Nachruf auf Hans Günter Ulrich Von Peter Dabrock Liebe Karin,liebe Frau Ulrich,liebe Frau Ulrich-Riedhammer,liebe Familie Ulrich, liebe Trauergemeinde, es war…
Hermann Diem, Predigt zu Römer 11,33-36 (1946): „Wir sind damals nach jenem Gottesdienst auf den berühmten alten Prager Judenfriedhof gegangen. Auf engem Raum zusammengedrängt liegen dort die Toten aus Jahrhunderten neben- und übereinander. Grabstein steht an Grabstein. Keine Blume wächst dazwischen, um den düsteren Ernst des Todes zu mildem, und im Schatten der Holunderbäume, die aus den Gräbern gewachsen sind, kann nicht einmal ein Grashalm gedeihen.“
Predigt zu Römer 11,(32)33-36 (Trinitatis) Von Hermann Diem Liebe Gemeinde! Gestehen wir es uns ruhig ein, daß wir alle ziemlich…
Cicely Saunders, Die letzte Grenze (1966): „Wer Sterbende begleitet hat, hat immer wieder gesehen, wie sie in jene Akzeptanz und Sammlung hineinwachsen, die so sehr zu einem guten Sterben gehören. Wir schulden ihnen nicht nur Mitleid und Nachsicht – niemand könnte Louie allein so betrachten. Vielmehr schulden wir ihnen Respekt, Humor und die Erwartung von Mut. Dies wird sehr deutlich in dem nachfolgenden Tonbandgespräch. Louie starb nur zehn Tage später.“
Die letzte Grenze Von Cicely Saunders Zusammenfassung: Der hier wiedergegebene Aufsatz aus dem Jahr 1966, veröffentlicht in der ökumenisch ausgerichteten…
Der Reichstag zu Speyer 1526 und der reformationsrelevante Reichstagsabschied vom 27. August: „Danach haben Wir, auch Kurfürsten, Fürsten und Stände des Reiches und derselben Botschaften, uns jetzt hier auf dem Reichstag einmütig verglichen und geeinigt, bis zum Konzil oder aber der Nationalversammlung nichtsdestoweniger mit unseren Untertanen ein jeder in den Sachen, die das Edikt – das durch Kaiserliche Majestät auf dem zu Worms gehaltenen Reichstag ausgegangen ist – betreffen möchten, für sich so zu leben, zu regieren und zu halten, wie ein jeder dieses gegen Gott und Kaiserliche Majestät zu verantworten hofft und sich zutraut.“
Der Reichstag zu Speyer 1526 Von Helmar Junghans Nachdem Karls Truppen am 24. Februar 1525 bei Pavia die französischen besiegt…
Friedrich Christoph Oetinger, Predigt auf das Fest der Heiligen Dreieinigkeit zu Johannes 14,23: „Kein Wunder ist demnach, dass die Prinzessin Antonia sich so sehr ergötzt hat an dieser Lehre der Hebräer, dass sie sie auf einer großen Tafel in die Kirche in Bad Teinach gestiftet und ihr Herz nach dem Tod dahin begraben ließ. Diese Tafel enthält kurzgefasst die Vereinigung des Alten und Neuen Testaments in Christus, in welchem alle zehn Abglänze Gottes in ein Zentrum eines Gartens zusammenlaufen und von da aus sich in die Glieder seines Leibes mit großer Verschiedenheit der Gaben verteilen, sodass nach 1. Korinther 12, Vers 8-11 dem einen gegeben ist »die Rede der Weisheit« durch den Geist, dem andern »die Rede der Erkenntnis« nach demselben Geist, einem andern der Glaube, die Standhaftigkeit des Geistes, und wieder andern andere Kräfte in dem Geist. Die selige Prinzessin will kurz so viel sagen: Christus sei das Zentrum der Lehre von der Dreieinigkeit. Jesus ist Christus, das begreife die ganze Dreieinigkeit – nämlich den Salbenden, den Gesalbten und die Salbe selbst.“
