As if Hellmut Traub had written about the Antichrist in the Bible for today: Antichrist in the Bible (1954) By … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Karl Barth, Vom Nutzen der Historie. Zu Römer 4,17b-25 (Der Römerbrief, 1922): „Wir haben letztlich gar nicht die Möglichkeit, eine andere Art von Historie als die der Genesis, eine bloß analytische Historie zu treiben und besser wäre es, daran von vornherein zu denken. Wir sind nun einmal in das Selbstgespräch des Gleichzeitigen in Vergangenheit und Gegenwart verwickelt. Die Genesis sagt uns nun einmal von Abraham das, was uns angeht, auch wenn unser Bewußtsein davon sehr schwach ist und was wir werden hören müssen, auch wenn unsere Betrachtungsweise einer solchen Gestalt eine sehr andere ist als die der Genesis. Denn ‚wir glauben an den, der den Herrn Jesus von den Toten erweckte‘. Wir stehen schon in der Problematik, die uns die Genesis als die Problematik des Lebens Abrahams zeigt: auf der Grenze zwischen Tod und Leben, zwischen dem tiefen Gefallensein des Menschen, das die Verneinung Gottes bedeutet, und der Gerechtigkeit Gottes, die die Verneinung des Menschen bedeutet. Wir stehen mit dem Abraham der Genesis, der noch viel ‚unhistorischer‘ ist als die Analytiker sich träumen lassen, vor der Unmöglichkeit der Erkenntnis, vor der Unmöglichkeit der Auferstehung, vor der Unmöglichkeit der in Gott begründeten und von Gott zu erwartenden Einheit von Diesseits und Jenseits.“
Vom Nutzen der Historie. Zu Römer 4,17b-25 (Der Römerbrief, 1922) Von Karl Barth V 17b Abraham ist unser aller Vater … Mehr
Siegfried Kettling über die Auferstehung der Toten: „Auferstehung sagen, heißt den Horizont unserer Welt grundsätzlich überschreiten ins »Eschaton« (»Letzte«) hinein. Hier kann man nicht gegenständlich beschreiben, sondern nur das uns Verheißene hinweisend »bedeuten«. Das geschieht im Neuen Testament in der Sprache des Gleichnisses: Die griechischen Wörter nehmen den allmorgendlichen Vorgang des »Aufweckens« bzw. »Aufstehens« als Bild. Unsere deutschen Wörter »Auf-er-weckung« und »Auf-er-stehung« sind schon theologische Fachsprache. Dabei ist grundlegend das Wort, das Gott die Aktivität beilegt: Wir können nur »auferstehen«, weil Gott »auferweckt«.“
Auferstehung der Toten Von Siegfried Kettling 1. Zur Sprache Auferstehung sagen, heißt den Horizont unserer Welt grundsätzlich überschreiten ins »Eschaton« … Mehr
Eberhard Jüngel, Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 (1999): „Freiheit aber – das ist nach einer treffenden philosophischen Definition das Vermögen, etwas anzufangen. Die christliche Freiheit ist im eminenten Sinne das uns von Gott geschenkte Vermögen, mit uns und mit der Welt und mit Gott etwas anzufangen: etwas Neues, etwas Besseres als das hoffnungslos Veraltete. Christen sind Anfänger im ursprünglichsten Sinne des Wortes, nämlich Anfänger zum Besseren.“
Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 Von Prof. Dr. Eberhard Jüngel D.D., Tübingen Liebe Kirchentagsgemeinde! Lassen Sie uns diesen Tag beginnen mit … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, „Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni 1944: „Das war die Antwort Gottes auf die Welt, die Christus ans Kreuz schlug: Segen. Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat sie eine Zukunft. Segnen, das heißt die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt.“
„Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni … Mehr
Dietrich Bonhoeffer über die Bibel in einem Brief vom 8. April 1936 an seinen Schwager Rüdiger Schleicher: „Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und etwas demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen. Die Bibel kann man nicht einfach lesen wie andere Bücher. Man muss bereit sein, sie wirklich zu fragen. Nur so erschließt sie sich. Nur wenn wir letzte Antwort von ihr erwarten, gibt sie sich uns.“
Über die Bibel Von Dietrich Bonhoeffer Wir haben ja schon manches Mal in Fehde miteinander gelegen, und es ist bis … Mehr
Simon Musaeus, Nützlicher Bericht und heilsamer Rat aus Gottes Wort wider den Melancholischen Teufel (1569): „Niemand glaubt es, außer derjenige, der es selbst erfahren hat – wie schwer es ist, sich gegen die Melancholie zu wehren, besonders wenn man sie bereits tief in sich wurzeln ließ. Wohin wir auch gehen oder stehen, sie schleicht uns nach, klebt an uns wie Pech und mischt sich sogar mitten in unsere Tätigkeiten ein. Kurz gesagt, sie will sich wie eine verkommene Teufelsbraut an uns klammern. Sie zieht uns von den Menschen weg, in die Einsamkeit, sodass wir uns verkriechen, finster dreinblicken, den Kopf in die Hände stützen, die Hände ringen und Tag und Nacht seufzen – als ob Himmel und Erde nichts als lauter Teufel, Fallen und Messer wären, die auf uns zielen, und nirgendwo Trost, Heil oder Rettung zu finden sei.“
Aufschlussreich ist es, wie sich der Theologe Simon Musaeus (1521-1576) als Betroffener mit der Depression/Melancholie in seinem Trakat Nützlicher Bericht/ … Mehr
Ernst Fuchs, Freiheit im Neuen Testament (1958): „Dann wollen wir genau das, was Gott von Jesus her tut. So geht es dieser Freiheit nur noch um das, was zwischen Gott und dem Menschen heilsam in der Welt geschieht. Jesus wird selbst ihr Vorbild. Denn sie ist ja Freiheit zum Glauben, dass Gott vollendet, was er in Jesus angefangen hat; dass er die Geschichte der Sünde, des Todes und des Gesetzes in der Geschichte des Heils, des Lebens, der Liebe an uns zu Ende bringt. Aus dieser Freiheit zum Glauben erwächst dann von selbst die Freiheit von den Werken zu den Werken.“
Freiheit im Neuen Testament Von Ernst Fuchs 1. Voraussetzungen Im griech. Sprachgebiet ist Freiheit als Heil des Menschen gedacht worden, … Mehr
Karel A. Deurloo, Die sogenannte ‚Amsterdamer Schule‘: „Ein Exeget ist immer gezwungen, Informationen anderswo, außerhalb des Textes, zu suchen; aber wenn er zum Text zurückkehrt, wird er die gesammelten Informationen der Kritik des gegebenen Textes unterziehen. Der Text selbst muss die Entrées liefern, denn er kann nicht durch äußere Mittel zum Sprechen gezwungen werden. Der Interpret, der in das Geheimnis der Worte auf andere Weise eindringen will als durch die Form, in der sich eine Perikope innerhalb einer gegebenen größeren Komposition anbietet, muss damit rechnen, ausgeschlossen zu werden.“
Die sogenannte ‚Amsterdamer Schule‘ Von Karel A. Deurloo „Nichts kann recht verstanden werden, wenn wir nicht die Worte, Bilder, Gedanken, … Mehr