Reinhold Schneider, Daniel in der Löwengrube (1953): „Wir können einen Menschen in seinem ganzen Sein nicht verneinen, wie stark auch in ihm das Böse sein mag; wir können von einer Tat, einer Absicht sagen, daß sie böse seien — und müssen es wohl in vielen Fällen —, von dem Menschen, der auf diese Weise handelt oder strebt, kön­nen wir es nicht. Das Letzte bleibt in ihm, das er von Gott empfangen hat; an die Rettung dieses Letzten vor dem Bösen sind alle, ohne Ausnahme, verpflichtet.“

Daniel in der Löwengrube (1953) Von Reinhold Schneider Im Dom zu Worms zeigt ein Steinbildwerk des ausgehenden 12. Jahrhunderts den … Mehr

Reinhold Schneider, Tröstliche Kindheit (1946): „Daß uns einmal ein ganz reines Bild des Göttlichen im Menschen geschenkt werde, ist alles: es geschieht so oft unter Um­ständen, die wie Träume sind. Ward es uns aber geschenkt, so müs­sen wir es festhalten; wir sind ihm verpflichtet und haben kein Recht mehr, zu glauben, daß der Mensch verloren sei – selbst wenn das Weihnachtszimmer der Kindheit uns so weit entrückt wäre vom Grauen der Erde, daß es mit dem Einladenden uns heute erschiene wie die Schwelle des ewigen Lebens.“

Tröstliche Kindheit Von Reinhold Schneider Wunderbares Dunkel dieser Tage! Wenn der Nebel die Fenster umdüstert, die Bäume wie Schatten in … Mehr

Reinhold Schneider, Advent. Anruf der Wahrheit: „Und dieser Advent des Kranken erfüllt vielleicht erst den Sinn dieser Festzeit; geht es doch darum, daß das Licht in uns geboren werden, daß die Wahrheit in unser Leben kommen soll, die Wahrheit ohne Einschränkung. In dem Maße, in dem es in uns hell wird, das Licht in uns eindringt, erkennen wir die Herrlichkeit.“

Advent. Anruf der Wahrheit Von Reinhold Schneider Die Nächte sind lang und schwer. Wie oft habe ich nach der Uhr … Mehr

Reinhold Schneider über die Theologie des Dramas: „In der christli­chen Tragödie scheitert die Welt noch einmal, wie sie an Christus gescheitert ist, während er an ihr zu scheitern schien. Und damit verwandelt sich das Tribunal, in dem sie endet, in die Vorer­scheinung des Endes überhaupt.“

Theologie des Dramas (1952) Von Reinhold Schneider Das Drama führt in Konflikte, die vom Irdischen her nicht ver­söhnt werden können. … Mehr