Morgenandacht über Lukas 14,25-35 (1935) Von Hans Joachim Iwand Wir hören das Wort Gottes, das für den heutigen Tag festgelegt … Mehr
Schlagwort: Nachfolge
Gotthold Müller über Nachfolge: „Nachfolge ist somit nichts anderes als die sich auch im ethischen Bereich auswirkende Tatsache, dass Menschen ‚im Leben und im Sterben‘ im Wirkungsfeld der Heilsgabe des Kreuzes und Ostergeschehens stehen und von dorther ihr Leben ’normieren‘ lassen. Das kann im Einzelfalle ebenso unbekümmerte Freude an der Welt und ihren Gaben einschließen wie auch bewußten (Konsum-)Verzicht, sich in sogenannten ‚weltlichen‘ Berufen ebenso verwirklichen wie in Orden oder Kommunitäten.“
Nachfolge Von Gotthold Müller 1. Nachfolge gehört in den meisten („zumindest“ theistischen) Religionen zu den Leitbegriffen religiöser Sprache und Praxis. … Mehr
Ernst Wolf, Schöpferische Nachfolge (1960): „Vom Evangelium her geschieht das neue Handeln in der Nachfolge auf Grund der im Glauben geschenkten Freiheit der Selbstverleugnung. Diese Freiheit der Selbstverleugnung ist der Ausdruck für die Spannung, in der der Christenmensch sich zur Welt der Selbstbehauptung befindet. Denn solange der Mensch sich selbst und seine Wünsche will, gehört er auch der Welt der Selbstbehauptung an. Durch den Glauben ist er davon befreit. Aus der Verleugnung seiner selbst hat er die neue Freiheit gewonnen: vom Evangelium her im Auftrag Gottes, gleichsam in Verlängerung des Handelns Jesu Christi selbst, aber nie von ihm gelöst, neu mit der Welt als der Schöpfung Gottes umzugehen.“
Schöpferische Nachfolge (1960) Dabo itaque me quendam Christum proximo meo … (Luther)[1] Von Ernst Wolf Heinz-Dietrich Wendland hat im Rahmen … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Auslegung von Lukas 9,57-62 in seinem Buch „Nachfolge“: „Nachfolgen heißt bestimmte Schritte tun. Bereits der erste Schritt, der auf den Ruf hin erfolgt, trennt den Nachfolgenden von seiner bisherigen Existenz. So schafft sich der Ruf in die Nachfolge sofort eine neue Situation. In der alten Situation bleiben und nachfolgen schließt sich aus.“
Auslegung von Lukas 9,57-62 (Nachfolge, 1937) Von Dietrich Bonhoeffer „Und sie gingen in einen anderen Markt. Es begab sich aber, … Mehr
Trostschreiben des Pfarrers Johann Schneid an den Wiedertäufer Eitelhans Langenmantel vom 3. Januar 1528: „Möge die Gnade und Stärke Christi mit dir sein. Möge er dein Schild sein, damit du kecklich gegen alle Verfolgung und Bedrängnis streiten kannst. Geliebter Bruder! Ich erkenne wohl die überwältigende Wirkung der väterlichen Barmherzigkeit. Sie ist voller Sehnsucht nach seinen lieben Kindern. Das zeigt sich, wenn er sich über Gefängnis, Verfolgung und Jagd beugt. Denn diese sind bewährende und machende Wege. Sie formen rechte Christen, die in wahrhaftigem Glauben und starker Zuversicht zu Gott, ihrem Vater, ganz erfahren und geliebt werden. Denn das Kind Gottes erkennt wahrhaftig, dass alles allein in der Macht, Gewalt und Stärke Gottes liegt.“
Als Eitelhans Langenmantel am 24. April 1528 von einer Streifschar des Schwäbischen Bundes gefangengenommen und mit zwei anderen Wiedertäufern nach … Mehr
