Christoph Blumhardt, Osterpredigt zu Markus 16,1-8 (1910): „Meine Lieben, wir stehen tief in Leiden, wir stehen im Sterben, wir stehen unter der Decke des Grabes. Haben wir auch Auferste­hung? Kommen wir an dies Gebiet, da ist uns Menschen gerade, wie wenn uns der Atem ausgehen wollte.“

Osterpredigt zu Markus 16,1-8

Von Christoph Blumhardt

Gebet. Grosser Gott, du Unbegreiflicher, der du deinen Geist durch alle Welten gehen lassest, damit Leben werde, und der du uns verständlich wirst in Jesus Christus und das Licht des Lebens in uns aufgehen lassest, dass wir auf dieser verderbenschwangern Erde nicht mutlos dahinsinken müssen, sondern froh und dankbar sehen und schauen dürfen die Wunder des Lebens, die sich immer wieder auftun, dir danken wir, dass wir dürfen Licht haben, und danken dir für alles, was durch dein Licht wieder aufleben darf in Himmel und Erde und in uns Menschen. Gib uns immer mehr den Geist, der uns verstehen lehrt, wozu wir geschaffen sind, damit wir in un­serm ganzen Wesen können in die Höhe des Lebens kommen und das Geringe, Armselige, Widrige und Gemeine von uns bleibe, und wir in der Höhe deines Geistes wahrhaftige Menschen werden dür­fen. Nimm unsern Preis und Lob und Dank an und lass uns in Ver­bindung kommen mit dir, dem Ewigen, damit in uns zur Wahrheit werde, dass wir einen auf erstandenen Heiland haben. Amen.

Meine Lieben, wir stehen tief in Leiden, wir stehen im Sterben, wir stehen unter der Decke des Grabes. Haben wir auch Auferste­hung? Kommen wir an dies Gebiet, da ist uns Menschen gerade, wie wenn uns der Atem ausgehen wollte. Und ihrer viele wenden sich davon ab und können es nicht begreifen und wollen auch nichts davon wissen und können wir gar keinen Gedanken fassen für das, was uns in der Auferstehung Jesu Christi entgegenleuchtet. Und doch, meine Lieben, was sind wir doch so töricht! Ruht nicht die ganze geschaffene Welt schon auf der Kraft der Auferstehung? Läuft nicht alle Entwicklung einerseits durch ein Verderben und schein­bares Aufhören, und ehe man sich’s versieht, ist es herrlicher, mäch­tiger, glänzender wieder da. Ganz besonders in unserer Zeit sollte dieses Licht der Auferstehung, das das wahrhaftige Licht Gottes ist, jedermann entgegenleuchten, dass auch unser Verstand darin jubeln kann, und wir nicht davorstehen müssen wie vor etwas, das ganz weit, weit weg von unserm Sinn abliegt, das wir gar nicht verstehen können. Wir wissen heute von der Geschichte der Erde, wie wahr schon die Bibel sagt: „Und die Erde war wüste und leer, aber der Geist Gottes schwebte über allem, und da wurde es Licht, es wurde die Erde.“ Und wieviele Entwicklungen hat die Erde durchgemacht! Wir können es heute in den Schichten der Erde studieren. Wieviel Zerstören hat stattgefunden, aber die Kraft der Auferstehung hat das Wüste nicht wüste gelassen, es ist immer herrlicher gewor­den, und wenn wir heute auf unsere Erdrinde sehen, welch eine Herrlichkeit ist, auf den Trümmern der Jahrtausende entstanden, dass jeder, der noch ein wenig Sinn hat für das Göttliche in der Natur, jauchzen muss und bewusst und unbewusst herauslaufen muss auf die Berge und Täler und dort etwas suchen. Es tut ihm wohl, und in gewissem Sinn hat er Gott gefunden auf seinen Wanderungen.

