Karl Barths Vortrag „Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie“ von 1922 ist ein theologischer Klassiker – expressive Sprache und … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Jan Assmann, Monotheismus und die Sprache der Gewalt (2005): „Die Sprache der Gewalt entstammt dem politischen Druck, aus dem der Monotheismus gerade befreien will.“
Jan Assmanns „Mosaische Unterscheidung“ als Grundlogik des Monotheismus bestimmt nun seit 20 Jahren die Diskussion um das Gewaltpotential von Religionen. … Mehr
Von verschiedenen Glaubensweisen unter Christen: „Der naive Glaube nimmt wörtlich, was göttlich ausgesprochen worden ist, hinterfragt nicht, sucht keinen höheren Sinn, sondern findet sich kindlich in einem göttlichen Vertrauensverhältnis wieder und bittet ‚wie die lieben Kinder ihren lieben Vater‘ (Martin Luther, Kleiner Katechismus).“
Von verschiedenen Glaubensweisen unter Christen Wir reden gemeinhin vom christlichen Glauben. Aber was ist damit gemeint? Wenn es um Glaubensinhalte … Mehr
Karl Barth über die CDU im Brief an Gustav Heinemann vom Februar 1946: „Was ist das im Sinne des Namens und Anspruchs dieser Partei ‚Christliche‘? Hatte das einstige Zentrum nicht auch seinen starken konservativen Flügel, ist also von daher für das ‚Demokratische‘ der neuen Partei irgendeine Garantie geboten? Und was hat der protestantische Eheteil in dieser Sache beizusteuern, wo man auch unter den besten BK-Theologen die meisten schon vor dem Wort ‚Demokratie‘ noch immer scheuen sieht wie die Kuh vor dem neuen Scheunentor? Was ergibt sich endlich daraus, daß diese Partei nun immerhin den äußersten rechten Flügel in der ganzen Konstellation bildet? Wer wird da ganz zwangsläufig Anschluß suchen und finden? Und was wird sich da unter Mißbrauch des ‚christlich‘ und unter Verhöhnung des ‚demokratisch‘ aufs neue breit zu machen wissen?“
Karl Barth über die CDU im Brief an Gustav Heinemann vom Februar 1946 Kann man christliche Politik machen, noch dazu … Mehr
Hannah Arendt über Paul Tillich: „Er war im Grunde dumm, ohne jedes Urteilsvermögen, aber gerade dies hing auf kuriose Weise mit einer echten ,Christlichkeit‘ zusammen“
Das ist das abschließende Urteil Hannah Arendts über Paul Tillich in einem Brief an Karl Jasper vom 23. Oktober 1965, … Mehr
George Lindbeck, Heilige Schrift, Konsens und Gemeinschaft (1988): „Inwiefern kann die Bibel heutzutage gewinnbringend als ein kanonisch und narrativ einheitliches, auf sich selbst bezogenes und sich selbst auslegendes Ganzes aufgenommen werden?“
Die Frage nach einem biblisch geprägten Glaubenssinn (sensus fidelium) innerhalb der Kirche in der Gegenwart ist seinerzeit George A. Lindbeck … Mehr
Gustav Heinemann, Wider ein ,undogmatisches‘ Christentum (Brief an Wilhelm Röpke vom Heiligabend 1935): „Ich muss Dir sagen, dass ,undogmatisches‘ Christentum eine Selbsttäuschung ist. Entweder wird Christus geglaubt als der für uns Menschen gestorbene und auferstandene Sohn Gottes oder er wird es nicht. Entweder wird die Heilige Schrift angesehen als Bericht über die von Gott den Menschen gegebene Offenbarung seines Willens oder sie wird es nicht. Wer und wo immer an diesen Kernstücken etwas abstreift, um sich die Dinge ,undogmatischer‘ = menschlicher, d. h. weniger ärgerlich und unverbindlicher zu machen, sollte sich nicht Christ nennen. Denn das ist nun einmal der grundlegende Unterschied zwischen Christentum und sonstigen Religionen, daß das Christ-sein eine völlige Unterwerfung unter etwas bedeutet, was wir nicht gemacht, gedacht oder erfunden haben, sondern was uns gegeben ist.“
Wider ein ,undogmatisches‘ Christentum (1935) Von Gustav Heinemann Als Wilhelm Röpke in einem Brief an seinen Studienfreund Gustav W. Heinemann … Mehr
James Fowler, Stufen des Selbst und des Glaubens: „Das Fesselnde an Menschen des universalisierenden Glaubens und des in Gott gegründeten Selbst ist, dass sie – im stillen oder auch öffentlich – so leben, als ob das Reich Gottes bereits unter uns Wirklichkeit wäre.“
Das ist eine Verführung – Stufen des Glaubens. James W. Fowler hatte sie mit seinem Buch Stages of Faith 1981 … Mehr
Diether Koch über Gustav W. Heinemann: „Heinemanns Tätigkeit in der Bekennenden Kirche wuchs Mitte der 30er Jahre an Umfang. Als Mitglied des Bruderrats der Bekennenden Kirche der Rheinprovinz beriet er die Bekennende Kirche und einzelne Mitglieder in Rechtsfragen. 1937 übernahm er die Leitung des Christlichen Vereins Junger Männer in Essen und bewahrte den Verein vor drohender Auflösung. Ein geheimer kirchlicher Nachrichtendienst wurde im Keller des Hauses Heinemann vervielfältigt. Vom geheimen Prozess gegen Martin Niemöller übermittelte Heinemann heimlich Nachrichten durch seinen Studienfreund Ernst Lemmer in die ausländische Presse und half damit der Weltöffentlichkeit zur Wachsamkeit. Seiner kirchlichen Tätigkeit räumte er neben seiner beruflichen gleichen Rang ein. Als ihm 1936 angeboten wurde, Vorstandsmitglied im Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat zu werden, machte er zur Bedingung, seine kirchliche Tätigkeit weiterführen zu dürfen; daraufhin zog der Aufsichtsrat sein Angebot zurück.“
Gustav W. Heinemann Von Diether Koch I. Von vielen anderen Gestalten der deutschen Kirchengeschichte unterscheidet sich Gustav Heinemann in zweierlei … Mehr