Über Joseph Wittig (1879-1949), dem er als Schlesier landsmännisch verbunden gewesen ist, hatte Johann Christoph Hampe 1966 ein sympathisches Porträt … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Elisabeth Schmitz, Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/36 (vollständiger Text): „Einer Judenverfolgung im Namen von Blut und Rasse muss eine Christenverfolgung notwendigerweise folgen. Einen Anfang davon hat die Bekennende Kirche, haben vor allem ihre Pfarrhäuser zu spüren bekommen. Aber trotz alles Leides wird es niemand einfallen, es in einen Vergleich setzen zu wollen zu dem Leid der deutschen Juden und Nichtarier. Und ganz abgesehen von der Größe des Leides bleibt der große Unterschied: Der Christ leidet persönlich, der Jude und Nichtarier mit Kindern und Enkeln. Und selbst wenn die Glieder der Bekennenden Kirche unter die Ariergesetzgebung gestellt würden, wären noch immer die Verwandten, die weitere Familie nicht mitbetroffen. Und die Hauptsache: Die Bekennende Kirche leidet – und darf das wissen – um ihres Glaubens willen, der Nichtarier wird verfolgt, weil Gott ihn in eine bestimmte Familie hat hineingeboren werden lassen.“
Im Sommer 1935 wurde der Bekennende Kirche sowohl vom Völkischen Beobachter wie auch vom Stürmer vorgeworfen, dass sie die nationalsozialistische … Mehr
Hans Scholls Gedicht „Gott“ passend zu Erntedank: „Aus grauer Erde ließest du quellen / den Saft in funkelnde Trauben, / du sandtest Regen, dass Halme schwellen / mit Früchten wie goldene Hauben.“
Hans Scholl, Mitbegründer und prägendes Mitglied der 1942/43 aktiven studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, hatte 1938 als 19jähriger unter dem Titel … Mehr
„Ein Theologe im Tod“ – Jorge Luis Borges‘ postmortale Melanchthon-Geschichte: „Um sie glauben zu machen, er sei im Himmel, verabredete er sich mit einem Hexenmeister von denen aus dem letzten Zimmer, und dieser täuschte sie mit allerlei Blendwerk von Glanz und Heiterkeit. Kaum jedoch zogen die Besucher sich zurück, so erschienen wieder die Armseligkeit und der Kalk, manchmal auch ein bißchen früher.“
Da hat sich Jorge Luis Borges geirrt, dass in Philipp Melanchthons Loci communes von 1521 die Loci „De caritate et … Mehr
Axel von Campenhausen über Kirche und Staat: „Dass die Toleranz, die Kraft, andere Meinungen und Arten der Lebensgestaltung zu ertragen, eine wesentliche Bürgertugend ist.“
Immer noch lesenswert ist der konzise Artikel von Axel von Campenhausen über Kirche und Staat aus dem Evangelischen Soziallexikon (1980): … Mehr
Martin Niemöller in „Der Friede Gottes als die Kraft des wehrhaften Mannes“ von 1935: „Wenn wir das Leben des einzelnen fordern um des Lebens des Ganzen willen, dann werden wir zu dem Glauben aufrufen: Du bist nichts, dein Volk ist alles!“
In seiner jüngst erschienenen Biografie „Martin Niemöller. Ein Leben in Opposition“ schreibt Benjamin Ziemann zu Recht, dass Martin Niemöller im … Mehr
„Der Protestantismus hat diese Tendenzen des Deutschtums noch wesentlich verstärkt“ – Eugen Kogon 1946 über „Die Deutschen und die Konzentrationslager“
In seinem Essay „Die Deutschen und die Konzentrationslager“ – zuerst im Frühjahr 1946 als eigenes Kapitel in Der SS-Staat. Das … Mehr
Wilhelm Vischer über den Antisemitismus im Licht der Bibel (1939): „Was man heute als «die Entjudung» der Kirche preist, ist die radikale Entchristlichung der Kirche“
Was Wilhelm Vischer in seinem Vortrag „Der Antisemitismus im Licht der Bibel“ von 1939 hinsichtlich einer NAMENsbezogenen Israeltheologie gesagt hat, … Mehr
„Können wir denn überhaupt anders als diese entsetzliche Schuld unseres Volkes gemeinsam vor Gott tragen und gemeinsam bekennen?“ Elisabeth Schmitz im Brief an Helmut Gollwitzer 1938
Als Helmut Gollwitzer nach den Novemberpogromen am Buß- und Bettag, 16. November 1938 in Berlin-Dahlem die Geschehnisse indirekt in seine … Mehr