Wie ein gemeinsamer Glaube gegen Einsamkeit hilfreich sein kann

Wie ein einsamer Vogel auf dem Dach

So kann man sich Einsamkeit vorstellen, wenn es in Psalm 102 heißt: „Ich bin wie eine Eule in der Wüste, wie ein Käuzchen in zerstörten Städten. Ich wache und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.“ (VV 7-8). In unserer Gesellschaft scheint die Vereinsamung zuzunehmen. Der bekannte Psychiater Manfred Spitzer hat dazu jüngst ein Buch mit dem bezeichnenden Titel „Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit“ geschrieben. Erlebte Einsamkeit löst Stress aus, der nicht durch Mitteilung an andere abgebaut werden kann, und fördert Bluthochdruck. Einsame Menschen sind anfälliger für Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen, Demenz und Krebs.

In einer Gesellschaft, in der Individualismus und eigene Besonderheit als Lebensstil propagiert werden, immer mehr Menschen als Singles leben, die Trennungs- und Scheidungsraten bei Paaren steigen, die Familien kleiner und die Menschen immer älter werden, nimmt das Gefühl einsam zu sein stetig zu. Soziale Onlinemedien und Internet scheinen ein besseres soziales Leben mit mehr Kontakten zu versprechen, führen jedoch als unbegrenzter Medienkonsum immer öfter zu sozialer Isolation und Vereinzelung.

Wir Menschen sind von unseren Anlagen her soziale Wesen. Für unser Wohlbefinden brauchen wir die persönliche Aufmerksamkeit und die emotionale Zuwendung anderer in verlässlicher Weise. Aber wie können wir uns mit unserer Individualität und mit unseren je eigenen Interessen zusammenfinden? Was verbindet uns, wenn Gemeinschaftserlebnisse und gemeinsame Erfahrungen fehlen?

Für Christen gibt es dazu eine Zusage: „Ihr seid jetzt nämlich alle Kinder Gottes – weil ihr durch den Glauben mit Christus Jesus verbunden seid. Denn ihr alle, die ihr getauft worden seid und dadurch zu Christus gehört, habt Christus angezogen.“ (Galater 3,26f) In der einen Lebensgeschichte Jesu finden Christen zusammen, kommen sich seelisch nahe, zeigen ihre Lebenswunden, lassen sich liebevoll berühren, ermutigen sich gegenseitig, sind „fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“ (Römer 12,12). Wo Christen füreinander so beten, dass die anderen es hören können, kann durch den Geist Gottes daraus eine innige Gemeinschaft wachsen, die hoffen lässt.

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