Erik Peterson, Die Kirche „Ich bin daher der Meinung, daß eine Kirche ohne apostolisches Kirchenrecht und ohne die Fähigkeit, dogmatische Entscheidungen zu fällen, überhaupt als Kirche nicht angesprochen werden kann.“

Erik Peterson
Erik Peterson (1890-1960)

Bevor Erik Peterson im Dezember 1930 im Petersdom in die römisch-katholische Kirche in Rom aufgenommen worden ist, verfasste er seinen Traktat Die Kirche, der 1929 bei C. H. Beck in München erschienen ist:

Die Kirche

Von Erik Peterson

[246/247] Es gibt eine bekannte Sentenz von Loisy: »Jésus annonçait le royaume, et c’est l’Église qui est venue.« [»Jesus kündigte das Reich an, und es kam die Kirche.«] Hinter dieser skeptischen Feststellung des Historikers verbirgt sich ein zentrales Problem der Theologie. Setzen wir ein­mal den Fall, die Juden wären in der ersten Zeit nach Christi Tod an ihn gläubig geworden, hätte es dann eine Kirche gegeben? Ich meine nicht. Dann wäre der Menschensohn wiederge­kommen und das messianische Reich wäre hereingebrochen, in dem die Juden den wichtig­sten Platz eingenommen hätten; die Heiden aber, die Weltvölker, hätten im Schatten dieses messianischen Reiches gewohnt. Das messianische Reich, das Jesus verkündet hat, ist nicht gekommen. Warum ist es nicht gekommen? Weil die Juden als Volk nicht an den Men­schen­sohn geglaubt haben. Daraus ergibt sich von selber der Sinn unserer ersten These:
Kir­che gibt es nur unter der Voraussetzung, daß die Juden als das von Gott erwählte Volk nicht an den Herrn gläubig geworden sind. Zum Begriff der Kirche gehört, daß sie wesentlich Hei­denkir­che ist. Wenn man sich diese Tatsache einmal deutlich zu machen versucht hat, so ergeben sich daraus sofort einige wichtige Folgerungen.

1. Da es zum Begriff der Kirche gehört, daß sie aus Heidenchristen besteht, gibt es für die Kirche auch keine theoretische Notwendigkeit, die hebräische oder die aramäische Sprache festzuhalten. Mit dem Verzieht auf die hebräische Sprache ist aber auch der Verzieht auf die semitische Denkform überhaupt theologisch gerechtfertigt[1]. Die in der neueren Theologie üblich gewordene Gegenüberstellung des griechischen und des jüdischen Denkens[2] und die dabei zutage tretende Bevorzugung des jüdischen beziehungsweise semitischen Geistes vor dem griechischen ist ein theologischer Irrtum, denn die Heidenchristen können und sollen nicht Juden werden. Sowenig sie sich beschneiden lassen sollen, sowenig brauchen sie jüdisch zu denken oder auch in den Geist der jüdischen Sprache einzugehen. Die Hellenisierung des Christentums beziehungsweise der Kirche ist vielmehr ein Faktum, das Gott ebenso gewollt hat wie die Berufung der Hellenen selber[3].

