Walter Jens, Die Evangelisten als Schriftsteller: „Der Einklang trügt; Jesus kann, der Situ­ation entsprechend, agieren und reagieren, er hat Hunger und weint, er ist zornig und erschüttert, er stößt die Tische um und wird gepeitscht, er läßt sich verhören und wird geküßt, er ist müde, er zeigt Erbarmen, er sitzt am Rand eines Brunnens, er betet und schilt: aber er ist nicht habhaft zu machen. Die Ein­gemeindung gelingt nicht. Die Erzähler zeigen: Immer bleibt ein Rest; die Interaktion zwischen Jesus und seinem Gegen­über ist nicht total.“

Die Evangelisten als Schriftsteller Von Walter Jens Ich stelle mir vor, die Berichte der Evangelisten seien literari­sche Dokumente: von Männern … Mehr

Claus Westermann, Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments: „Die Gotteserfahrung Israels hat mit der Erfahrung einer Rettung eingesetzt; diese Erfahrung weitete sich ganz von selbst aus: dieser Gott hat alles in Händen. Weil der Retter der Schöpfer ist, der Schöpfer des eigenen Lebens und der Schöpfer Himmels und der Erden, kann alles mit ihm in Verbindung gebracht werden. Dazu bedarf es nicht des Glaubens; es kann gar nicht anders sein, als daß Gott mit allem zusammengehört, was geschieht, auch wenn es widersinnig, empörend ist.“

Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments Von Claus Westermann Im Buch Jesaja wird erzählt, wie der … Mehr

Jürgen Roloff, Exegese als Sprachhilfe zur einfachen Gottesrede (1994): „Wer predigt, sollte ein Gespür für jene Aussagen des biblischen Textes haben, von denen zu erwarten ist, daß sie bei den Predigthörern historische Zweifel und kritische Rückfragen provozieren. Diese Hörer sind nun einmal weitgehend bestimmt vom rationalistischen Denken der modernen Gesellschaft, der sie angehören.“

Exegese als Sprachhilfe zur einfachen Gottesrede Von Jürgen Roloff I. Die lange Zeit als selbstverständlich geltende Behauptung, der Weg von … Mehr

Johannes Hamel über Julius Schniewind: „Als wieder ein Anfall kam und er vor Schmerzen stöhnte und wimmerte, stieß er heraus: „Ich will doch zuletzt meinem Gott keine Schande machen.“ Und kurz vor seinem Tode sagte er mir, es war das letzte Gespräch: „Ich kann nicht mehr beten, der Schmerz ist zu groß. Aber ich klammere mich an den, der allezeit für mich betet.“ Und dann ließ er sich Psalmworte vorsprechen, in denen er so oft für einen anderen gebetet hatte.“

Julius Schniewind Von Johannes Hamel „Wenn Sie Exegese des Neuen Testaments lernen wollen, gehen Sie zu Schniewind nach Königberg“, sagte … Mehr

Karl Barths Auslegung zu Johannes 8,3-11 (Jesus und die Ehebrecherin) in seiner Kirchlichen Dogmatik: „Wohl aber durfte und sollte sie von jetzt an – und das ist es, was ihr dort zugerufen wird – als eine durch des gnädigen Gottes Gericht aufgerichtete und ausgerichtete Übertreterin leben: im Stande der Übertretung schon unter dem mächtigen Anstoß ihrer in Jesus vollzogenen Versetzung in den Stand «ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit», in der irreparablen Unordnung ihres Lebens schon orientiert an der Ordnung seines Reiches.“

Auslegung zu Johannes 8,3-11 (Jesus und die Ehebrecherin) Von Karl Barth Die Frau, von der in dem Text Joh. 8, … Mehr

Hans Ferdinand Fuhs, Schuld und Gerechtigkeit. Auslegung zu Ezechiel 18,1-32 (NEB): „Ezechiel ist davon überzeugt, daß das Ge­richt, das auf Grund der Schuld und des inneren Zusammenhanges von Schuld und Strafe kommen muß, noch abwendbar ist. Gott ermöglicht es, weil er, der Herr allen Lebens (4), nicht Tod und Gericht will, sondern Heil und Leben für seine Geschöpfe (23.31). Einzige Bedingung für eine solche Wende zum Leben ist: Um­kehr des Schuldigen.“

Schuld und Gerechtigkeit. Auslegung zu Ezechiel 18,1-32 Von Hans Ferdinand Fuhs In der Mitte seiner Gerichtsbotschaft steht eine erregte und … Mehr