Aber nicht bloss die Erde, auch das Menschengeschlecht, durch wieviel Zerstören ist es schon gegangen, und wie ist immer die Angst in den Menschen, es werde einmal zu einem Zerstören kom­men, von dem es kein Auferstehen mehr gibt. Aber auch wenn wir die leidende und verderbende Menschheit im Lauf ihrer Geschichte betrachten, immer wieder steht sie auf, immer wieder ist sie da. Und nicht bloss körperlich, sondern auch im Geist des Lebens der Menschheit gibt es immer wieder Auferstehung. Oft schien alles aus zu sein durch die Schuld der Menschen, die noch zu klein sind, um das Grosse Gottes auf ihrer Erde zu verstehen. Sie zerstören sich selber, sie zerstören die bedeutendsten Werke, die Gott in den Verstand und in den Geist der Menschen gelegt hat. Sie haben es verstört zu Zeiten so grundmässig, dass man geglaubt hat, es komme nie wieder etwas auf. Und doch, der Geist Gottes schwebte über der Wüste und über allen Abgründen des Todes und des Verder­bens, und ehe man sich’s wieder versah, waren die Kräfte des Geistes­lebens der Menschen wieder instand gesetzt, wie eine neue Welt zu erleben. Ja, meine Lieben, wir können von Wundern sagen, aber wer will es verstehen? Wir wollen alles heute so verstehen, wie wir eine mathematische Formel verstehen, aber so geht es nicht zu in der Natur, die von Gottes Geist durchweht ist. Ehe wir’s uns versehen, steht wieder etwas auf, und die Menschheit hat immer wieder eine Hoffnung, und die ganz natürlichen Menschen, die auch gar nicht an Gott mehr denken können, die können die starke Hoffnung haben, dass es mit der Menschheit immer wieder aufwärts geht und sie im­mer wieder zu hohem Stufen kommt.

Aber auch der einzelne Mensch — da scheint es am schwersten zu sein. Im einzelnen Menschen taucht schmerzlich empor das Be­wusstsein vom Verderben. Und das kommt oft so schwer und dunkel über uns, dass der Glaube will schwinden, ob es ein Auferstehen wieder gebe. Zwar erleben wir immer wieder, jeder Einzelne in seinem Leben, nach Niederlagen, nach Verderbenstagen und -jahren, auch nach Sünden, in der Vergebung der Sünden eine gewisse Er­neuerung, und es lebt in den meisten Menschen immer wieder die Hoffnung. Aber wenn sie dann einmal daran erinnert werden, wie tief oft das Verderben in ihrem eigenen Leben geführt hat, dann will die Hoffnung schwinden, dann wird es oft so Nacht, dass die Men­schen meinen: „Ach, ich bin ewig verloren.“ Die einen gehen dahin in Schwermut, die andern gehen dahin in noch übrigem Leichtsinn, aber sie mögen an den eigentlichen Punkt nicht hinschauen, sie haben die Kraft verloren, an eine Wendung zu glauben, dass es mit ihnen, auch mit dem Einzelnen, immer wieder aufwärts geht.

