Ein wunderschön geschriebener Text über die Freiheit stammt von Johann Baptist Metz aus dem Jahr 1963. Im Gleichnis vom Unkraut … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Liturgie als Wortspiel: „Der Gottesdienst selbst hat keinen Werkcharakter. Seine Wirklichkeit will nichts außer sich selbst bewirken und ist daher nur spielerisch zu erlangen. Kirche als liturgische Spielgemeinschaft enthält eine Absage an subjektive Sinnentwürfe wie auch an einen weltanschaulichen Universalanspruch des Christentums. Stattdessen wird die Partikularität eines eigensinnigen Spiels mit all den damit verbundenen Begrenzungen betont. Regeltreue und Können sind unabdingbar, andernfalls steht das heilige Spiel vor dem Aus. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“
Liturgie als Wortspiel „Alles nur ein Spiel.“ Wer so redet, fügt in Gedanken hinzu: Was da vor sich geht, also … Mehr
„Höhe ihn dort zur Darhöhung auf einem Berge, den ich dir zusprechen werde“ – Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes
Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes Einer der schwierigsten biblischen Texte ist ohne Zweifel die … Mehr
„Der Gottessohn hängt nicht symbolisch am Kreuz“ – Warum Kruzifixe in deutschen Gerichtssälen unangebracht sind
In der aktuellen Ausgabe von Christ in der Gegenwart (CiG) ist von mir der Artikel „Das Kreuz – nachösterlich“ erschienen. … Mehr
Helmut Gollwitzer, Predigt über Psalm 98,1 (Sonntag Kantate, 1988): „Fangt neu an zu singen! Wie ihr auch dransein mögt, fangt neu an zu singen, lasst euch mitnehmen ins Singen, ins Gotteslob, ins Lob dieses Gottes – trotz allem, was ihr gegen ihn auf dem Herzen habt, trotz aller Klagen und Beschwerden gegen ihn –, macht mit bei den Lobgesängen! Ihr werdet sehen, wie wohl das euch tut, wie das euren geschlagenen, verstummten Herzen hilft, wie auch ihr allmählich wieder mit hineingezogen werdet ins Singen, ins Danken, ins Loben.“
Helmut Gollwitzer (1908-1993) hatte 1988 am Sonntag Kantate in Berlin-Dahlem folgende Predigt zu Psalm 98,1 gehalten, die persönliche Frömmigkeit mit … Mehr
Hans Joachim Iwand, Über das Wesen und die Wurzel des Bösen (1960): „Meinen Sie vielleicht, die Deutschen hätten den Nationalsozialismus deswegen gemacht, weil sie so schlecht waren? Sie haben ihn doch deswegen gemacht, weil sie gut waren! Ach, alles, was mich dazu trieb, war ach so gut, war ach so lieb. Meine Studenten sind doch nicht darum damals so begeistert gewesen für diese Dinge, weil sie die Judenmorde wollten oder weil sie die Verbrechen wollten, die dann begangen sind, sondern weil sie meinten, hier sei ein Licht, hier sei Hoffnung; sonst wäre es ja so leicht, einfach den Menschen zu sagen, tue das doch nicht! Wer tut denn eine böse Tat um des Bösen willen?“
Im Januar 1960 hielt Iwand auf dem Kongress der Vereinigung der Studierenden an den theologischen Fakultäten (VSTF) in Leiden einen … Mehr
Alfons Deisslers Auslegung von Micha 6,8: „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH an dir sucht: nichts anderes als Gerechtigkeit üben, Güte und Treue (ḥesed) lieben und in Dienmut wandern mit deinem Gott.“
Alfons Deissler war katholischen Alttestamentler, der die Grundbotschaft des Alten Testaments für die kirchliche Verkündigung geltend machte. So legt er … Mehr
Helmut Gollwitzer über den rechten Osterzweifel (Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas, 1941): „Ein Osterzweifel muss in das Herz kommen, ein fröhlicher und respektloser Zweifel gegenüber der Herrschaft des Todes auf Erden, gegenüber der Hoffnungslosigkeit unseres Lebens, der Unabänderlichkeit des Weltlaufes, der Unbekanntheit und Ferne Gottes, den harten Gesetzen des Vergehens, der Sinnlosigkeit des Leides, der Überlegenheit der Macht über das Recht, der Unterworfenheit der Wahrheit unter die Lüge.“
In seinem Buch „Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas“ (Theologische Existenz heute 77, München: Evangelischer Verlag Albert … Mehr
Karl Barth, Was ist Ostern? (1926): „Es kann nur noch ein Wunder geschehen, nein, nicht ein Wunder, das Wunder Gottes, Gottes unbegreifliches, rettendes Eingreifen und Erbarmen, die umfassende, aus dem Tode zum Leben führende Erneuerung von ihm her, Gottes Schöpferruf, Gottes Lebenswort – und das heißt eben: Auferstehung! Auferstehung von den Toten! Auferstehung, nicht Fortschritt, nicht Entwicklung, nicht Aufklärung, sondern, was das Wort sagt, ein Ruf vom Himmel her: Steh auf, du bist tot, aber ich will dir Leben geben.“
Den folgenden Text „Was ist Ostern“ hat Karl Barth 1926 verfasst: Was ist Ostern? Was ist Ostern? Auferstehung, antwortet uns … Mehr