Hans G. Ulrich, Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung: „Die Frage wird immer auch präsent sein: warum überhaupt Leiden. Und jeder einzelne wird dies um so mehr tun: Warum ich? Wo bist Du Gott jetzt? Hiob lässt sich auf eine allgemeine Antwort auf das ‚Warum?‘ nicht ein. Hiob will, dass Gott ihm direkt begegnet, dass er ihm hilft, ihm Rede und Antwort steht. Und Hiob besteht darauf, von Gott selbst – und nicht von irgendwelchen Sinndeutern – zu erfahren, dass seine Geschichte mit ihm gemeint ist, Hiob insistiert darauf, dass Gott sich meldet und ein Zeichen gibt, dass er nicht vergessen ist. Es geht mit der Hoffnung immer neu um die Frage: was ist für Dich jetzt das, worauf es ankommt? Und zuallererst kommt es darauf an, dass da einer ist, dem ich vertrauen kann – ein Vis-a-Vis, ein Mensch, auf den ich setzen kann. Das ist einer, der mich meint, einer der sich mir zuwendet.“

Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung Von Hans … Mehr

Martin Luther über die zu beherzigende Sanftmut in seiner Auslegung zum 5. Gebot im Großen Katechismus: „Wir sollen also jene in ihrer Feindschaft toben und zürnen lassen; mögen sie tun, was sie können! So lerne ein Mensch, den Zorn zu stillen und ein geduldiges, sanftmütiges Herz in der Brust zu tragen – besonders denen gegenüber, die ihm Ursache zum Zornigwerden geben, d. h. gegenüber den Feinden.“

Über die zu beherzigende Sanftmut (Auslegung zum 5. Gebot im Großen Katechismus, 1529) Von Martin Luther So läuft nun dieses … Mehr

Peter Dabrock, Nachruf auf Hans Günter Ulrich: „Hans Günter Ulrich wollte immer wissen, wie andere denken. Auch und gerade die Jüngeren. Er wollte nicht nur selbst sagen, was Sache ist. Er wollte verstehen, was in anderen vorgeht, welche Fragen sie bewegen, wo ihre Denkwege verlaufen, wo es hakt, wo etwas drängt. Und weil er das wirklich wollte, konnte er zuhören wie nur wenige. Nicht taktisch. Nicht gönnerhaft. Nicht als pädagogische Geste. Sondern mit echter Aufmerksamkeit, nicht resonant, sondern responsiv.“

Nachruf auf Hans Günter Ulrich Von Peter Dabrock Liebe Karin,liebe Frau Ulrich,liebe Frau Ulrich-Riedhammer,liebe Familie Ulrich, liebe Trauergemeinde, es war … Mehr

Cicely Saunders, Die letzte Grenze (1966): „Wer Sterbende begleitet hat, hat immer wieder gesehen, wie sie in jene Akzeptanz und Sammlung hineinwachsen, die so sehr zu einem guten Sterben gehören. Wir schulden ihnen nicht nur Mitleid und Nachsicht – niemand könnte Louie allein so betrachten. Vielmehr schulden wir ihnen Respekt, Humor und die Erwartung von Mut. Dies wird sehr deutlich in dem nachfolgenden Tonbandgespräch. Louie starb nur zehn Tage später.“

Die letzte Grenze Von Cicely Saunders Zusammenfassung: Der hier wiedergegebene Aufsatz aus dem Jahr 1966, veröffentlicht in der ökumenisch ausgerichteten … Mehr

Zum Institut des Eigentums: „Für einen Unternehmer ließe sich diese depositäre Sichtweise des Eigentums folgendermaßen umschreiben: Das Eigentum am Unternehmen ist mir nicht zuletzt durch mein eigenes Tun zugekommen. Die Verfügungsgewalt über das Unternehmen bedeutet für mich eine besondere ökonomische Verantwortung. Ich will sie so ausüben, dass ich gegenüber meinen Mitarbeitenden und meinen Mitmenschen darüber rechenschaftsfähig bin.“