Aber sehet, meine Lieben, warum ist Jesus auferstanden? Es ist bemerkenswert, dass alles, was in der Persönlichkeit Jesu Christi sich vollzieht, all sein Sein und Werden, ganz im Zusammenhang steht mit dem, was in der ganzen Schöpfung sich vollzieht. Er steht mitten im Verderben drin, im Untergang, im schauderhaftesten Tode, wo alles aufzuhören scheint, wo die Finsternisse auch keinen Atem­zug ihm vergönnen, mitten drin in den tiefsten Tiefen, wo keine Ret­tung mehr möglich scheint, aber er steht auch mitten drin in dem, was seines Vaters ist. Seines Vaters? — was ist das anders als die Auferstehung? Das ist Gott in der Schöpfung, und ohne diesen Gott gibt es keine Schöpfung. Würde dieser Gott auch nur einen Augenblick weichen, würde nur einen Moment die Schöpfung auf­hören, in der Kraft der Auferstehung zu leben, dann müsste alles in Tod versinken. Jesus ist in dem, was seines Vaters ist, das ist die Auferstehung. Das, was uns erzählt wird von seiner Auferstehung, ist schon in seiner Wurzel begründet in seinem ersten Werden auf Erden. Er ist nicht wie wir ein Doppelmensch, der einerseits in dem Nichtgöttlichen zu Hause ist und sich da tummelt und da seine Sachen treibt, ohne an ein Höheres zu denken. Er ist auch in den irdischen Dingen, unter den Menschen, unter den Sündern, unter den Toten, unter allem Elend der Menschen immer in der Auferste­hung. Man sieht so wunderlich an Jesu Geschichte hin; wenn man nicht selbst Auferstehung erlebt hat, dann scheint einem alles un­glaublich. Aber Jesus steht ganz mitten drin in dem, was Gottes ist, in dem, was seines Vaters ist. Die lange, lange, lange und bange Linie der Auferstehung, die läuft aus den tiefsten Gründen des Ver­derbens heraus ganz langsam aber sicher vom Zeitlichen ins Ewige, vom Vergänglichen ins Bleibende, vom Sichtbaren ins Unsichtbare, von unserer Zeit in die Ewigkeit. Meine Lieben, tut die Augen auf und schauet diese Linie des Lebens der Auferstehung. Auf dieser Linie ist noch viel möglich, das die Menschen, die nicht auf diese Linie gekommen sind, gar nicht verstehen können. Ich möchte sagen, unbegrenzte Möglichkeiten sind auf dieser Linie der Auferstehung denkbar, denn da steht Jesus. Wahrlich, dessen freut sich unsere Seele. Die Linie der Auferstehung, die in Jesus uns offenbar wird, die läuft auch in das körperliche Leben, in unser Irdisches hinein, dass auch unsere vergänglichen Leiber, solange sie leben, hier Zeu­gen werden müssen von einer Kraft der Auferstehung, welche Gott preisen soll unter vielen Menschen. Ja, was wären wir, wenn diese Gotteskraft, in welcher Jesus lebt, wenn diese Auferstehung, die Gott ist, nicht das Leben Jesu aus Tod und Grab geführt hätte, wenn die Strahlen dieses Auferstehungslebens uns nicht berührt hätten, wo wäre unsereiner? Wo wärest auch du?

Freilich, wir sehen viele Gebiete — ach wieviele! — wir sehen ein Verderben, davor graut es uns. Gerade, wenn man etwas von der Auferstehung erlebt hat, wenn man schon geglaubt hat, man sei im Verderben, und der Geist Gottes einen berührt hat, dann sieht man in die dunkeln Gebiete, wo kein Licht ist, wo es unter der Erde dunkel ist, wo es schon im Leben zum Tode kommt, und wo alles, alles verschlossen scheint. Aber gerade dahin richtet sich die leben­dige Linie der grossen Grundlage und des Zieles der ganzen Schöp­fung. Gerade dahin, meine Lieben, glaubt mirs, wo alles aus zu sein scheint, wo alles wüst und leer ist, und alles wie in ewiger Ver­dammnis liegt, gerade dahin richtet sich die grosse, mächtige Lebens­linie in Jesus Christus, dem Leiblichen, der in der Leiblichkeit die Auferstehung trägt, und der deswegen von uns nicht im Grabe ge­sucht wird, sondern in dem Leben, das ihm, dem Gekreuzigten, zu­nächst Gott gegeben hat als dem Auferstandenen. Wundert euch nicht, meine Lieben, dass es bei Menschen zu den grössten Ereig­nissen kommen soll, zu den grössten Wundern. Sehen wir doch auch sonst, dass alles Lebendige auf Erden im Menschen seine Krone bekommt. Von den ersten Empfindungen der ersten Lebewesen durch alle Pflanzen und Tiere dringt das Leben, das der Mensch hat, und in ihm soll alles seine höchste Krone bekommen. Und so muss auch das was Auferstehung in der Schöpfung ist, ich möchte sagen, am intimsten und am umfassendsten im Menschen sich zeigen. Dessen freuen wir uns. meine Lieben, das ist unsere Freude an Jesus, dass er nicht eine abgebrochene Säule ist. wenn er stirbt, wie wir, dass es nicht Ruinen sind, an die wir schauen müssen, sondern dass es in ihm hineinläuft aus der Körnerlichkeit heraus in neue Körperlich­keit hinein in die Ewigkeiten hinein. Da ist in dem Auferstandenen eine weite Türe aufgegangen, und aus dieser Türe war eine Stimme zu hören: „Kommet doch, ihr Menschen alle! In euch soll die Krone des Lebens sein!“ Aber sie kann natürlich nur sein, wo Auferste­hung ist. Mit dem bisschen Aufleben, das ihr erfahret — ihr wäret krank und wurdet wieder gesund, das ist gut! — ihr wäret einmal in Schmerzen, in Traurigkeiten des Todes, in wer weiss welchen Schwierigkeiten der Gesellschaft, in Händeln und Streit, dass ihr ge­glaubt habt, ihr lebet unter Teufeln, und ihr habt wieder Freude be­kommen, ach, wie schön! — aber das ist es nicht, meine Lieben, in dem können wir nicht das Höchste sehen. Das Höchste, was uns die Krone des Lebens gibt, das kommt aus Jesus, dem Auferstan­denen. Es muss Auferstehung in uns sein.

