Grabrede für Karl Steinbauer Von Friedrich Mildenberger In der Lutherübersetzung, die hier einer alten Auslegungstradition folgt, lesen wir Hiob 19,25 … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Ernst Käsemann über den Tod seiner Tochter Elisabeth 1977 in Argentinien: „Ich will sie keineswegs als Märtyrerin sehen und verteidigen. Ich möchte jedoch, dass ihr Tod Augen für die Realitäten in diesem zauberhaften Lande auftut, das zugleich ein Inferno beherbergt. Ich möchte Henkern und Militärs nicht das letzte Wort lassen.“
Da ist die eigene Tochter Elisabeth von Schergen der argentinischen Militärjunta verschleppt, gefoltert und schließlich getötet worden; und der emeritierte … Mehr
Siegfried Lenz über den Schmerz: „Der Schmerz als Erlebnis ist mehrdimensional, er ist nicht nur ein Problem, sondern auch ein Geheimnis.“
Über den Schmerz Von Siegfried Lenz Jeder kennt seine Wirkung, jeder weiß, wozu er uns bringen kann. Wir schreien, wimmern … Mehr
Hermann Diem in seiner Predigt über Matthäus 5, 33-37 zur Eidesfrage 1937: „Es könnte uns wohl bange werden, wenn wir auf die Wellen sehen, die der Sturm aufgewühlt hat. Aber wir sehen nicht auf die Wellen, sondern auf den Herrn der Wellen, auf den Herrn, der auch über die Wogen zu uns kommt und vor dessen Wort alle Stürme schweigen müssen.“
Eure Rede sei: Ja, Ja; Nein, Nein! Predigt über Matthäus 5, 33-37 Von Hermann Diem Schriftlesung: Sirach 23, 9-15; Prediger … Mehr
Gustav Heinemann 1937 über das Gleichnis vom ungerechten Haushalter (Lukas 16,1-15): „Besitz ist ein Prüfstein, ob wir Gott vertrauen wollen. Nicht Rechtfertigung vor uns selber oder vor anderen, sondern Rechtfertigung vor Gott, und die hängt davon ab, dass wir treu sind in der Verwaltung unseres eigenen Besitzes, nach dem Willen Gottes Gemeinschaft stiftend.“
In seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des CVJM Essen hielt Gustav Heinemann 1937 folgende Textauslegung über das Gleichnis vom ungerechen … Mehr
Paul Althaus zur deutschen Schuld in einer Predigt von 1945: „Gott hat uns zu anderen Zeiten und anderen Völkern den großen Mann gegeben und ihn gesegnet, dass er mit reinen Händen baute und nicht in schwere Schuld fiel – warum hat er es uns in unserer Lage versagt? Es liegt doch an seinem Willen.“
Wie schwer man sich in der evangelischen Kirche unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg getan hat, eigene Schuld und Mitverantwortung im … Mehr
Dietrich Bonhoeffer in seiner Ethik über Schuld, Rechtfertigung und Erneuerung: „Die Kirche bekennt, die willkürliche Anwendung brutaler Gewalt, das leibliche und seelische Leiden unzähliger Unschuldiger, Unterdrückung, Haß, Mord, gesehen zu haben ohne ihre Stimme für sie zu erheben, ohne Wege gefunden zu haben, ihnen zu Hilfe zu eilen. Sie ist schuldig geworden am Leben der Schwächsten und Wehrlosesten Brüder Jesu Christi.“
Im Stuttgarter Schuldbekenntnis vom 19. Oktober 1945 ist nur ansatzweise zur Sprache gekommen, was Dietrich Bonhoeffer bereits 1941/42 in seiner … Mehr
Alexander Schmemann, Den Tod in Leben verwandeln (Aus der Freude leben): „Das Christentum ist nicht Aussöhnung mit dem Tod, sondern seine Offenbarung, und es vermag den Tod zu enthüllen, weil es selbst das Leben offenbart. Dieses Leben ist Christus. Und nur wenn Christus Leben ist, kann das Christentum den Tod als den Feind erklären, den es zu zerstören gilt, und nicht als «Geheimnis», das erklärt werden müßte. Indem Religion und Säkularismus den Tod interpretieren, verleihen sie ihm einen «Status»: er ist eine «rationale», eine Forderung der Vernunft, er wird als «normal» hingestellt. Nur das Christentum erklärt ihn als anormal und daher als wirklich furchtbar.“
Den Tod in Leben verwandeln Von Alexander Schmemann Unsere heutige Kultur leugnet den Tod; sie will so wenig wie möglich … Mehr
Karl Steinbauers Schrift „Ich glaube, darum rede ich“ vom März 1939 aus dem Amtsgerichtsgefängnis in Neu-Ulm: „Das Herzensbekenntnis ist nur echt, wenn es Mundbekenntnis wird. Das Mundbekenntnis ist nur echt, wenn es Herzensbekenntnis ist. Das Mundbekenntnis ist nicht leicht auf seine Echtheit zu prüfen – in geruhsamen Zeiten. Solange das Bekenntnis etwas einbringt, und wenn es nur der Schein der Heiligkeit ist, wird der und jener es reichlich pflegen. Wenn das Mundbekenntnis aber dann verstummt, wenn es nichts einbringt, wenn es vielleicht sogar Kreuz bringt, dann ist es in seiner Hohlheit entlarvt. Gott bewahre uns davor, dass wir uns auf ein unwahrhaftiges, faules, stummes sogenanntes Herzensbekenntnis zurückziehen und daran sterben.“
Nachdem Pfarrer Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach einem nächtlichen SA-Überfall auf das Pfarrhaus in Senden-Ay im Amtsgerichtsgefängnis Neu-Ulm … Mehr