstehen.“
Das dunkle Wort vom „Tode Gottes“ (1968) Von Eberhard Jüngel I Eine Redeweise geht um in der ehemals christlichen Welt.…
Tagesgebet zum Ostermontag, 6. April 2026
Herr Jesus Christus,Sohn Gottes,auferstanden von den Totensiehst Du über den Horizont unseres Lebens hinaus.Stell Dich uns entgegen,wo uns Einsicht fehltund…
Gebet in der Osternacht
Gott, unser Vater,in dieser Nachthast Du Deinen Sohn aus dem Grab auferweckt.Dein Geist erwecke unszu neuem Leben in Christus Jesus,der…
Wilhelm Röpke, Soziologie des Totalitarismus (1947): „Da der moderne Totalitarismus keinerlei Rechtsanspruch besitzt, muss er seine ganze Regierungskunst darauf verwenden, irgendeinen Ersatz für diesen Rechtsanspruch und für die fehlende Macht über Herzen und Gemüter der Regierten zu finden. Daher die Notwendigkeit, die Meinung zu uniformieren und dem Volke den Willen des Staates aufzuzwingen. Daher der nervöse Eifer zu gefallen, das unaufhörliche Verlangen nach sensationellem Erfolge und das ängstliche Schielen nach den Massen, um festzustellen, ob sie auch einverstanden sind. Die Vertreter eines solchen Systems entbehren eben der inneren Gelassenheit, die die selbstverständliche Apanage einer legitimen Regierung ist, und sind darum doppelt empfänglich für Beifall und überempfindlich gegen Kritik. Sie leiden an Minderwertigkeitskomplexen, die sie unter bombastischem Auftreten zu verstecken suchen. Ein typisches Charakteristikum all dieser Gewaltsysteme ist ferner die Schwäche, den illegitimen, ephemeren Charakter ihrer Macht durch pompöse Monumente zu verdecken, die mit ihrer in eine grandiose Zukunft weisenden Architektur über die gähnende Leere in der Gegenwart hinwegtäuschen sollen. Daraus erklärt sich auch die Angst dieser Regime vor der Ruhe des alltäglichen Gleichmaßes; die Unsicherheit ihrer Struktur duldet keine Ruhe, sie müssen dauernd mit neuen ‚Coups‘, neuen Stimulantien aufwarten, um zu verhindern, dass die absichtlich in einen Dauerzustand der Erregung versetzte Bevölkerung sich abkühlt und die Dinge mit den nüchternen Augen der Vernunft ansieht.“
Soziologie des Totalitarismus (1947) Von Wilhelm Röpke Ich fürchte, viele werden mir Ungerechtigkeit vorwerfen, wenn ich behaupte, daß Bismarcks Genie…
„Wir sind dein Haus, von dir erleuchtet, in dir strahlend. Makellos wollen wir leuchten und dich preisen in Ewigkeit. In dir entflammen wir und werden nie verlöschen.“ Altspanisches Gebet nach der Lichtweihe in der Osternacht
Segne, o Licht, dieses Licht,denn was wir in Händen halten,hast du erschaffen und geschenkt.Mit diesen Flammen, die wir entzünden,vertreiben wir…
Martin Luther, Predigt über das Testament Christi (Sermo de testamento Christi, 1520): „Wenn ein Erblasser seinem Erben sagen würde: ‚Warum verlangst du das Erbe, das du nicht verdient hast?‘, würde der Erbe nicht antworten: ‚Was macht das schon? Selbst wenn ich es nicht verdient habe, steht es mir dennoch zu – allein weil dieser gute Mann es mir aus seiner Freigebigkeit vermacht hat?‘ Würde man ihm das Erbe verweigern? So müssen auch wir unser Erbe antreten – nicht weil wir es verdient haben, sondern weil Christus es uns aus reiner Güte hinterlassen hat, selbst denen, die es nicht verdient haben. Diese Wohltat und diese Großzügigkeit Christi zurückzuweisen, ist nicht erlaubt. Wer die ihm freigiebig gewährte Gabe nicht annimmt, handelt ungerecht gegenüber Christus.“
Predigt über das Testament Christi (Sermo de testamento Christi, 1520) Von Martin Luther D. Martinus verbrachte dieses Osterfest fast vollständig…