2. Da die ursprünglichen Adressaten der Botschaft Jesu und der Apostel sich im Unglauben verstockt haben, müssen alle Begriffe des Evangeliums bei ihrer Projizierung auf ein anderes Feld notwendig auch eine Brechung erfahren. Heiden und Juden sind in der Heilsordnung wesensverschieden, denn Gott hat wahrhaftig zu Moses am Sinai gesprochen und die Erwäh­lung Israels ist unwiderruflich [Röm. 11,29]. Verzichtet man aber darauf, die Heiden zu Juden zu machen, dann muß das Evangelium notwendig in die Seins- und Existenzform des Heiden eingehen. Ich meine das nicht in dem Sinne einer praktisch-missionarischen Adaption, son­dern viel ernster, in dem Sinne, daß man die andere Seins- und Existenzform des Heiden gegenüber dem Juden [248] auch wirklich anerkennt und ernstnimmt. Nun ist die Botschaft Jesu eschatologisch gewesen, und zwar konkret eschatologisch, auf die Ju­den bezogen escha­tologisch[4]. Die Kirche jedoch ist ja grade in ihrer Existenz ein Beweis gegen das Konkret-Eschatologische, das Jüdisch-Eschatologische. Die Kirche ist ja Kirche aus den Heiden. Und so kommen wir denn von selbst zu unserer zweiten These: Kirche gibt es nur unter der Vor­aussetzung, daß das Kommen Christi nicht unmittelbar bevorsteht, daß mit anderen Worten die konkrete Eschatologie ausge­schaltet ist und statt ihrer die »Lehre von den letzten Dingen« aufge­kommen ist. Ich will diesen wichtigen Punkt noch etwas erläutern[5]. Der Apostel Paulus sagt bekanntlich in Röm. 11,25, wenn die vorbe­stimmte Zahl der Heiden eingegangen sei, dann werde auch ganz Is­rael gerettet werden. Danach aber werde das Ende kommen. Die zweite Ankunft Christi ist also mit der Bekehrung des jüdischen Vol­kes aufs engste verbun­den. Man kann geradezu behaupten, daß die Ju­den durch ihren Unglauben die Wiederkunft Christi aufhalten. Indem sie aber die Wiederkunft des Herrn aufhalten, verhindern sie das Kommen des Reiches und begünstigen sie notwendig den Fortbestand der Kirche. Was Paulus in Röm. 11 vorträgt, ist nicht mehr konkrete Eschatologie, sondern »Lehre von den letzten Dingen«, wie es sie not­wendig allein in der Heidenkirche geben kann. Der Ersatz der konkre­ten Eschatologie durch »die Lehre von den letzten Dingen« in der Kir­che ist kein Abfall von der Verkündigung Jesu, sondern vielmehr die Transposition der konkreten Eschatologie in die neue Situation, daß nämlich jetzt Heiden und nicht Juden glauben, daß es im Augenblick nur Kirche und nicht Reich Gottes gibt. Ich will das eben Gesagte an einem Beispiel zu veran­schaulichen suchen. Jesus sagt bekanntlich: »Wer sich selbst niedrig macht, der wird erhöht werden.« Der Spruch ist ursprünglich konkret-eschatologisch gemeint. Durch Leistungen, die über die der Pharisäer und Schriftgelehrten noch weit hinausge­hen, ist es möglich, im Reiche Gottes eine bevorzugte Stellung einzu­nehmen. Dieser Spruch verliert nun aber in der Kirche, als Forderung an Heidenchristen gestellt, sofort notwendigerweise seinen ursprüng­lich kon­kret-eschatologischen Sinn. An die Stelle der konkret-eschatologischen Bedeutung tritt die moralische. Aus der eschatologischen Leistung des »sich niedrig Machens«, um im »Reich« erhöht zu wer­den, wird die moralische Forderung der Demut beziehungsweise der asketischen Selbstentäußerung. Die Moralisierung der konkret-escha­tologischen Begriffe, die asketische Interpretation derselben, ist nur die notwendige Folge aus der Tatsache, daß das Kommen Christi nicht mehr unmittelbar bevorsteht und daß nicht mehr Juden zum Reich, sondern Hei­den zur Kirche berufen werden. Es kann nicht nach­drücklich genug betont werden, daß dies keine Verfälschung der ur-[249]sprünglichen Botschaft Jesu darstellt, sondern nur eine not­wendige Folge ist, wenn man mit der Verkündigung des Evangeliums von den Juden zu den Heiden geht. Die einzigen, die die Möglichkeit gehabt haben, hier zu protestieren und von einer Verfälschung der Botschaft Jesu zu reden, waren die Judenchristen. Wir jedoch, die wir nicht Ju­denchristen, sondern Heidenchristen sind, haben nicht das geringste Recht zu einem solchen Einspruch. Es ist bekannt, daß die Judenchri­sten in Jerusalem lange mit ihrem Urteil über die neue Situation ge­schwankt haben, und wann sie endgültig auf das Vorrecht Israels und auf »das Reich« verzichtet und sich statt dessen für die Kirche ent­schieden haben, ist nicht ganz deutlich zu erkennen. Zunächst bleiben ja die Zwölfe in Jerusalem. Die Wahl des Matthias an Stelle des Judas zeigt, daß für eine bestimmte Zeit die Zwölferzahl als notwen­diger, ja als geradezu konstitutiver Faktor gegolten hat. Die Zwölfe sollen nach einem Wort Jesu die zwölf Stämme Israels »richten«. Da in der alten Zeit die Begriffe »richten« und »herrschen« beinahe synonym sind, so sollen die Zwölf zweifellos mit Jesus auch über die zwölf Stämme Israels herrschen. Daraus ergibt sich aber, daß, als in Jerusa­lem Matthias zum zwölften Apostel gewählt wurde, man noch nicht eigentlich an die Kirche, sondern vielmehr an das Reich Gottes dachte. In Jerusalem, genauer im Tempel von Jerusalem wartete man auf das Kommen des messianischen Reiches und die Wiederkunft des Men­schensohnes. Deshalb verlassen die Zwölfe auch nicht die »Heilige Stadt«, denn das irdische Jerusalem soll ja »die ewige Stadt« des mes­sianischen Königreiches werden. Solange dieser Glaube von den Zwöl­fen gehegt wurde, gab es nicht eigentlich Kirche. Die Urge­meinde in Jerusalem in diesem Stadium ist nicht Kirche. Die Frage, wann die neue Entscheidung zugunsten