George A. Lindbeck, Die geschichtengeprägte Kirche (The Story-Shaped Church). Kritische Exegese und theologische Auslegung: „Was für die Bibel Prädikate sind, wird in diesen modernen Ansätzen zu Subjektbegriffen, wie wir es in unserer früheren Exegese gesehen haben. Die Referenz dieser Begriffe ist nicht ein Akteur oder eine Gemeinschaft von Akteuren, deren Identität durch realistische Erzählungen wiedergegeben wird, und sie muss daher auf eine andere Weise beschrieben werden als durch das Erzählen ihrer Geschichte. Das ist es, was in unserer Zeit in fast allen großen theologischen Richtungen, ob katholisch oder protestantisch, geschehen ist.“

Die geschichtengeprägte Kirche (The Story-Shaped Church). Kritische Exegese und theologische Auslegung[1] Von George A. Lindbeck Für viele Leser von Hans … Mehr

Über die intratextuelle Einlegung in die Heilige Schrift: „Wer sich vom göttlichen Erzählgeschehen der Heiligen Schrift vereinnahmen lässt, von dem was der Gott an Israel und in seinem Sohn Jesus Christus zu unserem Heil getan hat, dem öff­net sich der Himmel, dem sagt sich der Geist der Wahrheit zu, der liest seinen eigenen Namen im göttlichen Buch des Lebens, das mit dem Blut des Lammes signiert ist. Wie hoffnungslos hingegen ist eine biblische Textauslegung, bei der der Mensch in seinem Selbstverständnis sich selbst überlassen bleibt.“

Intratextuelle Einlegung in die Heilige Schrift Die Schlüsselszene im Neuen Testament in Sachen Bibelverständnis findet sich in der Apos­tel­geschichte im … Mehr

Joseph Wittig, Das Buch der radikalen Wirklichkeit (1939): „Die Bibel ist das Buch von den Urgründen unseres Daseins in Ewigkeit und Einzeltag und darf nur als solches und muss als solches herausgegeben, umhegt und geschützt werden. Das Buch von den Urgründen, von dem, was wir nicht mehr sehen, nicht mehr erfahren, in dem wir aber doch wurzeln, aus dem es sich allein lohnt zu leben. In der Bibel spricht Gott zu den Men­schen. Wenn Gott nicht zu uns spricht, so ist unser Leben sinn­los. Aber in unserer Wirk­lichkeit spricht Gott nicht zu uns; in unserer Wirklichkeit sendet er uns keine Boten. Unsere Wirk­lichkeit hat ein Gesicht, als ob überhaupt kein Gott da sei. Wenn wir diese Wirklichkeit nicht durchdringen und eine andere, wahrere Wirklichkeit sehen können, dann sind wir wahr­haftig ein trostlos armseliges Geschlecht. Wenigstens manchmal muss der Nebel unserer Wirk­lichkeit zerreißen und das Himmelsblau dahinter sichtbar werden. Das Himmelsblau dahinter ist die ewige, unendliche Bibel, die sich uns in die Hände legt als ein abgeschlossenes Buch. Himmelsblau über uns wird uns oft ge­zeigt und gepredigt; wir heben unsere Augen und Hän­de em­por. Aber wir brauchen Himmelsblau unter uns und rings um uns, damit wir unsere wandernden Füße darauf setzen, damit wir darin handeln und leben können.“

Als Kurt Ihlenfeld 1939 im Hinblick auf eine Revision der Luther-Bibel von 1912 den Band „Das Buch der Christenheit. Betrachtungen … Mehr

„Ich halte mich hörend hin“ – Intratextuelle „Einlegung“ in die Heilige Schrift nach Fridolin Stiers „Wort Gottes oder Heilige Schrift“: „Wenn ich das Buch öffne, betrete ich geheiligte Stätten. Sinai und Sion, der Berg, darauf der Herr geredet, der Hügel, auf dem er gelitten, die Felsenkammer, daraus er sich lebend erhoben, sie nähern sich mir. Ich erfahre wun­dersame Gegenwart des zeit- und räumlich Fernen … Wenn ich das Buch öffne, wandelt sich mir, durch all mein entfer­nendes Wissen hin, das Dort in ein wahres Da, das Damals in ein wirkliches Jetzt.“

Der westallgäuer Alttestamentler und Bibelübersetzer Fridolin Stier (1902-1981) ist mir seit meinem Lehrvikariat in Lindau mehr als nur ein Begriff. … Mehr