Zum Schluss seiner Vorlesung „Theologie als Beruf“, die Hans Joachim Iwand im Sommersemester 1951 in Göttingen gehalten hat, kommt er … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Johann Baptist Metz, Verhüllte Freiheit. Meditationsgedanken zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30) von 1963: „Das Gewissen, in dem unsere Freiheit sich an sich selber weiß, hat so letztlich auch etwas Abweisendes an sich: es ist kein Wissen, in dem wir uns noch einmal mächtig und „reich“ über uns selbst erheben könnten, sondern ein unschuldiges Wissen, dessen Wahrheit sich uns nicht lichtet, wenn wir auf uns selber zurückblicken, sondern wenn wir uns in den Aufschwung der je neuen Tat hinein vergessen.“
Ein wunderschön geschriebener Text über die Freiheit stammt von Johann Baptist Metz aus dem Jahr 1963. Im Gleichnis vom Unkraut … Mehr
„Höhe ihn dort zur Darhöhung auf einem Berge, den ich dir zusprechen werde“ – Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes
Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes Einer der schwierigsten biblischen Texte ist ohne Zweifel die … Mehr
Helmut Gollwitzers Predigt über Psalm 98,1 zum Sonntag Kantate: „Fangt neu an zu singen, lasst euch mitnehmen ins Singen, ins Gotteslob.“
Helmut Gollwitzer (1908-1993) hatte 1988 am Sonntag Kantate in Berlin-Dahlem folgende Predigt zu Psalm 98,1 gehalten, die persönliche Frömmigkeit mit … Mehr
Alfons Deisslers Auslegung von Micha 6,8: „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH an dir sucht: nichts anderes als Gerechtigkeit üben, Güte und Treue (ḥesed) lieben und in Dienmut wandern mit deinem Gott.“
Alfons Deissler war katholischen Alttestamentler, der die Grundbotschaft des Alten Testaments für die kirchliche Verkündigung geltend machte. So legt er … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 (Osternacht, 1947): „In dieser tiefen Nacht, da hinter dem Kreuz die dunkle, böse, regungslose Tarantel aufleuchtet in allen ihren giftigen Farben, sitzt der Engel in seinem reinen Kleid, sitzt wie nach getanem Werke, und spricht zu denen, die ins Angesicht der Tarantel schauen mußten: Fürchtet euch nicht! Freuet euch! Es ist alles nicht wahr. Wahr ist, was allein wahr sein kann. Dass Jesus nicht hier unten ist. Wahr ist, dass sich die Welt mit dieser Tat übernommen hat. Wahr ist, dass die Geschichte mit Jesus Christus weitergeht, so wie sie begonnen hat, in Galiläa und von Galiäa aus. Wahr ist, dass es heißen wird: tamen vicisti, Galilaee!“
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 aus dem Jahr 1947 zeigt eine Expressivität, die sich über jegliche Textbesinnlichkeit hinwegsetzt: … Mehr
Helmut Gollwitzer über den rechten Osterzweifel (Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas, 1941): „Ein Osterzweifel muss in das Herz kommen, ein fröhlicher und respektloser Zweifel gegenüber der Herrschaft des Todes auf Erden, gegenüber der Hoffnungslosigkeit unseres Lebens, der Unabänderlichkeit des Weltlaufes, der Unbekanntheit und Ferne Gottes, den harten Gesetzen des Vergehens, der Sinnlosigkeit des Leides, der Überlegenheit der Macht über das Recht, der Unterworfenheit der Wahrheit unter die Lüge.“
In seinem Buch „Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas“ (Theologische Existenz heute 77, München: Evangelischer Verlag Albert … Mehr
Karl Barth, Was ist Ostern? (1926): „Es kann nur noch ein Wunder geschehen, nein, nicht ein Wunder, das Wunder Gottes, Gottes unbegreifliches, rettendes Eingreifen und Erbarmen, die umfassende, aus dem Tode zum Leben führende Erneuerung von ihm her, Gottes Schöpferruf, Gottes Lebenswort – und das heißt eben: Auferstehung! Auferstehung von den Toten! Auferstehung, nicht Fortschritt, nicht Entwicklung, nicht Aufklärung, sondern, was das Wort sagt, ein Ruf vom Himmel her: Steh auf, du bist tot, aber ich will dir Leben geben.“
Den folgenden Text „Was ist Ostern“ hat Karl Barth 1926 verfasst: Was ist Ostern? Was ist Ostern? Auferstehung, antwortet uns … Mehr
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ – Die Rothko Chapel als Versinnbildlichung von Psalm 139,5.7
In einer Fußnote im Schlusskapitel seiner theologischen Anthropologie „Das verborgene Leben“ bezieht Gerhard Sauter die Rothko Chapel in Houston, Texas … Mehr