Mensch im Alten Testament Von Alfons Deissler 1. Die Hauptbezeichnungen für den Menschen sind ’adam und ’enosch. Öfter tritt auch … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Lesslie Newbigin, Die Bibel. Gottes Geschichte und unsere (1990): „Das ist die wahre Weltgeschichte – nicht im trivialen Sinn, dass wir die faktische Genauigkeit jeder Aussage in der Bibel bestätigen, sondern im ernsthaften Sinn, dass sie uns sagt, worum es wirklich in der menschlichen Geschichte geht. Als Christen betrachten wir die Bibel nicht von außen. Wir leben in ihr. Es ist unsere Geschichte. Indem wir in ihr leben, lernen wir, mit der Geschichte, an der wir teilhaben, zurechtzukommen – weil wir ihren Sinn erkannt haben.“
Die Bibel: Gottes Geschichte und unsere (1990) Von J.E. Lesslie Newbigin Um zu erklären, wer ein Mensch ist, muss man … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Matthäus 5,20-26 (1955): „Jesus sieht uns – die Kirchenmänner und Theologen – in unserer Frömmigkeit und Lehrgerechtigkeit, befleckt mit dem Blute dieser an ihrem Gewissen Verletzten. Wer so diesen Text liest, der kann wirklich nur noch erschrecken, denn ‚da ist keiner, der das Rechte täte, auch nicht einer‘ (Röm. 3,12). Wir leben miteinander, aber wir leben nicht wahrhaft miteinander. Der Mensch ist des Menschen größter Feind geworden. Darum reicht aus diesem innersten Bezirk der neuen Gottesgerechtigkeit der Bogen hinein in die aktuelle Problematik. Wer Jesu Worte wirklich vernimmt, kann am ‚kalten‘ Kriege nicht mehr teilnehmen, sondern er muss teilnehmen mit heißem Herzen und allem Tun, das dem Schutz des Lebens, der Freiheit der Bildung und der offenen Türe zum Evangelium von Gottes freier Gnade dienlich ist.“
Predigtmeditation zu Matthäus 5,20-26 (1955)[1] Von Hans Joachim Iwand Hier haben wir wahrscheinlich das eigentliche Thema der ursprünglichen Bergpredigt.Johannes Weiß … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Zur biblischen Hermeneutik (1958): „Die ganze Prunkparade der Weltanschauungen und das Gebäude der Ideologien sind durch die Tat Gottes relativiert; der Appell der Liebe geht über alle, auch die christliche, Zuschauerweisheit hinweg unmittelbar zum Herzen, auch zu dem der Widerstrebenden. Was man wohl einmal in Verblendung von der modernen Welt gesagt hat, daß sie Gott gegenüber nichts liefere als den «Tatbeweis der Indifferenz», kann kein Ernst sein und zu keinem Resultat führen.“
Zur biblischen Hermeneutik Von Kornelis Heiko Miskotte Vorbemerkung Die vier Vorträge über «Biblische Hermeneutik» wurden im Oktober und November 1957 … Mehr
Helmut Gollwitzer, Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag (1969): „Hier geschieht wirklich Konfrontation, Begegnung, auch Zusammenstoß, dem der Zusammenstoß im Herzen und Kopf des Redners vorhergegangen war. Aber die Fronten bleiben nicht starr, sie ringen miteinander; das Ringen ist echt, atemlos wird der Hörer dessen Zeuge, bleibt aber nicht nur Zuschauer, sondern hört den Redner als seinen Vertreter, ist selbst zusammen mit dem Redner der Schauplatz dieses Ringens. Und dann geschieht immer wieder, wie in der Morgenfrühe am Jabbok nach Jakobs Kampf, der Sieg der Freude, das Aufatmen, das große Hineinstaunen in die Ewigkeit, in die Wirklichkeit des Gottes, von dem die biblischen Worte sprechen, als eine Wirklichkeit des Lichtes, trotz ihrer Rätselhaftigkeit, über ihre Rätselhaftigkeit hinaus. Es wird nichts erspart, nichts geschenkt, nichts verharmlost; intellektuelle Anstrengung wird gefordert, emotionale Erregung nicht gescheut.“
