Erik Peterson, Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia (1929): „Echte parrhesia gab es in der attischen Demokratie nur so lange, als die Sklaven, die Metöken und die nicht-epitimen Bürger von der parrhesia ausgeschlossen waren; denn die parrhesia ist ein Vorrecht »der Freien«: »Frei nämlich ist die Zunge der Freien!«“

Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia Von Erik Peterson Erik Peterson war der erste, der mit seinem Beitrag „Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia“ … Mehr

Hans Christoph Hahn, Über Freimut und Zuversicht im Neuen Testament: „Die parrēsía Jesu findet ihre Fortsetzung in dem entschiedenen Zeugnis der Apostel. Im­mer wieder weiß die Apostelgeschichte davon zu berichten, dass Petrus, Paulus oder andere Männer auftraten und furchtlos Juden oder Heiden gegenüber die Taten Gottes verkün­deten. Dieser Verwunderung, Spaltung und Verfol­gung hervorrufende Freimut ist freilich keine dem Menschen verfügbare Größe, sondern eine Frucht des Heiligen Geistes, die immer wieder erbeten werden muss. So wird die parrēsía des Zeugen auch bei Paulus und Johannes gesehen. Sie kenn­zeichnet den Vollzug der rechten Predigt von dem Geheimnis des Evangeliums, die Ver­herrlichung Christi mit Leib und Seele. Da die Bewährung etwa in Gefangen­schaft gefordert wird, gewinnt parrēsía geradezu die Bedeutung Kühnheit, Mut. Solchen Mut aber hat der Mensch nicht aus sich her­aus, sondern nur in Gott bzw. in Christus.“

Parrhesia, auf Deutsch „Freimut“ bzw. „Zuversicht“ ist ein neutestamentlicher Begriff, der für die politische Ethik eine besondere Relevanz hat, auch … Mehr