Über die zu beherzigende Sanftmut (Auslegung zum 5. Gebot im Großen Katechismus, 1529) Von Martin Luther So läuft nun dieses … Mehr
Schlagwort: Frieden
Adolf von Harnack, Weihnachten (1928): „Der Friede — für den inneren und äußeren Menschen, für Haus und Familie, für Handel und Wandel, für die Staaten und den ganzen Weltkreis, für Leben und Sterben gibt es nichts Köstlicheres als den Frieden, und wenn wir auf die Stimmen der Völker, ihrer Lehrer, Propheten und Dichter lauschen, so ist es der Friede, den sie alle preisen und heiß begehren. Aber diesem heißen Begehren entspricht nicht, wenn wir näher zusehen, die klare Einsicht, wie ein vollkommener Friede beschaffen sein muß, und noch weniger die Einsicht, wie man zu ihm gelangt. Wirre Stimmen hören wir vielmehr und halbwahre Urteile: ‚Der Krieg ist der Vater aller Dinge und jeglichen Fortschritts‘, ‚Wenn du Frieden willst, so rüste den Krieg‘, ‚Dauernder Friede erschlafft die Menschen‘, ‚der frische, fröhliche Krieg‘ und ähnliches. Aber von solchen Unklarheiten ist die Menschheit nun endlich befreit worden, befreit durch das furchtbare Erlebnis des Weltkrieges, ja, diese Befreiung ist sein einziger positiver und segensreicher Erfolg — wenn die Menschheit bereit ist, ihn zu erkennen und anzunehmen. Der Weltkrieg hat uns gelehrt, was der Krieg ist und in noch fürchterlicherer Weise sein wird — vorher haben wir das nicht gewusst — aber eben dadurch hat er uns auch gelehrt, was der Friede ist.“
Weihnachten (1928) Von Adolf von Harnack Preisen muß man es, daß jedes Jahr ein Tag wiederkehrt, an dem Freude und … Mehr
Hans Joachim Iwands Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950: „Wir bitten Gott, dass der letzte dieser Kriege die Wendung der Menschheit zum Frieden einleitete und dass, was jener zerstörte an Leib und Seele, eine neue und junge Generation aufbauen könne, zur Ehre Gottes und in der Kraft unseres Erlösers, Jesus Christus. Wir kommen von Ostern her und gehen Pfingsten entgegen. Hinter uns steht die Tat der Versöhnung der Welt mit Gott und der Sieg des gekreuzigten Jesus von Nazareth über den Tod. Wir sind eingeschlossen in seinem Triumph. Vor uns steht die Verheißung des Pfingstgeistes, der den Geist von Babel mit seiner Sprachenverwirrung aufzuheben vermag. Wir wissen, dass wir nichts anderes sein können als Gottes Zeugen in der Welt und vor der Welt.“
Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950 Von Hans Joachim Iwand Auf der Bruderratssitzung vom 9./10. … Mehr
Segen aus Qumran: „Der Herr segne dich mit allem Guten, und er bewahre dich vor allem Bösen, und er erleuchte dein Herz mit der Einsicht, die zum Leben führt.“
Segen Der Herr segne dich mit allem Guten,und er bewahre dich vor allem Bösen,und er erleuchte dein Herz mit der … Mehr
Hans-Joachim Iwand, Du sollst nicht töten. Predigt über Matthäus 5,21f (1950): „‚Wer zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Rats schuldig‘. Racha heißt soviel wie Dummkopf, hohler, leerer Tropf. In Wahrheit ist damit die Wand gemeint, die wir aufrichten zwischen Gebildeten und Ungebildeten, zwischen Urteilsfähigen und Unmündigen, zwischen Griechen und Barbaren, zwischen Akademikern und Nichtakademikern.
Du sollst nicht töten. Predigt über Matthäus 5,21f Von Hans-Joachim Iwand Es wird wenig Zeiten in der Menschheitsgeschichte gegeben haben, … Mehr
Über den Seelenfrieden: „Wo Christus aufsteht, meine Seele in seinen Blick nimmt, finde ich inneren Frieden.“
Über den Seelenfrieden „Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich habe das Gute vergessen.“ Das ist eine treffende Beschreibung … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über Römer 12,17-21 vom Januar 1945: „Ihr werdet eine wunderbare Solidarität gerade dem Feinde gegenüber erweisen, seine Not, sein Hunger, sein Durst, seine Verlassenheit, alles das werden Stationen sein, um ihm zu zeigen, dass er nicht euer Feind ist. Freut euch nicht darüber, wenn das Unglück sie trifft, zeigt nicht mit Fingern auf sie und sagt nicht, nun hat sie Gott gerichtet, sondern, wissend, dass dies Gerichte Gottes sind, tretet mitten hinein, so wie Christus mitten zu euch getreten ist! Jawohl, es ist wahr, es kommt das Gericht Gottes über die Menschen, aber durch euch soll die Barmherzigkeit zu ihnen kommen. Mögen dann auch solche Barmherzigkeiten auf ihrem Haupt brennen wie glühende Kohlen, mögen sie auch es euch nicht danken, es kommt ja darauf an, dass sie die Barmherzigkeit Gottes spüren, es kommt darauf an, dass der Glaube an den Sieg des Guten auch sie in die Entscheidung treibt.“
Am 21. Januar 1945 hielt Hans Joachim Iwand im zerbombten Dortmund seine Predigt über Römer 12,17-21: Predigt über Römer 12,17-21 … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, Friedenspredigt zu Römer 12,17-21 (1938): „Das Kreuz ist keines Menschen Privatbesitz, sondern es gehört allen Menschen, es gilt allen Menschen. Gott liebt unsere Feinde – das sagt uns das Kreuz, er leidet um sie, er hat Not und Schmerzen um sie, er hat für sie seinen lieben Sohn gegeben. Darauf kommt alles an, dass wir bei jedem Feind dem wir begegnen, sogleich denken: den liebt Gott, für den hat Gott alles gegeben. Darum haltet euch nicht selbst für klug: das hieß für unsere Stellung zu unseren Feinden zuerst: Denke daran, dass du auch Gottes Feind warst und dass dir Erbarmung widerfahren ist ohne Verdienst und Würdigkeit. Es hieß zweitens: Denke daran, dass Gott auch für deinen Feind ans Kreuz ging und ihn liebt wie dich.“
Predigt zu Römer 12,17-21 Von Dietrich Bonhoeffer [Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißiget euch … Mehr
Paul Schempps Weihnachtspredigt zu Lukas 2,1-14 von 1945: „Seine Liebe gelten lassen und heute sie auch darin sehen, dass uns das Schwert aus der Hand geschlagen ist, dass uns die Hoffnung auf unsere Macht genommen ist, das ist uns erlaubt und möglich und zugemutet durch die Botschaft vom Kind in der Krippe und von den jubelnden Engeln.“
Eine besonders ansprechende Predigt zu Weihnachten hat Paul Schempp 1945 in der reformierten Gemeinde in Stuttgart gehalten. Er weiß die … Mehr