Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Matthäus 28,16-20 (Trinitatis 1946): „Weithin lähmt die Erwartung des nahe bevorstehenden Endes das Heraustragen der Botschaft, darum die Bemühung, in frommen Kreisen zusammenzubleiben (in Jerusalem das Ende abzuwarten!), darum die Preisgabe der „Welt“ als einer endgültigen verlorenen, endgültig den Dämonen preisgegebenen Angelegenheit.“

Predigtmeditation zu Matthäus 28,16-20 (Trinitatis 1946) Von Hans Joachim Iwand Die Tauffe ist nichts anders denn eine Epiphania, Denn gott … Mehr

Auf zehn zählen ergibt nicht immer das Gleiche. Welche Gebote zählen als Zehn Gebote? „Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass in spätmittelalterlichen Beichtschriften die Abfolge des Tötungs-, Ehebruchs- und Diebstahlsverbot nicht einheitlich gewesen ist. So war die Reihung 5. Tötungs-, 6. Diebstahls- sowie 7. Ehebruchsverbot die geläufigste, wie dies auch noch auf Lucas Cranachs d. Ä. bildlicher Darstellung der Zehn Gebote von 1516 (heute im Refektorium des Lutherhauses in Wittenberg) zu sehen ist.“

Auf zehn zählen ergibt nicht immer das Gleiche. Welche Gebote zählen als Zehn Gebote? In der Bibel finden sich die … Mehr

Martin Luther, Der 127. Psalm ausgelegt allen lieben Freunden in Christo zu Riga und in Livland (1524): „Noch führet Gott sie im Hause und Stadt wie er will, und richtet mit ihnen aus was er will, dass wir ja sehen sollen, dass er für alle Ding sorget und uns nichts nirgend lassen will denn die Erbeit, damit wir nicht meinen, Gott regiere alleine die jungen Kinder in der Wiegen und lasse die Großen sich ihrer Ver­nunft und freies Willens brauchen.

Der 127. Psalm ausgelegt allen lieben Freunden in Christo zu Riga und in Livland (1524) Von Martin Luther Gnad und … Mehr

Gerhard von Rad, Die Konfessionen Jeremias (1936): „So wird nun — das ist bei Jeremia ein Neues — der Prophet nicht nur kraft seines Charismas, sondern in seiner Menschlichkeit ein Zeuge Gottes; aber nicht als der über die Sünde der Menschen triumphierende, nicht als der überwindende, sondern als der unter den Menschen zerbrechende Bote Gottes.“

Eine glänzende Auslegung zu den Konfessionen Jeremias stammt von Gerhard von Rad, die dieser 1936 in der Zeitschrift „Evangelische Theologie“ … Mehr

Oswald Bayer über Johann Georg Hamann (1730-1788): „Das Medium, innerhalb dessen Hamann seinen Lebenslauf einschließlich der entscheidenden Wende nicht nur erzählt, in dem vielmehr diese Geschichte, verdichtet in jene Wende, ge­schah und überhaupt erst hat geschehen können, ist die Sprache der Bibel. Es sind die in ihr erzählten Geschichten, in die sich Gott selbst hineinbegeben hat.“

Johann Georg Hamann Von Oswald Bayer »… leider hängt unser Urtheil von einem Augenblick, von einem mehrentheils willkürlichen Gesichtspunkt ab, … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16 (Kain und Abel) von 1954: „Wenn wir vor der Geschichte von Kain und Abel stehen, dann sollten wir eins wissen: nach der Absicht des Verfassers stehen wir an der Quelle, von welcher der unheimliche Blutstrom durch die Jahrhunderte hindurch fließt, der immer aufs neue durch Brudermord, Krieg, Revolution und todbringenden Haß gespeist wird, jener Strom, an dessen Ufern sich die stolzen Weltreiche erheben.“

Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16 (13. Sonntag nach Trinitatis) Von Hans Joachim Iwand Sed illud Dei praeceptum Cain sicut praevicator accepit. … Mehr

Gerhard von Rad über die Bileam-Geschichte in seinem Mose-Büchlein von 1940: „Balak schaut dem Bileam zu und Israel zeltet ahnungslos im Talgrund. Handelnd sind allein die Mächte oberhalb des irdischen Kräfte­spiels. Hie Bileam, der Macht hat, die dämonischen Gewalten zu mobilisieren (oder besser: der in der Macht der dämonischen Gewalten ist), hie Gott, der Herr. Und wieder sagen wir: Das eben will der Erzähler zeigen; die Entscheidung in diesem Kampf fällt nicht bei Menschen, sondern in einer höheren Dimension.“

Als 2011 die englischsprachige Ausgabe des Mose-Büchleins Gerhard von Rads noch einmal neu herausgegeben wurde (Gerhard von Rad, Moses, hrsg. … Mehr