Dietrich Bonhoeffer, Predigt über Matthäus 8,23-27 (1933): „Die Bibel, das Evangelium, Christus, die Kirche, der Glaube – sie alle sind ja das eine große Kriegsgeschrei gegen die Furcht im Leben der Menschen. Die Furcht – das ist irgendwie der Urfeind selbst. Die Furcht sitzt dem Men­schen im Herzen. Sie höhlt ihn innerlich aus, bis er plötzlich widerstandslos und machtlos zusammenbricht. Sie zerfrisst und zernagt heimlich alle Fäden, die den Menschen mit Gott und den anderen verbinden, und wenn der Mensch in seiner Not sich an sie klammern will, dann zerreißen sie und hilflos und verzweifelt sinkt der Mensch unter dem Gelächter der Hölle in sich selbst zurück. Und nun grinst ihn die Furcht unverhohlen an und sagt zu ihm: Jetzt sind wir beide allein, du und ich, nun zeige ich dir erst mein wahres Gesicht.“

Am 15. Januar 1933 hatte der junge Dietrich Bonhoeffer in der Berliner Dreifaltigkeitskirche eine Predigt gehalten, die für unsere gegenwärtige … Mehr

Eberhard Jüngels Predigt über Hiob 7,17-21: „Gott hat ein Herz: für jeden, der ihm die Wahr­heit sagt – mag sie auch noch so gotteslästerlich sein. Wofür er kein Herz hat, das sind jene frommen Sprüche, mit denen man ihn bedienen und sich salvieren zu können meint, und die sich doch sofort in fromme Lügen verwandeln, wenn sie ihre Wahrheit erweisen müssen. Bloß keine frommen Sprüche, liebe Gemeinde! Gott hasst sie.“

Predigt über Hiob 7, 17-21 Von Eberhard Jüngel Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und dem … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Matthäus 18,21-35 (1958): „Er ist offenbar in seiner großen Stunde kein Königskind geworden, sondern ein Knecht ge­blieben. Das ist das Schreckliche. Er hat nicht begriffen, dass er einbezogen wurde in die Gottesherrschaft Jesu Christi, unter das königliche Recht der Gnade. Dorthin, wo niemand mehr fragt: Wie oft, wievielmal kann man eigentlich seinem Mitbruder vergeben? Dieser Mann ist trotz allem ein Knecht geblieben, in der ganzen Niedrigkeit eines Knechtes, der nun, kaum dass er selbst frei ist, sich aufmacht, um seinerseits Herr zu spielen.“

Predigt über Matthäus 18,21-35 (Der Schalksknecht) Von Hans Joachim Iwand Die Geschichte, die wir eben gehört haben, hat eine doppelte … Mehr

Martin Luther, Predigt über Matthäus 7,1-5: Richtet nicht, aus dass ihr nicht gerichtet werdet (1530/32): „Es gilt nicht, wenn du selbst ohne Gottes Wort und Befehl richten und urteilen willst und wenn du’s auch hernach Gottes Ehre und Gerechtigkeit heißest, sondern es ist und bleibt ein teuflischer Zusatz, der sich nur mit diesem Deckel schmückt und schön macht. Denn hier hörst du: Gott will es nicht haben, dass wir uns unterstehen, selbst Richter zu sein, es sei in der Lehre oder im Leben.“

„Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Predigt über Matthäus 7,1-5 Von Martin Luther Math. 7,1-5: Richtet nicht, auf … Mehr