Hans G. Ulrich, Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung: „Die Frage wird immer auch präsent sein: warum überhaupt Leiden. Und jeder einzelne wird dies um so mehr tun: Warum ich? Wo bist Du Gott jetzt? Hiob lässt sich auf eine allgemeine Antwort auf das ‚Warum?‘ nicht ein. Hiob will, dass Gott ihm direkt begegnet, dass er ihm hilft, ihm Rede und Antwort steht. Und Hiob besteht darauf, von Gott selbst – und nicht von irgendwelchen Sinndeutern – zu erfahren, dass seine Geschichte mit ihm gemeint ist, Hiob insistiert darauf, dass Gott sich meldet und ein Zeichen gibt, dass er nicht vergessen ist. Es geht mit der Hoffnung immer neu um die Frage: was ist für Dich jetzt das, worauf es ankommt? Und zuallererst kommt es darauf an, dass da einer ist, dem ich vertrauen kann – ein Vis-a-Vis, ein Mensch, auf den ich setzen kann. Das ist einer, der mich meint, einer der sich mir zuwendet.“

Nicht nur über den Tod hinaus – auch für morgen und übermorgen. Christliche Hoffnungsperspektiven zwischen Schöpfung und Erlösung Von Hans … Mehr

Origenes über das Leiden Gottes (Ezechiel-Homilie VI,6): „Selbst der Vater ist nicht leidensunfähig. Wenn er angerufen wird, erbarmt er sich und fühlt den Schmerz mit. Er erleidet ein Leiden der Liebe (passio caritatis) und wird etwas, was er wegen der Größe seiner Natur nicht sein kann, und hält unsertwegen menschliche Leiden aus.“

Es heißt, dass die Kirchenväter eine göttliche Apathie (impassibilitas) im Hinblick auf die Lehre von der göttlichen Unveränderlichkeit bzw. Unbeweglichkeit … Mehr