Nun sagt man freilich mit ein wenig Wehmut — ich gestehe es euch, ein wenig Wehmut habe ich auch — „Er ist der Einzige.“ Ich glaube es nicht. Er ist nicht der Einzige. Aber eins ist an ihm einzig: in ihm kommt uns irdisch zum Bewusstsein, dass der Mensch in der Auferstehung stehen darf. Es ist in ihm ein Moment, in welchem wir die Linie des Lebens und der Auferstehung über unsere gewöhnlichen Sinne hinauslaufen sehen. Es ist wie für einen Augen­blick eine Decke von uns weg, dann schliesst sie sich wieder. Apostel sind gestorben, andere Jünger Jesu sind gestorben. Ich weiss es nicht, ob einmal wieder so ein Moment war, in welchem man die Türe der leiblichen Ewigkeit aufgehen sah wie in Jesus — als Geschichte ist es uns nicht überliefert. Aber wir haben einstweilen doch genug; einstweilen haben wir doch in Jesus durch die Türe hindurch gesehen, und, meine Lieben, lasset euch das nicht nehmen! Lasset ihr euch die Auferstehung nehmen, dann wälzet euch im ewi­gen, langweiligen Kreislauf von Gut und Böse, laufet da weiter und gebet alles auf, auch eure wirkliche inwendige Bildung und Kultur. Wenn ihr nicht hinausschauen könnt durch die Türe, die Jesus auf­gemacht hat, dass wir die Auferstehung sehen vor uns, dann mögen wir das Langweilige des täglichen Lebens als Resultat des Kampfes annehmen, aber wie ärmlich! Wir brauchen es ganz notwendig, damit unser ganzes Leben im Schwung bleibt, dass wir weit hinaus­sehen in die Ewigkeit für unser eigenes Leben, aber noch viel mehr für das Leben unserer Mitwelt, auch für das Leben des Geistes, wie wir es etwa Religion nennen möchten. Ja, was wären wir denn? Was wären wir in unserm Christentum, was wären wir unter dem vielen Klagen und Wehegeschrei über das Verderben der Menschen? Sehet doch die Menschen an, die armen Leute! Sie handeln wider ihren Willen, sie sind durch die Finsternis ins Verderben geführt. Was wollen wir denn hoffen? Wir müssen auch für das, was uns das Höchste ist, für die Speise unserer Seele, die Auferstehung fest­halten. Und der Geist Gottes schafft über der Wüste. Auch die Christenheit ist vielfach eine Wüste geworden, eine schauerliche Wüste, und alle Religionen, sie sind oft eine schauerliche Wüste ge­worden. Sie haben sich nicht mehr zu helfen gewusst und sind denn auf wer weiss welche Geschichten gekommen, Aberglauben und Jammer und Not und kaum noch ein wenig Hoffnung. Was wollen wir hoffen, meine Lieben? Auch in diesem Verderben des christlichen Wesens steht Jesus Christus, der Auferstandene, und zeigt uns, die wir ihn verstehen, die Linie aufwärts. Aus den Kräften Gottes, Seines Geistes gibt es einmal wieder eine Auferstehung, und dann die rechte. Das ist unsere Hoffnung, ohne die könnten wir keinen Augenblick leben und glauben und an Gott festhalten. Das ist die Kraft, in der wir stehen, nicht bloss eine Hoffnung, nicht bloss ein Glaube, sondern eine wirkliche Kraft im Zusammenhang mit aller Kraft im Himmel und auf Erden. Und Gott ist diese Kraft der Auferstehung in uns, und sie soll in unser Leben hineinkommen, dass wir dessen sicher sind auch in dem Verderben, in das wir ge­kommen sind, in das die Sünde uns gebracht hat; in alle dem ist die Kraft Gottes mächtig, und wir stehen mitten drin, ja, Gott sei Dank! mitten drin in all diesen Greueln, als die, die ein klein wenig erfahren haben, was Auferstehung ist.