Predigt auf das Fest der Heiligen Dreieinigkeit zu Johannes 14,23 Von Friedrich Christoph Oetinger Text: Johannes 14, Vers 23: Wir…
Heiner Weniger, Vom (Un)Glück, zu denken. Ein positiver Begriff der Negativen Dialektik mit Requiem für Josef Pfisterer: „Und so schließe ich mit dem, was – in aller Schwachheit – als Ausdruck meiner Solidarität zuhanden ist, mit einem Requiem für meinen Kollegen und Bruder im Geist nach Bob Dylan’s It’s all over now, Baby blue. Den hat Adorno knapp verfehlt, ihn wahrscheinlich auch gar nicht gekannt. Es bestehen erhebliche Zweifel, ob er seine Art und Musik akzeptiert hätte. Trotzdem. Als einer, der sowohl Theodor Adorno wie auch Bob Dylan kennt und schätzt, mache ich mich zum Informanten beider: Requiem für Josef Pfisterer.“
Vom (Un)Glück, zu denken. Ein positiver Begriff der Negativen Dialektik Von Heiner Weniger In der Silvesternacht des Jahres 1966, wo…
Jörg-Ulrich Fechner über Paul Gerhardt: „Als Gestalt der deutschen protestantischen Kirchengeschichte ist Paulus Gerhardt nicht auf Grund von systematisch entwickelten Lehren des Glaubens und des Dogmas eingebürgert; vielmehr verdankt er diesen stellvertretenden Rang der ununterbrochenen Rezeption seiner volkstümlich gewordenen Kirchenlieddichtung, einer Rezeption zudem, die sich gelegentlich allerdings mit Erscheinungsformen katholischer Heiligenverehrung berührt. Diese geschichtliche Entfaltung der Rezeption in dokumentarischen Zügen einlässlich nachzuzeichnen, ist eine bis heute noch nicht eingelöste Aufgabe.“
Paulus Gerhardt Prismatische Brechungen seines historischen Bildes oder historische Marginalien zu einer Heiligsprechung im Protestantismus Von Jörg-Ulrich Fechner Gibt es…
Zum Institut des Eigentums: „Für einen Unternehmer ließe sich diese depositäre Sichtweise des Eigentums folgendermaßen umschreiben: Das Eigentum am Unternehmen ist mir nicht zuletzt durch mein eigenes Tun zugekommen. Die Verfügungsgewalt über das Unternehmen bedeutet für mich eine besondere ökonomische Verantwortung. Ich will sie so ausüben, dass ich gegenüber meinen Mitarbeitenden und meinen Mitmenschen darüber rechenschaftsfähig bin.“
Zum Institut des Eigentums Für die besondere Stellung eines selbständigen Unternehmers ist dessen Eigentum am Unternehmen wesentlich. Das Eigentum begründet…
Eberhard Jüngel, Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968): „Die Aufklärung der Welt durch den Heiligen Geist lautet dahin, dass wir für unser Heil nichts zu tun haben. Religiöser Eifer schadet nur. Es gibt kein anderes Heil, als Gott kommen zu lassen. Das klingt fast zu einfach, um wahr zu sein. Aber die Wahrheit ist mitunter halt einfach. Mit dem Einfachen anzufangen ist noch immer schwierig genug. Zur Aufklärung der Welt gehört aber auch dies, dass wir, weil für unser Heil nichts zu tun ist, für das Wohl der Welt nicht genug tun können. Nicht alles auf einmal. Das Wohl der Welt wird en détail besorgt. Oder gar nicht. Der Heiland der Welt geht aufs Ganze. Die christliche Bitte, Gott kommen zu lassen, ermuntert die Welt, Schritt für Schritt zu sich selbst zu kommen. Nur keine Sprünge!“
Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968) Von Eberhard Jüngel Gottes zweite Heimat – der Mensch. Dem zeitlichen Menschen, seiner irdischen…