Rudolf Bultmann, Formen menschlicher Gemeinschaft: „Für den christlichen Glauben steht es fest, dass der Mensch sein Selbst nur von Gott empfangen kann, und dass er es nur dann empfängt, wenn seine Entweltlichung, und das heißt zuletzt: seine Selbsthingabe, eine radikale ist. Es steht ihm fest, dass derjenige, der sein Leben – und das heißt: sein Selbst – erhalten will, es verlieren wird, und nur der, der es preisgibt, es erhalten wird. Aber es steht ihm ebenso fest, dass diese radikale Preisgabe des Selbst dem Menschen gar nicht eher möglich ist, ehe ihm die göttliche Liebe selber schenkend begegnet, ehe sie sich ihm offenbart. Denn nichts anderes ist die Offenbarung Gottes als die dem Menschen begegnende Liebe, die ihn, ihn von sich selbst erlösend, zu sich selbst befreit. Nichts anderes als das in Jesus Christus gesprochene Wort Gottes, das den Menschen anredet und ihn, indem es ihn gegenüber Gott zum Du macht, zum Selbst werden lässt.“

Formen menschlicher Gemeinschaft Von Rudolf Bultmann Das Interesse, das die folgende Besinnung leitet, ist nicht das soziologische, sondern das anthropologische, … Mehr

Von Pfarrern und „ihrer“ Gemeinde: „Spreche ich als Pfarrer possessiv von ‚meiner‘ Gemeinde, über die ich das Sagen habe, eigne ich mir das unter Jesus Christus gemeinsam Geteilte eigenmächtig an. Mit gutem Grund ist in der ursprünglichen Luther-Bibel von der ‚Gemeine‘ und nicht von einer untergliedrigen Organisationseinheit ‚Kirchengemeinde‘ die Rede. Mit der ‚Gemeine‘ ist – im Sinne Martin Luthers – eben das Gemeinsame bzw. Gemeinschaftliche, an dem alle Mitglieder qua Priester­tum aller Gläubigen partizipieren, hervorgehoben. Egal ob als Pfarrerin oder als ‚Laie‘ Christinnen und Christen sind zuallererst Mitglieder der örtlichen ‚Gemeine‘ Jesu Christi.“

Von Pfarrern und „ihrer“ Gemeinde „Meine Gemeinde“ heißt es aus dem Mund von Christinnen und Christen. Damit wird die eigene … Mehr

Trinitätsgebet für das Zusammenleben: „Himmlischer Vater, Du unser Gott, auf Gemeinschaft hin hast Du uns geschaffen, Einzelgänger sollen wir nicht sein. Jesus Christus, Du unser Heiland, tritt in unser Leben ein, verbinde uns neu in Deiner Erlösung. Heiliger Geist, Du unser Tröster, öffne unsere Herzen füreinander, leite unsere Lippen, dass wir gemeinsam beten und Dich mit dem Vater und dem Sohn loben und preisen. Amen.“

Trinitätsgebet für das Zusammenleben Himmlischer Vater,Du unser Gott,auf Gemeinschaft hin hast Du uns geschaffen,Einzelgänger sollen wir nicht sein. Jesus Christus,Du … Mehr

Ich glaube an das „Wir“ des Glaubens – Warum unser Glaube das gemeinsame Feuer braucht: „Ich glaube, dass mein Glaube an Jesus Christus in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen durch sein Wort neu entzündet und getragen wird. Ich glaube, dass dieser Glaube auch für andere Menschen ansprechend und gewinnend ist. Ich glaube, dass das gemeinsame Feuer des Glaubens, das Evangelium von Jesus Christus, nicht erlöschen wird.“

Ich glaube an das „Wir“ des Glaubens – Warum unser Glaube das gemeinsame Feuer braucht Jeder hat seinen eigenen Glauben … Mehr