Martin Buber, Ich und Du: „Gott nimmt – so dürfen wir nun sagen – seine Absolut­heit in die Beziehung mit auf, in die er zum Menschen tritt. Der Mensch, der sich ihm zuwendet, braucht sich daher von keiner andern Ich-Du-Beziehung abzuwen­den: rechtmäßig bringt er sie alle ihm zu und läßt sie sich »in Gottes Angesicht« verklären.“

Ich und Du Von Martin Buber Erster Teil Die Welt ist dem Menschen zwiefältig nach seiner zwiefältigen Haltung. Die Haltung … Mehr

Franz Rosenzweig, Die Schrift und das Wort. Zur neuen Bibelübersetzung (1926): „Der wesentliche Inhalt aber ist grade das, was sich der festlegenden und fernrücken­den Gewalt der Schrift entzieht: Wort Gottes an den Menschen, Wort des Menschen an Gott, Wort der Menschen vor Gott. Man braucht nur an die legi­timste, weil einer unmittelbaren Notlage abhelfende, also wahrhaft not-wendige, Form der Schriftlichkeit zu denken, von der alle andern Formen das, was sie an Legitimität besitzen, zu Lehn haben, an den Brief.“

Die Schrift und das Wort. Zur neuen Bibelübersetzung Von Franz Rosenzweig Alles Wort ist gesprochnes Wort. Das Buch steht ursprünglich … Mehr

Martin Buber, Zion und die nationalen Ideen (1950): „Im Gebet und im Lied haben sich Trauer und Sehnsucht des Volkes im Exil an ‚Zion‘ geknüpft, die Heiligkeit des Landes war in ihm verdichtet, und in der Kabbala wurde Zion mit einer der göttlichen Ema­nationen gleichgesetzt. Als die nationale Idee des jüdischen Volkes diesen Namen zu dem ihren machte, nahm sie die ganze Fülle dieser Assoziatio­nen auf sich. Sie musste es tun.“

Zion und die nationalen Ideen (1950) Von Martin Buber Solange man „Zion“ lediglich als eine der nationalen Ideen versteht, kennt … Mehr

Martin Buber, Die Erwählung Israels (1938): „Ein Volk muss den Völkern die Gott gehorsame Eintracht vorleben. Aus einer bloßen Nation, aus biologisch-geschichtlicher Einheit eines goj muss es zu einer Gemeinschaft, zu einem wahren ʽam werden, des­sen Mitglieder nicht bloß durch Abstammung und Schicksal mit­einander zusammenhängen, sondern auch durch gerechte und lie­bende gegenseitige Lebensteilnahme einander verbunden sind.“

Die Erwählung Israels. Eine Befragung der Bibel Von Martin Buber 1 In den Weissagungen des Amos, des Mannes, der Samaria … Mehr

Martin Buber über Psalm 1: „Der entscheidende Vorgang für das Erkennen ist beim biblischen Hebräisch nicht, daß man einen Ge­genstand betrachtet, sondern daß man mit ihm in Berührung kommt. Diese Grundverschiedenheit entfaltet sich im Bereich des seelischen Verhältnisses zu anderen Wesen, wo die Tatsache der Gegenseitigkeit alles verwandelt: im Mittelpunkt steht hier nicht das Einander-Wahrnehmen, sondern der Wesenskontakt, der »Umgang«.“

Die Wege – Psalm 1 Von Martin Buber Oh Glück des Mannes,der nicht ging im Rat der Frevler,den Weg der … Mehr

Martin Buber, Was soll mit den Zehn Geboten geschehen (1929): „Wenn die Gesellschaft in ihrer Vermoralisierung und Verjurisierung der Zehn Gebote nur nicht behauptet, daß das Produkt — also das des Ich und des Du beraubte Ich-zu-dir — noch die Zehn Ge­bote sei, ist gegen ihre Tätigkeit nichts einzuwenden, da ja nicht zu erdenken ist, wie sie anders ihr Dasein fristen könnte.“

Was soll mit den Zehn Geboten geschehen? Antwort auf eine Rundfrage Von Martin Buber Sie wollen meine Ansicht darüber hören, … Mehr

Martin Buber, Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ (1928): „Die Ganzheit seines Weltlebens Gott zuwenden und es dann in all seinen Augenblicken bis auf den letzten sich auftun und abfolgen las­sen, das ist Wirken des Menschen an der Erlösung. Wir leben in einer unerlösten Welt. Aber aus jedem willkürlos weltverbundnen Menschenleben fällt in sie ein Samen der Erlösung, und die Ernte ist Gottes.“

Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ Von Martin Buber Franz Rosenzweig gewidmet Ehe ich dieses Buch in die Weh gehen lasse, … Mehr

Martin Buber über Jesu Spruch vom Zinsgroschen in „Geltung und Grenze des politischen Prinzips“ (1953): „Wie immer dem sei, dem Realgesinnten kommt es zu, in der Partei die Macht des Fiktiven zu bekämpfen, ohne die Tatkraft der Partei zu lähmen. Ein dorniges Geschäft; aber nicht ohne dieses kann man Gott in der Partei dienen, kann ihm im Bereich der politischen Ordnung das geben, was sein, was Gottes ist.“

Geltung und Grenze des politischen Prinzips Von Martin Buber Dieser Vortrag ist im Juni 1953 anläßlich der Verleihung des hansischen … Mehr