Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“

Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat … Mehr

„Und Gott befahl im Traum …“ Wenn Träume nicht nur Schäume sind: „Wir mögen auf Ermutigung für eigene Lebenspläne aus sein – Gott auf meiner Seite, der mir zusagt, dass ich es schaffen werde. Gerne reden wir von Lebensträumen, aber deren Verwirk­lichung kann unser Leben nicht dauerhaft erfüllen. Es gibt immer ein unerfülltes Danach. Wenn uns Gott im Traum etwas zu sagen hat, will er damit unser Leben zu ihm führen. So hat es einst Jakob in seinem Traum von der Himmelsleiter erfahren: ‚Hier ist die Haus Gottes und das Tor zum Himmel!'“

Wenn Träume nicht nur Schäume sind Jede Nacht ist bei uns Kopfkino angesagt. Die meisten Träume schaffen es nicht in … Mehr

Gebet für die eigenen Träume: „Dein Wort steht über unseren Nachtträumen, Dein Geist durchdringt unser Seelendunkel. Dir vertrauen wir unsere Traumbilder an. Zeige uns, was Du von uns willst, damit nicht eigenes Wunschdenken uns bestimmt. Zeige uns, wo Du uns haben willst, damit wir uns nicht in Lebensträumen verlieren.“

Gebet für die eigenen Träume Himmlischer Vater,Dein Wort steht über unseren Nachtträumen,Dein Geist durchdringt unser Seelendunkel.Dir vertrauen wir unsere Traumbilder … Mehr

Hans Urs von Balthasar wider liberalprotestantische Entmythologisierungsprogramme in ‚Komm, du Geist der Wissenschaft‘ (1964): „Welches sind die menschlichen Worte und Gebärden, die zu einer Sprache der Gottheit wer­den können? Es sind solche, die der Mensch kennt und versteht aus innerweltlichen Zusam­menhängen, die aber, von der Gottheit her geredet und getan, ihm die Dinge schenken, die er sich selbst nicht geben kann: Rettung und Erfolg in Not und Streit, Waschung als Reinigung einer Schuld, die weder der Mensch sich selbst noch ein anderer ihm endgültig vergeben kann, Weisheit als Erleuchtung des Geistes, Einsicht in die Rätsel des Daseins von Welt und Mensch, in das Warum von Geburt und Tod, und am Rande noch eine geheimnisvolle Gebär­de, die ihm zusichert, daß alles irdisch Vergebliche an einem letzten, dem Menschen unfind­baren Punkt doch nicht vergeblich war, dass im Tode selbst eine bergende, heilende Gnade, eine unsägliche Verheißung und Hoffnung liegt.“

Das war ein Aufreger Anfang der sechziger Jahre, John Robinsons Buch „Honest to God“. In der ZEIT hatte es dazu … Mehr