Zum Institut des Eigentums Für die besondere Stellung eines selbständigen Unternehmers ist dessen Eigentum am Unternehmen wesentlich. Das Eigentum begründet … Mehr

Karl Barth, Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (1957): „Christen sind Menschen, die ihren Herrn gefunden haben: daraufhin, dass er sie gefunden hat. Nach anderen Her­ren, Autoritäten, Heilanden und Schutzgeistern brauchen sie kein Bedürfnis zu haben. Das heißt nicht, dass sie re­spektlose, meisterlose Leute wären. Das heißt aber, daß sie aus aller Knechtschaft, Magie und Diktatur fröhlich und definitiv entlassen sind: aus der ihrer Zeitung, aus der des Urteils der Leute, aus der der gerade herrschen­den Stimmung und öffentlichen Meinung, aus der be­stimmter starker Persönlichkeiten, Ideologien, Prinzi­pien, Systeme — nicht zuletzt aus der der Vorstellung ei­ner absolut maßgebenden Bedeutung ihrer eigenen Überzeugung, Stellungnahme und Rechthaberei. Sie ha­ben in aller Ohnmacht die Macht, Gott über alle Dinge zu fürchten und zu lieben. Das ist ihre Freiheit.“

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit Von Karl Barth Kühn, lustig, locker und offen, höchst bestimmt und … Mehr

Stanley Hauerwas und William H. Willimon über den Heiligen Geist (2015): „Der Heilige Geist ist mehr als eine persönliche Erfahrung; der Heilige Geist ist, wer Gott ist und was Gott als Dreieiniger tut – ob wir es fühlen oder nicht. Weil der Heilige Geist zutiefst gemeinschaftlich, beziehungsorientiert und leibhaftig ist, gibt es die Kirche. Alles, was wir über den Heiligen Geist sagen, muss sich am Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu messen lassen und damit übereinstimmen. Der Heilige Geist ist das Geschenk, durch das wir selbst in einer Welt im Krieg in Frieden leben können, durch das Feinde zu Freunden werden und durch das wir selbst in einer Kultur der Lügen die Wahrheit sagen können.“

Über den Heiligen Geist Von Stanley Hauerwas und William H. Willimon Christen sind nichts ohne den Heiligen Geist. Der historische … Mehr

Dietrich Ritschl über Humanität: „Ein wichtiger Test für die Konkretisie­rung der Humanität in der Medizin ist der Umgang mit Behinderun­gen, mit dem nicht therapierbaren Lei­den, mit dem Alter, mit Trauer und Tod. Es gibt heute gute Gründe für die Hoffnung, dass die Ziele der Humanität in Medizin und Gesundheitsgesetz­gebungen, zumindest in großen Li­nien, auch international, d.h. über die Grenzen der Kulturen und Religionen hinweg, Anerkennung finden werden.“

Humanität Von Dietrich Ritschl Humanität als eine Grundlage der Medizin Medizin ruht nach Karl Jaspers auf den beiden Säulen der … Mehr

Johannes Rehm, Mit Anstand wirtschaften (Katholikentag 2026, Würzburg): „‚Mit Anstand wirtschaften‘ setzt für mich als Christenmenschen voraus, dass ich Gott den Schöpfer als den Herrn meines Lebens verehre und seine Hausordnung respektiere in Dankbarkeit für die Gaben, die er mir für mein Wirtschaften zur Verfügung stellt. Die Mitmenschen, mit denen ich zusammenarbeite und für die ich wirtschafte, respektiere ich als Geschöpfe Gottes. Das drückt sich ganz konkret in einem versöhnlichen Umgang auch mit anstrengenden Zeitgenossen aus, insbesondere dann, wenn es schwierig wird.“

Mit Anstand wirtschaften Von Johannes Rehm Wirtschaften gehört zum menschlichen Leben dazu. Solange wir leben, solange wirtschaften wir. Die sogenannte … Mehr