der Kirche gefal­len ist, läßt sich verschieden beantworten. Man kann sagen, solange die Zwölfe an Jerusalem gebunden sind, ist auch noch keine Entscheidung gefallen. Beim Apostelkonzil scheinen die Zwölf, oder zum mindesten doch »die Säulen«[6], noch in Jerusalem zu weilen. Der ganze Streit über die Beschneidung der Heiden hatte zudem doch nur dann einen Sinn, wenn man in jener Zeit noch immer ernsthaft mit einer Bekehrung des jüdischen Volkes rechnete, das Gläu­bigwerden der Heiden dagegen nur als eine Episode betrachtete. Als Paulus den ersten Korin­therbrief schreibt, weiß er, daß die Apostel, ja sogar die Brüder des Herrn und Kephas »um­herziehen«[7]. Zu der Zeit hatte also anscheinend die Bin­dung der Zwölfe an Jerusalem aufge­hört. Als er dann das letzte Mal nach Jerusalem kommt, ist nur noch Jakobus dort[8]. Wenn man also die Apostelgeschichte in ihren Mitteilungen einmal bloß als historische Quelle verwerten wollte, müßte man annehmen, daß die Entscheidung in der Zeit zwischen dem Apostelkonzil und der Abfassung des 1. Ko-[250]rintherbriefs erfolgt ist[9]. Es ist nun freilich äußerst charak­teristisch – und das macht die Annahme, als sei die Apostelgeschichte ein Ge­schichtswerk in unserem profanen Sinne, fraglich –, daß der wichtigste Vorgang in der Geschichte des Urchri­stentums – der Bruch der Zwölfe mit der judenchristliehen Eschatologie – in der Apostelge­schichte überhaupt nicht innerhalb einer historischen Entwicklung, sondern in einer ganz anderen und überraschenden Weise, in der Form der Pfingsterzählung, berichtet wird. Man kann den propheti­schen Charakter dieser an den Anfang der Apostelgeschichte gestellten Erzählung nicht verkennen. Wollte man annehmen, daß die Ausgie­ßung des Heiligen Geistes sofort »historische« Folgen gehabt hätte, so würde man sich zu den sonstigen Angaben der Apostelgeschichte in Widerspruch setzen. Das Sprachenwunder will sagen, daß die Apostel für alle Völker der Erde bestimmt sind. Und doch bleiben ja die Zwölfe auch nach dem Spra­chenwunder noch in Jerusalem. Nach Apostelgeschichte 1,4 sollen sie bis zur Ausgießung des Heiligen Gei­stes in Jerusalem warten. Tatsächlich weilen sie nach der Darstellung der Apo­stelgeschichte viel länger dort. So meine ich, verwickelt sich jede Deutung der Pfingsterzäh­lung in nicht geringe Schwierigkeiten, die den prophetischen und proleptischen Charakter der Darstellung übersieht. Aber das ist eigentlich gar nicht sehr wichtig. Bedeutsam ist dagegen nun der Sinn der Pfingsterzählung selber. Durch eine beson­dere Geistesmitteilung wird den Zwölfen die Sprache aller Völker mit­geteilt. In den Sprachen der Weltvölker ist ihnen aber der Weg vorge­zeichnet zu den Völkern selber und damit zu dem, was wir Kirche nennen. Es hat einen guten Sinn, daß die Kirche ihre Entstehung auf die Pfingsterzählung zurückführt. Die Sprachengabe bedeutet den Verzicht auf das Hebräische als die heilige Sprache[10]; sie schließt da­mit den Abschied vom auserwählten Volke in sich, und sie deutet im Schöpfungs­akt des Sprechens zugleich den Beginn einer neuen Schöp­fung, eben den der Kirche, an. Es ist wahr, was Loisy sagt: »Jésus annonçait le royaume.« [»Jesus kündigte das Reich an.«] Aber damit wer­den wir nur zu unserer dritten These geführt, die lautet: Kirche gibt es nur unter der Voraussetzung, daß die zwölf Apostel im Heiligen Geiste berufen sind und aus dem Heiligen Geiste heraus die Entscheidung, zu den Heiden zu gehen, getroffen haben. Die Fol­gerungen aus dieser dritten These wollen wir kurz andeuten. Zunächst folgt daraus, daß Jesus we­der unmittelbar die Kirche gestiftet noch daß er selber die Ämter in der Kirche eingesetzt hat. Jesus hat den Juden das Reich, er hat jedoch nicht den Heiden die Kirche gepredigt. Nie­mals ist sodann weiter in der Kirche – auch in der katholischen Kirche nicht – behauptet wor­den, Jesus habe Bischöfe eingesetzt, Priester geweiht usw. Die Hierar­chie der Kirche führt sich vielmehr auf den in den zwölf Aposteln wirk-[251]samen Heiligen Geist und nicht unmit­telbar auf Jesus selber zurück[11]. Wir haben bei unserer dritten These zum erstenmal den Aus­druck: zwölf Apostel gebraucht. Denn als es noch keine Kirche gab, als man in Jerusalem auf die Bekehrung Israels hoffte und die Wiederkunft des Menschensohnes erwartete, da gab es nur »die Zwölfe«, hoì dṓdeka, die in Jerusalem residierten. Der Ausdruck: »zwölf Apostel« zeigt da­gegen das Neue, die Hinwendung zu den Heiden, an. »Die Zwölfe« gehören zum messianischen Reich, »die zwölf Apostel« aber gehören zur Kirche. »Die Zwölfe« sind auf Grund einer Berufung des auf der Erde im Fleische weilenden Menschensohnes da, die »zwölf Apostel« dagegen gibt es erst bei verklärter Leiblichkeit des »Herrn« kraft einer Berufung des Heiligen Geistes. »Die Zwölfe« haben ihre Gewalt von Jesus unmittelbar auf Grund von rechtlicher Delegation empfangen, »die zwölf Apostel« dagegen auf Grund des­sen, daß sie den Heiligen Geist empfangen haben. Das Problem der Kirche ist in diesem einen entscheidenden Faktum beschlossen, daß »die Zwölfe« mit »den zwölf Aposteln« identisch sind. An und für sich hätte das nicht so sein brau­chen. Es ließe sich etwa auch folgende Entwicklung einmal konstruie­ren. »Die Zwölfe« wären, da sie ursprünglich für die Juden bestimmt waren, auch bei den Juden geblieben. Sie wären dann natürlich mit den Judenchri­sten zugrunde gegangen. Die Kirche aber hätte sich auf Aposteln aufgebaut, die nicht zu dem Zwölferkreis gehört hätten, also in erster Linie auf den Aposteln Paulus und Barnabas. Das letztere ist eine Anschauung, die unbewußt weite protestantische Kreise be­herrscht. Und doch ist sie falsch. Die Kirche baut sich auf »den Zwöl­fen« und nicht auf dem Apostel Paulus auf. Nach Matth. 