Dietrich Bonhoeffer, Entwurf zu einem Rundbrief zum 1. Advent 1942: „Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift Geist, Seele und Leib, und wo diese Freude einen Menschen gefasst hat, dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt sie verschlossene Türen. Es gibt eine Freude, die von Schmerz, Not und Angst des Herzens garnichts weiß; sie hat keinen Bestand, sie kann nur für Augenblicke betäuben. Die Freude Gottes ist durch die Armut der Krippe und die Not des Kreuzes gegangen; darum ist sie unüberwindlich, unwiderleglich. Sie leugnet nicht die Not, wo sie da ist, aber sie findet mitten in, gerade in ihr, Gott; sie bestreitet nicht die ernste Sünde, aber sie findet gerade so die Vergebung; sie sieht dem Tod ins Auge, aber sie findet gerade in ihm das Leben.“

Entwurf eines Rundbriefs zum 1. Advent 1942 Von Dietrich Bonhoeffer Lieber Bruder …! Am Beginn eines Briefes, der Euch in … Mehr

Erik Peterson, Die Kirche (1929): „Wahre Kirche ist nur da, wo beides sich findet: die Legitimität, in Rechtsnachfolge »der Zwölfe«, die sich unmittelbar vom Herrn herleitet, und ein Glaube, der, wie bei »den zwölf Aposteln«, genötigt ist, auf Grund des Heili­gen Geistes selbständige Ent­scheidungen zu treffen. Keines dieser bei­den Merkmale darf fehlen, weder die rechtliche Legitimität noch die pneumatische Freiheit. Erst die Verbindung dieser beiden Kennzei­chen macht nämlich die Kirche zur apostolischen Kirche und somit zur Kirche überhaupt. Ich bin daher der Meinung, dass eine Kirche ohne apostolisches Kirchenrecht und ohne die Fähigkeit, dogmatische Ent­scheidungen zu fällen, überhaupt als Kirche nicht angesprochen werden kann.“

Die Kirche Von Erik Peterson Bevor Erik Peterson im Dezember 1930 im Petersdom in die römisch-katholische Kirche in Rom aufgenommen … Mehr