Peter Brown, Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel (The Ransom of the Soul, 2015): „In der Tat konnten die Gläubigen mit den Geldern, die sie durch Wohltätigkeit auf der Erde in den Himmel brachten, sogar ihre eigenen Villen bauen. Der Himmel war nicht nur ein Ort mit großen Schatzkammern, sondern auch mit erstklassigen Immobilien, an denen aufgrund der guten Taten, die auf der Erde mit gewöhnlichem, grobem Geld vollbracht wurden, ständig gebaut wurde.“

Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel Von Peter Brown Als die…

Martin Luthers Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545): „»Singet dem Herrn ein neues Lied. Singet dem Herrn, alle Welt.« Denn Gott hat unser Herz und Gemüt fröhlich gemacht durch seinen lieben Sohn, welchen er für uns hingegeben hat zur Erlö­sung von Sünden, Tod und Teufel. Wer dies mit Ernst glaubt, der kann’s nicht lassen: Er muss fröhlich und mit Lust davon singen und sagen, damit es andere auch hören und herzukommen.“

Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545) Von Martin Luther Der 96. Psalm spricht: »Singet dem Herrn ein neues…

Gerhard Sauter über Gerhard Sauter: „Von Martin Luther habe ich gelernt, daß Theologie weder erdacht noch handlungsmäßig hervorgebracht werden kann, son­dern erfahren werden will. Doch den Tod und seine Überwindung hat Jesus Christus allein erfahren, und indem wir in seine Geschichte ver­setzt werden, kommt Gottes richtendes und rettendes Urteil über die Wirklichkeit unseres Tuns und Lassens zum Zuge: das Urteil, welches als Verheißung über unserem Leben und Sterben steht.“

Gerhard Sauter über Gerhard Sauter In dem von Christian Henning und Karsten Lehmkühler herausgegebenen Band Systematische Theologie der Gegenwart in…

Martin Luther über die drei Stiftungen und Orden in Vom Abendmahl. Bekenntnis (1528): „Die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind diese drei: das Priesteramt, der Ehestand, die weltliche Obrigkeit. Dennoch ist kein solcher Orden ein Weg zur Seligkeit, sondern es bleibt der einzige Weg über diese alle (hinaus), nämlich der Glaube an Jesus Christus; denn es ist etwas ganz anderes: heilig und selig sein.“

Über die drei Stiftungen und Orden Von Martin Luther Aber die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind…

Paul-Henri Thiry d’Holbach, Gebet eines tugendhaften Atheisten: „Ich darf dich, also, nicht fürchten; ich darf des Schicksals wegen nicht unruhig seyn, das du mir zubereitest. Deine Gütigkeit konnte nicht zugeben, daß ich mir durch unvermeidliche Verirrungen Strafe zuzöge. Warum ließest du mich nicht lieber in dem Nichts, als daß du mich in die Klas­se vernünftiger Wesen riefest, damit ich die traurige Freyheit haben möchte, mich unglücklich zu machen?“

Gebet eines tugendhaften Atheisten Von Paul-Henri Thiry d’Holbach Wenn denn wirklich ein Gott seyn sollte; wenn dieser Gott ein verständiges,…

Claus Westermann, Arbeit und Kulturleistung in der Bibel (1980): „Im Werk der Priesterschrift weist der Tag des Ruhens Gottes auf die Gründung des Gottesdienstes voraus; der Rhythmus der Werktage und Feiertage weist darüber hinaus auf das Ganze des menschlichen Lebens, dessen Ziel nicht die Arbeitslei­stung, sondern etwas ihr Jenseitiges, in der Ruhe Gottes Angedeutetes ist. Mit dieser universalen Kon­zeption am Anfang der Bibel ist deutlich gemacht, dass die Arbeit für sie kein letzter Wert ist und daß es eine Verherrlichung der Arbeit als Sinn und Erfüllung des Lebens für sie nicht geben kann.“

Arbeit und Kulturleistung in der Bibel Von Claus Westermann Einleitend ist zunächst ein Wort zum Verhältnis des Alten und des…

Bernd Janowski, Sühne im Alten Testament und im Judentum (EKL): „Weil der Opfernde, der eine (unwissentliche) Verfehlung begangen hat, sich durch diesen Gestus mit dem Opfertier identifiziert, geht es in dessen Tod real-symbolisch um den Tod des Sünders. Das Proprium der kultischen Stellvertretung ist die im Tieropfer symbolisch sich vollziehende Lebenshingabe des schuldigen Menschen.“

Sühne im Alten Testament und im Judentum Von Bernd Janowski 1. Sühne ist ein Zentralbegriff biblischer Theologie. Neben dem traditionellen…

Timothy Radcliffe, Weshalb bist Du hier?: „Wir werden vielleicht nie erfahren, wozu wir hier sind. Alles, was wir tun können, ist, auf den Herrn zu hören, der nicht brüllt, sondern in einem leisen Flüsterton spricht, einer stillen, kleinen Stimme, die am besten mit „dünnes Schweigen“ übersetzt werden kann (1. Könige 19,11-12). Was ich höre, kann eine wichtige Neuausrichtung meines Lebens sein, oder nur ein kleiner Anstoß, heute etwas zu tun.“

Weshalb bist Du hier? Von Timothy Radcliffe Ein ehemaliger Generalmagister des Dominikanerordens, der auf die Vollendung seines 75. Lebensjahres zugeht,…