Huub Oosterhuis über das Singen im Gottesdienst: „Singen heißt: sich in ein größeres Ganzes einfügen, mit anderen einstimmen und dabei Worte verwenden, die man allein niemals verwirklichen kann, an die man sich nur gemeinsam mit anderen heranwagt. In einer singenden Gemeinde fühlt man sich – trotz aller Zweifel – doch wie zu Hause.“

Über das Singen im Gottesdienst Von Huub Oosterhuis Jeder kann und soll mitsingen, jede Stimme ist gut genug. Singen wird … Mehr

Arthur Goldschmidt, Geschichte der evangelischen Gemeinde Theresienstadt 1942–1945: „Wir waren Deutsche, wir hatten ein Vaterland gehabt. Aber unser Vaterland hatte uns ausgestoßen, uns fried- und rechtlos, „vogelfrei“ gemacht. Das Vaterland war zum Feinde, zur „Ferne“ geworden. Wir lebten als Gefangene, zu Tausenden und Abertausenden zusammengepfercht. Unaufhörlich starrte uns das Ende an — sei es, daß man heute oder morgen in Not und Krankheit hinstarb, sei es, daß, heute oder morgen, das uns zum Feind gewordene Vaterland uns tötete.“

Das muss als Ganzes gelesen werden, Arthur Goldschmidts (1873-1947, Vater von Georges-Arthur Goldschmidt) Geschichte der evangelischen Gemeinde Theresienstadt 1942–1945, in … Mehr

Heinrich Vogel, Orthodoxie als Doxologie (1964): „Der um unsertwillen so tief Herabgestiegene, Er, der Menschgewordene, der für uns Gekreuzigte, Leidende und Begrabene, ist es doch, dem jene Doxologie der Höhe gilt. Er, der mit dem Vater wesenseine Sohn ist es, in dem sich Gott selbst unserer so er­barmte.“

Orthodoxie als Doxologie[1] Von Heinrich Vogel, Berlin Wer es in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts inmit­ten des neoprotestantischen Wissenschaftsbetriebes der … Mehr

Eduard Thurneysen, Predigt über Psalm 65: „Gott, man lobet dich! Das ist das Wunder des Gottesdienstes. Mitten in all dem Murren und Klagen geht der Mund auf, der Gott lobt, der Gott Recht gibt, der zu Gott ruft. Unser Gottesdienst ist wahrhaftig ein Wun­der. Denn er ist nicht nur eine Tat oder Veranstaltung des Men­schen. Sondern es ist Gott selber, immer neu Gott selber und allein, der sich ein Lob erweckt aus Menschenmund auf Erden.“

Das Wunder des Gottesdienstes. Predigt über Psalm 65 Von Eduard Thurneysen Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, … Mehr

Karl Rahner, Das kleine Lied (1959): „Das neue kleine Lied müßte einem einfallen, wenn man wohlgelaunt und dankbar in die Ferien fährt (wem fällt dabei heute dann ein, vor sich hinzusummen: «Alles meinem Gott zu Ehren»? Nein, so singen wir es nicht mehr, ob­wohl wir – hoffentlich – das Gleiche meinen). In solches Lied hinein müßte die Schwermut des Herzens wie von selbst sich lösend aus-singen können (aber wer singt dafür heute beim Geschirrwaschen: «O Haupt voll Blut und Wunden»?).“

Das kleine Lied Von Karl Rahner Viele Leute hören heutzutage viel Musik. Denn man kann sie heute aus dem Empfangsgerät … Mehr

Karl Rahner, Die Messe und das Fernsehen (1953): „Wird einmal der Fernsehapparat zu dem normalen Mobiliar des Durchschnittsmenschen ge­hören und wird er dann gewohnt sein, allem und jedem zuzu­sehen, was eine wahllos neugierige Kamera zwischen Himmel und Erde erspäht, dann wird es für den Spießbürger des 21. Jahrhunderts eine unerhört aufregende Sache sein, dass es noch Dinge gibt, die man nicht im Lehnstuhl sitzend und eine Sem­mel kauend anschauen kann.“

Soll man Messen im Fernsehen übertragen? Darüber wurde in der katholischen Kirche 1953 intensiv diskutiert. Karl Rahner hatte sich damals … Mehr

Paul Schempp, Die Profanität des Kultus. Aus Anlass zweier neuer Bücher (1958): „Den sich mehrenden kultischen und liturgischen Anforderungen an die Gemeinden und den gottesdienstlichen Gleichschaltungsverfügungen sollte man doch mit Ernst entgegentreten, damit wir nicht aus dem Willen zu einer deutschen oder lutherischen oder ökumenischen Einheitsfront des Protestantismus in ein säkular-klerikales Theater geraten.“

Die Profanität des Kultus. Aus Anlaß zweier neuer Bücher Von Paul Schempp Wenn ein theologisches Buch erstaunliche Belesenheit, mit größter … Mehr