Predigt über Lukas 19,1-10 Das hat ein Bild abgegeben – Zachäus im Maulbeerfeigenbaum. Wer klettert schon im Erwachsenenalter noch auf … Mehr
Kategorie: Predigten
Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt (Besinnung zur Konfirmationspredigt): „Mit der Klinge lassen sich Materialen schneiden oder trennen. Mitunter heißt es messerscharf zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist, was uns auf dem Lebensweg weiterbringt und was uns in eine Sackgasse führt. Dazu will der eigene Verstand immer wieder neu an Gottes Wort geschärft sein. Es ist keine tote Vorschrift, sondern Lebenswort, in das sich der dreieinige Gott mit dem Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung seines Sohnes selbst hineingelegt hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Schließlich findet sich auf dem Taschenmesser das Zeichen des Kreuzes in einem Schild gefasst.“
Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt Wer unterwegs ist, kann nicht für alle Fälle alles Mögliche mitnehmen. Dazu … Mehr
„Wer hat recht: das Kreuz oder wir?“ Predigt von Antonius H. J. Gunneweg über 1. Korinther 1,18-25
Aus Anlass des neuen Kruzifixstreits eine Predigt von Antonius H. J. Gunneweg (1922-1990) über 1 Korinther 1,18-25 aus seiner Zeit … Mehr
Helmut Gollwitzer, Predigt über Psalm 98,1 (Sonntag Kantate, 1988): „Fangt neu an zu singen! Wie ihr auch dransein mögt, fangt neu an zu singen, lasst euch mitnehmen ins Singen, ins Gotteslob, ins Lob dieses Gottes – trotz allem, was ihr gegen ihn auf dem Herzen habt, trotz aller Klagen und Beschwerden gegen ihn –, macht mit bei den Lobgesängen! Ihr werdet sehen, wie wohl das euch tut, wie das euren geschlagenen, verstummten Herzen hilft, wie auch ihr allmählich wieder mit hineingezogen werdet ins Singen, ins Danken, ins Loben.“
Helmut Gollwitzer (1908-1993) hatte 1988 am Sonntag Kantate in Berlin-Dahlem folgende Predigt zu Psalm 98,1 gehalten, die persönliche Frömmigkeit mit … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 (Osternacht, 1947): „In dieser tiefen Nacht, da hinter dem Kreuz die dunkle, böse, regungslose Tarantel aufleuchtet in allen ihren giftigen Farben, sitzt der Engel in seinem reinen Kleid, sitzt wie nach getanem Werke, und spricht zu denen, die ins Angesicht der Tarantel schauen mußten: Fürchtet euch nicht! Freuet euch! Es ist alles nicht wahr. Wahr ist, was allein wahr sein kann. Dass Jesus nicht hier unten ist. Wahr ist, dass sich die Welt mit dieser Tat übernommen hat. Wahr ist, dass die Geschichte mit Jesus Christus weitergeht, so wie sie begonnen hat, in Galiläa und von Galiäa aus. Wahr ist, dass es heißen wird: tamen vicisti, Galilaee!“
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 aus dem Jahr 1947 zeigt eine Expressivität, die sich über jegliche Textbesinnlichkeit hinwegsetzt: … Mehr
Helmut Gollwitzer über den rechten Osterzweifel (Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas, 1941): „Ein Osterzweifel muss in das Herz kommen, ein fröhlicher und respektloser Zweifel gegenüber der Herrschaft des Todes auf Erden, gegenüber der Hoffnungslosigkeit unseres Lebens, der Unabänderlichkeit des Weltlaufes, der Unbekanntheit und Ferne Gottes, den harten Gesetzen des Vergehens, der Sinnlosigkeit des Leides, der Überlegenheit der Macht über das Recht, der Unterworfenheit der Wahrheit unter die Lüge.“
In seinem Buch „Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas“ (Theologische Existenz heute 77, München: Evangelischer Verlag Albert … Mehr
Karl Kardinal Lehmann, „Ecce homo!“ Seht, was ist der Mensch!: „Das Holz des Kreuzes bleibt im wahrsten Sinne des Wortes sperrig. Wir sperren uns gegen die Wucht dieses Zeichens, eher neigen wir zur Verharmlosung. Dies ist nicht selten in der Geschichte des Glaubens geschehen. Oft wurde ein vorschnelles Reden vom Kreuz missbraucht, um dahinter eine feige Schwächlichkeit zu verbergen. Das wahre Kreuz ist keine halbfromme Betäubung. Das Kreuz darf nicht als Ablenkung dienen, um Unrecht oder Leid zu rechtfertigen. Überall, wo vermeidbares Leiden im Namen des Todes Jesu Christi akzeptabel gemacht wird, wird der Sinn des Kreuzes ausgehöhlt. Jesu Kreuz ist aber gerade das höchste Zeichen dafür, wie man der furchtbaren Realität in unserem Leben nicht ausweicht.“
„Ecce homo!“ Seht, was ist der Mensch! Von Karl Kardinal Lehmann Es mag verwundern, dass ich die Frage „Was ist … Mehr
Hans Joachim Iwand, Osterpredigt über 1. Petrus 1,3 (1950): „Das ist das Geheimnis von Ostern. Hier und heute steht das Licht still. Hier wandert es nicht mehr weg von uns, hier stoßen wir auf die Zentralsonne, von der alle anderen ihr Licht empfangen. Hier über dem leeren Grab des Jesus von Nazareth macht Gott das letzte und tiefste Geheimnis seines großen Erbarmens kund, und ein paar Menschen, die diesem Geheimnis ganz nahe gekommen sind, fassen das Unfaßliche und geben es weiter. Und andere, die es so empfingen und nun auch von dieser Mitte her lebten, fassten es in die Worte: Gott sei Dank, der uns wiedergeboren hat nach seiner großen Barmherzigkeit durch die Auferstehung Jesu Christi zu einer lebendigen Hoffnung.“
Am Ostersonntag, 9. April 1950 predigt Hans Joachim Iwand in der Kapelle von Beienrode über 1. Petrus 1,3 und bringt … Mehr
„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ (Nikola Sarić, 2015): „Die Mörder starren sich in ihrer Untat an. Hoffnungslos todesstarr zeigen sie sich. Ganz anders die Köpfe der Todgeweihten – sie schauen in den Himmel auf, geben ihr Leben damit nicht verloren, scheinen in ihrer Todesstunde eine lebendige Aussicht finden. Was im Bild aufblicken lässt ist Christus von einer rötlich abgestuften Mandorla mit Kreuz im Hintergrund umgeben. Seine Hände ruhen auf den Schultern. Er lässt die Todgeweihten nicht los – gleichsam in einer Tischgemeinschaft mit ihnen verbunden. So schaut uns der eine, der 21. an: ‚Seht her, wir gehen nicht verloren. In den Armen des gekreuzigten und auferstandenen Christus sind wir mit unserem Leben erlöst.'“
„Wir gehen nicht verloren“. Eine Betrachtung zum Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ Was für ein Bild: Da werden 21 Männer … Mehr