Nachdem Hans Joachim Iwand schon 1942 eine Predigtmeditation zu Römer 5,1-11 veröffentlicht hatte (wieder abgedruckt in: Hans Joachim Iwand, Predigtmeditationen. … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Protestantische Selbstsäkularisierung: „Je allgemeinverständlicher die ‚Kommunikation des Evangeliums‘ zu sein hat, umso weniger vermag sie Menschen für das Passah-Mysterium Jesu Christi einzunehmen. Und je weniger man als Christ kirchlich beansprucht wird, umso bedeutungsloser erscheint einem die christliche Botschaft.“
Im Hinblick auf den anstehenden Reformationstag habe ich in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Christ in der Gegenwart (aus dem … Mehr
Warum die evangelische Rechtfertigungslehre heilskommerziell ruinös ist und die Kirchensteuer eine protestantische Notwendigkeit ist: „Dem Protestantismus fehlt es an einem ‚Vergelt’s Gott‘, verweigert sich doch die evangelische Rechtfertigungslehre einer vertragsrechtlichen Heilsökonomie ‚do ut des‘ (ich gebe, damit du gibst). Gläubiges Commitment scheint sich nicht als postmortalen Himmelslohn auszuzahlen.
Warum die evangelische Rechtfertigungslehre heilskommerziell ruinös ist und die Kirchensteuer eine protestantische Notwendigkeit ist Ein sprachlich wunderbarer und theologisch höchst … Mehr
Arnold Angenendt, Das Opfer und seine Wandlungen (2005): „Im Frühmittelalter kommt ein ‚sacrum commercium‘ auf: In jeder Messe musste geopfert werden. Ja, um möglichst viele Messfeiern zu erlangen, wurden dauerhafte Stiftungen gemacht. Dadurch kam ein Austausch von (Land-)Besitz für geistliche Sühneleistungen in Gang, die den Sündern auf Erden wie noch im jenseitigen Läuterungsort, im Purgatorium, zugute kommen sollten. Dieser Austausch setzte größte Besitzverschiebungen in Gang: für Abgabe von Besitz und speziell auch von Land die Befreiung von Sünde und die Errettung vom Ewigen Leben.“
Das Opfer und seine Wandlungen Von Arnold Angenendt Das Opfer ist ein Erstakt aller Religion. Menschen opfern Gott/Göttern, weil sie … Mehr
Rechtsverwahrung der evangelischen Bürger in Lindau gegen die zwangsweise Einführung der bayerischen Gottesdienst-Agende von 1856: „Um unsere Herzen zu Gott zu erheben, bedürfen wir der Gefangennehmung unserer Sinne nicht, und werden uns nie überzeugen, dass Formen der Gottesverehrung, welche die Sinne fesseln, zur Erbauung notwendig seien.“
In Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses heißt es von der Kirche: „Das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass … Mehr
Johann Eberlin von Günzburg über die Toleranz gegenüber Andersgläubigen: „Wenn ‚Missgläubige‘ unter uns wohnen, so soll man ihnen nicht Leid tun, sondern sie freundlich behandeln wie unsere Bürger. Doch soll man sie nicht zu bürgerlichen Ehren oder zu einem Amt zulassen; sie sollen auch unsere Gesetze und den Glauben nicht schmähen.“
In Sachen Toleranz hat sich die Reformation nicht hervorgetan. Aber wenigstens Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533) hat in seinen 15 … Mehr
Das Schuldbekenntnis der Kirchlich-theologischen Sozietät in Württemberg vom 9. April 1946 aus der Feder von Paul Schempp: „Wir sind mutlos und tatenlos zurückgewichen, als die Glieder des Volkes Israel unter uns entehrt, beraubt, gepeinigt und getötet worden sind. … Wir haben Fleisch und Blut mehr geliebt als den, der uns durch sein Sterben und Auferstehen frei gemacht hat zum furchtlosen Bekenntnis seiner unverbrüchlichen Verheißung und zur Heiligung seines Namens. Insoweit wir Pfarrer waren, sind wir dadurch besonders unseren Gemeinden gegenüber schuldig geworden. Wir bekennen unsere Schuld vor allen denen, die unschuldig leiden mussten, vor allen denen, die ungewarnt Gottes Gebote mit verkehrtem Willen zertreten haben und vor allen denen, die heute mehr als wir selber die furchtbare Last aller Folgen des gemeinsamen Irrwegs zu tragen haben.“
„Wir sind mutlos und tatenlos zurückgewichen, als die Glieder des Volkes Israel unter uns entehrt, beraubt, gepeinigt und getötet worden … Mehr
Ambrosius von Mailand über Naturkost und gesunde Ernährung: „Der Mensch sollte der Naturkost vor jeder anderen den Vorzug geben, denn sie ist die Speise der Mäßigkeit. Sie ist die allen lebenden Wesen gemeinsame Speise. Alle sollen sich mit der Kost aus einfachen Pflanzen und gewöhnlichem Gemüse oder Obst begnügen, wie sie die Natur darbietet, wie sie Gottes Freigebigkeit als Erstlingsspeise darreichte.“
In den Exameron libri sex, einer Auslegung des biblischen Schöpfungsberichts, schreibt der Kirchenvater Ambrosius Folgendes in Sachen pflanzlicher Ernährung: Vielleicht … Mehr
Wilfried Joest, Die Theologie Martin Luthers: „Der Mensch kann sich nicht selbst zum Glaubenden und Liebenden machen, wie er überhaupt in der Grundbewegung seines Lebensaktes seiner Selbstbestimmung entzogen ist.“
Eine immer noch lesenswerte Zusammenfassung der Theologie Martin Luthers hat Wilfried Joest (1914-1995) verfasst. Ihre Stärke zeigt sich besonders in … Mehr