Martin Luther, Predigt über das Testament Christi (Sermo de testamento Christi, 1520): „Wenn ein Erblasser seinem Erben sagen würde: ‚Warum verlangst du das Erbe, das du nicht verdient hast?‘, würde der Erbe nicht antworten: ‚Was macht das schon? Selbst wenn ich es nicht verdient habe, steht es mir dennoch zu – allein weil dieser gute Mann es mir aus seiner Freigebigkeit vermacht hat?‘ Würde man ihm das Erbe verweigern? So müssen auch wir unser Erbe antreten – nicht weil wir es verdient haben, sondern weil Christus es uns aus reiner Güte hinterlassen hat, selbst denen, die es nicht verdient haben. Diese Wohltat und diese Großzügigkeit Christi zurückzuweisen, ist nicht erlaubt. Wer die ihm freigiebig gewährte Gabe nicht annimmt, handelt ungerecht gegenüber Christus.“

Predigt über das Testament Christi (Sermo de testamento Christi, 1520) Von Martin Luther D. Martinus verbrachte dieses Osterfest fast vollständig … Mehr

Eberhard Jüngel, Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 (1999): „Freiheit aber – das ist nach einer treffenden philosophischen Definition das Vermögen, etwas anzufangen. Die christliche Freiheit ist im eminenten Sinne das uns von Gott geschenkte Vermögen, mit uns und mit der Welt und mit Gott etwas anzufangen: etwas Neues, etwas Besseres als das hoffnungslos Veraltete. Christen sind Anfänger im ursprünglichsten Sinne des Wortes, nämlich Anfänger zum Besseren.“

Bibelarbeit zu 1.Korinther 11,17-34 Von Prof. Dr. Eberhard Jüngel D.D., Tübingen Liebe Kirchentagsgemeinde! Lassen Sie uns diesen Tag beginnen mit … Mehr

Johannes Rehm über das Abendmahl: „In der Frage der Zulassung zu Abendmahl bzw. Eucharistie treten konfessionelle Unter­schiede zutage. Die römisch-katholische Kirche erlaubt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl nicht. Wird dieses Mahl christologisch als Herrenmahl verstanden, dann dürfen Diener der Kirche getaufte Christen nicht ausschließen. Dies entspricht evangelischer Haltung. In der katholischen Kirche ist die Eucharistie an das Priesteramt gebunden, was zu einer konfessionell exklusiven Mahlpraxis führen kann. Grundsätzlich vertrauen alle Kirchen die Feier des Abendmahls besonders beauftragten Personen an.“

Abendmahl Von Johannes Rehm 1. Begriff Abendmahl, Herrenmahl, Eucharistie – dies sind die gängigen unterschiedlichen Begriffe für dieselbe gottesdienstliche Mahlfeier … Mehr

Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist der Eucharistie: „Weil Jesus sich an seinem Tisch als Diener und Herr zugleich hingibt, sind in seinem Reich für alle, die an seinem Leben und Sterben Anteil haben, Würdesitze vorgesehen. Das Essen am gemeinsamen Tisch in Jesu Namen, bei denen die Teilnehmer auf Stühlen sitzen, wird zur Vorwegnahme der eschatologischen Heilsgemeinschaft.“

Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist des Abendmahls Jesu Das Abendmahl Jesu stellen wir uns gewöhnlich als Tischmahlzeit vor. … Mehr

Richard Lischer, Altar oder Tisch (1982): „Der Tisch, von dem wir Brot und Wein empfangen, ist nur möglich, weil es einst – für alle Völker – einen Altar gab, auf dem Gottes Sohn geopfert wurde. Frühe Christen, denen vorgeworfen wurde, keinen Opferort zu haben, antworteten: ‚Wir haben einen Altar‘ (Hebr. 13,10) – und meinten damit das gesamte Selbstopfer Christi. John Mason Neales Übersetzung eines alten eucharistischen Hymnus stellt die Verbindung zwischen Altar und Tisch vielleicht deutlicher dar, als moderne Christen es ertragen können: ‚Des Lammes hohes Mahl wir sehn, / In schneeweißen Königsgewändern stehn; / Das Rote Meer durchschritten gar, / Singen wir Christus, unserm König, hurra. / Auf des Kreuzes Altar / Erlöst sein Leib, was verloren war; / Und koste ich seines roten Bluts, / Mein Leben in Gott ist meines Mutes.'“

Altar oder Tisch Von Richard Lischer Er war das Wort, das es sprach,Er nahm das Brot und brach es;Und was … Mehr