Reinhold Niebuhr über die Zeichen der Zeit. Predigt zu Matthäus 16,1-3 (1947): „Die Klugheit, mit der wir mit unseren Mitmenschen, Freunden wie auch Gegnern, umgehen, ist nicht so sehr eine geistige Errungenschaft, als vielmehr die Frucht einer durch Gebet erlangten Demut. Der Glaube, durch den wir die Bedeutung unseres Daseins und die Erfüllung dieser Bedeutung in der göttlichen Gnade verstehen, ist letzten Endes ein Gnadengeschenk und nicht die Folge einer ausgeklügelten Analyse der Zeichen dieser Zeit.“

Vom Erkennen der Zeichen der Zeit Von Reinhold Niebuhr „Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm, die versuchten ihn…

Viktor E. Frankl, Zehn Thesen über die Person (1950): „Noch der Selbstmör­der glaubt an einen Sinn, wenn auch nicht des Lebens, des Weiter­lebens, so doch des Sterbens. Glaubte er wirklich an keinen Sinn, kei­nerlei Sinn mehr – er könnte eigentlich keinen Finger rühren und schon darum nicht zum Selbstmord schreiten.“

Zehn Thesen über die Person (Modifizierte Fassung) Von Viktor E. Frankl Wann immer von Person die Rede ist, assoziieren wir…

Hannah Arendt, Organisierte Schuld (November 1944): „Die Idee der Menschheit, gereinigt von aller Sentimentalität, hat politisch die sehr schwerwiegende Konsequenz, daß wir in dieser oder jener Weise die Verantwortung für alle von Menschen begangenen Verbrechen, daß die Völker für alle von Völkern begangenen Untaten die Verantwortung werden auf sich nehmen müssen.“

Organisierte Schuld Von Hannah Arendt I Je größer die militärischen Niederlagen der deutschen Armee im Felde werden, desto stärker macht…

Patriarch Kyrills neueste Kriegspredigt vom 25. September 2022: „Die Kirche ist sich bewusst, dass, wenn jemand aus Pflichtgefühl, der Notwendigkeit, einen Eid zu erfüllen, seiner Berufung treu bleibt und im Militärdienst stirbt, er zweifellos eine Tat begeht gleichbedeutend mit einem Opfer. Er opfert sich für andere auf. Und deshalb glauben wir, dass dieses Opfer alle Sünden wegwäscht, die eine Person begangen hat.“

Patriarchale Predigt am 15. Sonntag nach Pfingsten nach der Liturgie in der Alexander-Newski-Klause Von Patriarch Kyrill Am 25. September 2022,…

Kurt Walter, Gott im Konzentrationslager (1946): „Ich weiß auch, daß wir, die wir im Lager gebetet haben, ganz anders als bis dahin, viel, viel ernster, viel wahrhaftiger die vierte Bitte des Vaterunsers beten gelernt haben: „Unser täglich Brot gib uns heute!“, und wie diese unsere Bitte täglich sinnfällig ihre Erhörung gefunden hat.“

Gott im Konzentrationslager Von Kurt Walter Wenn ich nach dreijähriger Gefangenschaft im Konzentrations­lager Dachau der an mich ergangenen Aufforderung Folge…

Franz Rosenzweig, Die Schrift und das Wort. Zur neuen Bibelübersetzung (1926): „Der wesentliche Inhalt aber ist grade das, was sich der festlegenden und fernrücken­den Gewalt der Schrift entzieht: Wort Gottes an den Menschen, Wort des Menschen an Gott, Wort der Menschen vor Gott. Man braucht nur an die legi­timste, weil einer unmittelbaren Notlage abhelfende, also wahrhaft not-wendige, Form der Schriftlichkeit zu denken, von der alle andern Formen das, was sie an Legitimität besitzen, zu Lehn haben, an den Brief.“

Die Schrift und das Wort. Zur neuen Bibelübersetzung Von Franz Rosenzweig Alles Wort ist gesprochnes Wort. Das Buch steht ursprünglich…