Gebet in großer Dürre um einen fruchtbaren Regen (Gebett in grosser Dürre umb einen fruchtbaren Regen) Du mächtiger und gerechter,…
Peter Brunner, Die Sprache der Liturgie. Eine theologische Überlegung zu ihrer geistlichen Bedeutung (1968): „Auch die Sprache der Liturgie kann nur solche menschheitliche Menschensprache sein. Alle Worte, die in der Liturgie vorkommen, sind, wie alle Worte, die in der Bibel vorkommen, ursprunghaft Worte dieser einen Menschensprache, die in ihrem Grund und Wesen einen Unterschied zwischen sakral und profan nicht kennt. Jedes Wort der Bibel, auch diejenigen Wörter, die für uns heute das Letzte und Höchste unseres Glaubens aussagen, sind von Hause aus weltliche Wörter. … Gewiß sagen Worte wie Gnade, Versöhnung, Friede in der Schrift, in der Verkündigung der Kirche, darum auch in der Liturgie etwas Neues, was die Welt sich selbst aus sich selbst nie hat sagen können. Aber dieses Neue, Einzigartige kann nur in der einen weltlichen Menschensprache ausgesagt werden.“
Die Sprache der Liturgie. Eine theologische Überlegung zu ihrer geistlichen Bedeutung Von Peter Brunner Sprachprobleme und Verstehensprobleme sind seit dem…
„In der Verwendung einer Sprache lässt sich Eindeutigkeit nicht begrifflich halten.“
Ein neuer Aphorismus im Nachtspaziergang mit der eigenen Tochter aufgetaucht … In der Verwendung einer Sprache lässt sich Eindeutigkeit nicht…
Hans Joachim Iwand, Glaubensgerechtigkeit nach Luthers Lehre (1941): „Das ist die Glaubensentscheidung, zu der Luther aufruft. Er hat gefunden, dass das Echtheitszeichen des Glaubens nicht in den Lehren und Dogmen allein liegt, diese können alle noch trügen, sondern die Entscheidung fällt im Ich des Menschen, in der Stellung des Menschen zu seinem eigenen Werk. Die Entscheidung fällt damit, dass zwei Dinge einander ausschließen, radikal, wie Tod und Leben: der Glaube an Christus und das Bemühen, mit guten Werken etwas zu sein vor Gott. Darum hasst Luther das, was er den ‚historischen’“ Glauben nennt, dieses neutrale, leere Wissen um Christus, das den Menschen und sein Leben nicht in die Entscheidung stellt zwischen Gesetzesgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit, dieses Wissen, das nicht in der Todesstunde des Ich gewonnen und ergriffen ist. Denn der Glaube geht mir entweder so auf, daß ich erkenne: Christus ist das Für-mich-Eintreten Gottes im Gericht, Christus ist Gottes Für-mich! oder ich kenne Christus nur vom Hörensagen.
Hans Joachim Iwand Glaubensgerechtigkeit nach Luthers Lehre [1941] Dritte, unveränderte Auflage[1] Chr. Kaiser Verlag München 1959 D. MARTIN NIEMÖLLERin Dankbarkeit2.…
Basilius der Große, Predigt zur Zeit der Hungersnot und Dürre (Homilia dicta tempore famis et siccitatis, 368/69): „Wir sehen den Himmel, Brüder, verschlossen, kahl und wolkenlos, der diese heitere Klarheit trüb macht und uns die Reinheit entbehren lässt, die wir zuerst so sehr ersehnten, wenn er, lange von Wolken bedeckt, uns finster und sonnenlos machte. Die Erde aber, völlig ausgetrocknet, ist unerfreulich anzusehen, unfruchtbar und ertragslos für den Ackerbau, in Spalten aufgerissen und den bis in die Tiefe leuchtenden Strahl aufnehmend. Die Quellen aber, reich und immerfließend, haben uns verlassen, und die Ströme großer Flüsse sind versiegt; die kleinsten Kinder durchschreiten sie zu Fuß, und Frauen durchqueren sie mit Lasten; die meisten von uns aber hat auch das Trinkwasser verlassen, und wir sind in Not um unser Leben.“