16,18 ist Pe­trus, also der Führer der Zwölfe, der Felsen, auf dem sich der Bau der ekklēsía erhebt. Nach der Geheimen Offenbarung 21,14 sind die Namen der Apostel in die Grundmauern des himmlischen Jerusalems eingelassen. Paulus gehört nicht zu »den Zwöl­fen«, darin liegt die Grenze – nicht seiner apostolischen Wirksamkeit – wohl aber seiner apo­stolischen Legitimität. Und das ist nun der Grund dafür, warum der Apostel Paulus so ganz anders in der Kirche da ist als etwa Petrus. Im Kanon der neutestamentlichen Briefe mag Pau­lus die zentrale Stelle einnehmen. Diese seine literansehe Bedeutung ist jedoch nur die Kehr­seite davon, daß sich die Kirche faktisch nicht auf ihm, sondern auf Petrus und den Zwölfen aufbaut. Es ist durchaus in der Sache be­gründet, daß es meines Wissens keine bischöfliche Sukzession gibt, die sich auf Paulus zurückführt; da Paulus die Legitimität fehlt, vermag er auch nicht zu legitimieren[12]. Daß »die Zwölfe« mit den »zwölf Apo­steln« identisch sind, ist das Werk des Heiligen Geistes an ihnen gewe­sen. Hätten die Zwölfe der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nicht ge­glaubt, wären sie bei den Juden geblieben und hätten sie die Heiden [252] nicht angenommen, dann hätte es keine Kirche gegeben, sondern nur eine heidenchrist­liche Sekte, für die, wie etwa für Markion, Paulus und Jesus zu einer unerkennbaren Einheit zusammengeflossen wä­ren[13]. Damit aber, daß die Zwölfe dem Heiligen Geiste geglaubt ha­ben, haben sie die Verbindung zwischen den Juden und den Heiden, zwischen dem »Reich« und der Kirche, zwischen »dem Recht« und dem Heiligen Geiste hergestellt[14]. Wenn es be­rechtigt war, daß die zwölf Richter der Stämme Israels, kraft Heiligen Geistes, zu zwölf Apo­steln der Heidenkirche geworden sind, dann war es auch berech­tigt, daß sie das Alte Testa­ment als das heilige Buch zu den Heiden brachten, ohne doch die wörtliche Erfüllung des mosaischen Ge­setzes von ihnen zu verlangen[15]. Dann war es theologisch zulässig, daß sie die judenchristlich-palästinensische Überlieferung vom irdischen Le­ben Jesu samt der Samm­lung von Herren­worten der Heidenkirche übermittelten und es nicht bei einem bloß pneumati­schen Christus be­wenden ließen. Die eigentümliche Transposition aller urchristlichen Begrif­fe, von der ich früher gesprochen habe, ist nur der Reflex dieser einen entscheidenden Tatsa­che, daß »die Zwölfe« es gewagt haben – auf Weisung des Heiligen Geistes hin –, Jerusalem zu verlas­sen und zu den Heiden zu gehen. In dieser konkreten Situation »der Zwölfe«, aus der die Kir­che genetisch hervorgegangen ist, gründet zugleich das Fak­tum, daß es ein Glaubens­verhält­nis zur Kirche gibt, die – obwohl sicht­bar- doch heute noch, wie damals, ein Gegen­stand des Glau­bens ist. Nicht die unsichtbare Kirche ist ein Gegenstand des Glaubens, son­dern die sichtbare Kirche, sie, die gezwungen ist, wie die zwölf Apo­stel, auch heute noch – auf Grund Heiligen Geistes – Entscheidungen zu fällen und Glauben gegenüber diesen Ent­scheidungen zu for­dern. Seit den Tagen des Apostelkonzils ist das: édoxe tǭ pneúmati tǭ hagíǭ kaì hēmĩn [Es hat dem Heiligen Geist und uns gefallen][16] das Zei­chen, an dem die Kirche erkannt wird. Denn wahre Kirche ist nur da, wo beides sich findet: die Legitimität, in Rechtsnachfolge »der Zwölfe«, die sich unmittelbar vom Herrn herleitet, und ein Glaube, der, wie bei »den zwölf Aposteln«, genötigt ist, auf Grund des Heili­gen Geistes selbständige Ent­scheidungen zu treffen. Keines dieser bei­den Merkmale darf fehlen, weder die rechtliche Legitimität noch die pneumatische Freiheit. Erst die Verbindung dieser beiden Kennzei­chen macht nämlich die Kirche zur apostolischen Kirche und somit zur Kirche überhaupt. Ich bin daher der Meinung, daß eine Kirche ohne apostolisches Kirchenrecht und ohne die Fähigkeit, dogmatische Ent­scheidungen zu fällen, überhaupt als Kirche nicht angesprochen werden kann. Wir können die Situation »der Zwölfe« nicht umgehen. Wir können weder zurück in das Judenchristentum noch über »die Zwölfe« hinaus, nach Art des Markionitischen Paulinis­mus. Wir sind [253] genau an dieselbe Stelle gebannt, wo auch »die Zwölfe« ihre Entschei­dung treffen mußten. Niemals freilich ist der Kirche von Gott wieder eine so schwere Ent­scheidung zugemutet worden wie damals, als »die Zwölfe« sich entscheiden mußten, ob sie Jerusalem verlassen und zu den Heiden gehen wollten oder nicht[17]. In dieser Entscheidung »der Zwölfe« gründet, ich wiederhole es noch einmal, die Kirche, sowohl historisch wie theo­logisch angesehen, und darum kann nur dieses die Aufgabe der Kirche sein, die Ent­scheidung »der Zwölfe« in allen spä­teren Situationen der Kirche festzuhalten und zu wie­derholen. Man hält die Entscheidung »der Zwölfe« dann nicht fest, wenn man auf Le­gitimität, kirchliche Ämter und Kirchenrecht verzichtet. Man hält aber auch die Entscheidung »der Zwölfe« nicht fest, wenn man der Mei­nung ist, daß es keine dogmatischen Entscheidungen der Kirche geben dürfe, daß vielmehr allein die Heilige Schrift Artikel des Glaubens auf­zustellen habe. In der Möglichkeit der Kirche zu dogmatischen Ent­scheidungen spiegelt sich vielmehr grade die aus dem Heiligen Geist stammende Freiheit »der zwölf Apostel« wider.

