Während Werner Elert und Paul Althaus im Erlanger Gutachten prinzipiell die Einführung des Arierparagraphen in der Kirche befürworteten, sprach sich … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Werner Elert und Paul Althaus im Erlanger Gutachten zum Arierparagraph in der Kirche: „Für sie ist freilich das jüdische Volk auch heute nicht ein Volk wie andere: es bleibt in Erwählung und Fluch das heilsgeschichtliche Volk“
Erschreckend lehrreich ist das sogenannte Erlanger Gutachten zum Arierparagraph in der Kirche, das Werner Elert und Paul Althaus im September … Mehr
Gerhard von Rads Auslegung von Psalm 90: „Unser Psalm weiß, dass der Mensch sich nie vermessen soll, das Bild, das Gott von ihm hat, zu kennen, und dass unter allen Umständen die göttlichen Maßstäbe entscheiden und nicht das Gutdünken des Menschen. Es geht also um eine auf ihre Weise großartige Bereitschaft, vor der Gottheit mit aller menschlichen Weisheit — zu scheitern.“
Nachdem im neuen Perikopenbuch Psalm 90 in der sechsten Reihe als Predigttext für den letzten Sonntag im Kirchenjahr (Totensonntag) vorgesehen … Mehr
Helmut Gollwitzers Predigt über Lukas 9,57-62 von 1939: „Wo ein Mensch pflügt, da muß er voraus aufs Ziel sehen, auf das Ende des Ackers, und wenn er sich umwendet und zurückwinkt und an einen denkt, der hinter ihm am Ende des Ackers steht, dann wird die Furche krumm, und der Pflug gräbt nicht tief genug. Ihr, sagt Jesus, seid Pflüger im Reich Gottes, Eure Furche muss gerade und tief werden, die ihr aufpflügt in dem Volk, das euch hört. Darum, eben darum darf kein Mensch, dem die Verkündigung Christi aufgetragen ist, darf also kein Christ nach links oder nach rechts sehen oder sich umwenden. Darum ist das Volk, das wir pflügen sollen, nicht Maßstab. Grenze und Ziel, sondern Raum, darin die große Ackerarbeit des Evangeliums geschieht. Einfältige Herzen braucht es, deren Augen einfältig auf das Ziel gerichtet sind.“
Nachdem Martin Niemöller am 1. Juli 1937 verhaftet worden war, übernahm Helmut Gollwitzer dessen Predigtdienst in Berlin-Dahlem. Von ihm stammt … Mehr
Hans Joachim Iwand über Gerechtigkeit (1954): „Gottes Gerechtigkeit bleibt immer Gabe, unsere Gerechtigkeit ist immer Aufgabe. In Gottes Gerechtigkeit sind wir aufgerufen, ihn ganz allein Herr und Erlöser sein zu lassen, in unserer Gerechtigkeit sind wir gefordert, in der Tat und in der Wahrheit zu bezeugen, dass es Gerechtigkeit gibt. Wir werden also sagen müssen, unsere Gerechtigkeit wird nur insofern rechtsschöpferisch und Unrecht verhütend sein, als wir uns immer bewusst sind, dass wir als die beschenkten und begnadeten Sünder, als die Gottlosen, die von Gott freigesprochen wurden, auf Erden Recht setzen und behüten können. Unser Tun wird immer Hinweis sein müssen darauf, wer wir Menschen sind und wo wir herkommen.“
Gerechtigkeit Von Hans Joachim Iwand 1. Im Unterschied zu dem griechischen Verständnis der Gerechtigkeit, welches diese im Staat verwirklicht sieht, … Mehr
Martin Bubers Hinweis für Bibelkurse von 1936: „Ein Bibelkurs soll zum biblischen Text hinführen, nicht über den Text weg.“
Ein Hinweis für Bibelkurse[1] Von Martin Buber I. Ein Bibelkurs soll zum biblischen Text hinführen, nicht über den Text weg. … Mehr
Martin Buber über Leitworte in biblischen Texten: „Unter Leitwort ist ein Wort oder ein Wortstamm zu verstehen, der sich innerhalb eines Textes, einer Textfolge, eines Textzusammenhangs sinnreich wiederholt: wer diesen Wiederholungen folgt, dem erschließt oder verdeutlicht sich ein Sinn des Textes oder wird auch nur eindringlicher offenbar. Es braucht, wie gesagt, nicht dasselbe Wort, sondern nur derselbe Wortstamm zu sein, der solcherweise wiederkehrt; durch die jeweiligen Verschiedenheiten wird sogar oft die dynamische Gesamtwirkung gefördert.“
Über Leitworte in biblischen Texten Von Martin Buber Im Hinblick auf die Übersetzung der Hebräischen Bibel in das Deutsche und … Mehr
Warum uns der Glaube nicht transparent ist: „Wenn unser christlicher Glaube transparent wäre gleich einem kostbaren Glasgefäß, das es dauerhaft zu begreifen gälte, wären uns die Hände gebunden und wir müssten darauf achten, dass dieser Glaube unserer eigenen Begrifflichkeit nicht entglitte, da er ansonsten ein für alle Mal zu Bruch ginge.“
Warum uns der Glaube nicht transparent ist Wenn unser christlicher Glaube transparent wäre gleich einem kostbaren Glasgefäß, das es dauerhaft … Mehr
Hans Joachim Iwands „Gürtel“-Predigt über Jeremia 13,1-11 von 1936: „Gott in der Geschichte. — Das, was Jeremias hier seinem Volke vorspielen muß, ist Gott in der Geschichte, aber anders, als Geschichtsphilosophen und Heilspropheten von diesem Gott in der Geschichte träumen. Das ist kein Gott, der hinterherkommt, der sein Ja und Amen sagt zu dem, was nun einmal geschehen ist, sondern sein Wort kommt vorher — und was danach kommt, das ist er selbst.“
Predigt über Jeremia 13,1-11 (Der Gürtel) Von Hans Joachim Iwand «So spricht der Herr zu mir: Gehe hin und kaufe … Mehr