Christus, bist du wirklich auch in mir? Christus, bist du wirklich auch in mir?Wirst du alles können überdauern,wenn ich einmal … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Christine Lavant, Jesus Christus, ich bete und bete: „Deshalb, Herr Christus, ist mein Gebet / vielleicht ein Köder, der gar nicht dich meint, / obwohl ich an deine Herrlichkeit glaube, / obwohl ich täglich schöner dich schaue / mit meinen unwürdigen Augen.“
Jesus Christus, ich bete und bete Jesus Christus, ich bete und bete,aber ich weiß, daß du abwarten mußtdie Zeit meiner … Mehr
Werner Sylten, Gebet in Dachau (1942): „Mein Gott, auch in des Lebens / dunkler Weglosigkeit / lass uns doch nicht vergebens / Not und Verlassenheit / im Schauen auf Dich verwinden. / Reiß uns aus Angst und Pein / und lass am Kreuz Dich finden, / Dich unser Heiland sein.“
Werner Sylten wurde am 27. Februar 1941 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Trotz Krankheit und Folter meldete er sich … Mehr
Christine Lavant, Und manchmal hört man Gott vorübergehn: „Und manchmal hört man Gott vorübergehn! / Sein Gang ist schwer, so wie ein Abendlied, / und es kann sein, dass er den Garten sieht. / Dann bleibt er ab und zu ein wenig stehn, / wählt aus der Trauer irgendeine Art.
Und manchmal hört man Gott vorübergehn! Um viele Einsamkeiten reicherverlässt uns jede neue Nacht;der Engel, der uns matt bewacht,ist jeden … Mehr
Jan Zahradníček, Gruß (POZDRAV): „Zwischen uns ausgebreitet die Julinacht, / und auf dem Grund der Nacht die Bäume im Wind. / Zweig um Zweig verkünden sich die Worte, / die Heimat ihren Kindern in den Schlaf flüstert.“
Gruß (POZDRAV) Ich sandte dir einen Gruß durch den Mond,als er durchs Fenster auf mich blickte, durch das Gitter.Zwischen uns … Mehr
Kurt Ihlenfeld, Dichter der Kirche. Zu Jochen Kleppers Liedersammlung ,,Kyrie“: „Am Vortage des Todes noch einmal der Griff zum Psalter: ‚Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.‘ Seine eigenen Lieder hatten ihn verlassen. Nicht aber das Kyrie, das ‚Kyrie eleison‘ der Liturgie. Es war sein letzter Gedanke, sein letztes Wort, sein letztes Gebet: ‚Über uns steht in den letzten Stunden das Bild des Segnenden Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet unser Leben.‘ In diesen zwei Sätzen bezeugte sich – im Augenblick tödlichen Verstummens – die volle Übereinstimmung des Dichters mit seinem Gedicht: er hat es nicht widerrufen.“
Dichter der Kirche. Zu Jochen Kleppers Liedersammlung ,,Kyrie“ Von Kurt Ihlenfeld „Daß ich ihn leidend lobe, das ist’s, was er … Mehr
Rudolf Bultmann, Formen menschlicher Gemeinschaft: „Für den christlichen Glauben steht es fest, dass der Mensch sein Selbst nur von Gott empfangen kann, und dass er es nur dann empfängt, wenn seine Entweltlichung, und das heißt zuletzt: seine Selbsthingabe, eine radikale ist. Es steht ihm fest, dass derjenige, der sein Leben – und das heißt: sein Selbst – erhalten will, es verlieren wird, und nur der, der es preisgibt, es erhalten wird. Aber es steht ihm ebenso fest, dass diese radikale Preisgabe des Selbst dem Menschen gar nicht eher möglich ist, ehe ihm die göttliche Liebe selber schenkend begegnet, ehe sie sich ihm offenbart. Denn nichts anderes ist die Offenbarung Gottes als die dem Menschen begegnende Liebe, die ihn, ihn von sich selbst erlösend, zu sich selbst befreit. Nichts anderes als das in Jesus Christus gesprochene Wort Gottes, das den Menschen anredet und ihn, indem es ihn gegenüber Gott zum Du macht, zum Selbst werden lässt.“
Formen menschlicher Gemeinschaft Von Rudolf Bultmann Das Interesse, das die folgende Besinnung leitet, ist nicht das soziologische, sondern das anthropologische, … Mehr
Linda Pastan, Die fünf Stufen der Trauer (The Five Stages of Grief): „Ich kämpfe mich weiter, / winke und rufe. / Unter mir breitet mein ganzes Leben / seine Brandung aus, / alle Landschaften, die ich je gekannt / oder erträumt habe. Unten / springt ein Fisch: der Puls / an deinem Hals. / Akzeptanz. Endlich / erreiche ich sie. / Doch etwas stimmt nicht. / Trauer ist eine Wendeltreppe. / Ich habe dich verloren.“
Die fünf Stufen der Trauer (The Five Stages of Grief) In der Nacht, als ich dich verlor,wies jemand mich hinauf … Mehr
Charles Baudelaire über die moderne Öffentlichkeit und die Fotografie (Le public moderne et la photographie, 1859): „Da die fotografische Industrie die Zuflucht aller verfehlten Maler war, die zu wenig begabt oder zu faul waren, um ihre Studien zu vollenden, trug diese allgemeine Verrücktheit nicht nur den Charakter der Blindheit und Dummheit, sondern hatte auch die Farbe einer Rache. Dass eine so dumme Verschwörung, bei der man, wie bei allen anderen, die Bösen und die Getäuschten findet, auf eine absolute Weise gelingen könne, glaube ich nicht, oder wenigstens will ich es nicht glauben; aber ich bin überzeugt, dass die missbräuchlichen Fortschritte der Fotografie sehr dazu beigetragen haben, wie übrigens alle rein materiellen Fortschritte, zur Verarmung des französischen Kunstgenies, das schon so selten ist.“
Die moderne Öffentlichkeit und die Fotografie (Le public moderne et la photographie, 1859) Von Charles Baudelaire Mein lieber Morel, wenn … Mehr