Die Formel des Aposteldekrets: édoxe tǭ pneúmati tǭ hagíǭ kaì hēmĩn ist der Beschlußformel der antiken Polis: édoxe tẽ boulẽ kaì tǭ dēmǭ nachgebildet. Wie hinter der antiken Beschluß­formel Anspruch auf Herrschaft steht, so auch hinter der Formel des Aposteldekrets. Die es­chatologische Macht der auf zwölf Stühlen thronenden Apostel muß freilich bei der Trans­po­sition in die Kirche der Heiden in eine neue Form der éousía [Macht] sich wandeln. Damit hört jedoch der Anspruch auf Herrschaft nicht auf.

Die Modifikation im Herrschaftsbegriff »der Zwölfe« ist darin zu se­hen, daß die Abwendung vom Judentum und vom Reichsbegriff der Juden notwendig eine Hinkehr zum pólis-Begriff der Antike in sich schloß. In diese neue Wendung ist dann aber auch der eigentümliche Sprachgebrauch hineinzustellen, der das Wort ekklēsía zum terminus technicus für den Be­griff »Kirche« entwickelt hat[18]. Die profane ekklēsía der Antike ist bekanntlich eine Institu­tion der pólis. Es ist die zum Vollzug von Rechtsakten zusammentretende Versammlung der Vollbürger einer pólis. Man könnte in analoger Weise die christli­che ekklēsía die zum Voll­zug bestimmter Kulthandlungen zusam­mentretende Versammlung der Vollbürger[19] der Him­melsstadt nennen[20]. Der Kult, den sie feien, ist ein öffentlicher Kult und keine Mysterienfeier, und er ist eine pflichtmäßige öffentliche Leistung, eine leitourgía, und nicht eine vom freiwil­ligen Ermessen abhängende Initia­tion. In dem öffentlich-rechtlichen Charakter des christli­chen Gottes­dienstes spiegelt sich wider, daß die Kirche politischen Gebilden wie Reich und pólis weit näher steht als den Freiwilligkeitsverbänden und Vereinen. Hinzu kam noch, daß die Leiter der Kultversammlungen [254] durch die Handauflegung der Apostel legitimiert waren. Die Bischöfe oder Presbyter aber, die von den Aposteln geweiht waren, empfingen notwendig auch etwas von der Machtfülle der Apostel. Waren doch die Apostel, die sie ge­weiht hatten, jene Männer, denen Jesus einst ver­heißen hatte, daß sie auf Thronen sitzen würden, um die zwölf Stämme Israels zu richten. Wo so viel Macht von Jesus verliehen war, mußte sich auch notwendig viel Macht vererben.

