Eberhard Jüngel, Die unsichtbare Kirche. Kreuz, Staat und Gesellschaft (1995): „Lassen wir die Kirche im Dorfe! Schämen wir uns der evangelischen Wahrheit des Kreuzes nicht, die nun einmal, gerade weil sie den Nichtglaubenden kein X für ein U vormacht, den Juden ein gotteslästerlicher Skandal und den Heiden eine den gesunden Menschenverstand auf den Kopf stellende Torheit ist (1. Korinther 1, 23).“

Eberhard Jüngels Kommentar zum sogenannten Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 ist noch immer lesenswert, auch wenn dabei die … Mehr

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Warum das Kreuz Christi nicht für die „Grundwerte der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“ stehen kann: „Jesu Selbstentäußerung und Selbsthingabe für Sünder und Gottverlorene, wie sie sich in seinem Kreuz zeigen, können nicht Maßstab staatlichen Handelns sein, wo eine äußere Rechtsordnung notfalls mit Zwangsmittel aufrechterhalten werden muss und die eigenökonomischen Interessen der Bevölkerung wohlfahrtsstaatlich zu koordinieren sind. Wo mit dem Kreuz Christi etwas vorgezeigt werden soll, z.B. die Legitimation staatlichen bzw. herrschaftlichen Handelns oder eine ‚christliche‘ Gesellschaftsordnung, kann dies zur Entstellung des Evangeliums führen, wie sich dies in der Geschichte wiederholt aufzeigen lässt.“

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Warum das Kreuz Christi nicht für die „Grundwerte der Rechts- und Gesellschaftsordnung in … Mehr