Kornelis Heiko Miskotte zum 75. Geburtstag[1] Von Helmut Gollwitzer Kleine Völker können eine große Sendung für die anderen haben. An … Mehr
Hans Werner Hoffmann, Alttestamentliche Predigttexte zu weiteren Festen und Gedenktagen philologisch erschlossen: „(1) Hört, ihr Inseln/Gestade, auf mich, und merkt auf, ihr Nationen in der Ferne! JHWH hat mich von Mutterleib an berufen, hat vom Leib/Schoß« meiner Mutter« an meinen Namen genannt/kundgetan. (2) [Und] er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, im Schatten seiner Hand hat er mich versteckt, und er hat mich zu einem scharfen Pfeil gemacht, in seinem Köcher hat er mich verborgen. (3) [Und] er hat zu mir gesagt: Mein Knecht bist du, Israel, an dir / durch dich werde/will ich mich verherrlichen. (4) Ich aber dachte: Umsonst habe ich mich bemüht, für nichts und vergeblich habe ich meine Kraft aufgebraucht/vertan. Doch das Urteil über mich ist/liegt bei JHWH und mein Lohn bei meinem Gott.“
Mein Hebräischlehrer Prof. Dr. Hans Werner Hoffmann hat nun mit dem Band „Alttestamentliche Predigttexte zu weiteren Festen und Gedenktagen philologisch … Mehr
Walter Brueggemann, Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10: „Die Verse 1-6 sind die Klage, die das Unheil schildert. Die geschilderte Situation ist eine schwere Dürre, die das Land vertrocknen lässt und die Schöpfung dahinschwinden lässt. Die Krise ist für die Bauern am unmittelbarsten, denn die Tiere sind auf Gras angewiesen, das vertrocknet ist. Die Schwere der Dürre zeigt sich darin, dass sie nun nicht nur die Randgruppen der Gesellschaft betrifft, sondern sogar die Vornehmen, die immer die beste Wasserversorgung haben. Die Verwüstung durch die Dürre wird in einem klingenden Wiederholungsschema laut: „kein Wasser“ (V. 3), „kein Regen“ (V. 4), „kein Gras“ (V. 5), „kein Kraut“ (V. 6). Die Esel und Schakale, die an das Nahrungssuchen gewöhnten Tiere, sind in Not. Die Dürre bringt die sozialen Prozesse der Gemeinschaft zum Erliegen, denn nun haben Vornehme, Bauern, Kühe, Esel und Schakale alle etwas gemeinsam. Das Leben ist für sie alle bedroht.“
Kein Regen auf dem Land. Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Walter Brueggemann 1 Ein Wort des HERRN, das an Jeremia … Mehr
Rudolf Reinhardt, Fridolin Stier zum Gedenken (1981): „Vor diesen Gott, vor seinen Gott ist Fridolin Stier nun getreten. Das Sinaidunkel hat sich für ihn gelichtet. In Ehrfurcht und Dankbarkeit nehmen Universität und Fakultät Abschied von einem großen Lehrer der biblischen Theologie.“
Fridolin Stier zum Gedenken Geboren am 20. Januar 1902 in Karsee, gestorben am 2. März 1981 in Tübingen. Nachruf, gesprochen … Mehr
Helmut Tacke, »Verheißung« in den Predigtmeditationen Hans Joachim Iwands: „Die Verheißung bleibende Verheißung braucht das Wort, um sich der angefochtenen Gemeinde mitzuteilen. In einer anderen Gestalt als der des Wortes will die Verheißung dem Menschen nicht begegnen. Das verheißende Wort ist verglichen mit der breiten Skala religionspsychologisch erschlossener Erfahrungen ein relativ sprödes Instrument der Kommunikation. Aus dem Beziehungsfeld Wort-Glaube entspringen Unruhe, Vorfreude, Erwartung und Mut, aber keine Zustände religiöser Erhebungen oder Versenkungen, in denen der Mensch sich selbst zur Erbauung wird.“
»Verheißung« in den Predigtmeditationen Hans Joachim Iwands Von Helmut Tacke Einzusetzen ist am besten bei einem Abschnitt, der durch seine … Mehr