Das letzte Blatt (1788) Von Johann Georg Hamann Si quelque sages de ce monde sont parvenus par tems etuder de … Mehr
Kategorie: Theologie
Hugh Lawrence Bond über Jonathan Edwards (1703-1758): „Die stärkste und dauerhafteste Wirkung jedoch erreichte Edwards durch seine anderweitigen Tätigkeiten. Seine machtvolle Predigt, sein Aufruf zur Erweckung und seine eindrucksvolle Betonung der persönlichen religiösen Erfahrung verschafften der Bewegung des Great Awakening Eingang in Neuengland und trugen dazu bei, dass Erweckung und religiöser Individualismus zu bleibenden Zügen amerikanischer Christlichkeit wurden.“
Jonathan Edwards (1703-1758) Von Hugh Lawrence Bond 1. Leben J. Edwards, Theologe, Philosoph, Erweckungsprediger und Religionspsychologe, wurde am 5. Oktober … Mehr
Hans Urs von Balthasar über die Theologie Karl Barths: „Weil Barth den Blick von der Glaubenszuständlichkeit ganz und gar weg- und dem Glaubensinhalt zuwendet, darum redet er gut; darum ist bei ihm keine pastorale Erbaulichkeit zu befürchten. Die Sache erbaut sich selber. Aber die Sache ist in sich so hinreißend und den ganzen Mann anfordernd, dass wahre Sachlichkeit hier übereinfallen muss mit einer alles durchdringenden und darum gar nicht eigens auszusprechenden Ergriffenheit. Diese Einheit von Leidenschaft und Sachlichkeit ist der Grund der Schönheit der Barthschen Theologie.“
Über die Theologie Karl Barths Von Hans Urs von Balthasar Barths Theologie ist schön. Nicht bloß in dem äußerlichen Sinn, … Mehr
Albrecht Grözinger, Rudolf Bultmann – eine persönliche Annäherung aus Anlass seines 50. Todestages am 30. Juli 2026: „Ich möchte meine kleine erinnernde Annäherung an Rudolf Bultmann mit einer kleinen Anekdote beschließen. Ich hatte das große Glück, Rudolf Bultmann persönlich kennenzulernen und zu erleben. Er war zu Besuch bei Manfred Mezger in Mainz. Und Mezger lud einige von uns Studierenden zu einem abendlichen Treffen mit Bultmann in seine Wohnung in Mainz-Gonsenheim ein. Anwesend waren auch alle unsere bewunderten theologischen Lehrer und die eine Lehrerin: Manfred Mezger, Herbert Braun, Gert Otto, Willy Schottroff und Luise Schottroff. Wir Kleinen sagten eigentlich nichts, sondern saßen nur mit gespitzten Ohren da, während die Erwachsenen redeten. Der Abend wurde länger, und die Diskussionen heftiger. Und Manfred Mezger war dafür bekannt, dass je engagierter er diskutierte, umso lauter seine Stimme wurde. Plötzlich unterbrach ihn Rudolf Bultmann mit seiner leisen, aber klaren vom Oldenburger Dialekt getragenen Stimme: ‚Aber das Schreien, das wollten wir doch den Deutschen Christen überlassen, nicht wahr, Herr Mezger.'“
Rudolf Bultmann – eine persönliche Annäherung aus Anlass seines 50. Todestages am 30. Juli 2026 Von Albrecht Grözinger Elternhaus Rudolf … Mehr
Ellen F. Davis und Richard B. Hays, Jenseits der Kritik: Die Kunst, die Bibel neu zu lesen (2004): „Die Schrift erzählt wahrhaftig die Geschichte von Gottes schöpferischem, richtendem und rettendem Handeln. Gott ist der Hauptakteur der biblischen Erzählung. Der dreieinige Gott, den Christen verehren, ist der Gott Israels, der sein Volk aus der Sklaverei führte, ihm die Tora gab und Jesus von den Toten auferweckte. Derselbe Gott wirkt auch heute in der Welt. Er ist keine Projektion menschlicher Religiosität. Wer die biblische Geschichte reduziert – als Symbol der menschlichen Psyche oder als Machtinstrument –, verfehlt ihre zentrale Botschaft. Die Schrift offenbart Gottes Wort, das Dinge ins Dasein ruft, unsere Vorurteile richtet und unvorstellbare Gnade schenkt.“
