Ulrich Eibach über das Leiden: „Leiden darf theologisch gesehen nicht als in sich selbst sinnvoll und als ontologisch notwen­dig ge­dacht werden. Sofern Leiden Zerstörung von Leben be­deutet, ist jeder Einbeziehung dieses ‚Nichtigen‘ in Got­tes gute Schöpfung und damit jeder theoretischen Syn­these von Schöpfung und Leiden zu wehren, weil sie Leiden zu etwas ‚Natürlichem‘, von Gott Gewolltem verharmlost und so in Gefahr steht, die Tiefe des Leiden der Kreatur zu verhöhnen.“

Was Ulrich Einbach seinerzeit im Evangelischen Soziallexikon über das Leiden geschrieben hat, ist immer noch lesenswert: Leiden Von Ulrich Eibach … Mehr

Erik Peterson, Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia (1929): „Echte parrhesia gab es in der attischen Demokratie nur so lange, als die Sklaven, die Metöken und die nicht-epitimen Bürger von der parrhesia ausgeschlossen waren; denn die parrhesia ist ein Vorrecht »der Freien«: »Frei nämlich ist die Zunge der Freien!«“

Erik Peterson war der erste, der mit seinem Beitrag „Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia“ für die Festschrift Reinhold Seeberg [Bd. 1: … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Entwurf zu einem Rundbrief zum 1. Advent 1942: „Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift Geist, Seele und Leib, und wo diese Freude einen Menschen gefasst hat, dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt sie verschlossene Türen. Es gibt eine Freude, die von Schmerz, Not und Angst des Herzens garnichts weiß; sie hat keinen Bestand, sie kann nur für Augenblicke betäuben. Die Freude Gottes ist durch die Armut der Krippe und die Not des Kreuzes gegangen; darum ist sie unüberwindlich, unwiderleglich. Sie leugnet nicht die Not, wo sie da ist, aber sie findet mitten in, gerade in ihr, Gott; sie bestreitet nicht die ernste Sünde, aber sie findet gerade so die Vergebung; sie sieht dem Tod ins Auge, aber sie findet gerade in ihm das Leben.“

Entwurf eines Rundbriefs zum 1. Advent 1942 Von Dietrich Bonhoeffer Lieber Bruder …! Am Beginn eines Briefes, der Euch in … Mehr