Ernst Wolf, Die Unmittelbarkeit des Rufs zur Nachfolge (Sozialethik): „Vom Evangelium her geschieht das neue Handeln in der Nachfolge auf Grund der im Glauben geschenkten Freiheit der Selbstverleugnung. Diese Freiheit der Selbstverleugnung ist der Ausdruck für die Spannung, in der der Christenmensch sich zur Welt der Selbstbehauptung befindet. Denn solange der Mensch sich selbst und seine Wünsche will, gehört er auch der Welt der Selbstbehauptung an. Durch den Glauben ist er davon befreit. Aus der Verleugnung seiner selbst hat er die neue Freiheit gewonnen: vom Evangelium her im Auftrag Gottes, gleichsam in Verlängerung des Handelns Jesu Christi selbst, aber nie von ihm gelöst, neu mit der Welt als der Schöpfung Gottes umzugehen. Nachfolge ist so der Name für das christliche Leben in der Welt.“
Die Unmittelbarkeit des Rufs zur Nachfolge (Sozialethik) Von Ernst Wolf Die neutestamentliche Forderung des „Nachfolgens“, die als Ausdruck für die … Mehr
Hans G. Ulrich über Nachfolge Christi: „Grundlegend ist Nachfolge als die Lebensform in Erinnerung gerufen worden, in der Christen mit der ihnen gegebenen Freiheit von der Selbstbehauptung in der Erfüllung ihrer alltäglichen Aufgabe auf Gottes Zuwendung antworten (Bayer). Nachfolge ist in einigen Traditionen christlicher Ethik als Kennzeichen derer verstanden worden, die sich durch das Christuszeugnis in ihrem Charakter prägen lassen und in der Gemeinde und als Gemeinde eine Sozialethik zeugnishaft leben (Hauerwas, Yoder). Damit konnte die eschatologische Differenz des neuen Lebens von Christen auch gesellschaftskritisch und politisch artikuliert werden.“
Nachfolge Christi III. Ethisch Von Hans G. Ulrich Christliche Ethik hat sich in vielfältiger Weise als Ethik der Nachfolge Jesu … Mehr
Ernst Wolf über Nachfolge: „Im Unterschied zum idealistischen Verständnis der Nachfolge wird sie in biblisch-reformatorischen Sinn als jener Vollzug des Liebesgebotes zu begreifen sein, der durch die selbstlose Sorge für das Menschsein des Menschen bestimmt ist, dafür, dass ihm sein Recht widerfährt. Sie verlangt die Verantwortung und den Dienst jedes Christen als des einzelnen unter Verzicht auf eigenes Recht, eigene Ehre, eigene Würde, eigenes Gut. Eine evangelische Sozialethik wird den Gedanken der Nachfolge als kritisches Prinzip tiefer und lebendiger als bisher aufgreifen und entfalten müssen.“
Nachfolge Von Ernst Wolf Nachfolge knüpft als Leitwort von erheblich ethisch und sozialethischer Bedeutung in den versch. Zeiten der Kirche … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, Christus und der Friede (1932): „Es geht Christus vielmehr darum, dass wir Gott lieben, dass wir in der Nachfolge Jesu stehen, in die wir mit der Verheißung der Seligpreisungen gerufen sind, und dass wir so Zeugen des Friedens sind. Diese Nachfolge Christi kommt aus und steht ganz auf einfältigem Glauben und es ist umgekehrt auch der Glaube nur in der Nachfolge wahr. So sind also die Gläubigen angeredet, die Welt aber durch das Friedenszeugnis Christi gerichtet. Der Glaube muss aber einfältig sein, sonst wirkt er Reflexion, nicht Gehorsam; sonst weiß auch die Linke, was die Rechte tut, und ist keine Nachfolge, die von Gut und Böse nichts weiß. Nur in solcher Nachfolge bekommen wir auch die rechte Stellung zu denen, die ihr Leben im Krieg hingegeben haben.“
Christus und der Friede (1932) Von Dietrich Bonhoeffer Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele … Mehr