Friedrich Mildenberger, Die einfache Gottesrede, das Evangelium und das Gesetz: „Ein Gesetz, das nur im Kopf oder im Herzen wäre, ließe uns mit unserem guten Willen allein und letztlich ungeschoren. Weil uns Gottes Reich entgegenkommt, entbindet es das Tun des Guten. Darum ist gerade auch hier eine Revision der traditionellen Gesetzeslehre angebracht.“

Das war einer der letzten Vorträge Friedrich Mildenbergers vor seiner Emeritierung 1994, in dem er sich mit einer lutherischen Gesetzestheologie … Mehr

Jürgen Roloff, Die Apostolizität der Kirche und das kirchliche Amt nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift: „Die Kontinuität des Hirtenamts, die sich in der geschichtlichen Abfolge seiner Träger abzeichnet, weist hin auf die Treue, mit der der Heilige Geist den Weg des Gottesvolkes durch die Geschichte begleitet. Recht verstanden, entbindet solche sichtbare Sukzession nicht von der kritischen Frage, ob das jeweilige Amt auf dem Boden des Evangeliums steht.“

Wie nur wenige Bibelwissenschaftler hat mein theologischer Lehrer Jürgen Roloff (1930-2004) die neutestamentliche Amtstheologie für das Amtsverständnis in der Evangelischen … Mehr

Lesslie Newbigin, Was müssen wir sein? Der Ruf an die Kirche: „Ein richtiges Verständnis des Evangeliums müsste Christen also fest machen können in ihrer Bindung an Christus als Weg und Wahrheit und Leben. Es müsste sie auch bereit machen können zum Eintritt in einen Dialog echten gegenseitigen Hörens mit denen, die diese Bindung an Christus nicht kennen, bei denen man aber doch etwas lernen kann und muss.“

Was müssen wir sein? Der Ruf an die Kirche Von Lesslie Newbigin Die Gute Nachricht, mit der das Reich, die … Mehr

Paul Schempps Begründung seiners Verweigerung des kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler vom Mai 1938: „Was für eine Lakaienkirche, die von Freiheit redet, was für eine Hurenkirche, die von Hingabe an Christus predigt, was für eine Diplomatenkirche, die von Einfalt predigt, was für eine Pantheonskirche, die vom Bekenntnis predigt!“

Nachdem der württembergische Landesbischof Wurm im Mai 1938 per Gesetz den Pfarrern seiner Landeskirche die Leistung eines Treueeids auf Adolf … Mehr

Gutachten der Kirchlich-Theologischen Sozietät wider die Ablegung eines kirchlichen Treueeids auf Adolf Hitler vom 2. Mai 1938: „Hier gibt es wirklich nur ein Entweder-Oder, da es in der Kirche neben der potestas Jesu Christi die er durch sein Evan­gelium ausübt, keine andere potestas geben kann, die dann immer sofort von selbst zu einer potestas über derjenigen Christi werden muss, da die geistliche Gewalt gegen die rechtliche Gewalt ohnmächtig ist.“

Es war die Kirchlich-theologische Sozietät in Württemberg, die bereits am 2. Mai 1938 ein theologisches Gutachten wider die Ablegung eines … Mehr

Martin Widmann über die Kirchlich-theologische Sozietät in Württemberg: „Die Sozietät lebte, lernte und lehrte je und je in den Grundentscheidungen von Barmen und Dahlem. Sie hielt treu zu den von der Bekenntnissynode in Bad Oeynhausen 1936 eingesetzten kirchenleitenden Organen, der 2. Vorläufigen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche, sie hielt zur (staatsrechtlich) illegalen Bekennenden Kirche.“

Die Kirchlich-theologische Sozietät in Württemberg war ein theologischer Arbeitskreis, der 1930 aus dem Freundeskreis um die Pfarrer Hermann Diem, Heinrich … Mehr

Hermann Diems Predigt über Lukas 6,20-31 von 1954: „Doch denken wir uns einmal den Fall, wo ein Armer zu mir um eine Unterstützung kommt, vielleicht ein Ostzonenflüchtling oder irgend jemand, der aus einem besonderen Grund in Not geraten ist, wie das täglich mit fast allzugroßer Selbstverständlichkeit bei mir geschieht.“

Predigt über Lukas 6,20-31 Von Hermann Diem Liebe Gemeinde, in den lutherischen Gemeinden in Amerika, die ich vor einigen Jahren … Mehr

Friedrich Mildenberger, Grabrede für Karl Steinbauer (1906-1988): „Käme es auf uns an, dann ließen wir besser die Finger davon, jene geistlichen Waffen aufzunehmen, die unser Bruder Karl Steinbauer aus der Hand gelegt hat. Aber auch das bleibt uns ja als Erinnerung an ihn, dass nicht dieser oder jener Mensch Herr dieses Zeugnisses ist, ich oder Du, kleine Leute, große Leute, starke Leute, schwa­che Leute, mutige Leute oder ängstliche Leute. Weil es die Sa­che des lebendigen Christus ist, darum geht dieses Zeugnis weiter. »Ich weiß, dass mein Erlöser lebt«: Daraufhin können wir kleinen und schwachen und ängstlichen Leute es wagen. So bleibt uns dann die Erinnerung an unseren Bruder Karl Steinbauer als sein Vermächtnis. Ihn aber wissen wir wohl versorgt und aufgehoben, mit allem was er gewesen ist, was er getan und was er erlitten hat, aufgehoben bei dem Bruder Jesus Christus, der uns erlöst hat. »Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und er wird mich hernach aus der Erden aufwecken.«“

Grabrede für Karl Steinbauer Von Friedrich Mildenberger In der Lutherübersetzung, die hier einer alten Auslegungstradition folgt, lesen wir Hiob 19,25 … Mehr

Ernst Käsemann über den Tod seiner Tochter Elisabeth 1977 in Argentinien: „Ich will sie kei­neswegs als Märtyrerin sehen und verteidi­gen. Ich möchte jedoch, dass ihr Tod Augen für die Realitäten in diesem zauberhaften Lande auftut, das zugleich ein Inferno be­herbergt. Ich möchte Henkern und Militärs nicht das letzte Wort lassen.“

Da ist die eigene Tochter Elisabeth von Schergen der argentinischen Militärjunta verschleppt, gefoltert und schließlich getötet worden; und der emeritierte … Mehr