Predigt zur Zeit der Hungersnot und Dürre (Homilia dicta tempore famis et siccitatis)[1] Von Basilius dem Großen (ca. 330–379) „Der…
Karl Barth, Die Gemeinde für die Welt (1966): „Zuerst und vor allem ist ja Er, Gott, für die Welt da. Und indem die Gemeinde Jesu Christi zuerst und vor allem für Gott da ist, bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als in ihrer Weise und an ihrem Ort ihrerseits für die Welt da zu sein, wie könnte und würde sie sonst für Gott da sein? Das Zentrum, um das sie sich ‚exzentrisch‘ bewegt, ist also nicht einfach die Welt als solche, wohl aber die Welt, für die Gott ist. Weil eben Gott nicht in abstracto, nicht beziehungslos, sondern als Gott für die Welt ist, der er ist! Die Gemeinde Jesu Christi ist die menschliche Kreatur, deren Dasein gerade als ihr Dasein für Gott den Sinn und Zweck hat, um Gottes willen, im Dienst und in der Nachfolge seines Daseins Dasein für die Welt, für die Menschen zu sein.“
Die Gemeinde für die Welt Von Karl Barth Die Gemeinde Jesu Christi ist für die Welt da, will sagen: für…
Tagesgebet zum 12. Sonntag nach Trinitatis, 23. August 2026
Herr Jesus Christus,Tauben hast Du die Ohren geöffnetund Stummen die Zunge gelöst.So ist dein Ruf groß geworden.Öffne unsere Ohren für…
Walter Brueggemann, Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10: „Die Verse 1-6 sind die Klage, die das Unheil schildert. Die geschilderte Situation ist eine schwere Dürre, die das Land vertrocknen lässt und die Schöpfung dahinschwinden lässt. Die Krise ist für die Bauern am unmittelbarsten, denn die Tiere sind auf Gras angewiesen, das vertrocknet ist. Die Schwere der Dürre zeigt sich darin, dass sie nun nicht nur die Randgruppen der Gesellschaft betrifft, sondern sogar die Vornehmen, die immer die beste Wasserversorgung haben. Die Verwüstung durch die Dürre wird in einem klingenden Wiederholungsschema laut: „kein Wasser“ (V. 3), „kein Regen“ (V. 4), „kein Gras“ (V. 5), „kein Kraut“ (V. 6). Die Esel und Schakale, die an das Nahrungssuchen gewöhnten Tiere, sind in Not. Die Dürre bringt die sozialen Prozesse der Gemeinschaft zum Erliegen, denn nun haben Vornehme, Bauern, Kühe, Esel und Schakale alle etwas gemeinsam. Das Leben ist für sie alle bedroht.“
Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Walter Brueggemann 1 Ein Wort des HERRN, das an Jeremia…
Helmut Gollwitzer, Brief an „nichtarische“ Gemeindeglieder angesichts der bevorstehenden Deportationen (1941): „Werdet Ihr unsere Worte noch aufnehmen und annehmen können? Viele werden so eingeschlossen sein in den Bannkreis ihrer Angst, dass kein Wort sie mehr zu erreichen scheint. Und wie soll Euch nicht die Bitterkeit übermannen, wenn die zu Euch sprechen, die ja zurückbleiben im Genuss all der Güter, deren Ihr nun beraubt seid? Und werden Euch fromme Worte nicht als leere Worte erscheinen, da Ihr doch Euch selbst ein Beispiel gänzlicher Gottverlassenheit scheinen mögt? ‚Sie sind allzumal verstrickt in Höhlen und versteckt in Kerkern; sie sind zum Raube geworden, und ist kein Erretten da.‘ Aber ließen wir Euch schweigend ziehen, so wäre es noch schlimmer und eine Verleugnung der Kraft des Heiligen Geistes, der auch über große Trennungen hinweg und in bösesten Stunden ein in seinem Namen gesprochenes Wort vernehmbar machen kann.“
Brief an „nichtarische“ Gemeindeglieder angesichts der bevorstehenden Deportationen (1941) Von Helmut Gollwitzer Im Jahr 1941 lebten noch etwa 66.000 jüdischstämmige…