Und darum ist Jesus doch nicht der Einzige geblieben. Es ist zwar verborgen, aber was wären wir denn, wenn wir Evangelium verkündigen wollen, wenn wir überhaupt nur „Gott“ aussprechen wollen, was wären wir denn, wenn wir nicht in einem gewissen Grad Auferstandene wären? Redet nicht viel von Gott, von Jesus, wenn ihr nicht etwas von der Auferstehung erfahren habt, wenn ihr nicht auf die Linie gekommen seid, wenn auch nur ganz im Anfang, mit eurem Leib und Leben. Ich schliesse den Leib nicht aus, ich will von dem Geist des Menschen allein nichts wissen, Leib und Leben, alles miteinander gehört auf die Linie der Auferstehung, und wer da ist, der rede von Jesus, von Gott, vom Reich Gottes. Wer es in den Nebengebieten suchen will, und wer aus Jesus eine Art mensch­liche Kultur machen will, der rede nicht darüber. Das verstehen die Menschen nicht, aber den Auferstandenen, den verstehen sie, den versteht jedes arme, müde Herz, den Auferstandenen versteht der Sterbende und der Leidende, den verstehen die armen Zerknitterten, Zerstossenen, den Auferstandenen, von dem es heisst: „Ich will das zerstossene Rohr nicht zerschlagen.“ Neu, neu sollen alle leben! Und die Kraft meines Vaters im Himmel, sagt uns Jesus allen, wird euch mehr und mehr auf den gewaltig starken Weg führen, der im­mer fortgeht trotz allen Feinden und trotz allem Verderblichen der Menschen, der starke Weg in Jesus Christus, dem Auferstandenen von den Toten. Amen.

Gebet. Lob und Dank sei dir, dem Vater, dem Vater aller Schöpfungen, dem Vater aller Menschen, dass du uns mit deiner Kraft hebst und trägst und uns, auch die Widerstrebenden, immer wieder auf das Rechte hinlenkst, dass wir zuletzt miteinander auf den starken Lebensweg kommen, den wir in Jesus Christus, dem Aufer­standenen, haben. Gedenke unser aller im einzelnen und gib uns immer wieder neuen Mut, dass auch unsere Arbeit etwas Auferstan­denes an sich trage, etwas Neues, etwas im Geist Lebendiges, und wir nicht so tot und armselig in unsern irdischen Beschäftigungen uns hinschleppen, sondern alles im Geist geschehe, was wir tun, da­mit es ein Evangelium sei, was wir leben, und damit es Hoffnung verbreite unter denen, die da leben, dass es Strahlen gebe hinunter in die tiefsten Tiefen und hinauf in die höchsten Höhen, Strahlen des Lebens Gottes, des Lebens Jesu Christi, des Auferstandenen von den Toten. Gelobt sei dein Name über diese Wahrheit. Amen.

Mitschrift der Predigt vom Ostersonntag, 27. März 1910, gehalten in Bad Boll.

Quelle: Neue Wege. Beiträge zu Religion und Sozialismus 18, Heft 4 (1924), S. 137-143. Wiederabgedruckt in: Christoph Blumhardt, Gottes Reich kommt! Predigten und Andachten aus den Jahren 1907 bis 1917, Erlenbach-Zürich und Leipzig: Rotapfel-Verlag 1932, S. 118-126.

Hier der Text als pdf.

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