Dieses eine Beispiel zeigt zur Genüge, daß die Sentenz von Loisy über das Verhältnis von Reich und Kirche, so blendend sie zunächst auch ist, das Problem doch allzusehr vereinfacht. Gewiß, die Kirche ist nicht das Reich. Aber in der Kirche steckt etwas vom Reich, sowohl vom po­litischen Willen der Juden zum Gottesreich als auch vom Herrschafts­anspruch »der Zwölfe« im Gottesreich.

Es ist richtig, daß der Kirche mit alledem eine gewisse Zweideutigkeit angeheftet ist. Sie ist kein eindeutiges religionspolitisches Gebilde wie das messianische Reich der Juden. Sie ist aber auch kein rein spirituel­les Gebilde, in dem solche Begriffe wie Politik und Herrschaft über­haupt nicht vorkommen dürften, das sich vielmehr darauf zu beschrän­ken hätte, zu »dienen«.

Die Zweideutigkeit, die der Kirche anhaftet, erklärt sich aus dem In­einander von Reich und Kirche. Verursacht ist diese Zweideutigkeit, die einen Moralisten wie Nietzsche an allen christlichen Begriffen im­mer wieder erregt hat, durch den Unglauben der Juden. Solange sie verstockt bleiben, wird auch die Wiederkunft des Herrn und das Kommen des Reiches auf sich warten lassen. Wir überwinden aber die der Kirche anhaftende Zweideutigkeit in uns sel­ber nur damit, daß wir uns in die Entwicklung, die »die Zwölfe« von Jerusalem zu den Hei­den hingeführt hat, hineinstellen und mit »den Zwölfen«, auf Wirkung des Heiligen Geistes hin, an die Eine apostolische Kirche glauben, zu der Gott die Heiden berufen hat, damit, wenn ihre Zahl voll ist, auch ganz Israel selig werde und danach das Ende komme.

Anmerkungen

Der in der neueren Theologie üblich gewordene Ausweg, daß man Gedanken, die den im Texte ausgeführten ähnlich sind, als »Historiker« entwickelt, als »Theo­loge« jedoch nicht weiter berücksichtigt, scheint mir unmöglich zu sein. Man kann nicht mit Holl in seinem be­kannten Akademievortrag »Über den Kirchenbegriff des Paulus im Verhältnis zu dem der Urgemeinde« [abgedruckt in Bd. II seiner Ge­sammelten Aufsätze zur Kirchengeschichte, Tübingen 1928. Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich Holls Ausführungen zu großem Dank verpflichtet bin] be­haupten, die Urgemeinde in Jerusalem sei »katholisch« gewesen, sie habe Kirchen­recht gehabt usw., und dann doch keine theologische Konsequenz daraus ziehen. Man kann nicht mit Mundle in der Zeitschrift für Neutestam. Wissensch. 1928 S. 36ff ausfüh­ren, in der Apostelgeschichte werde überall der Begriff der apostoli­schen Sukzession voraus­gesetzt, und dann etwa gegen die Idee der apostolischen Sukzession polemisieren. Man kann nicht mit Lietzmann in seinem Buch über Messe und Herrenmahl [Berlin 1927] sagen, das Abendmahl bei Paulus sei Opfer­mahlzeit, also letzthin Messe, und dann doch als Dogmatiker davon keine Notiz nehmen. Man kann endlich nicht, wie es allgemein geschieht, das Neue Testament als Niederschlag der kirchlichen Tradition betrachten und nachher das Neue Testa­ment doch wieder gegen die kirchliche Tradition ausspielen. Zu fordern ist, daß die Erkennt­nis des im Neuen Testament sichtbar werdenden Tatbestandes von den dogmatischen Aussa­gen nicht durch einen allzu großen Abstand getrennt bleibt, sonst entsteht die Gefahr, daß die evangelische Kirche in Deutschland bei einer Zu­nahme der Entfernung vom Neuen Testament zu einer Sekte wird.

