Interessant ist, wie Søren Kierkegaard in Entweder-Oder im Hinblick auf eine Rechtfertigungslehre höherer Ordnung das Selbstverständnis als Sünder vor Gott … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Abraham Joshua Heschel, God in Search of Man: „The Bible is the perpetual motion of the spirit, an ocean of meaning, its waves beating against man’s abrupt and steep shortcomings, its echo reaching into the blind alleys of his wrestling with despair“
In his Book God in Search of Man. A Philosophy of Judaism (1955), Abraham Joshua Heschel (1907-1972) lauds the Bible … Mehr
Claus Westermanns Predigtmeditation über Hiob 14,1-6: „Dann kann man die Verse 1-6 in die Predigt aufnehmen als das, was sie sind: Worte eines Angefochtenen, der von der in sein Dasein hineinragenden Macht des Todes schwer getroffen und schwer angeschlagen ist. Man kann dann an diesen Worten Menschen unserer Zeit und unserer Welt deutlich machen, dass ein neutrales, vom Zuschauersitz aus gesprochenes Wort über die Vergänglichkeit des Menschen sehr erbaulich sein kann, aber angesichts der wirklichen Macht des Todes, wie sie hier in Hiobs Leben hineinwirkt, wertlos ist. Man kann zeigen, wie das hier vom Tod Gesagte wirklich ernst ist, und deshalb auch gefährlich und durchaus anfechtbar und rebellisch.“
Am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr ist nunmehr Hiob 14,1-6.13.15-17 die alttestamentliche Lesung. Claus Westermann hatte seinerzeit dazu eine Predigtmeditation geschrieben, … Mehr
Martin Niemöller, Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969: „Wenn dort auf dem Hügel vor den Toren der Stadt Jerusalem der Mann aus Nazareth, als sie ihn dort an den Galgen nagelten, seine Henker und Mörder so angebrüllt hätte: »Ihr Verbrecher, wartet nur! Es ist noch ein Gott im Himmel, der wird es euch schon zeigen!« Wir wissen, was dann passiert wäre: Es wäre gar nichts passiert. Ein anständiger Mensch mehr wäre unrechtmäßiger Weise am Galgen hingerichtet worden wie Tausende vor ihm und Tausende nach ihm. Sonst wäre nichts geschehen. Es gäbe keinen Sohn Gottes, keinen, in dem Gott selber uns begegnet in seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit; es gäbe keine Erlösung und keine Versöhnung und keine Vergebung und keine Gemeinde dieses Mannes von Nazareth und keine christliche Kirche. Seine Vergebung ist sein Gericht, und sein Gericht heißt Vergebung: »Vater, vergib ihnen!« Weil sein Gericht über seine Widersacher Vergebung heißt und weil er sich dazu bekennt, darum und nur darum sind wir hier, gibt es eine christliche Gemeinde, gibt es eine Christenheit, gibt es eine Frohe Botschaft, und da hören wir die wirkliche Bußpredigt, die christliche Bußpredigt.“
Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969 Von Martin Niemöller Verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und … Mehr
Das ausreichende Brot – Eine Geschichte von Joseph Wittig zu Erntedank: »Den allerschönsten Traum aber träumen einige Weizenähren. Sie träumen von einem goldenen Altar und einem weißgedeckten Altartisch, und viele Kerzen leuchten auf sie nieder. Da kommt ein wunderbares Wort über sie, das Jesus einmal gesagt hat und das nun durch die ganze Welt geht und sich immer wieder einmal über ein Weizenbrot breitet. Und das heißt: ›Nehmet hin und esset alle davon, denn dies ist mein Leib!‹ Und wahrhaftig, jetzt sind sie nicht mehr Weizenbrot, jetzt sind sie Jesus selber!«
Das ausreichende Brot Von Joseph Wittig Es liegt eine Krone im tiefen Rhein, aber im Strom der Zeit und im … Mehr
Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit. Über die evangelische Parrhesia: „Die Parrhesia im Sinne Foucaults ist gesellschaftlich verantwortete Wahrrede, die sich dikatorischer Verstummung, ideologischer Bevormundung, narzisstischer Selbstgerechtigkeit, populistischer Verdummung, suprematischer Hassrede wie auch fatalistischer Untergangsbeschwörung widersetzt. Und doch lässt sich fragen, welches Vertrauen die martyrische Wahrrede trägt. Wenn Parrhesia im Neuen Testament mit ‚Freimut‘ bzw. ‚Zuversicht‘ wiedergegeben wird, hat dies eine eschatologische Ausrichtung. Das freimütige Reden gründet sich in der eschatologischen Christusgemeinschaft, zu der Johannes einlädt: ‚Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart wird, freimütig reden (schṓmen parrhesían) und nicht zuschanden werden vor ihm, wenn er kommt.'“
Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit. Über die evangelische Parrhesia „Es gilt ein frei Geständnis / in … Mehr
Martin Luther: „Der Katechismus ist der Laien Bibel, darin der ganze Inhalt christlicher Lehre, die einem jeden Christen zur Seligkeit zu wissen nötig ist, enthalten ist.“
Über den Katechismus Von Martin Luther Der Katechismus ist der Laien Bibel, darin der ganze Inhalt christlicher Lehre, die einem … Mehr
Über die intratextuelle Einlegung in die Heilige Schrift: „Wer sich vom göttlichen Erzählgeschehen der Heiligen Schrift vereinnahmen lässt, von dem was der Gott an Israel und in seinem Sohn Jesus Christus zu unserem Heil getan hat, dem öffnet sich der Himmel, dem sagt sich der Geist der Wahrheit zu, der liest seinen eigenen Namen im göttlichen Buch des Lebens, das mit dem Blut des Lammes signiert ist. Wie hoffnungslos hingegen ist eine biblische Textauslegung, bei der der Mensch in seinem Selbstverständnis sich selbst überlassen bleibt.“
Intratextuelle Einlegung in die Heilige Schrift Die Schlüsselszene im Neuen Testament in Sachen Bibelverständnis findet sich in der Apostelgeschichte im … Mehr
Hans G. Ulrich über die Freiheit im evangelischen Verständnis: „Freiheit gründet nicht im Menschen selbst, sondern verdankt sich immer neu der im Glauben geschenkten Befreiung von den Gesetzen der Selbstbehauptung und der Selbstbefangenheit.“
Wie im evangelischen Verständnis von Freiheit die Rede sein kann, hat Hans G. Ulrich in seinem „Freiheit“-Artikel für das Evangelische … Mehr