Eberhard Jüngel, Die wunderbaren Kraftakte des Jesus von Nazareth: „Ein letzter Hinweis soll der Vorbehaltlosigkeit und Bedingungslosigkeit der wunderbaren Machttaten Jesu gelten. Seine Wunderhandlungen stehen weder unter weltlichen noch – und das ist besonders bemerkenswert – unter religiösen Bedingungen. Für die religiöse Umwelt Jesu haben Kranke und Besessene sich ihr Elend selber zugezogen. Ihr erbärmlicher Zustand galt als Strafe für irgendwelche von ihnen begangenen Sünden. Von ihnen wäre also, wenn ihnen überhaupt zu helfen war, ein gehöriges Sündenbekenntnis als Voraussetzung ihrer Haltung gefordert. Nichts dergleichen kennzeichnet die Wunder Jesu. Ihn jammerten die in ihrer Kreatürlichkeit entstellten Menschen. Er ist nicht mit möglichen Ursachen ihres Elends beschäftigt, sondern mit diesem Elend selbst. Er fragt nicht, woher und warum. Er reagiert unmittelbar und vorbehaltlos. Und darin ist er ein Gegenstück zu allem religiösen Muff, der allemal darauf hinausläuft, den Menschen auf seine Sünden oder auf sein moralischen Versa­gen zu fixieren. Jesu Wunder kümmern sich nicht um die moralische Würdigkeit derer, denen sie zugute kommen. Mehr noch als in seinen Reden zeigt sich in seinen wunderbaren Taten, dass Jesus alles andere als ein Moralist war.“

Weil es ihn jammerte. Die wunderbaren Kraftakte des Jesus von Nazareth Von Eberhard Jüngel Wunder gehören dazu – jedenfalls dann, … Mehr

Wenn die Corona-Pandemie keine göttliche Strafe sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen?: „Sucht man Gott aus dem Unheilsgeschehen wegzurationalisieren, so dass ihm auch kein Vorwurf mehr zu machen ist, müssen Menschen mit dem Unheil selbst zurechtkommen. Sie können dann allein darauf vertrauen, was menschliches Können noch zum Guten zu wenden vermag. Derartige Lebensaussichten bleiben natürlicherweise dürftig.“

Wenn die Corona-Pandemie keine göttliche Strafe sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen? Wie kommen manche Christinnen und … Mehr

Martin Luther in seinen Tischreden über den Heiligen Christophorus: „Die Figur des Christophorus sei ein sehr großer, starker Mann, der ein kleines Kind – das Jesuskind – auf der Schulter trägt. Doch das Kind sei so schwer, dass er sich unter seiner Last beugen und krümmen müsse, während er durch das tobende, wilde Meer schreitet. Dieses Meer stehe für die Welt, in der Wellen und Strudel – die Tyrannen, Banden und alle Teufel – ihn bedrängen und verfolgen. Sie wollten ihn um Leib und Leben, Besitz und Ehre bringen. Doch Christophorus hält sich an einem großen Baum fest, der wie ein Stab ist – das ist das Wort.“

Über den Heiligen Christophorus Von Martin Luther Doktor Martin Luther predigte am Gedenktag des heiligen Christophorus und sagte, dass dessen … Mehr