Martin Luther, Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521): „O ein wie reiner Geist ist das gewesen, der von Gottes Güte, sie zu lieben, zu loben und ihr zu folgen, nicht ablässt in der höchsten Not. Einen solchen Geist erzeigt hier die Mutter Gottes Maria, daß sie, mitten in den großen, überschwänglichen Gütern schwebend, ihnen dennoch nicht verfällt, nicht ihren Nutzen darin sucht, sondern ihren Geist rein behält in Liebe und Lob des bloßen Gutseins Gottes, bereit, willig und gern anzunehmen, wenn Gott sie derselben wieder berauben und einen armen, nackten, Mangel habenden Geist ihr lassen wollte.“

Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521) Von Martin Luther Der Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55) – nach dem ersten Wort … Mehr

Predigt zu Lukas 1,26-38 (Ankündigung der Geburt Jesu): „Das Leben des eigenen Sohnes soll ganz von göttlichem Willen bestimmt sein. Maria kann ihn auf Dauer nicht für sich selbst beanspruchen: Als König aus dem Hause Davids wird er das Geschick der Menschheit auf alle Zukunft hin bestimmen. Was für eine Ansage für ein unbedarftes Mädchen weitab in Galiläa im verrufenen Nazaret? Wer spinnt hier solche Lebensfäden, die kein Mensch in der eigenen Hand zu halten weiß?“

Predigt zu Lukas 1,26-38 (Ankündigung der Geburt Jesu) Das Wunder, das Himmel und Erde auf den Kopf stellt Da nimmt … Mehr