Kornelis Heiko Miskotte – Die Erlaubnis zum schriftgemäßen Denken: „Es ist «biblisch» unmöglich, eine Ontologie in die Gotteslehre einzuführen. Schon hier ist die «Orthodoxie» fatale Wege gegangen. Wenn die logische Verkrampfung, das Allgemeine voran, als Erstes, Tieferes, Umfassenderes denken zu wollen, gelöst wird, wenn die Deduktion aus dem Begriff zurückweicht vor der Induktion aus dem Namen, wenn in unsere Besinnung die «biblische» Bewegung aufgenommen wird: vom Besonderen zum Allgemeinen, dann ist dieser Gang des Denkens als evident «biblisch» schriftgemäß.“

Die Erlaubnis zum schriftgemäßen Denken Von Kornelis H. Miskotte Das Echo, die Zustimmung, welche Barth in Holland gefunden hat, ist, … Mehr

Brevard S. Childs, Die theologische Bedeutung der Endform eines Textes: „Durch die kanonische Form des Textes in seiner Endform wird die normative theologische Bezeugung der Schrift für die christliche Kirche weitergegeben. Das einzigartige Zeugnis der biblischen Autoren wird jedoch ernsthaft beeinträchtigt, wenn ihr je eigener Standpunkt um einer rekonstruierten historischen Einlinigkeit willen zurechtgestutzt wird.“

Die theologische Bedeutung der Endform eines Textes Von Brevard S. Childs In den letzten Jahren wurden mehrfach Stimmen laut, die … Mehr

Jacques Gernet, Denken und Sprache: „Sprachliche Struktur und Formen haben offenbar das chinesische und das abendländische Denken in je verschiedene Richtungen gelenkt und geistige und religiöse Traditionen entstehen lassen, die sich zu zwei voneinander unabhängigen Welten gefügt haben.“

Der Schlussabschnitt von Jacques Gernets Christus kam bis nach China. Eine erste Begegnung und ihr Scheitern (im Original Chine et … Mehr

Reinhold Schneider über die Theologie des Dramas: „In der christli­chen Tragödie scheitert die Welt noch einmal, wie sie an Christus gescheitert ist, während er an ihr zu scheitern schien. Und damit verwandelt sich das Tribunal, in dem sie endet, in die Vorer­scheinung des Endes überhaupt.“

Theologie des Dramas (1952) Von Reinhold Schneider Das Drama führt in Konflikte, die vom Irdischen her nicht ver­söhnt werden können. … Mehr

Friedrich Mildenberger, Die einfache Gottesrede, das Evangelium und das Gesetz: „Ein Gesetz, das nur im Kopf oder im Herzen wäre, ließe uns mit unserem guten Willen allein und letztlich ungeschoren. Weil uns Gottes Reich entgegenkommt, entbindet es das Tun des Guten. Darum ist gerade auch hier eine Revision der traditionellen Gesetzeslehre angebracht.“

Das war einer der letzten Vorträge Friedrich Mildenbergers vor seiner Emeritierung 1994, in dem er sich mit einer lutherischen Gesetzestheologie … Mehr