Liturgie als Wortspiel: „Der Gottesdienst selbst hat keinen Werkcharakter. Seine Wirklichkeit will nichts außer sich selbst bewirken und ist daher nur spielerisch zu erlangen. Kirche als liturgische Spielgemeinschaft enthält eine Absage an subjektive Sinnentwürfe wie auch an einen weltanschaulichen Universalanspruch des Christentums. Stattdessen wird die Partikularität eines eigensinnigen Spiels mit all den damit verbundenen Begrenzungen betont. Regeltreue und Können sind unabdingbar, andern­falls steht das heilige Spiel vor dem Aus. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“

Liturgie als Wortspiel „Alles nur ein Spiel.“ Wer so redet, fügt in Gedanken hinzu: Was da vor sich geht, also … Mehr

„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ (Nikola Sarić, 2015): „Die Mörder starren sich in ihrer Untat an. Hoffnungslos todesstarr zeigen sie sich. Ganz anders die Köpfe der Todgeweihten – sie schauen in den Himmel auf, geben ihr Leben damit nicht verloren, scheinen in ihrer Todesstunde eine lebendige Aussicht finden. Was im Bild aufblicken lässt ist Christus von einer rötlich abgestuften Mandorla mit Kreuz im Hintergrund umgeben. Seine Hände ruhen auf den Schultern. Er lässt die Todgeweihten nicht los – gleichsam in einer Tischgemeinschaft mit ihnen verbunden. So schaut uns der eine, der 21. an: ‚Seht her, wir gehen nicht verloren. In den Armen des gekreuzigten und auferstandenen Christus sind wir mit unserem Leben erlöst.'“

„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ Was für ein Bild: Da werden 21 Männer … Mehr