Die Gefahr, daß dieses Ereignis eintritt, ist, auch von einer anderen Seite aus gese­hen, heute sehr viel näher, als man sich weithin klarmacht. Man kann vielleicht in die Trennung von Staat und Kirche einwilligen und damit auf eine Publizität ver­zichten, die der demokratische Staat der Kirche möglicherweise nicht einmal zu verleihen vermag; man kann jedoch nicht zu gleicher Zeit auch noch auf das Recht der Kirche, dogmatische Entscheidungen zu fällen, ver­zichten. Die Kirche hört auf, eine »öffentliche« Größe zu sein, wenn sie auf dogmatische Stel­lungnahme verzichtet. Mit dem Verzicht auf »Öffentlichkeit« im Begriff der Kirche ist dieser aber auch die Möglichkeit zu einer »öffentlichen Wirksamkeit« genommen. Die politischen und nationalen Folgen einer solchen Entwicklung für Deutschland sind nicht leicht zu unter­schätzen.

Zuerst 1929 als Traktat bei C. H. Beck in München erschienen.

Quelle: Erik Peterson, Theologische Traktate, Ausgewählte Schriften, Band 1, herausgegeben von Barbara Nichtweiß, Würzburg: Echter 1994, S. 245-257.


[1] »Heilige Sprache« [im strengen Sinne] gibt es nur im Stadium der prophetischen Offenbarung. Wie aber »der Sohn« das Ende der Prophetie ist, so bedeutet er auch das Ende der »heiligen Sprache«. Es ist charakteristisch, daß die Kirche kein einziges altes Evangelium in aramäischer Sprache übernommen hat.

[2] Ich erinnere an Harnack oder an Schlatter. Über den Zusammenhang von semitischer Sprache und semitischer Geistesart siehe L. Massignon, Pro psalmis, in der Revue juive I [Paris 1925].

[3] Darum kann Paulus koordinierend Ioudaĩoi kaì Hellēnes sagen.

[4] Daß die eschatologische Verkündigung Jesu zunächst auf die Juden bezogen war, bedeutet nicht, daß sie mit den eschatologischen Vorstellungen der Juden identisch gewesen ist.

[5] Wenn Barth und sein Kreis die konkrete Eschatologie gegen die »Lehre von den Letzten Dingen« ausspielen, so machen sie den – in sich unmöglichen – Versuch einer Rückkehr zum Judenchristentum.

[6] Gal. 2, 9 »Die Säulen« [stỹloi] sind möglicherweise als »Träger« des Himmelsbaues der Endzeit zu verstehen. Die Begriffe »Grundstein« und »Säule« entstammen wohl ein und derselben Schicht des eschatologischen Den­kens.

[7] 1. Kor. 9,5.

[8] Apg. 21,18. Es ist bezeichnend, daß neben Jakobus die presbýteroi genannt werden.

[9] Die auf das Kerygma Petri zurückgehende alte Tradition, daß die Zwölf Apostel zwölf Jahre in Jerusalem geblieben seien, scheint mir eine (vielleicht gnostische?] Theorie zu sein.

[10] Innerhalb der Kirche ist das Hebräische »heilige Sprache« nur neben dem Griechischen und Lateinischen. Die mittelalterliche Theorie von den drei »heiligen Sprachen«, die an den Kreuzestitel (Joh. 19,20) anknüpft, hat einen tiefen Sinn, der für eine geschichtsphilosophische Betrachtung nicht übersehen werden darf.

[11] Vgl. hierzu den lehrreichen Artikel von Wilman in Revue des sciences relig Bd III, 1923, p. 305 sq. Besonders p. 322: »La stabilité de la hiérarchie n’est pas autrement fondée que par l’entremise des apótres.« [Die Stabilität der Hierarchie ist nicht anders als durch die Vermittlung der Apostel zustande gekommen.]

