William H. Willimon über Apostelgeschichte 4,32–37: „Die Kirche kümmert sich um die Ihren und schafft so in ihrem gemeinsamen Leben eine Art Vignette, ein Paradigma der Welt, wie Gott sie für alle vorgesehen hat. Die Macht, die am Ostermorgen die Fesseln des Todes brach, an Pfingsten die Sprachbarrieren sprengte und einen Lahmen stärkte, löst nun den eisernen Griff des Privateigentums.“

Kommentar zu Apostelgeschichte 4,32–37 – Die Herausforderung des Besitzes Von William H. Willimon Es überrascht uns nicht, wenn Lukas berichtet, … Mehr

Hermann Diem, Predigt zu Römer 11,33-36 (1946): „Wir sind damals nach jenem Gottesdienst auf den berühmten alten Prager Judenfriedhof gegangen. Auf engem Raum zusammen­gedrängt liegen dort die Toten aus Jahrhunderten neben- und über­einander. Grabstein steht an Grabstein. Keine Blume wächst dazwi­schen, um den düsteren Ernst des Todes zu mildem, und im Schat­ten der Holunderbäume, die aus den Gräbern gewachsen sind, kann nicht einmal ein Grashalm gedeihen.“

Predigt zu Römer 11,(32)33-36 (Trinitatis) Von Hermann Diem Liebe Gemeinde! Gestehen wir es uns ruhig ein, daß wir alle ziemlich … Mehr

N. T. Wright über das Pfingstgeschehen nach Apostelgeschichte 2,1-21: „Es gibt gut belegte Fälle, sowohl in der Neuzeit als auch im Altertum, von Menschen, die plötzlich ‚in Zungen redeten‘, auf Eingebung des Geistes, in bestimmten Situationen, in denen sie keine Ahnung hatten, dass jemand aus einer bestimmten Sprache und Kultur anwesend war, und in der Tat, ohne selbst ein einziges Wort dieser Sprache im gewöhnlichen Sinne zu können – und dann entdeckten, dass jemand Anwesendes sie verstehen konnte. Ich habe Leute getroffen, denen das passiert ist, und ich habe keinen Grund zu glauben, dass sie sich selbst oder mich getäuscht haben. Ich habe dafür keine andere Erklärung, als dass Gott tun kann, was immer Gott tun will, und dass es nicht an uns ist, den Wegen Grenzen zu setzen, auf denen Gott sich erreichen kann und tatsächlich erreicht, sei es, wenn das Evangelium bei jemandem oder einer Gruppe eine Wirkung erzielen muss, die sonst besonders schwer zu erreichen ist, oder wenn jemand in besonderer Not oder Bedrängnis anwesend ist. Oder was auch immer.“

Über Apostelgeschichte 2,1-21 Von N. T. Wright APOSTELGESCHICHTE 2,1-4 – Hier kommt die Kraft 1 Als der Tag des Pfingstfestes … Mehr

Girolamo Savonarola, Auslegung des Psalms 51 – Miserere (1498) mit Martin Luthers Vorwort: „Gib mir zurück, was du mir um meiner Sünden willen entzogst, gib mir zurück, was ich aus meiner Schuld verlor, gib mir alles zurück um der Verdienste jenes willen, der immer zu deiner Rechten steht und für mich bittet, auf dass ich durch ihn inne werde, du seiest mir wieder gut.“

Auslegung des Psalms 51 – Miserere Von Girolamo Savonarola Savonarola genoß in seinem Kerker, nachdem die peinlichen Verhöre durch den … Mehr

Adrian Schenker, „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Zum Oster-Psalm 118: „So erweist sich Psalm 118 als ein ungewöhnlich bedeutungsvolles Lied der Heiligen Schrift, zuerst in seinem biblischen Kontext als Dank- und Bekenntnislied im Psalter, dann als jüdischer Pessach-Psalm, der die Rettung des Volkes aus der ägyptischen Unterdrückung dankend bekennt, und schließlich als prophetisches Wort über den getöteten und auferstandenen Christus Jesus in den Feiern der christlichen Kirche.“

„Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Zum Oster-Psalm 118 Von Adrian Schenker O.P. 1. Jüdische und christliche … Mehr

Terence E. Fretheim zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund): „Eine beziehungsförmige Erkenntnis des HERRN und eine einseitige, bedingungslose göttliche Vergebung sind das Herz und die Seele dieses Neuen Bundes; sie ermöglichen ein fortwährendes Leben in Beziehung mit Gott und bieten dessen fortwährende Grundlage. Israels Vergangenheit wird wahrhaft vergangen sein, wird nie mehr über dem Volk hängen; nie mehr werden sie sich fragen müssen, ob Gott sich wieder an ihre Sünden erinnern werde. In der Formulierung ‚vom Kleinsten bis zum Größten‘ ist eine Demokratisierung des Volkes im Blick. Niemand wird einen besonderen Zugang zur Erkenntnis Gottes oder zur Vergebung der Sünden haben.“

Kommentar zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund) Von Terence E. Fretheim Dies ist ein klassischer Text. Er wird in mehreren … Mehr

Walter Brueggemann zu Jeremia 31,31-34: „All das Neue ist möglich, weil JHWH vergeben hat. Tatsächlich hängt der Neuanfang im und nach dem Exil von der Bereitschaft JHWHs ab, aus einem System von Belohnungen und Strafen auszubrechen, denn die Missachtung Israels und Judas hätte durch Strafe nie gesühnt werden können. Gott hat den Teufelskreis von Sünde und Strafe durchbrochen; dieser durchbrochene Kreis erlaubt es Israel, an einem anderen Ort mit neuer Möglichkeit neu zu beginnen. Dies ist eine ungewöhnliche Aussage, völlig jüdisch, völlig gnadenerfüllt; von ihr hängt das ganze wiederhergestellte Judentum aus dem Exil ab. Der jüdische Glaube ist tief in der Vergebung verwurzelt.“

Kommentar zu Jeremia 31,31-34 Von Walter Brueggemann Dieses Verheißungswort ist die bekannteste und am meisten vertraute aller Verheißungen Jeremias. Es … Mehr

Schalom Ben Chorin, Kritik des Esther-Buches. Eine theologische Streitschrift (1938): „Aber zurück zum Amtsantritt Mardochais. Was tut er? Verzeiht er grossmütig seinen Feinden und amnestiert begangene Gewalttaten? Nichts dergleichen. Mardochai macht Revolution mit Erlaubnis der Obrigkeit. Das ist die peinlichste Art von Terror, die man sich denken kann: Terror ohne Risiko. Ein Pogrom, der von der Regierung ge­deckt wird, ist um nichts besser, wenn er von Juden begangen wird. Das haben uns die Antisemiten des öfteren schon vorgeworfen. Und wir haben nichts anderes tun können als lendenlahm einzuwenden, dass die Sache verjährt sei. Sie ist leider nicht verjährt. Sie wäre verjährt, tausendmal schon, begingen wir nicht jedes Jahr wieder Purim und identifizierten uns damit mit den jüdischen Pogrom-Helden von damals.“

Kritik des Esther-Buches. Eine theologische Streitschrift (1938) Von Schalom Ben Chorin I Ich schlage vor, das Purim-Fest vom jüdischen Kalender … Mehr

Friedrich Christoph Oetinger, Über das Leben. Zur Theologie der Elektrizität (1776): „Es gibt also ein doppeltes Leben im Menschen: das empfindende und das verständige. Jenes ist elektrisch; dieses ist weit über die Elektrizität erhaben. Die Grenzen kann man jedoch nicht bestimmen. Das verständige Leben ist in den Wiedergeborenen mit dem Geist Jesu vereinbar. So viel kann man aus elektrischen Proben und aus den Worten Gottes über die Seele schließen.“

Über das Leben (Zoe) Von Friedrich Christoph Oetinger Jakobus sagt, das Leben sei ein Atmis – ein zarter Hauch, ein … Mehr