Arnold Angenendt, Das Opfer und seine Wandlungen: „Im Frühmittelalter kommt ein ‚sacrum commercium‘ auf: In jeder Messe mußte geopfert werden. Ja, um möglichst viele Meßfeiern zu erlangen, wurden dauerhafte Stiftungen gemacht. Dadurch kam ein Austausch von (Land-)Besitz für geistliche Sühneleistungen in Gang, die den Sündern auf Erden wie noch im jenseitigen Läuterungsort, im Purgatorium, zugute kommen sollten. Dieser Austausch setzte größte Besitzverschiebungen in Gang: für Abgabe von Besitz und speziell auch von Land die Befreiung von Sünde und die Errettung vom Ewigen Leben.“

Arnold Angenendt, emeritierter Professor für Kirchengeschichte, leistet theologische Aufklärung im besten Sinne, beispielsweise über die Entstehung religiöser Kommerzialisierung in der … Mehr