Helmut Merkleins letzter Predigt über Matthäus 14,22-33: „Unser ganzes Leben ist eine Fahrt über das Wasser. Wir leben ständig am Rande des Chaos und des Todes. Wir bemerken das meistens nur nicht. Aber hin und wieder wird uns unser Grenzgang zwischen Tod und Leben bewusst. Wenn unsere Welt, die wir uns so schön zurechtgelegt haben, zerbricht. Wenn Krisen in den Beziehungen auftreten. Wenn wir hilflos und machtlos unser Leben nicht mehr gestalten können, wie wir es eigentlich wollen. Wenn schwere Krankheit uns überfällt.“

Da weiß der katholische Professor für die Exegese des Neuen Testaments Helmut Merklein (1940-1999), dass die Krebserkrankung ihn an das … Mehr

Predigt über Jesaja 49,1-6: „Die Lichtenergie des Heils, die die Dunkelheit des Todes durchwirkt, deren Strahlen uns in hoffnungsloser Eigensinnigkeit treffen, ist die unbändige Treue des HERRN zu Israel. Was Israel zum Licht der Völker macht ist nicht die eigene Wirklichkeit, sondern die göttliche Treue.“

Predigt über Jesaja 49,1-6 1 Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der Herr hat … Mehr

„Herrliche Berge, sonnige Höhen“ – Wie der Gipfel unsere Ehrfurcht weckt: „Wer die Bergwelt mit eigenen Augen wahrnimmt, ist in seiner Seele tief berührt. Das macht die Ehrfurcht aus: Sich selbst im Vergleich zu einer überragenden Natur klein fühlen und doch nicht eingeschüchtert zu sein. Die Größe und Erhabenheit der Natur erfahre ich beglückend, nicht bedrückend. So finden wir auf dem Berggipfel mit Worten des Psalm 8 zum ehrfürchtigen Gotteslob.“

„Herrliche Berge, sonnige Höhen“ – Wie der Gipfel unsere Ehrfurcht weckt Geschafft – nach einem steilen Anstieg auf dem Gipfel … Mehr

„Der Herr ist mein Hirte“ – eine kurze Meditation über Psalm 23 mit versweiser Auslegung: „Im dunklen Tal wandern, wo bedrückendes Felsgestein weder Aussicht noch Ausweg gewährt, heißt weitergehen müssen. Aber auch da zeigt sich dieses Gottvertrauen: Du bist bei mir, berührst mich, tröstest mich und führst mich heraus aus diesem Tal mit seinen Todesschatten. So tut sich am Ende für mein Leben eine unverhoffte Aussicht auf, die Unheil und Bedrängnis hinter sich lässt: ‚Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.‘ In weiter Landschaft empfängt der HERR den Beter fürstlich, erweist sich als Gastgeber des guten Lebens.“

Für viele sind die Worte des Psalms 23 vertraute Worte: „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Wo … Mehr

Kain-und-Abel-Predigt zu 1.Mose (Genesis) 4,1-16: „Im Zorn ist Kains gottgesenkter Blick dem eigenen Bruder finster zugewandt. Wer kein Ansehen bei Gott zu finden scheint, bleibt seinen eigenen Stimmungen überlassen. Die innere Anspannung wächst zum Zerreißen – gleich passiert es. Doch da fällt der göttliche Blick auf Kain. Obwohl dessen Opfer nicht gottwohlgefällig ist, behält der HERR Kain wohlwollend Auge. Nicht sein Opfer, aber der Mensch selbst findet göttliches Ansehen.“

Predigt über Genesis 4,1-16 Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: … Mehr

Zachäus-Predigt über Lukas 19,1-10: „Eines aber ist passiert, als Jesus Zachäus im Baum ruft. Zachäus hält sich nicht in den Ästen des Baumes versteckt. Er zeigt sich, als er den Ruf hört und gibt sich damit die Blöße seines Lebens. Vor dem Gottessohn und vor den Mitmenschen steht er nackt da. Nichts schützt ihn. Aber Jesus wendet sich dem Ungeschützten und Bloßgestellten zu: ‚Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.‘ Für all die anständigen Menschen, die sich nichts zuschulden kommen lassen haben, mag der Ruf Jesu eine Provokation sein, eine Missachtung ihrer Anständigkeit. Aber vielleicht sind sie es, die ihre eigene Lebensblöße sich nicht eingestehen können.“

Predigt über Lukas 19,1-10 Das hat ein Bild abgegeben – Zachäus im Maulbeerfeigenbaum. Wer klettert schon im Erwachsenenalter noch auf … Mehr

Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt (Besinnung zur Konfirmationspredigt): „Mit der Klinge lassen sich Materialen schneiden oder trennen. Mitunter heißt es messerscharf zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist, was uns auf dem Lebensweg weiterbringt und was uns in eine Sackgasse führt. Dazu will der eigene Verstand immer wieder neu an Gottes Wort geschärft sein. Es ist keine tote Vorschrift, sondern Lebenswort, in das sich der dreieinige Gott mit dem Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung seines Sohnes selbst hineingelegt hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Schließlich findet sich auf dem Taschenmesser das Zeichen des Kreuzes in einem Schild gefasst.“

Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt Wer unterwegs ist, kann nicht für alle Fälle alles Mögliche mitnehmen. Dazu … Mehr