Rudolf Bohrens Predigt zu 2. Korinther 1,3-4 von 1976 (nach dem Suizid seiner Frau): „Ich weiß nun noch nicht, in welche Bedrängnis wir als Christen­gemeinde noch hineinkommen. Ich weiß nicht, in welche Trauer und Trübsal jeder einzelne von uns hineingeführt wird. Aber das weiß ich, daß der »Vater des Erbarmens« gerade dort in Trauer und Trübsal »unser Vater« sein wird.“

Predigt zu 2. Korinther 1,3-4 Von Rudolf Bohren Von Gottes Trost will ich reden. Den Gott will ich euch rühmen, … Mehr

Dietrich Bonhoeffer über den einfältigen Gehorsam in der Nachfolge am Beispiel des reichen Jünglings: „Ein pseudotheologisch dressiertes Kind aber müßte nun folgendermaßen argumentieren: Der Vater sagt: Geh ins Bett. Er meint, du bist müde; er will nicht, daß ich müde bin. Ich kann über meine Müdigkeit auch hinwegkommen, indem ich spielen gehe. Also, der Vater sagt zwar: Geh ins Bett!, er meint aber eigentlich: Geh spielen.“

Über den einfältigen Gehorsam in der Nachfolge am Beispiel des reichen Jünglings Von Dietrich Bonhoeffer Offenbar stand es nach der … Mehr

Walter Kreck, Grund zur Freude. Eine Meditation über Philipper 4,4 zur Freiheit der Kirche in der Gesellschaft (1995): „Wenn Paulus von dem »Bür­gerrecht im Himmel« spricht, so ist damit nicht eine abstrakte Trans­zendenz gemeint, die alles Leben auf dieser Erde bagatellisiert, son­dern eher eine Zukunftsperspek­tive, die uns aber schon jetzt bis ins leibliche Leben hinein betrifft.“

Grund zur Freude. Eine Meditation über Philipper 4,4 zur Freiheit der Kirche in der Gesellschaft Von Walter Kreck »Freut euch … Mehr

Hans-Georg Geyer über Jesu Wort vom Salz der Erde und dem Licht der Welt (Matthäus 5,13-16): „Wenn Kirche es wiederholen würde, wie sie es oft getan hat, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, selbst nach Macht und Einfluß zu begehren, selbst sich weltlicher Mittel zu bedienen, den Staat und dessen Gewalt in ihren Dienst zu stellen, würde sie überflüssig. Unentbehrlich ist sie gerade als diese an den Rand gedrängte, bedeutungslose gesellschaftliche Gruppe, die nicht mitmacht, was alle machen.“

Über Jesu Wort vom Salz der Erde und dem Licht der Welt (Matthäus 5,13-16) Von Hans-Georg Geyer Der Jünger Jesu, … Mehr

Jürgen Roloff über den Tod im Neuen Testament: „Theologisch qualifiziert ist Tod im Sinne der Tren­nung des Menschen von Gott, des Ausschlusses aus der Sphäre heilvoller Gemeinschaft mit ihm, zu ver­stehen. Gott ist selbst das Leben und darum Gott der Lebenden, nicht der Toten (Mk 12,27); ihm dank Jesus Christus angehören heißt, das Leben haben.“

Über den Tod im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1. Als Tod wird zunächst, gemäß der allgemei­nen, theologisch nicht qualifizierten … Mehr

Karl Barth über die Dummheit (1938): „Die Dummheit ist genial darin, alles zur Unzeit zu denken, zu sagen und zu tun, keine Möglichkeit eines Missverständnisses vorübergehen zu lassen, gerade das Notwendige, das Geforderte, das Heilsame regelmäßig zu unterlassen, das Überflüssige, Verbotene, Verderbliche aber mit sicherem Instinkte regelmäßig zu wählen, zu denken, zu sagen und zu tun. Dummheit ist lebensgefährlich, gemeingefährlich, staatsgefährlich, kirchengefährlich – und am meisten da, wo man sie nicht erkennt und gewähren lässt oder bloß mit Missachtung ihr begegnen zu können meint. Sie ist darum so gefährlich, weil sie sich ja niemals als Dummheit fühlen, erkennen und bekennen, geschweige denn als solche auftreten, sich vielmehr immer für Weisheit halten und entsprechend kostümieren wird: mit der größten Sicherheit, Behändigkeit und Ausdauer Gründe auf Gründe türmend, immer schon im Voraus im Recht und immer nachträglich Alles besser gewusst habend, immer gewaltig bestärkt durch sich selbst und so unermüdlich zu immer neuen Untaten aufbrechend. Sie ist weiter darum so gefährlich, weil sie auf den ersten Blick immer so harmlos, gutmütig und friedfertig zu sein scheint; hinter ihrer Biederkeit und Sanftmut verbergen sich aber wie die Krallen des Katzengeschlechtes in dessen weichen Pfoten höchste Bösartigkeit, zänkische Aggressivität, rücksichtslose Gewalttätigkeit, die ihre Opfer anfällt und zerreißt, wie keine offenkundig satanische Bosheit es vermag.“

Über die Dummheit[1] Von Karl Barth Es muss also – wenn wir jetzt Alles überblicken – damit gerechnet und es … Mehr

Heinrich Schlier über Mächte und Gewalten im Neuen Testament: „Die Mächte legen Welt und Dasein nach bestimmten Kategorien fest, die ihre Grundintention verraten. Die eine Kate­gorie ist der Tod. Sie bemächtigen sich eines Menschen oder seines Geistes in der Weise, daß sie ihn zum Tod ermächtigen. d. h. daß er, selbst durch sie zerstört, anderen zur Zerstörung wird.“

Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
Ausgerechnet ein Bultmannschüler, nämlich Heinrich Schlier (1900-1978), hat sich an einer „dämonologischen“ Interpretation des Neuen Testaments…