Jenseits der Kritik: Die Kunst, die Bibel neu zu lesen Von Ellen F. Davis und Richard B. Hays (1948-2025) Eine … Mehr
Jürgen Moltmann über die Theologie des Kreuzes (theologia crucis, 1983): „Die Bedeutung des Kreuzes darf jedoch nicht auf die Soteriologie beschränkt werden, wenn dabei das Wesen Gottes vom Tod Jesu unberührt bleibt. Von Gott im Tod Jesu zu denken, muss daher auch zu einer Umkehr führen, nämlich dazu, den Tod Jesu im Wesen Gottes zu denken: Das Kreuz Jesu Christi steht im Zentrum der göttlichen Trinität als eine Kluft zwischen Gott und Gott. Der Sohn gibt sich hin und erduldet das Sterben in der Verlassenheit durch Gott am Kreuz; der Vater verlässt den Sohn, gibt ihn dahin und leidet den Tod des Sohnes im Schmerz der Liebe.“
Theologie des Kreuzes Von Jürgen Moltmann 1. Die Theologie des Kreuzes (theologia crucis) ist die Kurzformel des wahren Glaubens, die … Mehr
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte: „Ist im Deutschen von ‚falten‘ bzw. von ‚Faltigkeit‘ die Rede, wird ein flächiges, homogenes Kontinuum visuell gebrochen, wie uns das bei einer aufgelegten Tischdecke vor Augen geführt wird. Die anschauliche Rede von einer ‚Dreifaltigkeit‘ legt die Vorstellung nahe, dass der eine Gott sich uns in den drei ‚Faltweisen‘ von ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ zeigt. ‚Faltungen‘ sind modal, haben keine eigene Subsistenz und können sich nicht in Beziehung zueinander setzen.“
Warum in der Kirche nicht von einer „Dreifaltigkeit“ Gottes die Rede sein sollte Jedes Mal zucke ich zusammen, wenn ich … Mehr
Peter Dabrock, Nachruf auf Hans Günter Ulrich: „Hans Günter Ulrich wollte immer wissen, wie andere denken. Auch und gerade die Jüngeren. Er wollte nicht nur selbst sagen, was Sache ist. Er wollte verstehen, was in anderen vorgeht, welche Fragen sie bewegen, wo ihre Denkwege verlaufen, wo es hakt, wo etwas drängt. Und weil er das wirklich wollte, konnte er zuhören wie nur wenige. Nicht taktisch. Nicht gönnerhaft. Nicht als pädagogische Geste. Sondern mit echter Aufmerksamkeit, nicht resonant, sondern responsiv.“
Nachruf auf Hans Günter Ulrich Von Peter Dabrock Liebe Karin,liebe Frau Ulrich,liebe Frau Ulrich-Riedhammer,liebe Familie Ulrich, liebe Trauergemeinde, es war … Mehr
Stanley Hauerwas und William H. Willimon über den Heiligen Geist (2015): „Der Heilige Geist ist mehr als eine persönliche Erfahrung; der Heilige Geist ist, wer Gott ist und was Gott als Dreieiniger tut – ob wir es fühlen oder nicht. Weil der Heilige Geist zutiefst gemeinschaftlich, beziehungsorientiert und leibhaftig ist, gibt es die Kirche. Alles, was wir über den Heiligen Geist sagen, muss sich am Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu messen lassen und damit übereinstimmen. Der Heilige Geist ist das Geschenk, durch das wir selbst in einer Welt im Krieg in Frieden leben können, durch das Feinde zu Freunden werden und durch das wir selbst in einer Kultur der Lügen die Wahrheit sagen können.“
Über den Heiligen Geist Von Stanley Hauerwas und William H. Willimon Christen sind nichts ohne den Heiligen Geist. Der historische … Mehr