[12] Als »Apostel« kann Paulus neben die anderen, neben »die zwölf Apostel«, treten, in das Kollegium »der Zwöl­fe« kann er jedoch nicht aufgenommen werden. »Die Apostel« gehören der charismatischen Ordnung an; »die Zwölfe« jedoch der Rechtsordnung. Man kann sich den Unterschied zwischen Paulus und »den Zwölfen« auch an der verschiedenen deutlich machen, in der ihnen »der Herr« erscheint. Man vergleiche einmal die Auferste­hungserscheinungen, die in den Evangelien erzählt werden, mit der Erzählung von der Erscheinung bei Damas­kus. In der verschiedenen An, in der der Herr »den Zwölfen« und dem Paulus erscheint, wurzeln nicht nur theo­logische Verschiedenheiten innerhalb der apostolischen Verkündigung, sondern gründet auch die gegenüber den Zwölfen so ganz andere Art des Paulus, in der Kirche zu stehen und weiterzuleben.

[13] An Harnacks Markion ist dieses besonders lehrreich, daß ein Protestantismus, der jeden Zusammenhang mit der katholischen Kirche ablehnt, notwendig zu einer Erneuerung der geradezu »urbildlichen« Lösung des Mar­kion kommt.

[14] »Recht« hat hier natürlich die Bedeutung von jus divinum. Es gibt darum jus divinum in der Kirche, weil es der Sohn Gottes gewesen ist, der »die Zwölfe« rechtlich delegiert hat. Übrigens schließt die Anerkennung des jus divinum nicht aus, daß es neben dem »Kirchenrecht« auch noch ein »heiliges Recht« in der Kirche gibt. Die in der Apostelgeschichte berichteten Strafen von Ananias und Sapphira oder von Elymas sind nicht so sehr kirchen­rechtliche Strafen als solche im Sinne »des heiligen Rechts« der Antike. Das spezifisch Neue und Christliche ist freilich im Kirchenrecht und nicht im »heiligen Recht« enthalten.

[15] Das Alte Testament ist nicht ein jüdisches Residuum in der Kirche, sondern ein legitimes Erbe. Mit dem Alten Testament hat die Kirche zugleich den Segen Gottes und die Verheißungen Israels geerbt.

Der »nicht wörtlichen« Erfüllung des Gesetzes entspricht notwendig die »nicht wörtliche«, das heißt die allego­rische Deutung desselben.

[16] Diese Formel aus Apg 15,28 ist bekanntlich bei Konzilsbeschlüssen wiederholt worden.

[17] Wenn man es auch begreiflich finden mag, daß »die Zwölfe« durch »die Tatsachen«, speziell durch die Pauli­nische Heidenmission, zur Aufgabe ihrer früheren Stellung »genötigt« worden sind, so darf man doch nicht übersehen, daß eine »Nötigung« noch keine »Entscheidung« ist und daß eine »Entscheidung« für »die Zwölfe« gar nicht zu umgehen war, weil davon ihre eigene Existenz als »Apostel« abhing.

[18] Es genügt nicht, wenn man den technischen Sprachgebrauch von ekklēsía aus der Septuaginta ableitet. Man muß ihn vielmehr aus der neuen Situation, die für die Apostel gegeben war, deutlich machen.

[19] Daß der laós der christlichen ekklēsía der Nachfolger des antiken dẽmos ist, läßt sich auf verschiedene Weise zeigen. Ich denke nicht bloß an die Akklamationen, die von dem dẽmos an den laós übergegangen sind, sondern ich mache noch auf einen von J. Partsch entdeckten Zusammenhang aufmerksam, wonach die manumissio in der christlichen ekklēsía, in der Form der Ausrufung, auf einen Brauch der profanen ekklēsía zurückgeht. [Jos. Partsch, Mitteilungen aus der Freiburger Papyrussammlung. 2. Juristische Texte der römischen Zeit – Sitzungs­berichte der Heidelb. Akad. der Wissensch. Phil.-histor. K. 1916, Abhdlg. 10, S. 44 f., dazu U. Wilcken bei J. Partsch, Juristische Papyri der Ptolemäerzeit, S. 106].

[20] Daß die Bürger der »Himmelsstadt« im Kult zusammentreten, hat zur Folge, daß der Liturgie auf der Erde eine Feier im Himmel korrespondiert. Die Entsprechung von himmlischer und irdischer Liturgie in den alten Messen ist keine phantastische Erfindung zur »Ausschmückung« des Gottesdienstes, sondern vielmehr ein notwendiger Bestandteil der Liturgie, der im Wesen des Kirchenbegriffs selber beschlossen ist.

Hier der vollständige Text des Traktats als pdf.

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