Kornelis Heiko Miskotte, Predigt über das Gleichnis vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle (Matthäus 13,44-46): „Der Schatz des Evangeliums, des Himmelreichs liegt nicht in einem Goldgräberland, zu dem man mit Spaten und Hacke hinzieht, ungewiss, was man finden wird und ob man genug finden wird, um davon zu leben, wo man aber doch auf jeden Fall etwas finden wird. Nein, es ist ein Wunder. Gottes Königsmacht über die Welt kann nicht logisch oder religiös abgeleitet werden. Die Königsmacht, die Herrschaft der Himmel fällt uns zu, ihre Erkenntnis wird uns geschenkt.“

Da kann einer predigen, wohl eine Stunde lang. Kornelis Heiko Miskotte ist sich des Evangeliums gewiss und sucht in seiner … Mehr

Ernst Wolf, Trauansprache über Römer 14,7-9: „Wir glauben es eben – das ist nicht bloß unser Meinen, unser Wünschen, unser Hoffen, irgendein Überzeugtsein des Gefühls, die Verdichtung eines Sich-Verstehens. Wir glauben es – das weist über sich, über Euch und über uns hinaus auf den Grund des Glaubens, wofern er wirklich Glauben ist, auf den Grund der Liebe, der Treue, der Beständigkeit mitten in aller Anfechtung, der man, wie Erfahrungen lehren, oft nur schwer standhalten kann.“

Trauansprache über Römer 14,7-9 Von Ernst Wolf Das ist sicherlich nicht die beredteste Traupredigt, die Ernst Wolf am 14. August … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über das verlorene Schaf und den guten Hirten (Lukas 15,1-7, 1939): „Freude im Himmel und Freude auf der Erde, es ist wie Weihnachten. Es ist, als ob da plötzlich ein Engelschor oben am Himmelszelt wäre, der da sänge: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!« Es ist, als ob es das Wunder aller Wunder wäre, dass eines Menschen Herz gewonnen wird durch den Gang des guten Hirten, durch die Stimme des guten Hirten. Es ist, als ob der Sinn aller Welt, der Sinn der Schöpfung, der Sinn des Himmels und der Erde in dem Einen beschlossen wäre, dass eines Menschen Herz sich bekehrt zu dem lebendigen Gott.“

Das ist wohl die eindrücklichste Predigt über Lukas 15,1-7, die Hans Joachim Iwand noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs gehalten … Mehr

Hans Joachim Iwand, Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Predigt zu 1. Korinther 15,26 (1935): „Der Tod ist nicht nur der Feind des Menschen, sondern er ist auch Gottes Feind! Wenn wir das glauben könnten, dass Gott und wir denselben Feind haben, dass der Tod nicht nur mit Menschen, sondern mit Gott im Kampfe liegt, dass wir hier mit Gott in einer Front stehen! Gerade das will die Schrift uns sagen. Es wäre nur die halbe Wahrheit, wollten wir uns von ihr die Herrschaft und Größe des Todes vor Augen malen lassen, dann aber den Blick abwenden, wenn sie uns gerade daran die Herrschaft und Größe Gottes dartun möchte. Der Tod muss auch weichen, wenn der Tag der Gottesherrschaft hereinbricht.“

Da findet Hans Joachim Iwand starke Worte in seiner „Totenfestandacht“ zu 1 Korinther 15,26 aus dem Jahr 1935, die das … Mehr

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück: „Der Klang der metallenen Wertmarken sowie der Einbau eines Glöckchens in den Mechanis­mus inspirierte Charles Fey zu der Namensgebung ‚Liberty Bell‘, die sich als Emblem – mit Riss – und dem entsprechenden Schriftzug auf dem Gehäuse seines Spielautomaten findet. Was für ein Versprechen – Gewinn der eigenen (finanziellen) Freiheit an einem Spiel­auto­maten! Hirnforschung wie auch Lebenserfahrungen sprechen da eine gegenteilige Sprache: Im Zusammenspiel von Spielautomat und Spieler hat nämlich der Automat den Spieler im Griff. Geld erregt das Belohnungssystem im Gehirn.“

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in … Mehr